Donnerstag, 1. Juli 2010
Heute hatten wir Besuch aus Los Angeles. Lukas ist ein großer Fan von mir und er kam mit seiner Mutter Annette und seinen beiden Geschwistern Peter und Tina. Lukas habe ich vor einem Jahr kennen gelernt, damals besuchte er noch die Schule in Unterschleißheim. Kurze Zeit später ist er dann an die Westküste Amerikas gezogen. Lukas hat meine Bücher an zwei Tagen ausgelesen, er hat sie also förmlich verschlungen, und als er in Los Angeles in die Schule ging, hat er die Bücher seinen Klassenkameraden vorgestellt, so dass ich jetzt auch in den USA bekannt bin. Lukas hat auch am Lesewettbewerb teilgenommen und er hat mir ein ganz tolles Video geschickt. Als wir uns heute unterhielten, war ich verblüfft, was er alles über mich wusste. Er hat die Bücher wirklich sehr gut gelesen. Er wusste noch, wo ich Vincent Van Gogh begegnet bin und er wusste auch, wer sich hinter den Figuren "Kaiser Zweispitz", "Der König der weißen Schlösser und blauen Seen" und "Die Prinzessin im Sternenmantel" verbirgt. Und weil er so gerne wissen wollte, wie die Geschichte weitergeht, habe ich ihm heute auch das erste Kapitel meines neuen Buches vorgelesen. Es heißt: "Die Reise zum schwarzen Meer oder: Zar Krimskrams der Zweite und das Buch der Meere." Weil er und seine Geschwister so aufmerksam zugehört haben, habe ich allen dreien eine Marmorschnecke, einen Schwimmstein und einige Fächermuscheln geschenkt. Ich war sehr begeistert von Lukas und davon, was er alles wusste, und so bin ich seit heute auch ein Fan von ihm.
Dein Lukas-Krokofil
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Heute habe ich Okraschoten gegessen. Die Okra ist eine der ältesten Gemüsepflanzen. Sie wurde schon vor mehr als 3000 Jahren im Land der Pyramiden angebaut, dort, wo ich geboren wurde. Die Okraschoten sehen ein bisschen so wie meine Finger, haben vielleicht einen eigenartigen, ungewohnten Geschmack, schmecken aber wirklich sehr sehr lecker, besonders dann, wenn sie von annecigim gekocht werden.
Dein Okraschoten-Krokofil
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Ich liebe es, mit der Fähre von Kadiköy nach Karaköy zu fahren und auf die Stadt mit den sieben Hügeln zu schauen. Ich weiß dann: ich bin in Istanbul. Große Tankschiffe und luxuriöse Passagierschiffe kreuzten unseren Weg und Kormorane tauchten im Bosporus nach Fischen oder standen mit ausgebreiteten Flügeln auf der Kaimauer. Kormorane heißen auch "Raben der Meere". Sie haben ein schwarzes Gefieder und wenn sie ihre Flügel in der Sonne trocknen, glänzen diese metallisch. Ich bin ein Freund der Kormorane und freue mich immer, wenn ein Kormoran zu mir kommt und seinen Fang mit mir teilt.
Dein Kormoran-Krokofil
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Heute sind wir an weiß blühenden Kartoffelfeldern vorbeigefahren und wir besuchten die Grundschule "Am Beeckbach" in Wegberg und die Grundschule Hemmerden. Die Kinder hörten aufmerksam zu und sie bekamen ganz große Augen, als Armin ihnen von den Marmorschnecken erzählte. Dass Lesen und Schreiben wichtig ist, das wussten sie, dass Lesen aber auch reich macht, davon hatten sie noch nicht gehört. Nur Mirko ahnte wohl so etwas, und er überraschte mich mit dem Satz: "Ein Leben ohne Lesen ist so als hätte ein Zebra keine Streifen." Da hat er wohl Recht: Denn ein Zebra wäre ohne Streifen ziemlich aufgeschmissen. Die Streifen helfen dem Zebra, sich in der Herde zu orientieren und sich vor großen Raubtieren und anderen Gefahren zu schützen. Das Lesen hat eine ähnliche Aufgabe. Es hilft, sich eigene Gedanken zu machen, sich besser auszudrücken und sich in der Welt zurecht zu finden. Deshalb sollte jeder, der keine Streifen hat, so viel wie möglich lesen. Jeder, der liest, hat unsichtbare Streifen, die ihm helfen, sicherer durch das Leben zu gehen.
Dein Streifen-Krokofil
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Dir kann ich es ja ruhig sagen: Ich war heute in der Erich Kästner Schule in Wegberg. Ich habe da nicht nur Emil und die Detektive getroffen, auch Pünktchen und Anton, und auch das doppelte Lottchen und den Walfisch mit den Beinen traf ich. Als ich ankam, waren die Klassen ausgeflogen oder auf dem Weg in die Aula und so folgte ich ihnen. Heute haben wir fast allen Kindern der Grundschule vorgelesen und die Kinder und ihre Lehrerinnen waren sehr angetan von meiner Geschichte. Sie freuten sich über die Liegestützen, die Armin machen musste, und sie waren vollauf dabei, als es darum ging, Fragen zum Buch zu beantworten. Für jede richtige Antwort gab es einen Schwimmstein. Am Ende gingen viele Kinder mit einem Stein, der schwimmen kann, und einer roten, gelben oder blauen Fächermuschel wieder in die Klassenzimmer zurück. "Ich bin bei deiner Geschichte richtig mitgeflogen!", sagte mir ein Junge begeistert, der wahrscheinlich ein Schüler aus dem fliegenden Klassenzimmer war, und er meinte, dass er alles aus der Geschichte hautnah miterlebt hat und sich alles gut vorstellen konnte. Viele Kinder wollen jetzt auch die Fortsetzung meiner Geschichte schreiben, um eine der begehrten Marmorschnecken zu gewinnen. Bevor ihr die Geschichte schreibt, lest noch einmal nach, wie es Erich Kästner gemacht hat: Er hat seinen Geschichten zugewunken, wenn sie an ihm vorbeiliefen, oder dem Einfall freundlich zugelächelt. Und wenn die Idee dann ganz nah herangekommen ist, hat er sie am Genick gepackt! Wenn ihr dann alle Ideen beisammen habt und die Geschichte fix und fertig geschrieben habt, schickt sie mir. Ich bin sehr gespannt, welche Bilder ihr im Kopf habt und wie eure Geschichten über mich weitergehen.
Dein Erich Kästner-Krokofil
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Während die deutsche Fußballnationalmannschaft in Südafrika enttäuschte und ihr heutiges Gruppenspiel gegen Serbien verlor, haben die Kinder der Prinzregentenschule bei der Theateraufführung auf der Landesgartenschau in Rosenheim auf ganzer Linie überzeugt und waren die Gewinner des Tages. Heute wurde zum ersten Mal das Krokofil-Theaterstück aufgeführt, das Ganze fand auf der großen Freilichtbühne am Innufer statt. "Musik, Tanz und ganz viel Theater" stand im Programmheft, aber es war nicht nur viel, sondern auch großes Theater! Kurz nachdem der Erzähler Simon in die Geschichte eingeführt hatte, begann es leider zu regnen, aber das tat dem Ganzen keinen Abbruch. Laura brillierte in ihrer Rolle als Krokofil, Ema war eine sehr hübsche Prinzessin Anna Lucia, Sebastian ein überzeugender Felsenkönig, Tayfun ein wunderbar kostümierter Prinz Kara Ben Duin und Kendra als Marlon V. war einfach nur die Wucht. Aber auch die Nebendarsteller machten eine wirklich gute Figur: Lilly und Ryan als Palastwachen, Patrizia als Königin, Ibo als Koch, Lida als Diener, Selina als Schlangenbeschwörerin und Jonathan als Bettler. Umgehauen hat mich die Flamencodarbietung unter der Leitung von Frau Isolde de la Montana: Wer den Flamencotanz nicht schon im Blut hatte, mit dem wurde er einfach einstudiert. Am Ende glänzten sie alle: Alina, Nada, Alexandra, Jennifer, Nicole, Irem, Steffi, Jasmin, Cembre, Rebecca, Arnela, Yeliz, Jennifer R., Jennifer A., Sarah, Senida, Adela, Dragana B., Lena, Nadine und Jessica. Sie hatten rote Kleider mit schwarzen Punkten an und trugen hohe Tack-Tack-Schuhe, so dass sie zu dem Lied von Lole y Manuel auch gehörig klackern konnten. Etwas versteckt, aber nicht zu überhören waren die Musiker unter der Leitung von Martin Kärcher, die vorneweg und hintendran klangvolle Stücke zum Besten gaben, Szenen untermalten oder mit dem Krokofilsong einfach nur für gute Stimmung sorgten: Selina, Anna, Theresa, David, Fiona, Nils, Wiebke, Lena, Michi, Mila, Andrea, Katharina, Kathi V., Semha, Selma, Anja und natürlich Frau Helga Wagner an der Gitarre. Es machte Spaß zu sehen mit welcher Leichtigkeit, Leidenschaft und Spielfreude die Kinder auf der Bühne standen. Als ich vor sechs Wochen bei den ersten Proben dabei war, hätte ich nicht für möglich gehalten, welche schauspielerische Entwicklung die einzelnen Kinder nehmen würden. Aber Dank der prächtigen Regie- und Trainerleistung des Anna-Duos, der beiden Lehrerinnen Anna Diruf und Frau Anna Schweiger, wuchsen die Kinder förmlich über sich hinaus. Hervorzuheben sind auch das tolle Bühnenbild und die wunderschönen Kostüme, die in einem in den Pfingstferien von den Lehrerinnen angebotenen Workshop angefertigt wurden. Auch hier haben wieder viele Kinder mitgewirkt, vornehmlich aus den ersten und zweiten Klassen: Alina Langl, Carola Fröba, Lisa 1 und Lisa 2, Sophia, Natalie, Leila, Isabell, Lina, Rezarta, Marcello, Ide, Sophia, Sarah, Carmela, Nico, Justine, Nathalie, Maid, Muamer, Leonhard, Laura, Romina, Janine und last but not least: Maria Rehm und Anna Schweiger. Ganz wichtig zu erwähnen ist auch, dass das Geld, um das Theaterstück auch finanziell zu stemmen, von Herrn Löwe besorgt wurde. Alles in allem war es ein ganz großer Theatertag, der die Prinzregentenschule einmal mehr zu einer großen Familie zusammenwachsen ließ. Wenn das kein Erfolg ist! Ich freue mich schon jetzt auf den 16. Juli. Dann wird das Krokofil-Theaterstück in der Prinzregentenschule aufgeführt.
Dein Theater-Krokofil
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Das war vielleicht ein Freudenfest. Heute war das erste Spiel der deutschen Nationalmannschaft während der laufenden Fußballweltmeisterschaft in Südafrika. Es war ein schönes Spiel mit vier Toren, aber vor lauter Krach musste ich mir die Ohren zuhalten. Die Vuvuzelas sind ja in ihrer Farbenpracht ganz schön anzuschauen, aber diese Tröten sind definitiv zu laut. Die Vuvuzela ist ein trompetenförmiges Instrument, sie ist bis zu einem Meter lang und kann aus Kunststoff oder Blech angefertigt sein. Ihr Klang ähnelt dem Trompeten eines Elefanten. Ich habe sie das ganze Spiel hindurch gehört und sie klangen wie ein Bienenschwarm, der nicht mehr aufhören wollte zu schwärmen. Ich schwärme jetzt noch immer in höchsten Tönen von der deutschen Nationalmannschaft, aber diese Tröten können von mir aus in Zukunft zu Hause bleiben.
Dein Anti-Krach-Krokofil
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Heute haben wir grünen Spargel gegessen, den wir nicht gekocht, sondern gebraten haben. Zuerst haben wir den Spargel an den Enden geschnitten, danach in der Pfanne im Olivenöl gebraten und mit Salz und Pfeffer gewürzt. Das hat wunderbar geschmeckt. Ich glaube, ich werde in Zukunft immer grünen Spargel essen und ihn dann auch immer braten.
Dein Spargel-Krokofil
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Heute war Badewetter und so verbrachten wir den ganzen Tag am See. Jetzt ist es abends, aber es ist immer noch hell. In der Ferne höre ich das Kreischen der Mäusebussarde, das Zirpen der Grillen ist dagegen sehr nah wie auch das Plätschern des Springbrunnens, der anscheinend plätschert, wann er will. Mal plätschert er, dann wieder nicht. Gerade sind ein paar Glühwürmchen vorbeigekommen und haben ihre Funksignale ausgesendet und auch einige Fledermäuse flatterten vorbei. Ich liebe laue Sommernächte so wie diese Nacht im Frühling.
Dein Frühlingsnacht-Krokofil
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Als wir heute Abend auf unserer Terrasse saßen, wurden wir durch sehr seltsame Geräusche erschreckt. Zuerst war ein Schnaufen zu hören, es folgte ein Grunzen, Niesen, Rascheln, Fauchen, Schnarchen, Prusten, Sägen, Schmatzen und Keckern. Erst als wir mit der Taschenlampe zwischen die Fußbodenlatten leuchteten, entdeckten wir ein Igelpäarchen, das gerade ihr neues Zuhause einrichtete.
Dein Igel-Krokofil
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Heute haben wir Krachsalat mit Kapern gegessen. Kapern sind erbsengroße Blütenknospen, die roh ungenießbar sind. Deshalb werden sie, nachdem sie von Hand an Kapernsträuchern gepflückt werden, in Salzlake, Essig und Olivenöl eingelegt, bis sie eine bläulichgrüne Farbe und den würzig pikanten Geschmack haben, für den sie bekannt sind. Die Kapern haben wir auf der Insel Santorin gekauft, kurz bevor wir nach Hause geflogen sind.
Dein Kapern-Krokofil
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Nach Santorin kommen Menschen aus der ganzen Welt. Wir trafen einen Belgier mit seiner Frau aus Trinidad, ein älteres Ehepaar aus Südafrika, ein frisch vermähltes Paar aus Washington auf Hochzeitsreise und zwei Frauen aus Australien. Wir lernten Leute aus Neuseeland kennen, eine Reisegruppe aus Frankreich und einen türkischen Restaurantbesitzer. Bei ihm feierten wir auch den ersten Hochzeitstag von Aytül und Armin, mit Blick auf das ägäische Meer, das perlmuttfarben in der Sonne glänzte.
Dein perlmuttfarbenes Krokofil
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Es gibt auf der Insel Santorin einen roten, einen schwarzen und einen weißen Strand. Heute waren wir am weißen Strand und haben dort Samantha, Andonia und Boban kennen gelernt. Boban kommt aus Kerala, das ist eine Region im Süden Indiens und er beherrscht die Kunst der Massage. Wir haben uns heute von ihm von Kopf bis Fuß massieren lassen und sind dann sehr früh schlafen gegangen, denn die Massage hatte eine sehr entspannende Wirkung.
Dein Massage-Krokofil
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Auf Santorin gibt es sehr viele Esel. Bisher habe ich einen grünen Esel mit roten Tupfern gesehen, einen blauen Esel mit goldener Mähne, einen gelben mit roten Streifen und ein Esel hatte sogar Flügel. Ich glaube mir sind in dieser Woche auch Flügel gewachsen. Ich bin ausgeruht, entspannt und fühle mich wie die Mauersegler, die den Kraterrand entlang fliegen.
Dein geflügeltes Krokofil
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Hast du schon einmal schwimmende Steine gesehen? Heute haben wir Bimssteine gesammelt. Bimssteine sind beige, grau oder weiß und sie sind so leicht, dass sie wie Styropor auf dem Wasser schwimmen können. Sie sind aufgeschäumte Lava, die zu Stein wurde. Ich habe einen etwas größeren Bimsstein gefunden, den ich für die Fußpflege benutzen werde. Ich werde mit dem Bimsstein überschüssige Hornhaut von meiner Fußsohle abschmirgeln.
Dein Bimsstein-Krokofil
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Es gibt auf Santorin viele schöne Bäume, Büsche und Blumen. Heute habe ich weiße Jasmin-, rosafarbene Orleander-, orangefarbene Kakteen- und hellblaue Glyzinienblüten und einen Hibiskusstrauch gesehen, der in voller Blüte stand. Er hatte so viele rote Blüten, dass die weiße Hauswand, vor der er stand, rot leuchtete. Am Abend sind wir einen Hohlweg entlang gegangen, der von Feigenbäumen gesäumt war und das Blätterdach, das sich über den Weg wölbte, spendete Schatten und bildete einen Tunnel. Leider waren die Feigen zu klein und noch nicht reif, aber sie rochen schon sehr intensiv und süß. Ich liebe den Duft von Feigen.
Dein Feigen-Krokofil
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Das war vielleicht eine stürmische Nacht. Der Wind fegte um unser Hotel herum und er war dabei so laut, dass ich kein Auge zumachen konnte. Erst am Morgen, als die Sonne bereits aufgegangen war und die Vulkaninsel in einem gleißenden Licht erstrahlte, wurde der Sturm schwächer, bis er sich schließlich ganz legte. Auch der Nebel löste sich auf und gab den Blick frei in den vom Meer gefluteten Vulkankrater.
Dein Krater-Krokofil
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"Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer!" Obwohl es bei uns am Chiemsee schon viele Schwalben gibt, hat der Sommer immer noch nicht Einzug gehalten. Weil wir von der Kälte der vergangenen Tage die Nase voll hatten, sind wir heute nach Santorin geflogen. Santorin ist eine sichelförmige Vulkaninsel, sie liegt im ägäischen Meer und gehört zu Griechenland. Auf Santorin gibt es viele weiße Kirchen mit blauen Kuppeln. Hier bleiben wir jetzt eine ganze Woche und werden in der Sonne baden und im Meer schwimmen. Wir wohnen in einem Hotel mit dem Namen "Kroko(fil)s Villa". Es ist ein einzelstehendes Haus am Rande des Vulkankraters. Das Haus ist weiß und rund wie ein Iglu, mit dem Unterschied, dass es draußen warm ist und in diesem Iglu angenehm kühl.
Dein Iglu-Krokofil
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Du wirst es nicht glauben, aber bald wird es auch ein Krokofil-Kuscheltier geben, ein echtes Kösen-Krokofil! Wir waren heute in Bad Kösen und haben dort Herrn Schache und seine Tochter getroffen. Herr Schache hat uns durch seinen Betrieb geführt und er hat uns gezeigt wie Plüschtiere hergestellt werden. Da ist sehr viel Handarbeit notwendig und keine der Frauen, die die Stofftiere mit Plüsch und anderen Füllmaterialien stopfen und dann zusammennähen, beherrscht alle Handgriffe, so viele gibt es und so kompliziert und aufwendig ist die Herstellung eines Kösen-Stofftieres. Danach waren wir im Kurpark der Stadt. Es schneite Blüten, als wir unter den Kastanienbäumen herumspazierten, und es roch süß und lieblich. Bevor wir wieder nach Hause fuhren, besuchten wir noch die Tiere im Tierpark. Es gab Alpachas, Nasenbären, Warzenschweine, Braunbären, Schleiereulen, Uhus, Mäusebussarde, Paviane, Mandarinenten, schwarze Schwäne und weiße Störche und viele andere Tiere. Die Kösener Plüschtiere sehen den Tieren, die wir heute im Tierpark gesehen haben, verblüffend ähnlich und ich bin gespannt, wie sehr mir das Krokofil-Kuscheltier ähneln wird, wenn es dann mal fertig ist.
Dein Kösen-Krokofil
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Heute sind wir durch einen Regenbogen gefahren. Wir waren unterwegs auf der Autobahn, als es plötzlich aus allen Kannen goss. Doch eine Weile später schien die Sonne wieder und an der Grenze zwischen dem guten und dem schlechten Wetter wölbte sich über der Straße ein schimmernder Regenbogen. Wir fuhren hindurch, ließen den Regenbogen hinter uns und fuhren dann in das schöne Wetter hinein.
Dein Regenbogen-Krokofil
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Eigentlich war für den heutigen Tag Sonne vorhergesagt, doch am Nachmittag fielen die ersten Regentropfen und danach regnete es für den Rest des Tages. Aber es war kein trübseliger Regen, er war eher fröhlich und wohltuend. Da, wo wir wohnen, kann ich selbst dem schlechten Wetter etwas Positives abgewinnen. Ich habe dem Regen zugehört, hörte die Regentropfen plitschen und platschen, die Dachrinnen gurgeln und schwatzen und freute mich über das unvorhergesehene Regenkonzert.
Dein Regenkonzert-Krokofil
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Heute war es angenehm warm, aber auch sehr windig. Ich saß auf der Sonnenterrasse und schaute gerade fern, als sich ein Maikäfer auf meinem Arm niederließ. Ich beobachtete ihn dabei, wie er sich putzte, dann hob er seine Flügeldecken, unter denen seine zarten Flügelchen hervorschauten, setzte seine Flügel wie Propeller in Bewegung und flog mit dem warmen Wind davon. Ich schaute ihm noch lange nach. Schön, dass ich wenigstens einen dieser seltenen Exemplare in diesem Mai gesehen habe.
Dein Maikäfer-Krokofil
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Heute war der bisher wärmste Tag in diesem Jahr. Die Sonne schien und keine einzige Wolke war zu sehen. Nur die Flugzeuge zeichneten weiße Linien in den blauen Himmel. Bei strahlendem Sonnenschein sind wir am Chiemsee spazieren gegangen und ich habe einem Haubentaucher beim Fischen zugesehen, einem Schilfrohrsänger beim Singen zugehört und dann sind wir noch drei fliegenden Kamelen begegnet. Die fliegenden Kamele waren in Wirklichkeit Nandus, südamerikanische Laufvögel, die auf türkisch "fliegende Kamele" heißen. Ich finde zwar nicht, dass sie wie Kamele aussehen, aber egal. Fliegen können sie jedenfalls genauso wenig wie ich.
Dein nichtfliegendes Krokofil
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Bevor wir heute zur Honterus-Schule fuhren, schauten wir noch einmal in der Klasse von Frau Feder vorbei. Die Kinder hatten darauf gedrängt, dass Armin ihnen noch ein paar Bücher zum Lesen vorbeibringt. Sie hielten es nämlich nicht länger aus, auf die Fortsetzung meiner Geschichte zu warten. Deshalb hat Armin alle Bücher, die er noch in seinem Koffer dabei hatte, den Kindern gebracht und ihnen auch den Krokofilsong vorgespielt. Die Kinder waren so begeistert von dem Lied, dass sie sofort mitsangen und vergnügt herumtanzten. Danach ging es zur Honterus Schule, sie befindet sich direkt neben der schwarzen Kirche in Kronstadt. Noch nie haben wir so vielen Kindern auf einmal vorgelesen, denn zu beiden Lesungen kamen jeweils 240 Kinder. Später tranken wir noch einen heißen Latte Macchiato, bevor wir mit Horia dem Taxifahrer und der Theaterschreiberin Elise zum Schloss Bran fuhren. Schloss Bran liegt im Karpatenbogen und gilt irrtümlicherweise als das Schloss von Dracula. Deshalb werden vor dem Schloss auch Gebisse, Umhänge und andere Dracula-Devotionalien verkauft. Ich habe frischen Schafskäse genascht und einen Knoblauchzopf gekauft, um gewappnet zu sein, wenn Dracula wider Erwarten doch noch auf einen Biss vorbeischaut.
Dein Kronstadt-Krokofil
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Mit leerem Magen fuhren wir schon um 8 Uhr zur ersten Lesung. Die meisten Schulen hier in Rumänien haben Nummern und so hieß die erste Schule, die wir in Kronstadt besuchten, Schule Nr. 5. Hier haben wir nur den Erst- und Zweitklässlern vorgelesen. Als wir in die Schule Nr. 12 kamen, wurden wir von den Lehrerinnen Anna Feder und Edith Bajan herzlich begrüßt. An den Wänden im Klassenraum hingen Tulpenbilder und die Kinder von Frau Feder wussten sogar, dass die Tulpen ursprünglich aus Istanbul stammen. Darüber hat sich Aytül, die ja von dort kommt, sehr gefreut. Auch das Fernsehen war bei der Lesung dabei und so wurde alles filmisch festgehalten. Die Kinder waren sehr ruhig und hörten aufmerksam zu und Armin wuchs über sich hinaus und begeisterte die Kinder so sehr, dass sie ihm nach der Lesung ganz viele nette Sachen sagten: "Es war super, dass du uns vorgelesen hast!", sagte Oriana und Anna Bell und Sadin fügten hinzu: "Weil deine Geschichte so gut geschrieben ist und weil du uns so betont vorgelesen hast, sind bei uns ganz viele Bilder im Kopf entstanden." Wir bedankten uns bei der Krokofilklasse von Kronstadt, wie wir sie jetzt nennen, für die anerkennenden Worte und fuhren dann noch nach Codlea, einer Stadt, die neben dem rumänischen Namen auch einen deutschen hat. Dieser lautet: Zeiden. Als Armin die Kinder fragte, welche Sprache von allen Kindern in der Welt verstanden wird und dabei über der Tafel ein Bild von George Enescu entdeckte, sagte er, um es den Kindern einfacher zu machen: "Dieser Mann sprach diese Weltsprache ganz besonders gut!" Sofort riefen die Kinder: "Die Sprache der Musik!" George Enescu kennen alle Kinder in Rumänien, denn er ist der wohl bekannteste Musiker und Komponist des Landes. Als sich Armin später verlas, musste er natürlich wieder zehn Liegestützen machen. Unterstützt wurde er dieses Mal von drei Jungen und drei Mädchen. Eines der Mädchen zeigte nach den Liegestützen, dass sie nicht nur sehr gute Liegestützen kann, sondern dass sie eine vielseitige Bodenturnerin ist: Sie machte extra für uns einen Spagat. Das hat mir so gut gefallen, dass ich jetzt auch daran arbeite, bald einen Spagat machen zu können. Ob mir das irgendwann gelingt?
Dein Spagat-Krokofil
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Heute war ich fast 24 Stunden auf den Beinen. Der Wecker läutete um 6 Uhr und eine halbe Stunde später saßen wir auch schon im Auto und fuhren zum Münchner Flughafen. Heute sind wir nach Cluj geflogen, das ist eine Stadt in Rumänien. Zwei Stunden dauerte der Flug. Da wir aber verspätet in Cluj ankamen, war unser Zug für die Weiterfahrt nach Brasov bereits abgefahren. Der nächste Zug ging erst um 22 Uhr. Wir mussten also acht Stunden warten. Da fiel Armin ein, dass er einen guten Freund in Cluj hat und rief ihn an. Keine zehn Minuten später war Ulrich auch schon am Bahnhof und zusammen mit ihm und seiner Frau Luminiza fuhren wir in ein Restaurant, in dem es rumänisches Essen gab. Es gab Mamaliga, das ist ein Maisbrei und das Nationalgericht Rumäniens, Tomatensalat mit geriebenem Schafskäse und zum Hauptgang habe ich Hirschgulasch gegessen. Als wir um kurz vor 22 Uhr wieder am Bahnhof waren, stand der Zug schon abfahrbereit. Wir verabschiedeten uns von Ulrich und Luminiza und dann ging es mit der transsilvanischen Eisenbahn durch die Nacht. Der Zug ruckelte wie eine alte Straßenbahn über die Gleise und er war dabei so langsam, dass wir beinahe ausgestiegen und neben dem Zug hergelaufen wären, so langsam fuhr er. Und weil der Zug neben jeder Schafsherde und an jedem Froschteich anhielt, brauchten wir für eine Strecke von 250 Kilometern mehr als sechs Stunden. Jetzt ist es kurz nach vier Uhr in der Nacht. Wir sind endlich in unserem Hotel angekommen. In drei Stunden müssen wir aufstehen und dann geht es zu drei verschiedenen Schulen. Draußen schreien und zanken die Katzen, ich bin hundemüde und falle jetzt ins Bett.
Dein 24-Stunden-Krokofil
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Heute waren wir auf einem türkisch-deutschen Familienfest in Rosenheim und haben den Kindern aus meinen Büchern vorgelesen. Viele Kinder kannten uns bereits und so liefen sie schon vor der Lesung hinter uns her. Da war Florian von der Grundschule Happing, der den Jakobsmuscheln einen neuen Namen gab, er nannte sie treffend: Fächermuscheln. Und dann war da noch Daniel von der Michael Ende Schule in Raubling, der es gar nicht abwarten konnte, endlich seine eigenen Krokofilbücher zu bekommen, und Beyza und Cemre von der Grundschule an der Prinzregentenstraße. Natürlich war auch Herr Löwe da und präsentierte die Prinzregentenschule mit einem Stand, an dem auch mein Bild zu sehen war. Es war ein sehr schönes Familienfest mit vielen Attraktionen und wenn es nicht so kalt gewesen wäre, hätte ich mich sicherlich auch nicht erkältet. Hatschiii! - Cok yasa! - das ist Türkisch und heißt: Gesundheit!
Dein Familienfest-Krokofil
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Nebelschleier lagen auf den Wiesen und Feldern, als wir heute um halb Acht zur Michael Ende Schule nach Raubling fuhren. Frau Bauer begrüßte uns herzlich und zeigte uns den Raum, in dem die drei angesetzten Lesungen stattfinden sollten. Der Boden des Raumes war grün und auch die Kinder hatten fast alle etwas Grünes angezogen. Bevor Armin den Kindern vorlas, erzählten sie uns, welche Bücher sie von Michael Ende gelesen hatten und das war eine endlose Reihe: "Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer", "Jim Knopf und die wilde 13", "Momo", "Die unendliche Geschichte" und viele andere kleine und große Geschichten. Die Kinder hörten sehr aufmerksam zu, sie machten sehr gut mit, stellten viele Fragen und bekamen von uns dafür auch ganz viele Muscheln geschenkt. Als wir dann um zwölf Uhr wieder nach Pong Wang Ting an den Kinisee zurückkehrten, erklangen von der Kirche hohe Glockenschläge, schwollen an und verhallten wieder. Der Nebel hatte sich zwischenzeitlich aufgelöst, jetzt kam er überraschenderweise wieder und hüllte alles in einen nasskalten Schleier. "Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein anderes Mal erzählt werden", wie Michael Ende immer schrieb, wenn er einen Gedanken nicht weiter ausführen wollte.
Dein Michael-Ende-Krokofil
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Heute feierten wir einen Nelkentag. Zum Frühstück haben wir einen Nelkentee getrunken, mittags gab es zum Nachtisch eingemachte Birnen mit Zimt und Nelken und später haben wir in die Blumentöpfe auf unserer Terrasse weiße und rote Nelken gepflanzt. Es gibt übrigens Bart-Nelken, Feder-Nelken, Alpen-Nelken und auf Türkisch heißen Nelken Karanfil.
Dein Karanfil-Krokofil
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"Warum sollten wir uns eigentlich etwas Grünes anziehen?", fragte mich heute ein Junge in der Grundschule Babensham, der wohl etwas grün hinter den Ohren war. Doch zu dieser Frage später. Die Kinder aus Babensham hatten tief in ihren Kleiderschrank gegriffen und wunderschöne grüne Sachen gefunden. Sie hatten grüne Hemden, Blusen, Hosen, Gürtel, Jacken und Schuhe angezogen und ein Mädchen hatte sogar einen grünen Hut und grüne Socken an. Ein anderes Mädchen hatte grüne Schuhbänder dabei und ein Mädchen hatte ein grünes Band um die Stirn gebunden. Die Aula der Schule leuchtete in den verschiedensten Grüntönen: Es gab kaperngrün, grasgrün, kupfergrün, apfelgrün, spinatgrün, froschgrün, salbeigrün, filzgrün, olivgrün, türkisgrün, kutschengrün, blattgrün, smaragdgrün, moosgrün, spargelgrün, mintgrün, tannengrün, jadegrün und natürlich krokofilgrün. "Und was ist das für ein Grün?", fragte ein Junge und zeigte auf sein Hemd. "Das ist schwer zu sagen...", antwortete ich und dachte angestrengt nach. "Wie heißt du denn?", fragte ich ihn schließlich. "Leo!", antwortete der Junge. "Wie fändest du das, wenn wir dieses Grün einfach Leogrün nennen!" Das fand Leo toll. Und weil sich alle Kinder etwas Grünes angezogen hatten, wurden gleich auch die Klassenfotos für dieses Schuljahr gemacht. So wird dieser Tag allen als Krokofiltag in Erinnerung bleiben und jeder wird sich dann hoffentlich, wenn er wieder etwas Grünes anzieht, an die heutigen Krokofillesungen erinnern. Ich hoffe, damit die Eingangsfrage beantwortet zu haben.
Dein Babensham-Krokofil
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Im Westen viel Neues: Heute haben wir in der Grundschule Westerndorf den Krokofilsong präsentiert. Die Kinder hatten Stabpuppen und aus alten Socken wunderschöne Krokofilhandpuppen gemacht und sie hatten ein Lied einstudiert über ein Krokodil vom Nil, das sie gemeinsam vortrugen. Moritz spielte zwei Stücke auf seiner Gitarre, bevor wir den Krokofilsong vom Band abspielten. Die Kinder klatschten begeistert mit, sangen und tanzten und summten noch mein Lied, als sie schon wieder auf dem Weg in ihre Klassen waren. Später waren wir in der Klasse von Nici Wagenstaller und haben uns die Fortsetzungsgeschichten angehört, die die Kinder geschrieben haben. Alexander hatte seine Geschichte "Das Land der runden Pizzas" genannt, Celinas Geschichte hieß: "Das Land der grünen Augen" und Maxi nannte seine Geschichte "Das Land der langen Nudeln". Nudeln kamen öfters im Titel der Geschichten vor. Ganz besonders gut gefallen hat mir die Geschichte von Kristina. Ihre Geschichte werde ich bald auch auf die Homepage stellen, damit noch viele andere Kinder diese Geschichte lesen können. Ihre Geschichte heißt: "Das Land der roten Rosen". Es war schön in Nicis Nudelklasse und weil ich heute so viele Nudelgeschichten gehört habe, wünschte ich mir zum Abendessen ein Nudelgericht.
Dein Nudel-Krokofil
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Auch wenn man normalerweise sonntags nicht arbeitet, wurde auf den Wiesen und Feldern der Umgebung schwer gearbeitet. Die Bauern saßen im Führerhaus ihrer großen Traktoren und mähten, was das Zeug hält. Alle Blumen und Gräser wurde niedergewalzt oder abgemäht, nur den großen Fliederbusch vor unserem Haus hat der Bauer stehen gelassen. Der Fliederstrauß ist groß und rund und hat viele weiße kegelförmige Blüten. Ich liebe den Duft von Flieder und den Geruch von frisch gemähtem Gras. Aytül hat gerade einen Strauß Flieder für unsere Wohnung geschnitten und ihn in die Vase gestellt, die auf der Küchentheke steht. Jetzt riecht auch die Wohnung nach Flieder.
Dein Flieder-Krokofil
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Heute waren wir in der Stadtbibliothek Offenburg und haben dort ganz viele Kinder für das Lesen begeistert. Am Eingang der Bibliothek steht ein großer Bücherturm und wenn man sich ganz nah an den Turm stellt, so hieß es da auf einer Tafel, soll man Geschichten hören können. Bei mir hat das nicht geklappt. Ich lese aber auch viel lieber selbst in Büchern und vor Büchertürmen mache ich jetzt eher einen großen Bogen.
Dein Bücherturm-Krokofil
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Heute sind wir mit einem großen Muschelkoffer in Stuttgart gelandet. 25 Kilo Muscheln haben wir für die Kinder mitgebracht. Ich hoffe, damit vielen Kindern eine Freude zu machen. Da mein drittes Buch erst im Herbst erscheint, bekommt jeder, der eine Fortsetzungsgeschichte schreibt und sie mir zuschickt, eine dieser schönen Muscheln geschenkt.
Dein Muschelkoffer-Krokofil
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Heute haben wir in der Nähe des schwarzen Meeres eine Muschelfabrik besucht. In dieser Fabrik werden Venusmuscheln und Jakobsmuscheln so verarbeitet, dass man sie essen kann. Nachdem sie aus dem Meer gefischt werden, werden die Muscheln gesäubert, gekocht, verpackt und dann in alle Welt verkauft. Normalerweise landen die leeren Muschelschalen auf dem Müll. Sie werden in rote Müllsäcke verpackt und dann auf einen meterhohen Müllberg geworfen, der sich gleich hinter der Fabrik befindet. Wir haben einige Säcke mitgenommen, die Muscheln gewaschen, gebürstet und desinfiziert und sie in einen großen Koffer gepackt. Am Abend haben wir dann noch eine Packung Venusmuscheln gegessen, die uns der Besitzer der Fabrik geschenkt hat. Die Muscheln schmeckten vorzüglich.
Dein Venusmuschel-Krokofil
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"Bist du ein Held?", fragte mich heute Dorian in der Grundschule in Aalen. Vier Lesungen standen heute auf dem Programm und Armin stellte einmal mehr unter Beweis, dass Vorleser Helden sind. Auch Dorian war am Ende der Lesung davon überzeugt und er will nun auch zum Helden werden. Das richtige Kostüm hat er dazu schon, denn er hatte sich ein Krokodilkostüm angezogen. Auch ich habe heute viele Helden getroffen: Kinder, die sich für das Lesen begeistern lassen und sehr viel wussten.
Dein Krokofilheld
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Heute waren wir im Hugo Junkers Gymnasium. Sie befindet sich in Mönchengladbach, der Geburtsstadt von Armin, und diese Schule hat Armin bis zum Abitur besucht. Armin las den Fünftklässlern vor und bekam schon zur Begrüßung einen großen Beifall. Die Begeisterung schwoll während der Lesung noch an und am Ende brachen die jungen Zuhörer in tosenden Beifall aus. Wir waren sehr erfreut und gerührt, dass wir auch 10- und 11-Jährige noch so sehr mit meiner Geschichte begeistern konnten. Da soll noch einmal einer sagen, Märchen wären nur etwas für Grundschulkinder.
Dein Gymnasiumskrokofil
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Heute waren wir in der Grundschule, in der Armins Vater vor über 40 Jahren Lehrer war. Er war damals gerade erst 30 Jahre alt und am Anfang seiner Lehrerlaufbahn. Die Schule liegt in dem schönen niederrheinischen Städtchen Waldniel und ist ein Lern- und Spielort für über 400 Kinder. Wir wurden von der Schulleiterin Frau Ankowiak herzlich begrüßt und dann ging es auch schon los. Die Kinder hatten sich alle etwas Grünes angezogen, nur Armin war schwarz gekleidet. Armin las den Kinder wie gewohnt aus meinem Traumländer-Buch vor und schaffte es mit pädagogischem Geschick, die Kinder in seinen Bann zu ziehen. Unter den Zuhörern waren auch das Patenkind von Armins Bruder Uwe und auch die Tochter eines alten Freundes von Armin. Die Kinder waren so begeistert von den Lesungen, dass sie alle meine Bücher kaufen und eine Fortsetzungsgeschichte schreiben wollen. Dafür gibt es nämlich eine Marmorschnecke. Das hat ihnen Armin während der Lesung versprochen. Ich bin gespannt, wie viele Bestellungen und Geschichten bei uns eintreffen werden.
Dein Waldniel-Krokofil
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Anlässlich des Welttages des Buches hatte die Stöckachschule in Winnenden ein Bücherzimmer eingerichtet und unterstützt von der Stadtbücherei und dem Kulturamt der Stadt Winnenden eine Lesewoche veranstaltet. Zum Abschluß der Lesewoche waren wir heute für drei Lesungen in die Schule gekommen. Die Kinder hörten aufmerksam zu und sie machten auch begeistert mit, als es darum ging, Bilder aufzuzählen, Fragen zu formulieren und Antworten zu geben. Frau Hoffmann hielt alles mit ihrer Digitalkamera fest und weil die Kinder keine Kameras dabei hatten, malten sie die Bilder, die beim Lesen in ihren Köpfen entstanden waren, auf ein Stück Papier. Sarah und Lauren haben für mich ein Bild gemalt und Lea schrieb Armin einen Brief. Nach dem Mittagessen spielten wir auf dem Schulhof "Himmel und Hölle" und schossen noch lange auf die Torwand. Da wir heute keine Zeit hatten, den Zweitklässlern vorzulesen, werden wir bald wiederkommen. Davor werde ich aber noch ein wenig Torwandschießen üben müssen, damit ich eine bessere Figur abgebe, wenn wir wieder auf die Torwand schießen.
Dein Torwand-Krokofil
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Die Grundschule Happing liegt so versteckt, dass wir ohne die Hilfe von Kindern, die gerade auf dem Weg zur Schule waren, die Schule beinahe nicht gefunden hätten. Die Lesungen in Happing waren ein echtes Happening, das ich so schnell nicht vergessen werde.
Dein Happing-Krokofil
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Heute habe ich in der Schule in Edling ein sehr aufgewecktes Mädchen kennen gelernt. Sie hieß Romina und ging in die dritte Klasse von Otto Rückl. Nach der Lesung hüpften ihr noch sehr viele Bilder im Kopf herum. Eigentlich hätte sie jetzt noch alle Bilder der Geschichte im Kopf, sagte sie, und brannte darauf, nun auch die Fortsetzung zu erfahren. Ich habe ihr versprochen, die Bücher so schnell es geht zu schicken.
Dein Romina-Krokofil
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Nach den beiden Lesungen in der Grundschule Hochstätt wurde ich heute von Jose und Isabella für die Schülerzeitung interviewt. Die beiden Mädchen wollten viel von mir wissen. "Macht Lesen reich?", "Wie macht man seine Träume wahr?", "Wie gewinnt man eine Marmorschnecke?". Das waren zwar alles Fragen, auf die Armin schon während der Lesung eingegangen war, aber sie wollten sie noch einmal hören, um sie in ihrer Schülerzeitung abdrucken zu können. Außerdem wollten sie wissen, wann es ein Krokofil-Kuscheltier gibt, wie man Schriftsteller wird und wann der dritte Krokofilband erscheint. Alle Antworten auf diese Fragen findet ihr demnächst in der Schülerzeitung in Hochstätt. Viel Spaß beim Lesen!
Dein Hoch-Krokofil
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Seit heute sind wir stolze Besitzer einer Magnolie. Sie hat so viele rosafarbene Blütenknospen an ihren Zweigen, dass ich vor lauter Kerzenblüten die Magnolie nicht mehr sehen kann. Heute ist mir zum ersten Mal aufgefallen, dass die meisten Bäume zuerst in Blüte stehen, erst dann kommen die Blätter, genauso wie bei unserer Magnolie. Ich liebe Magnolien und seit wir selbst eine haben, ist mir aufgefallen, wie viele Magnolien in unserer Nachbarschaft sind.
Dein Magnolien-Krokofil
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Heute haben wir das erste Gericht für das Krokofil-Kochbuch zubereitet: Krokofilspinat mit Granatapfelkernen. Paula und Johanna, die die Osterferien hier bei uns am Chiemsee waren, essen normalerweise keinen Spinat. Aber in dieser Zusammenstellung hat ihnen der Spinat sehr gut geschmeckt.
Dein Krokofilkoch
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Wir sind heute im Eichental spazieren gegangen. Im Eichental gibt es Buchen, Birken und Kastanien, nur Eichen habe ich nicht gesehen. Wir gingen gerade die Prien entlang, die durch das Eichental fließt, als ich plötzlich vor einem kleinen Waldstück stehen blieb: Ein Meer aus grünen Segeln lag vor uns und es roch ganz stark nach Knoblauch. "Das ist Krokofillauch!", rief Aytül und begann gleich die grünen Segel vom Waldboden zu pflücken. Als wir einen ganzen Sack voll Krokofillauch gesammelt hatten, liefen wir wieder nach Hause. Den Lauch haben wir gleich in viele kleine Stücke geschnitten und mit Olivenöl und Salz versetzt. Danach gab es Spagetti mit Krokofillauch-Pesto. Das hat wunderbar geschmeckt.
Dein Krokofillauchesser
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Heute begann in Istanbul die Tulpenzeit und weil die Stadt am Bosporus auch die Tulpenstadt genannt wird, fuhren wir zu einem der vielen Tulpenparks, die es in Istanbul gibt. Tulpen in allen Größen und Farben leuchteten dort. Es gab bordeauxrote Tulpenblüten mit weißem Rand und gelben Streifen, Tulpen mit feuerroten weiß gefransten Blüten und Tulpen mit geflammtem Muster. Es gab pfirsischfarbene, veilchenblaue und sogar blauschwarze Tulpen. Die Blütenkelche der Tulpen sind sanft gebogen wie eine Mondsichel und spitz wie ein Dolch. Als wir anschließend noch in einen Teegarten gingen, spielte dort vor dem Eingang ein Straßenmusiker auf seiner Yayli Tanbur (das ist ein Instrument, das aussieht wie eine Bratpfanne mit Saiten und wie das Cello mit einem Bogen gespielt wird). Er spielte ein Lied von Sezen Akzu, der berühmstesten Sängerin der Türkei. Das Lied hieß: Lale Devri, das heißt auf deutsch: Tulpenzeit!
Dein Tulpen-Krokofil
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Heute sind wir durch einen Kastanienwald spazieren gegangen. Es roch nach Moos und Walderde und wir entdeckten viele kleine violettfarbene Veilchen. Plötzlich raschelte es im Laub und eine Eidechse mit winzigen weißen und schwarzen Punkten auf einem hellgelben Rücken huschte zurück in ihr Versteck. Schmetterlinge flatterten um uns herum und auf einem Pinienast saß eine Eule und schaute uns mit ihren großen kugelrunden Augen an.
Dein Kastanienwald-Krokofil
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Heute habe ich die größte Geschichtensammlung der Welt entdeckt. Wir waren auf der Wasserstraße, die das marmorfarbene Meer mit dem weißen Meer verbindet, und weil das Meer an dieser Stelle nicht so tief ist, bin ich dort getaucht. In einer Tiefe von 20 Metern entdeckte ich plötzlich eine Höhle. Ich schwamm hinein und stand plötzlich in einem rotgestrichenen Innenraum. In wabenförmigen Fächern an den Wänden entdeckte ich viele marmorfarbene Schneckenhäuser. Ich nahm ein Schneckenhaus aus dem Wabenfach und hielt es an mein Ohr. Eine tolle Geschichte steckte in dem Haus. Ich hörte die Geschichte bis zum Ende und schwamm dann wieder nach oben an die Wasseroberfläche. "Das ist eine Marmorschnecke!", rief Aytül begeistert, als sie das Schneckenhaus sah. "Marmorschnecken?", fragte ich zurück. "Ja, sie wohnen nur hier, du kannst sie nur im marmorfarbenen Meer finden!", erzählte Aytül. "Und was machen wir jetzt mit ihnen?" - "Wir nehmen sie mit!" Aytül schlug vor, alle gut zu säubern und mit nach Deutschland zu nehmen. So luden wir eimerweise Schneckengehäuse ins Auto und brachten sie nach Hause. Dort bürsteten und schrubbten wir die Schneckenhäuser mit einer Stahlbürste, bis sie von Schmutz und Dreck befreit waren, und legten sie zum Trocknen auf die Terrasse. Als ich abends noch einmal an die frische Luft ging, sah ich die Muscheln im Mondschein glänzen und blitzen. Sie glänzten wie Porzellan. Da erkannte ich plötzlich den wahren Wert der Marmorschnecken und bemerkte den Zauber, der von ihnen ausging.
Dein Marmorschnecken-Krokofil
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Da unsere Fähre nach Bursa wegen Sturmwarnung nicht auslief, haben wir schnell umdisponiert und sind mit dem Bus gefahren. Umgerechnet 10 Euro haben wir für die Fahrt bezahlt und dafür in einem sehr luxuriösen Bus gesessen. Die Sitze waren sehr breit und bequem, es gab Fernsehen und Internet, und während der zweieinhalbstündigen Busfahrt haben wir zweimal eine Tasse Tee und ein Stück Kuchen bekommen. Das war einmal ein richtig guter Service. An den Busunternehmen in der Türkei sollten sich Reisegesellschaften in Deutschland einmal ein Beispiel nehmen. Als wir im Busbahnhof von Bursa ankamen, warteten Simone und ihr Mann auf uns. Da wir die beiden zum ersten Mal trafen, hatte uns Simone, die im Deutschen Kulturinstitut arbeitet, vorher telefonisch mitgeteilt, dass sie wie folgt zu erkennen wären: Simone sehe aus wie eine Türkin, sei aber eine Deutsche und ihr Mann würde wie ein Deutscher aussehen, wäre aber ein Türke. Und tatsächlich: Auf diese Weise konnten wir die beiden unter all den Leuten, die im Busbahnhof warteten, sofort erkennen. Wir fuhren zum Hotel, aßen Sis Kebab und unterhielten uns noch bis tief in die Nacht hinein mit Simone und ihrem Mann. Als wir heute Morgen aufwachten, lachte die Sonne, es war frühlingshaft warm und Bursa empfing uns in einem grün-weißen Fahnenmeer. In ganz Bursa waren die Fahnen gehisst. Dazu muss man wissen, dass Bursa die Krokodilstadt der Türkei ist und Bursaspor, der Fußballclub von Bursa, ein Krokodil als Maskottchen hat. Der Club spielt ganz oben in der Tabelle mit und hat gute Chancen, türkischer Meister zu werden. Wir besuchten den Seiden-Basar und ich kaufte mir einen grünen Seidenschal, bevor wir dann mit Simone zu der Schule fuhren, wo heute die Lesung stattfand. Viele bunte Kissen lagen auf der Bühne der Aula und die Wände waren mit bunten Krokofilbildern der Kinder behängt. Die Fünftklässler hatten meine beiden Bücher schon gelesen und sie hatten Bilder gemalt wie sie sich die Fortsetzung der Geschichte vorstellten. Eine Idee fand ich besonders interessant: So meinten einige Kinder, dass ich schon bald einem wunderschönen Krokodilmädchen begegnen werde. Ob sie Recht behalten? Für die tollen Bildergeschichten gab es heute auf jeden Fall auch tolle Gewinne. Die hatte Simone mitgebracht. Ich fand es wunderbar in der Krokofilschule von Bursa und werde diesen Tag in Bursa so schnell nicht vergessen. Und wenn ich wieder zurück in Deutschland bin, werde mich auf die Suche machen nach einer deutschen Partnerschule, denn die Kinder der Cakirschule würden sich sehr über Brieffreunde in Deutschland freuen.
Dein Bursa-Krokofil
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"Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt untergeht, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen!" Diesen Satz von Martin Luther müssen die Lehrerinnen und Kinder der Cakabey-Schule unbewusst im Kopf gehabt haben. Heute waren wir zuerst im Gelisim Koleji, einer Grundschule außerhalb von Izmir, und später waren wir noch für eine Lesung in der Cakabey Okullari, einer Schule mit einer schönen Grünfläche und einem kleinen Baumbestand. Da die Lesung den Kindern so gut gefallen hat, haben sie beschlossen, für mich einen Apfelbaum zu pflanzen. Ich fühlte mich geehrt und hoffe, dass er bald viele Früchte trägt. Dann möchte ich auch gerne wiederkommen.
Dein Apfelbaum-Krokofil
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Heute frühstückten wir mit Kindern der Deutschen Schule in Izmir und fuhren anschließend zur Takev Schule. Die Takev Schule ist eine Schule, in der die Kinder schwarz-gelbe Schuluniformen tragen. Die Kinder sehen in ihrer Schuluniform aus wie viele kleine fleißige Bienen. Ich liebe Bienen, die fleißig sind und nicht stechen.
Dein Bienen-Krokofil
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Wenn der Frühling so lange auf sich warten lässt und einfach nicht zu uns kommen will, dann fahren wir eben einfach zu ihm, haben wir uns gedacht und diesen Gedanken auch gleich in die Tat umgesetzt. Als wir heute Morgen vom Münchner Flughafen losflogen, schneite es, und als wir am frühen Nachmittag in Izmir landeten, schien die Sonne und es war angenehm warm. Wir haben in einem Hotel an einer Allee aus meterhohen Palmen übernachtet. Die Palmenallee führte direkt zum Meer. Ich liebe die Sonne, die Palmen und das Meer.
Dein Palmenallee-Krokofil
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Heute haben wir zum ersten Mal den Krokofilsong präsentiert. John Watts, der das Lied geschrieben hat, war aus dem südenglischen Seebad Brighton gekommen und gemeinsam fuhren wir mit ihm nach Rosenheim in die Grundschule an der Prinzregentenstraße, wo die Premiere stattfand. Als wir die Schule betraten, war bereits alles aufgebaut und angeschlossen. Vor den Fenstern stand die große Bühne der Schule und die Musikanlage hatte Herr Löwe von zu Hause mitgebracht. Es gab ein elektrisches Klavier und Trommeln standen in einer langen Reihe vor der Bühne. An den Fenstern hingen bunte Krokofilbilder und neben der Bühne lag ein Krokodil aus Pappmache mit aufgerissenem Maul. Sollte ich das etwa sein? Punkt neun Uhr strömten von allen Seiten Kinder in die Aula und setzten sich auf die Stühle vor die Bühne. Viele von ihnen hatten grüne T-Shirts, grüne Socken und grüne Hosen angezogen und Moritz hatte in seinem Kleiderschrank eine grüne Kapuzenjacke gefunden. Einige Mädchen hatten grüne Haarschleifen dabei und auch eine grüne Sonnenbrille, eine grüne Trillerpfeife und grüne Haarbänder habe ich entdeckt. Wir begrüßten uns in mehreren Sprachen, denn die Schule an der Prinzregentenstraße besuchen Kinder aus über 25 Nationen. John Watts begrüßte die Kinder singend auf Zulu, das ist die Sprache, die in Südafrika gesprochen wird. Lilli beherrscht eine Sprache, die von allen verstanden wird - die Sprache der Musik - und spielte uns auf dem Klavier ein sehr melodiöses Musikstück vor und Frau Wagner trommelte mit ihrer Klasse, was das Zeug hält. Danach kam es zur Präsentation des Krokofilliedes. John Watts sang den Kindern den Refrain des Liedes auf Englisch vor: "You can make your dreams come true, you can be responsible, just like..." und mehr als 400 Kinder im Raum antworteten laut singend: K R O K O F I L. Dann spielten wir das Lied vom Band ab. Gleich nach den ersten Takten standen die Kinder Kopf. Sie sangen und tanzten, reckten sich, streckten ihre Arme in die Luft und bewegten sich - jeder auf seine Art - zum Rhythmus des Krokofilliedes. Alle waren sehr begeistert und weil sich auch die Lehrerinnen schwer taten, nach einer solchen Veranstaltung sofort wieder in den Unterricht zurückzukehren, saßen wir noch lange im Lehrerzimmer beisammen, aßen Kuchen, tranken Kaffee und waren glücklich darüber, dass das Lied allen so gut gefallen hatte. Das Lied wird es leider erst im Spätsommer zu kaufen geben. Aber wer will, kann sich bis dahin ja noch ganz oft den Filmbeitrag anschauen, den die Franzi vom Regionalfernsehen Oberbayern gemacht hat. Ich werde auf jeden Fall noch sehr lange an diesen Premierentag in der Prinzregentenschule zurückdenken.
Dein Premieren-Krokofil
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Diese Nacht habe ich geträumt, ich wäre auf dem Mars. Der Traum war so wirklichkeitsnah, dass ich mich gleich, als ich aufwachte, fragte, ob ich mich nun auf der Erde oder auf dem Mars befinde. Der Mars wurde übrigens wegen seiner orange- bis blutroten Farbe nach dem römischen Kriegsgott Mars benannt und wird oft auch als der "Rote Planet" bezeichnet. Warum es da grüne Menschen geben soll, habe ich nie verstanden. Aber vielleicht werde ich eines Tages dahin auswandern und mit mir vielleicht noch viele andere Mars-Krokodile. Kommst du mit?
Dein Mars-Krokofil
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Heute sind wir in vier Ländern gewesen. Wir frühstückten in Pirna, das ist ein kleiner Ort in Sachsen, fuhren dann durch Tschechien nach Prag, wo wir in einem urigen alten Restaurant zu Mittag aßen. Es ging weiter nach Bratislava, der Haupstadt der slowakischen Republik, und pünktlich zum Abendessen waren wir in Wien.
Dein Vier-Länder-Krokofil
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Heute war ich ziemlich sauer. Ich hatte mich schon so darauf gefreut, dass der Frühling kommt und alles grünt, aber stattdesen fing es heute wieder an zu schneien und alles wurde von weißem Pulverschnee bedeckt. Wir fuhren heute nach Bad Endbach ins Sauerland, wo ich an einer Tafel über einem Fachgeschäft einen sehr komische Namen entdeckte. Jeder hat zwar auf die ein oder andere Weise einen komischen Namen, aber hast du schon einmal jemanden kennen gelernt, der "Pimpelstaufer" heißt. Ich habe laut gelacht, als ich den Namen sah, und war auf einmal nicht mehr sauer.
Dein Sauerland-Krokofil
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Hast du schon einmal einen Schmetterlingskuss bekommen? Heute waren wir in der Klosterschule Dachau. Die Schule liegt auf einem Felsen hoch über der Stadt Dachau und wird von fast 400 Kindern besucht. Armin hat den Kindern in vier aufeinander folgenden Lesungen meine Geschichte erzählt und bekam als Dank auch eine Geschichte vorgetragen. Lara und Philip aus der dritten Klasse haben eine Geschichte in Reimform geschrieben und bekamen durch Armin die Gelegenheit, sie allen vorzustellen. Die Geschichte handelt von einem Frosch, der sehr hilfsbereit ist und allen hilft, die er trifft. Nach dem heutigen Lesemarathon war Armin sehr hungrig und so haben wir zuerst zu Mittag gegessen. Danach sind wir zur Ausstellung tropischer Schmetterlinge in den Palmengarten gefahren. Der Palmengarten gehört zum Botanischen Garten im Nymphenburger Schlosspark und befindet sich in den dortigen Gewächshäusern. Während es draußen sehr kalt war, war es im Palmengarten schön warm und auch sehr feucht: Es herrschten 24 Grad Celsius und 70 Prozent Luftfeuchtigkeit. Schmetterlingspuppen waren an Rinden aufgepiekst und im ganzen Raum flatterten Schmetterlinge in allen Größen und Farben herum: Es gab einen Himmelsfalter aus Costa Rica mit blau schimmernden Flügeln und einen südostasiatischen Attacus, ein rotbrauner Nachtfalter mit einer Flügelspannweite von 25 Zentimetern. Ein Schmetterling ließ sich auf meiner Schulter nieder, dann flog er weiter zu meinen Augen und gab mir einen Schmetterlingskuss: Er berührte meine Wimpern mit seinen Flügeln. Das ist eines der schönsten Erlebnisse gewesen, die ich bisher gehabt habe.
Dein Schmetterlings-Krokofil
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Ich wachte von einem seltsamen Heulen auf. Ich dachte zuerst, es käme von Wölfen oder Hunden. Es war aber nur der Wind. Er fegte über die Wiesen und Felder und die Bäume biegten sich bis zum Boden. Es waren nur noch wenige Schneeflecken auf den Wiesen zu sehen und ich roch das Grün der Gräser. Einige Pflanzen haben die ersten warmen Sonnenstrahlen dazu genutzt, sich aufzurichten. Ich freue mich auf den Frühling, wenn alles blüht und duftet. Meine Gefühle schlagen dann immer Kapriolen.
Dein Krokofil mit Vorfrühlingsgefühlen
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Regenwolken standen tief am Himmel, als wir heute nach Kolbermoor fuhren, sie sahen aus wie große schwarze Greifvögel. Heute waren wir in der Grundschule in Kolbermoor und haben sehr vielen Kindern vorgelesen. Und wir haben so lange gelesen, bis die Sonne wieder schien. Wenn das kein Beweis dafür ist, dass Lesen dicke, schwere Wolken verjagen kann.
Dein Kolbermoor-Krokofil
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"Ich muss Ihnen ein Kompliment aussprechen!", sagte eine Lehrerin an der Grundschule Albaching: "Es ist Ihnen tatsächlich gelungen, die Kinder eine ganze Stunde so zu fesseln, dass kein Kind auf die Toilette musste!" Eine Stunde lang haben die Kinder aus Albaching den Erzählungen von Armin zugehört und sie folgten gebannt meiner Geschichte. Bevor es in der Grundschule Pfaffing weiterging, habe ich noch ein Pausenbrot gegessen: ein Vollkornbrot mit Butter und Kresse. Das Kressebrot hat richtig gut geschmeckt. Am Ende der Lesungen habe ich dann noch von Herrn Behrend einen großen Esskorb geschenkt bekommen. Im Korb gab es eine Dose Gulaschsuppe und eine Dose Heringsfiltes, Käse- und Wurstaufschnitt, gekochten Schinken, Bananen, Orangen, Mandarinen, Kiwis und einen Apfel, Knuspergebäck, Käsestangen, Multivitaminsaft, eine Flasche Sekt und eine Flasche Rotwein. Doch wo war die Kresse? Da es im Esskorb keine Kresse gab, haben wir gleich auf dem Markt einen Kressestrauß gekauft. Das Kressebrot hat mir heute so gut geschmeckt, dass ich das jetzt öfter essen werde.
Dein Kresse-Krokofil
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Die Schweinegrippe ist nichts gegen das, was wir heute verbreitet haben. Als wir um kurz vor 8 Uhr in die Grundschule nach Soyen kamen, wurden wir von der Schulleiterin Frau Münzing-Paech und der Schulbibliothekarin Frau Knörr herzlich begrüßt. Beide Frauen setzen sich sehr für die Leseförderung an ihrer Schule ein und ich sah sofort, welches Kind liest und welches Kind sich nie in der Schulbücherei blicken lässt. Die Kinder, die viel lesen, hatten gleich die Bilder vor Augen, die Armin ihnen vorlas. Aber zum Glück konnte Armin auch bei denen, die sonst nicht so gerne lesen, das Interesse am Lesen wecken. Auch in der Grundschule in Reitmehring waren die Kinder begeistert von meinen Büchern und sie hatten nach den Lesungen noch sehr viele Fragen. Sie hatten so viele Fragen, dass wir ihnen auch noch auf dem Weg zum Schulbus einige Fragen beantworteten. Aber auch die Kinder hatten viel zu erzählen. Ein Junge erzählte mir, dass er die Schweinegrippe gehabt hätte und ein Mädchen sagte, dass sie jetzt das Krokofilfieber habe. Das Einzige, was bei Krokofilfieber hilft, ist: Lesen, lesen, lesen. Du musst einfach in den Krokofilbüchern weiterlesen. Ich bin gespannt, wie viele Kinder wir heute mit dem Krokofillesevirus angesteckt haben, und ich freue mich, wenn uns die Kinder aus Soyen und Reitmehring bald in der Krokofilschreibwerkstatt besuchen kommen.
Dein lesefiebriges Krokofil
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Es ist schon erstaunlich, was die Sonne alles bewirken kann. Als wir heute Morgen nach Bad Aibling kamen und in die Sonnenstraße einbogen, schien die Sonne und zauberte nicht nur mir ein Lächeln ins Gesicht. Die Vögel zwitscherten, es roch zum ersten Mal in diesem Jahr nach Frühling und die Kinder waren alle ausgelassen und fröhlich. Und weil sie so unbeschwert waren, verwandelten sie ihre Schule in eine Schule des Lächelns. Die Lesungen in der St. Georg Schule und in der Grundschule Willing waren sehr schön. Heute bekamen die Kinder beim Krokofil-Quiz wieder Muscheln geschenkt. Aber heute gab es nicht nur für die richtigen Antworten eine Muschel. Die Kinder durften auch Fragen zu meiner Geschichte stellen und bekamen für jede interessante Frage eine Muschel aus meiner Schatzkiste. Ich war begeistert, wie viele tolle Fragen die Kinder in ihrem Kopf hatten. Fragen sind sehr wichtig und mit einer guten Frage hast du schon mehr als die Hälfte des Weges zu einer Antwort zurückgelegt. Ich sitze jetzt auf unserer Sonnenterrasse und lasse mir noch ein wenig die Sonne auf meinen Winterpanzer scheinen.
Dein Sonnen-Krokofil
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Heute waren wir in den Grundschulen von Flintsbach und Nussdorf, zwei Gemeinden am Inn. Wir haben wieder vielen Kindern aus den Krokofilbüchern vorgelesen und die Kinder waren so begeistert von uns, dass sie uns gar nicht mehr gehen lassen wollten. Es war schon kurz vor eins, da wollten sie noch unbedingt wissen, wie Armin dazu gekommen ist, eine Geschichte über mich zu schreiben, wie ein Buch entsteht und wovon mein drittes Buch handelt. Ich habe mich gefreut, wie viele Kinder auch schon eigene Geschichten geschrieben haben. Gerade denke ich noch an den Jungen, der mich heute ein wenig irritierte, als er mir erzählte, dass er davon träumt, einer Schlägergruppe anzugehören. Ausgerechnet er wollte aber auch von mir wissen, warum ich Krokofil heiße. Ich erzählte ihm, dass Prinzessin Anna Lucia mich so genannt hat, weil ich ein freundliches Krokodil bin. "Ich heiße Krokofil, weil ich anders bin als alle anderen Krokodile." Das fand der Junge sehr interessant und er wollte sofort meine beiden Bücher lesen. Ja, wenn du anders sein willst als alle anderen, solltest du nicht deine Zeit vergeuden und dich herumschlägern. Heute fällst du gerade dadurch auf, dass du interessante Fragen stellst, dass du liest, dass du jemandem hilfst und dass du freundlich bist. Ich esse jetzt noch ein paar Haselnüsse vom Schwarzen Meer und einige Pistanzien. Pistazien sind meine Lieblingsnüsse, deswegen heißen sie bei uns jetzt auch nur noch Krokofilnüsse. Leider habe ich heute vergessen, die Kinder aus Nussdorf zu fragen, welche Nüsse sie am Liebsten essen. Aber vielleicht erzählen sie es mir ja, wenn sie mich im Sommer besuchen kommen.
Dein Nuss-Krokofil
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Ab heute werde ich regelmäßig Sport treiben: ich werde wandern, joggen, schimmen, radfahren und zusammen mit Armin werde ich jeden Tag 100 Liegestützen machen. Ich bin heute gejoggt und habe gleich ein richtiges Wohlgefühl in meinem Kopf und meinem Körper gespürt. Herz und Kreislauf leiden, wenn du dich nicht bewegst. Wenn du hingegen Sport treibst, wirst du auch seltener krank. Wenn ich weiterhin so viel Sport mache wie heute, bin ich vielleicht bei den nächsten Olympischen Spielen dabei. Dabei fällt mir ein: Warum gibt es eigentlich gar keine Medaillen fürs Lesen? Das ist immerhin eine Sportart, die man sowohl bei den olympischen Sommerspielen als auch bei den olympischen Winterspielen in den Wettkampf schicken kann.
Dein Olympia-Krokofil
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Gestern und heute hatten wir Föhn und eine atemberaubende Fernsicht. Ein Föhn ist ein warmer, trockener Fallwind, der die Wolken der letzten Tage alle weggepustet hat. Ich hätte den ganzen Tag fern sehen können, so gut war die Fernsicht. Ich saß bei 25 Grad auf unserer Sonnenterrasse, aß gesalzene Mandeln und getrocknete Rosinen und schaute durch das Föhnfenster auf die schneebedeckten Berge. Ich liebe Föhn und ich bin glücklich, bei Föhnwetter noch nie Kopfschmerzen bekommen zu haben.
Dein Föhn-Krokofil
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Heute habe ich mit Michael und Armin im Priental einen Eisriesen besucht. Der Eisriese war groß und rund und in seinem weiß-silbernen Kristallkleid wunderschön anzuschauen. Von einem Eiszapfen über ihm perlten eiskalte Wassertropfen auf seinen Kopf und um ihn herum standen viele Wachen mit langen spitzen Eisschwertern. Als ich im Sommer mit Alex, Armin und Aytül im Priental gewesen bin, war der Eisriese noch ein Wasserfall.
Dein Eisriesen-Krokofil
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Als wir heute auf einer Schneebahn in die Grundschule Söchtenau rutschten, wurden wir vom Schulleiter Peter Metz herzlich begrüßt: "Moin, Moin", sagte er und salutierte im Seemannslook. Seit wann sagt man in Bayern zur Begrüßung "Moin, Moin", fragte ich mich, so grüßt man sich doch nur in Hamburg oder in Schleswig Hollstein. Und seit wann trägt man in Bayern eine Matrosenuniform? Als dann auch noch eine Lehrerin als Hexe verkleidet im Türrahmen stand und mich anlächelte, fiel es mir wie Schuppen von den Haaren. "Heute ist ja der unsinnige Donnerstag!" Der unsinnige Donnerstag läutet die Faschingstage ein und alle Kinder und auch die Lehrerinnen und Lehrer dürfen an diesem Tag verkleidet in die Schule kommen. Schön war das, vor so vielen verkleideten Kindern zu lesen. Es gab Kinder im Engelsgewand und im Hexenkostüm. Kinder waren als kleines Gespenst oder als kleiner Teufel verkleidet und dann gab es noch viele andere Kostüme: Einen grünen Giftzwerg, einen ferrariroten Formel Eins-Rennfahrer und hinter einer dunklen Sonnenbrille versteckte sich ein Mafiaboss. Ich entdeckte eine Amazone mit einem goldenen Stirnreif, eine Zauberin im Sternenmantel und einen Clown. Der Clown hatte einen roten Tennisball auf seiner Nase und in sein Gesicht war ein breites Grinsen gemalt. Ich musste mir heute kein Grinsen ins Gesicht malen. Ich lachte und amüsierte mich beim Anblick der Kinder und ich freute mich darüber, wie begeistert die Kinder meiner Geschichte lauschten. Die Kinder hatten nach den beiden Lesungen noch sehr viele Bilder im Kopf, die sie jetzt alle malen wollen. Und sie wollen mich im Sommer in der Krokofilschreibwerkstatt besuchen kommen. Denn sie sind alle neugierig auf mein großes Bücherregal und sie wollen alle meinen riesigen Fernseher sehen. Wenn ich das nächste Mal an einem unsinnigen Donnerstag nach Söchtenau kommen sollte, hoffe ich, ganz viele Kinder in einem Krokofilkostüm zu sehen.
Dein Faschings-Krokofil
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Schön war es heute in Schönau. Schönau ist ein kleiner Ort zwischen Rosenheim und Ebersberg und die Kinder, die dort zur Schule gehen, wohnen in den vielen kleinen Dörfern der Umgebung. Die beiden Lesungen in der Grundschule Schönau fanden im Musikraum statt. Als die Kinder in den Musikraum kamen, sagte ein Junge zu Armin: "Du siehst genauso aus wie David Garrett!" - "Meinst du den Geigenvirtuosen?", fragte Armin zurück. "Ja!", sagte der Junge: "Und deine Stimme erinnert mich an die Stimme aus den Hörbüchern der "Drei Fragezeichen"!" - "Welche Stimme meinst du? Meinst du die von Justus Jonas?" - "Nein!" - "Dann meinst du sicherlich die Stimme von Robert Shaw!" - "Nein, auch nicht!" - "Dann ist es bestimmt die Stimme von Bob Andrew!" - "Nein, auch die meine ich nicht!" - "Welche meinst du dann?" - "Ich meine die Stimme von dem Vorleser!" Armin las den Kindern heute auch vor, aber nicht aus den "Drei Fragezeichen", sondern aus meinem "Traumländer"-Buch. Die Kinder träumten sich in die Geschichte hinein, und als Armin am Ende des ersten Kapitels die Kinder fragte, wie die Geschichte wohl weitergehen würde, hatten sie viele Ideen. Ein Junge meinte, ich hätte sicherlich die Wachen bestochen, um aus dem Palast zu kommen. Ein anderer Junge vermutete, ich sei durch einen Geheimgang ins Freie gelangt. Und ein Mädchen glaubte, dass die Prinzessin zum Palast zurück gekommen sein müsste und mich ins Land der schwarzen Augen mitgenommen hätte. Kevin wollte nicht länger darüber grübeln, wie die Geschichte weitergeht. Er wollte es sofort wissen. Deshalb hat er sich das Buch gleich nach der Lesung von seinem Taschengeld gekauft. Auch wenn es heute sehr viel geregnet hat, war es trotzdem sehr schön in Schönau.
Dein Schönau-Krokofil
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Heute bin ich durch eine unberührte Schneelandschaft gelaufen. Ich liebe es, Spuren in den Schnee zu ziehen, und ich liebe es auch, zu einer bestimmten Tageszeit draußen zu sein. Ich bin immer gerne dann an der frischen Luft, wenn die Berge, die Wälder und die Häuser in ein bläuliches Licht getaucht sind. Ich liebe diese blaue Stunde, in der ich Raum und Zeit vergessen kann, in der ich immer Dinge sehe, die ich sonst nicht sehen kann, und in der ich oft von Dingen träume, die dann auch tatsächlich wahr werden. Ich schaute heute lange in die Weite, sie war hoch und dunkelblau, und träumte einen Traum, der hoffentlich bald in Erfüllung geht.
Dein blaues Krokofil
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Schnee in Bayern. Die letzten beiden Vormittage sind wir in der Grundschule auf der Prinzregentenstraße in Rosenheim gewesen. Als wir am Montag zum ersten Lesetag nach Rosenheim fuhren, schneite es so viel, dass sich schon vor der Ortseinfahrt Rosenheim ein langer Stau bildete. Wir benötigten für eine Strecke, für die wir sonst nur zehn Minuten brauchen, fast eine dreiviertel Stunde. Als wir um kurz nach 8 Uhr in den Neubau der Grundschule kamen, wurden wir von der Rektorin Frau Helga Wagner herzlich begrüßt. Auch die Kinder der ersten Klassen freuten sich, uns zu sehen, und sie waren schon sehr gespannt zu erfahren, was sie alles in der Vorlesestunde erleben würden. Für die meisten Kinder war es die erste Autorenlesung. Die Kinder wussten zwar alle, was ein Autor ist und sie wussten auch eine Menge mehr. Aber wie eine solche Lesung konkret ablaufen würde, das wussten sie nicht. Armin erklärte ihnen die drei Leseregeln und dann ging es auch schon los. Armin las den Kindern meine Geschichte vor und bald schon waren die Kinder in meine Geschichte abgetaucht. Sie sahen viele neue Bilder. Sie sahen den Palast des Felsenkönigs, die rosa Blüten der Mandelbäume, den Prinzen aus dem Land der schwarzen Augen und sie hatten auch eine genaue Vorstellung davon, wie Prinzessin Anna Lucia aussah, als sie auf dem Sonnenhügel stand und den Prinzen heiratete. Als wir heute zum zweiten Lesetag in die Prinzregentenschule kamen, war auch der Elternbeiratsvorsitzende Herr Martin Löwe bei einer Lesung dabei und er staunte, wie viele Bilder die Kinder nach der Lesung noch im Kopf hatten. "Die eigenen Bilder sind das Wertvollste, was wir besitzen können!", betonte Armin und verriet den Kindern, dass er selbst durch das Lesen sehr, sehr reich geworden sei. Armin ist mittlerweile so reich an Bildern und Ideen in seinem Kopf, dass er sich morgens nur an seinen Schreibtisch setzen muss: Die Bilder fließen dann von seinem Kopf durch seinen Körper in seine Hände. Wenn sie dort angekommen sind, braucht er sie nur noch aufzuschreiben. Denn Bilder kann man nicht nur malen, Bilder kann man auch schreiben, und wenn ein Bild einmal schief wird, das heißt, wenn etwas an einem Bild nicht stimmt, dann hat Armin immer jemanden zur Seite, der ihm hilft. Das schiefe Bild wird dann von einem Lektor oder einer Lektorin gerade gerückt. Eine Lektorin ist so etwas wie eine Lehrerin. Sie liest die Geschichten und macht Korrekturen. Die Schüler und Lehrer der Grundschule in der Prinzregentenstraße waren von unseren acht Lesungen so begeistert, dass sie beschlossen haben, aus meiner Geschichte ein Theaterstück zu machen. Das Theaterstück soll am 18. Juni auf der Landesgartenschau in Rosenheim präsentiert werden. Davor werden wir die Kinder und Lehrer der Prinzregentenschule aber noch einmal wiedersehen. Und zwar dann, wenn Armin und sein Musikerfreund John Watts den Kindern am 11. März das Krokofillied vorspielen. Ich habe die Prinzregentenkinder in diesen beiden Tagen sehr lieb gewonnen und freue mich, wenn wir in diesem Jahr viele gemeinsame Träume wahr machen werden.
Dein Prinzregenten-Krokofil
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Was ist eigentlich der Plural von Heimat? Heute habe ich ganz viele E-Mails geschickt bekommen, sie lagen alle in meinem Postfach. Anne und Lukas schrieben mir einen Brief aus Los Angeles, Eva schrieb aus Verona, Uta aus Zürich, John aus Brighton, Eric aus Oslo, Szabi aus Cluj, Achim aus Köln und Karsten aus Winthoek. "Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben." Dieser weise Spruch stammt von Wilhelm von Humboldt. Heute haben wir frischen Fisch aus dem Mittelmeer gegessen, sind dann vom asiatischen Teil Istanbuls über den Bosporus auf die europäische Seite gefahren und dann zurück nach München geflogen. "Görüsürüz! Bis bald!", sagte ich, als ich das Bankenviertel von Istanbul, den großen Basar und die Bosporusbrücke vom Flugzeug ein letztes Mal auf dieser Reise sah. Ich liebe es, mich zwischen verschiedenen Kulturen zu bewegen. Meine Welt ist dadurch groß geworden und schwerelos.
Dein Cross-Culture-Crocofil
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Schnee in Istanbul. Als wir heute Morgen mit der Autofähre von Asien nach Europa übersetzten, waren die Dächer der Häuser und Autos mit einer dünnen Schneeschicht bedeckt. "Hosgeldiniz!", begrüßte uns Frau Comert, eine Lehrerin der IELEV-Schule, und auch ihre Kolleginnen hießen uns in der Schule herzlich willkommen. Nach einem üppigen Frühstück und einem Rundgang durch die Schule folgte die Lesung in der Aula. Als wir die Aula betraten, entdeckte ich an der Wand hinter der Bühne ein Relief von Atatürk, dem wohl bekanntesten Politiker und Gründungsvater der heutigen Türkei. Gleich darunter stand in grünen Buchstaben mein Name. Ich fühlte mich geehrt und auch sehr wohl im Kreis der Kinder, die zu meiner Lesung gekommen waren. Sie waren alle nicht älter als zehn Jahre. Ihre Muttersprache ist Türkisch und sie lernen erst seit ein paar Jahren Deutsch. Diese Sprache sprechen sie mittlerweile so gut, dass sie meiner Geschichte ohne größere Probleme folgen konnten. Auch Gülcin verstand alles, obwohl sie erst seit einem halben Jahr Deutsch lernt. Sie besitzt ein großes Sprachentalent. Die Sprache aber, die sie am Liebsten spricht, ist die Sprache der Musik. Das habe ich sofort gespürt, als sie uns ein Musikstück auf dem Klavier vorspielte. Gülcin hat auch beim Krokofillesewettbewerb teilgenommen und ich war sprachlos, wie flüssig und gut sie ein ganzes Kapitel aus meinem Buch vorlas. Ihren Lesebeitrag hat sie auf Video aufgenommen und per E-Mail an den Dilemma-Verlag geschickt. Als Armin die Kinder heute fragte, welche Geschenke sie dem Felsenkönig mitgebracht hätten, wenn sie Prinz Kara Ben Duin gewesen wären, war ich erstaunt über die vielen schönen Ideen. Ein Junge sagte, er hätte dem Felsenkönig sein weißes Pferd geschenkt, ein anderer Junge hätte ihm ein neues Schloß gebaut und ein Mädchen hätte ihm ein Glühwürmchen mitgebracht. Bevor wir uns von Frau Comert und ihren Kolleginnen verabschiedeten, habe ich noch durch eines der schmalen Glasfenster geschaut, die es in allen Türen der Klassenzimmer gibt. Ich schaute in die wachen Augen der Kinder und fragte mich, wie viele sprachbegabte Kinder es wohl noch in dieser Schule gibt. Ich bin mir fast sicher, dass es noch viele unentdeckte Talente in dieser Schule gibt und hoffe, noch viele Kinder kennen zu lernen, wenn wir im März wiederkommen. Dann wird Armin den Kindern das erste Kapitel meines dritten Buches vorlesen. Das spielt nämlich in Istanbul, der Stadt der sieben Hügel, und es handelt von Sultan Kismet, der auf einem großen Kissenberg thront und der mit seinem Kussmund die Frauen und Mädchen im Sturm erobert. Hast du eine Idee, welcher Sultan damit gemeint sein könnte? Wenn du es weißt, dann schreib mir doch einfach eine E-Mail an: info@krokofil.de
Dein Krokofilkuss
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Nach einer zweitägigen Reise nach Izmir sind wir heute wieder nach Istanbul zurückgeflogen. Als wir auf unsere Koffer warteten, blickte ich auf die Anzeigentafel, auf der alle Flugzeuge aufgeführt waren, die in der letzten halben Stunde gelandet waren: "Batman landed!", stand gleich unter unserem Flug. Ich rieb mir die Augen und schaute noch einmal auf die Tafel. "Das kann doch nicht wahr sein!", sagte ich laut vor mich hin und lief zu Aytül und Armin hinüber, die gerade unsere Koffer vom Laufband zogen. Ich erzählte ihnen, was ich gelesen hatte und zeigte aufgeregt auf die Anzeigentafel. "Aber Krokofil...", sagte Aytül und klopfte mir auf die Schulter. "Batman ist doch eine Stadt im Osten der Türkei! Das Flugzeug, das da gerade gelandet ist, kommt aus dieser Stadt." Ich war enttäuscht. Was hätte ich dafür gegeben, den amerikanischen Comic- und Filmhelden einmal persönlich zu begegnen.
Dein Batman-Krokofil
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Heute waren wir in Izmir. Izmir ist die drittgrößte Stadt der Türkei und sie liegt direkt am Meer. Wir besuchten das Haus, in dem Atatürk wohnte, wenn er zu Besuch in Izmir war und ich erfuhr, dass vor 80 Jahren in der Türkei noch alles in arabischen Schriftzeichen geschrieben wurde. Erst mit Atatürk hat sich das geändert. Seit 1928 wird in der Türkei mit lateinischen Buchstaben geschrieben. Später saßen wir in einem Straßenrestaurant und haben mit Reis gefüllte Miesmuscheln gegessen. Sie schmeckten köstlich, besonders gut schmeckten sie, als ich sie mit Zitronensaft beträufelte.
Dein Miesmuschel-Krokofil
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Heute sind wir in einem Kleinbus nach Omerli gefahren. Omerli ist ein kleiner Ort außerhalb von Istanbul, auf halbem Weg zum Schwarzen Meer. Als wir in der österreichischen Stiftungsschule "ALEV" ankamen, wurden wir von Elke Drosson, einer Lehrerin der Schule, herzlich begrüßt. Zuerst lernten wir ihre fünfköpfige Theatergruppe kennen: Mehmet, Can, Emre, Yigit und Yaprak. Die fünf Kinder sprechen nicht nur sehr gut Deutsch, sie sind auch sehr begabte Schauspieler. Sie gehen in die fünfte Klasse und haben als Beitrag zum Lesewettbewerb das erste Kapitel meines "Traumländer"-Buches in ein Theaterstück verwandelt. Mehmet spielt darin mich, Emre ist der Felsenkönig, Can der Prinz, Yaprak die Prinzessin und Yigit hat die Rolle des Zeremonienmeisters übernommen. Ein Zeremonienmeister kommt zwar nicht in meiner Geschichte vor, aber die Kinder meinten, dass ja irgendeiner den Prinzen und die Prinzessin vermählt haben muss. Da die Rolle des Zeremonienmeisters eine sehr kleine Rolle ist, übernahm Yigit auch die Rolle des Erzählers. Während wir im Kreis der Kinder frühstückten, interviewten die Kinder Armin für die Istanbuler Wandzeitung. Die Istanbuler Wandzeitung ist eine Zeitung, die einmal im Monat erscheint und in allen Schulen in Istanbul ausgehängt wird. Natürlich wollten die Kinder von Armin wissen, wie es dazu gekommen ist, dass er Kinderbücher schreibt und sie wollten auch wissen, wie die Geschichte weitergeht. Aber auch andere Fragen hatten sie. So wollte Emre wissen, ob Armin eine Lieblingsmannschaft hat. "Ich gebe immer mein Bestes für die Mannschaft, in der ich gerade spiele", antwortete Armin, der leidenschaftlich Fußball spielt. Nach einem guten türkischen Frühstück und dem Interview, das auf Video aufgenommen wurde, ging es in den großen Konferenzsaal. Hier fanden auch die Lesungen statt. Zuerst las Armin den Viertklässlern vor, danach den Drittklässlern. Da die Drittklässler aber nicht alles sofort verstanden, was Armin ihnen vorlas, bat Armin ein Mädchen auf die Bühne. Sie hatte Armin während der Lesung mit großen Augen angeschaut, ein Zeichen dafür, dass sie alles verstand. Ihr Name war Ginger Mae, und weil sie so gut Deutsch sprach, stand sie für den Rest der Lesung Armin als Dolmetscherin zur Seite. Zur Belohnung für ihre herausragende Ubersetzungsleistung bekam sie am Ende der Lesung das "Traumländer"-Buch geschenkt. Nach der Lesung fand eine Siegerehrung statt. Die Kinder hatten in den vergangenen zwei Wochen zu meinem Buch viele Bilder gemalt und sie hatten ihre eigenen Geschichten geschrieben. Siegerin des Mal- und Schreibwettbewerbs der ALEV-Schule wurde Elanur Anastasia. Sie bekam von Elke Drosson eine Urkunde überreicht und natürlich bekam sie auch ein "Karussell"-Buch geschenkt. Aber auch die anderen Kinder haben wirklich wunderschöne Bilder gemalt und eigene Texte geschrieben. Der zweite Platz ging an Simay und Leyla und den dritten Platz belegten Defne und Berkant. Nach einer Signierstunde (Armin musste ganz viele Autogramme geben) und einem leckeren Linsengericht in der Schulmensa fuhren wir in unserem Kleinbus weiter zur Bilfen-Schule. Die Bilfen-Schule ist eine weitere türkische Schule in Istanbul, in der die Kinder als erste Fremdsprache Deutsch lernen. Als wir in die Eingangshalle der Schule kamen, blieb ich überrascht stehen. Die Eingangshalle sah aus wie die Lobby eines Fünf-Sterne-Hotels und auch die Klassenräume und der Konferenzraum waren sehr luxuriös ausgestattet. Und neben dem Konferenzraum im Kellergeschoss der Schule gab es eine Schwimmhalle und eine Eisbahn zum Schlittschuhfahren. Ich war überrascht wie gut die Kinder alle Deutsch sprachen und sie machten alle während der Lesung begeistert mit. Der Konferenzraum war mit Bildern von mir geschmückt und auf der Bühne stand ein Klavier. Und da so viele Kinder die Sprache der Musik beherrschten, kamen wir auch in den Genuss, einige Kinder auf dem Klavier spielen zu hören. Für alle Kinder, die heute an den Lesungen teilgenommen haben, hatten wir Korallen und Muscheln dabei. Ich fühlte mich heute wie ein großer Bücherstar und mit meinem fröhlichen Grinsen und Strahlen hätte ich es heute mit der Leuchtkraft der Sterne aufnehmen können, die ich gerade von meinem Fenster in Kadiköy am Nachthimmel sehen kann. Ich bin noch immer begeistert von diesem bezaubernden Lesetag und fühle mich nach so viel Glück und Ehre, die mir heute zuteil wurde, wie ein Fünf-Sterne-Krokofil.
Dein Fünf-Sterne-Krokofil
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Heute waren wir im Goethe-Institut in Istanbul und haben uns ein Video der ALEV-Schule angesehen. Elke Drosson hat mit einigen Kindern ihrer Schule aus dem ersten Kapitel meines "Traumländer"-Buches ein Theaterstück gemacht. Ich habe jetzt auch große Lust, Theater zu spielen und freue mich, morgen die Theaterkinder persönlich kennen zu lernen.
Dein Theater-Krokofil
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Heute hat es den ganzen Tag geregnet. Es hat so viel geregnet, dass wir zu Hause geblieben sind. Und weil es so viel regnete, wurde ich von Stunde zu Stunde immer trübsinniger. Ich fühlte mich schwer und ich war auch ein bißchen traurig. Es gibt ein Wort im Türkischen, das dieses Gefühl ausdrückt: Hüzün. Ich hoffe, dass es morgen nicht mehr regnet und dass dann meine Melancholie genauso schnell wieder verschwindet wie sie gekommen ist.
Dein Hüzün-Krokofil
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Heute feierte Istanbul mit einem großen Feuerwerk den Start ins Kulturhauptstadtsjahr, denn Istanbul ist die diesjährige Kulturhauptstadt Europas. Und da alle Museen bis in die Nacht offen waren, besuchten wir die Zisterne "Yerebatan Sarnici", ein riesiger alter Wasserspeicher, und die "Hagia Sofia", einst die größte Kathedrale der Welt. Es regnete und ein kalter Wind blies um die Häuser, als wir wieder nach draußen kamen. Zum Glück wurden auf dem Platz vor der Hagia Sophia heiße Getränke angeboten und ich trank zum ersten Mal Sahlep. Neben Milch und Zucker stellt Sahleppulver den Hauptbestandteil des Getränkes dar. Dieses wird in der türkischen Schwarzmeerregion aus in Wäldern wild wachsenden Orchideenwurzeln des Salepkrautes (Knabenkraut) hergestellt. Verfeinert wird es mit Zucker, gemahlenem Zimt, Kokosraspeln, zerkleinerten Erdnüssen, Haselnüssen oder Pistazien. Wir schauten uns das Feuerwerk an und tranken dieses leckere Orchideengetränk. Die Raketen stiegen hoch in den Nachthimmel und sprühten und leuchteten in allen Farben.
Dein Feuerwerks-Krokofil
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Die letzte Nacht haben wir im Cosmopolitan Hotel in Kairo verbracht. Das Hotel befindet sich in der Altstadt von Kairo und es besitzt einen morbiden Charme. Die Teppiche sind abgelaufen, die Tapeten verbleicht, die Möbel altersfleckig, die Kristalllüster von Staub erblindet und auch sonst wurde ich den Eindruck nicht los, dass alles in diesem Hotel einmal richtig aufpoliert werden müsste. Am Nachmittag besuchten wir die Parfümerie "Tausend und eine Nacht", ein Duftgeschäft mit Hunderten von Duftfläschen und mundgeblasenen Glasflakons. Wir tranken Hibiskustee und bekamen dann die verschiedensten ätherischen Ole auf unsere Hand geträufelt: Lotusblume, Rose, Jasmin, Lavendel und viele andere natürliche Essenzen. Am Besten hat mir der Duft der Lotusblume gefallen und auch der Duft von Jasmin. Von den vielen Duftnoten, die wir heute auf Hand und Hals geträufelt bekommen haben, stinke ich jetzt wie ein Iltis. Aber ich bin so müde, dass mich das jetzt auch nicht mehr vom Einschlafen abhalten wird.
Dein Duft-Krokofil
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Es war noch dunkel, als wir unser Nachtlager im Katharinenkloster verließen und uns auf den Weg in die Berge machten. Unser Ziel: Wir wollten bei Sonnenaufgang auf dem Gipfel des Mosesberges stehen. Leider waren wir an diesem Morgen nicht die Einzigen, die dieses Ziel hatten. Viele Pilger waren auch schon auf den Beinen. Je weiter wir nach oben kamen, desto heller wurde es, und als wir ganz oben auf dem Gipfel standen, ging die Sonne auf und färbte die umliegenden Berge und Täler in ein rötliches Licht. Der Berg Sinai (oder auch Mosesberg) ist ein Berg, der für Juden, für Christen und auch für Moslems heilig ist, denn hier soll Gott in einem brennenden Dornbusch Moses erschienen sein. Und hier soll Moses auch die zehn Gebote erhalten haben. Die zehn Gebote sind so etwas wie die Verkehrsschilder auf unseren Straßen. Sie regeln zwar nicht den Straßenverkehr, dafür aber regeln sie das Zusammenleben zwischen den Menschen. Als alle Pilger schon wieder ins Tal abgestiegen waren, blieben wir noch auf einem Felsvorsprung zwischen einer Kapelle und einer Moschee sitzen. Die beiden Gotteshäuser stehen schon seit vielen Jahren hier oben auf über 2000 Metern. Ich spürte die Kraft und den Zauber dieses Berges und genoss noch lange den Blick über die Wüste und das Rote Meer.
Dein Zauberberg-Krokofil
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Heute sind wir am Strand spazieren gegangen und haben viele Muscheln und Korallen gesammelt. Ich habe rote Orgelpfeifenkorallen und große Feuerkorallen gefunden und ganz viele Muscheln. Es gab Muscheln, die aussahen wie ein Kamm. Eine Muschel sah aus wie ein Hirschgeweih und eine wie ein Pferdehuf, eine Muschel erinnerte mich an einen Blumenstrauß und eine an ein menschliches Ohr. Einige Muscheln waren so klein wie Erbsen und andere so groß wie eine Salatschüssel. Am Abend hatten wir einen so großen Sack voll Muscheln und Korallen zusammen, dass wir ihn nur noch zu zweit tragen konnten, so schwer war der Korallen- und Muschelsack. Die Korallen und Muscheln haben wir für die Kinder gesammelt, die wir bei unseren nächsten Lesungen treffen. Ich hoffe, sie freuen sich über mein Geschenk vom Roten Meer.
Dein Krokofilsammler
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Auch wenn heute nicht Montag war, so war trotzdem ein Mond-Tag. Ich liebe den Mond in all seinen Erscheinungen: in Sichelform, als Halbmond, von Wolken halb verhüllt oder wenn er so voll und rund ist wie am heutigen Abend. Einer meiner größten Wünsche ist es, auf den Mond zu fliegen, um von dort auf die Erde hinabzuschauen. Aber solange ich diesen Traum noch nicht wahr gemacht habe, werde ich weiterhin im Mondschein auf den Mond hinaufschauen.
Dein Mond-Krokofil
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Für umgerechnet zwei Euro sind wir heute mit einem klapprigen Bus vom Nil ans Rote Meer gefahren. Das waren 200 Kilometer durch die Wüste. Die Geröllwüste mit ihren schroffen Bergen und ausgetrockneten Flussbetten ist die Heimat der Beduinen. Sie ziehen mit ihren Kamelen und Ziegen durch die Wüste, immer auf der Suche nach einer Wasserquelle und einem Weideplatz. Wir fanden ein Hotel am Meer und liefen dann direkt zum Strand. Ein langer Holzsteg führte über eine Korallenbank bis weit ins Meer hinaus und endete schließlich dort, wo das Korallenriff mehr als 50 Meter in die Tiefe abfiel. Ich zog mir Taucherbrille und Taucherflossen an und sprang dann kopfüber ins Meer. Das Wasser war warm und die Unterwasserwelt war bunt und schön. Noch nie habe ich so viele bunte Fische auf einmal gesehen. Es gab Fische, die aussahen wie Papageien oder Schmetterlinge, andere waren lang und spitz und erinnerten an einen Spazierstock oder einen Zauberstab. Und es gab Fische, die wirklich gefährlich aussahen. Ich erschrak, als ein Schwarm Silberkopffische direkt auf mich zugeschwommen kam. Diese Fische hatten ihre Mäuler weit geöffnet und ihre Schuppen glitzerten silbern. Als wir später wieder zurück zum Strand liefen, schwamm ein Rochen wie ein fliegender Teppich an uns vorbei und ich entdeckte eine Krake. Die Krake hatte die gleiche Farbe wie das Korallenriff und sie bewegte sich mit ihren acht Armen graziös über das Riff, bis sie schließlich in einer Höhle verschwand. Das Korallenriff bietet Tausenden von Meerestieren Schutz. Ich freue mich, dass das Korallenriff auch für uns in den nächsten Tagen ein Rückzugsgebiet ist. Hier wollen wir ausspannen und uns erholen.
Dein Korallenriff-Krokofil
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Heute wurde ich von den Wellen der vorbeiziehenden Kreuzfahrtschiffe durchgeschüttelt. Ich saß in einer Felucke und segelte den Nil stromaufwärts. Eine Felucke ist ein einmastiges Segelschiff, das es nur noch am Nil gibt. Ich startete in Luxor und kam nach einer guten Stunde zu einer Bananeninsel. Die Bananeninsel lag in der Mitte des Nils, und an den Bananenstauden hingen rote Blüten und grüne Bananen. Plötzlich entdeckte ich am Ufer der Insel ein Krokodilmädchen. Das Krokodilmächen lag auf dem sandigen Ufer und wärmte sich in der Sonne. Ich rief es und winkte ihm zu, und es grüßte zu meiner Freude zurück. "Wer bist du?", fragte es, als ich näher kam. "Mein Name ist Krokofil - und wie heißt du?" - "Ich heiße Krokofine." Sie erzählte mir, dass sie hier am Nil lebte und nirgendwo lieber wohnen würde. Wir unterhielten uns eine ganze Weile und ich erzählte ihr von meinen Reisen. Während ich redete, machte sie sich über meine Ohren lustig. "Du hast aber süße kleine Ohren!", sagte sie immer wieder und strich zart mit ihrer Hand über meine Ohren. Es kitzelte. Dass ich kleine Ohren habe, war mir bis heute gar nicht aufgefallen. Ich habe vielleicht kleine Ohren, aber auch ein großes Herz. Ein Herz für Krokofine.
Dein verliebtes Kleinohr-Krokofil
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Heute haben wir die Stufenpyramide von Sakkara besucht. Sie ist stufenförmig gebaut und sie die älteste Pyramide in Agypten. In der Nähe der Stufenpyramide kamen wir zu einer Totenstadt mit vielen begehbaren Grabkammern. Die Wände der Grabkammern waren mit Inschriften und Hieroglyphen übersät und die Farben der Bilder an den Wänden leuchteten, so gut waren sie noch immer erhalten. Ich habe an den Wänden gelesen wie in einem Buch. Die Bilder an den Wänden erzählten aus dem Leben des Verstorbenen. Danach waren wir in einer Oase mit einer Wasserquelle und vielen Dattelpalmen. Ich liebe Datteln, vor allem dann, wenn sie so frisch sind wie die Datteln, die es heute in der Oase zu essen gab.
Dein Datteln-Krokofil
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Heute haben wir am Rande der Wüste auf einem Kalksteinplateau eines der sieben Weltwunder gesehen: Die Pyramiden von Giza. Sie liegen am Rande von Kairo, und es ist wirklich sehr beeindruckend zu sehen, zu welchen baulichen Glanzleistungen die Menschen schon vor über 5000 Jahren fähig waren. Bevor wir uns den Pyramiden nähern konnten, mussten wir an der großen Sphinx vorbei. Die Sphinx ist ein Löwe mit einem Menschenkopf, der die Pyramiden bewacht. Wir besuchten das Gräberfeld und die Tempelanlagen und krochen auf allen Vieren die dunkle Grabgänge entlang, bis wir zur Grabkammer von Pharao Cheops kamen. Die Cheops-Pyramide wurde aus rund drei Millionen Steinblöcken errichtet. Jeder Steinblock ist 2,5 Tonnen schwer. Unfassbar, wenn man bedenkt, dass die Blöcke mit einfachsten Werkzeugen wie Kupfermeißeln aus dem Fels geschlagen und von Hand auf Schlitten zur Baustelle transportiert werden mussten. Gerade geht die Sonne unter und ich stehe noch immer ehrfürchtig im Schatten der Pyramiden von Giza.
Dein Pyramiden-Krokofil
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Heute sind wir in Kairo gelandet. Kairo ist die Hauptstadt von Agypten und sie ist die größte Stadt in Afrika. Wir sind auf einer Pferdekutsche zum Kairo-Tower gefahren, waren im Agyptischen Museum und haben uns die Grabschätze von Tutanchamon, die Mumien der Pharaonen und viele Kunstgegenstände angeschaut. Danach sind wir über den Khan-El-Khalili-Bazar geschlendert und haben von der Zitadelle den Sonnenuntergang über Kairo gesehen. Wir haben in einem Schiffsrestaurant zu Abend gegessen und sind am späten Abend auf der Löwenbrücke gewesen, einer der vielen Brücken über den Nil. Auf der Löwenbrücke trafen wir auch Ali. Ali ist siebzehn Jahre alt und er kommt jeden Abend zu dieser Brücke, um seine Freunde zu treffen. Wir lernten seine Freunde kennen. Da war Hussien, der eigentlich aus dem Sudan stammt, aber nach Kairo gekommen ist, wo er an der Universität Jura studiert. Und wir lernten Chaleiden kennen, ein Mädchen, das davon träumt, Polizistin zu werden. Gemeinsam singen und tanzen sie immer, wenn sie sich hier treffen. Für uns haben sie heute einige schöne Lieder gesungen. Eines stammte von Umm Kulthum, der bekanntesten Sängerin Agyptens. Ich hatte noch nie von ihr gehört. Als wir später zu unserem Hotel zurückkamen, bemerkte ich, dass unser Hotel den Namen dieser Sängerin trug: Umm Kulthum.
Dein Kairo-Krokofil
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Die letzten zwei Tage hatten wir Besuch von zwei Engeln. Lena ist die Gewinnerin des Krokofil-Malwettbewerbs und sie hat von uns eine Reise an den Chiemsee geschenkt bekommen. Mit ihrer besten Freundin Lara ist sie am Freitag mit dem Zug von Hamburg nach Prien gefahren. Die Reise hat fast acht Stunden gedauert. Gestern sind wir dann bei strahlendem Sonnenschein mit einem Schiff über den Chiemsee gefahren. Auf der Fraueninsel haben wir frisch gegrillte Renken gegessen und sind dann nach Salzburg gefahren. Wir waren auf dem Christkindlmarkt und im Geburtshaus von Wolfgang Amadeus Mozart. Wusstest du, dass Mozart sieben Geschwister gehabt hat, von denen aber nur zwei das Erwachsenenalter erreichten? Mozart hatte rote Haare, Pockennarben im Gesicht und sah nicht besonders gut aus, aber er ist bis heute der wohl bekannteste Musiker der Welt. Wir hatten das ganze Wochenende schönes Wetter, aber das ist ja auch kein Wunder: Wenn Engel reisen...
Dein Engel-Krokofil
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Heute habe ich zum ersten Mal in meinem Leben Johannisbrot gegessen. Johannisbrot ist eine braune Hülsenfrucht, die an einem immergrünen Baum wächst. Sie sieht aus wie eine getrocknete Banane oder wie eine lange Stangenbohne, hat aber eine ledrige Schale und schmeckt eher süß wie Karamel oder wie Schokolade. Ich liebe Johannisbrot und finde es prima, dass Johannisbrot nicht nur gut schmeckt, sondern auch noch gesund ist.
Dein Johannisbrot-Krokofil
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Heute haben wir in einem Ausflugslokal im Berliner Tiergarten einen guten Freund von Armin getroffen. Das Lokal hieß "Giraffe" und der Freund von Armin war John Watts. John Watts wohnt im englischen Seebad Brighton und ist ein bekannter Musiker. Er spielt Gitarre, singt und komponiert Lieder. "Kannst du auch ein Lied über mich schreiben?", fragte ich ihn. "Wenn du mir etwas von dir erzählst, fällt mir vielleicht ein Lied für dich ein!", antwortete er. Ich zögerte nicht lange und erzählte ihm, dass ich Traumländer sei und dass ich alles dafür tue, meine Träume wahr zu machen. Das fand er toll und nach einer halben Stunde war der Krokofil-Song fertig. "Das Lied ist für dich, ich schenke es dir!", meinte er und sang mir das Lied vor. Der Liedtext ist auf Englisch und der Refrain des Liedes lautet: "You can make your dreams come true. You can be responsible ... just like Krokofil." Das Lied gefällt mir. Es ging sofort ins Ohr und hat sich da jetzt eingenistet.
Dein Ohrwurmkrokofil
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Heute fand eine Lesung in einer Apotheke in Prien statt. Die Apothekerin Frau Mautes hatte dazu eingeladen und viele Kinder folgten ihrer Einladung. Es kamen Kinder aus Rosenheim und aus Salzburg und es gab auch viel zu essen und zu trinken. Ich habe mich gleich über die Muffins hergemacht, denn auf den Muffins gab es viele bunte Smarties. Ich liebe Muffins.
Dein Muffin-Krokofil
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Es war schon Abend, als es an der Haustür klingelte. Als ich die Tür öffnete, standen vor mir drei Kinder im Gespensterkostüm. "Süßes oder Saures!", riefen sie wie aus einem Munde. "Wie bitte?", fragte ich. "Entweder du gibst uns etwas Leckeres zu essen oder du musst damit rechnen, dass wir dir Streiche spielen!", erklärte das weiße Gespenst mit den gelben Gummistiefeln. "Aber natürlich, heute ist ja Haloween!" Ich lief in die Küche, nahm einige süße Mandarinen und einen dicken sauren Apfel aus dem Früchtekorb und gab sie den Kindern. Ich glaube, sie hatten sich etwas anderes versprochen und zogen mit betretener Miene wieder ab. Ob sie mir in Zukunft Streiche spielen? Das werde ich sicher noch früh genug erfahren.
Dein Haloween-Krokofil
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Heute hat sich der Oktober noch einmal von seiner goldenen Seite gezeigt. Bei strahlendem Sonnenschein fuhren wir nach Bernau, wo wir in der Krokofil-Aula der Grundschule Bernau (die Türen der Aula sind krokofilgrün gestrichen!) allen Kindern aus den Krokofilbüchern vorlasen. Heute hatten wir wieder ganz viele Muscheln dabei und die Kinder machten beim Krokofil-Frage-Quiz sehr gut mit. Natürlich kannten sich die Kinder mit dem bayrischen König aus und sie wussten auch, dass König Ludwig II. nicht nur Schloss Herrenchiemsee, sondern auch den Bau von Schloss Linderhof und Schloss Neuschwanstein in Auftrag gegeben hat. Die Kinder kannten sich aber auch mit Kaiserin Sissi, Wolfgang Amadeus Mozart oder Don Quijote aus. Für einen Jungen war Don Quixote ein trotteliger Ritter, der gegen Windmühlen kämpfte. Der Lesevormittag war schnell vorbei und weil viele Kinder noch Fragen hatten, beantworteten wir diese nach den Lesungen. Alena erzählte uns, dass sie auch Schriftstellerin werden will und Susanne, Lucie, Katharina und Marina erzählten uns, welche Geschichten sie jetzt gerne schreiben wollen. Für jedes Kind gab es heute eine Muschel aus unserer Schatztruhe. Und auch wir wurden heute beschenkt. Am Ende der vierten Lesung bekamen wir von Nicolina und Mona einen großen Früchtekorb überreicht. In dem Korb gab es Bananen, Apfel, Birnen, Trauben, Kiwis, Datteln und Haselnüsse. Als wir gerade das Schulgelände verlassen wollten, lief uns noch die kleine Diana hinterher und schenkte mir einen Marienkäfer mit sechs schwarzen Punkten. Die sechs steht für die sechs Kapitel, die die Kinder jetzt lesen müssen, damit sie wissen, wie meine Geschichte weitergeht. Viel Spaß beim Lesen wünsche ich den Kindern aus Bernau! Kommt mich einmal besuchen in meiner Krokofilschreibwerkstatt mit Sonnenterrasse und dem Traumländerblick auf die Kampenwand. Als ich später noch einige Haselnüsse aus dem Früchtekorb knackte, glühte die Kampenwand golden im Abendlicht.
Dein Früchtekorb-Krokofil
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Ich werde immer wieder von Lehrerinnen gefragt, ob meine Bücher auch auf "Antolin" gelistet sind. "Natürlich!", antworte ich dann immer wieder. Atolin ist ein Bildungsprogramm im Internet, das der Leseförderung der Kinder dient. Wenn du ein Buch gelesen hat, kannst du Quizfragen dazu beantworten und Punkte sammeln. 15 Fragen gibt es zu meinem ersten Buch und 15 Fragen zu meinem zweiten Buch. Ich hoffe, du weißt zu jeder Frage die richtige Antwort und wünsche dir viel Glück und Erfolg.
Dein Antolin-Krokofil
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Seit heute bin ich Mitglied bei Facebook. Kennst du diese Internetplattform? Sie gibt dem Internet ein Gesicht, oder besser: viele Gesichter! Wenn du mit mir befreundet sein willst, dann gehe doch einmal auf die Seite "www.facebook.de" und gebe in der Suchoption meinen Namen ein. Ich freue mich, deine Bekanntschaft zu machen! Natürlich kannst du mich aber auch direkt kontaktieren. Dann schreibe einfach eine Email an: info@krokofil.de
Dein Facebook-Krokofil
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Heute sind wir den ganzen Tag durchs SWR-Land gefahren. Nach einem Schreibseminar an der Zeppelin University starteten wir um die Mittagszeit in Ludwigshafen, fuhren fünf Stunden über vollgestopfte Autobahnen und kamen am Abend wieder in Ludwigshafen an. Als ich das Ortsschild von Ludwigshafen sah, erschrak ich. "Das kann doch nicht wahr sein!", rief ich. Waren wir tatsächlich im Kreis gefahren? Wie konnte das passieren? Wahrscheinlich waren die vielen Verkehrsumleitungen Schuld daran gewesen sowie der Sprühregen, der uns während der Fahrt die Sicht erschwert hatte. Ich war so wütend, dass ich mit beiden Fäusten gegen die Kopfstütze des Fahrersitzes boxte. Es dauerte eine Weile, bis mich Armin beruhigt hatte. Er erzählte mir, dass wir am Bodensee losgefahren seien und jetzt nach einer Wegstrecke von fast 400 Kilometern am Rhein wären. "Hast Du denn nicht das Ortsschild gesehen? Wir sind wieder in Ludwigshafen und auch im Radio läuft doch weiterhin der SWR!", entgegnete ich und drehte das Radio lauter. "Es gibt eben zwei Ludwigshafen, es gibt ein Ludwigshafen am Bodensee und ein Ludwigshafen am Rhein, und den SWR, den kannst du sowohl am Bodensee als auch am Rhein hören." Diese Erklärung hatte mich überzeugt. Ich war erleichtert und hörte den Rest des Tages nur noch SWR.
Dein SWR-Krokofilhörer
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Die letzten fünf Tage in Istanbul waren noch einmal angenehm warm gewesen: Das Thermometer hatte jeden Tag 23 bis 25 Grad angezeigt und ich fühlte mich dabei sehr wohl. Doch seit gestern Abend sind wir wieder zurück im Winter. Als wir heute Morgen von Friedrichshafen nach Bregenz fuhren, glänzten die Schneeberge in der Morgensonne und mir wurde richtig kalt. Wir waren nach Höchst eingeladen worden, um den Kindern von Höchst im Rahmen der Aktion "Osterreich liest" vorzulesen. Nach einer kurzen Begrüßung durch Frau Blum-Bohner, der Leiterin der Stadtbibliothek, und ihrer Kollegin Frau Dressel ging es auch schon los. Die Kinder der ersten Klassen saßen gespannt auf ihren Stühlen und empfingen uns mit einem großen Applaus. Sie hörten Armin aufmerksam zu, als dieser aus meinen Büchern vorlas und auch die Kinder der zweiten, dritten und vierten Klassen saßen mit offenem Mund und großen Ohren da und waren bald in die Gedankenwelt meiner Geschichte abgetaucht. Ein Mädchen meinte nach der Lesung, dass es ihr heute so vorgekommen sei, als hätte sie in einer Traummaschine gesessen. Das hat mich sehr glücklich gemacht und mir wurde auf einmal wieder ganz warm.
Dein Traummaschinen-Krokofil
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Weißt du, was Mante ist? Ich kannte das bis heute auch nicht, aber dazu später. Heute Morgen sind wir mit der Fähre von Kadiköy nach Karaköy gefahren. Es war ein sehr ruhiger Morgen, ganz ungewöhnlich für diese Stadt, in der es sonst so viel Lärm gibt. An der Fähranlegestelle unterhalb des Galataturms wartete Frau Dogan auf uns, wir hatten sie gestern im Goethe-Institut kennengelernt. Mit Kleinbus und Chauffeur ging es dann zum Europakolleg. Das Europakolleg ist eine Schule im Stadtteil Zeytinburnu, in der die Kinder in Deutsch, Englisch und Türkisch unterrichtet werden. Die Schule ist in einem sehr alten, aber wunderschönen Gebäude untergebracht und in der griechisch-orthodoxen Kirche gleich neben der Schule befindet sich die Schulbibliothek. Dort können die Kinder nun auch meine beiden Bücher lesen. Die heutige Lesung fand in der Aula der Schule statt und die Kinder saßen in gemütlichen blauen Kinosesseln. Die Lehrerinnen Frau Hekimoglu, Frau Kofoth und ihre Kolleginnen begrüßten uns herzlich und dann ging es auch schon los. Armin fragte die Kinder, in wievielen Sprachen sie sich "Guten Morgen" wünschen könnten. Die Kinder konnten das auf Deutsch, Türkisch, Englisch, Bulgarisch, Russisch und Spanisch. Ein Junge begrüßte die anderen Kinder in einer Fantasiesprache und ein Junge sagte nur: "Moin, Moin!" und verriet dadurch, dass er einmal in Hamburg gelebt haben muss. Als Armin die Kinder fragte, welche Sprache von jedem Kind auf dieser Welt verstanden wird, war für ein Mädchen sofort klar, dass das nur die Musiksprache sein konnte! Und weil sie gerne Klavier spielt, spielte sie uns ein Stück vor. Armin las den Kindern heute wieder das erste Kapitel aus meinem ersten Buch vor und die Kinder hörten interessiert und aufmerksam zu. Als sich Armin verlas und statt "Krokofil" - "Krokodil" sagte, musste er zehn Liegestützen machen. Unterstützung bekam er von zwei Mädchen und von zwei Jungen. "Lesen ist wie Kino im Kopf!", erklärte Armin und tatsächlich: Auch nach der Lesung hatten die Kinder noch viele Bilder im Kopf. Ich habe jetzt auch noch ein Bild im Kopf: Das Bild von Mante, dem türkischen Nationalgericht, das es nach der Lesung in der Schulmensa zu essen gab. Mante ist wie Ravioli, nur werden hier die Teigtaschen mit Hackfleisch, Knoblauch, Zwiebeln und Petersilie gefüllt, und obendrauf gibt es noch ein leckeres Joghurthäuptchen. Ich liebe Mante.
Dein Mante-Krokofil
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Heute waren wir im Goethe-Institut. Das Goethe-Institut liegt auf einem der sieben Hügel von Istanbul, hoch über dem Bosporus, und von der Dachterasse des Institutsgebäudes konnten wir die Prinzeninseln sehen. Auf der Dachterasse trafen wir Gülbin und Nurten. Die beiden Frauen wollten mich unbedingt kennen lernen, bevor wir morgen zusammen zum Lesetermin ins Europakolleg fahren. Während sich Armin und Aytül mit Gülbin und Nurten unterhielten, habe ich ein wenig fern gesehen: Ich habe versucht, die Schiffe zu zählen, die auf dem Bosporus hinaus aufs Marmarameer fuhren. Es gab riesige Kreuzfahrtsschiffe, schwer beladene Tankschiffe, die tief im Wasser lagen, Fährschiffe, die Menschen und Autos von einer Seite des Bosporus zur anderen brachten, kleine und große Yachten, Segelschiffe, Lotsenschiffe, Motormoote, Fischkutter und viele andere Schiffe. Ich glaube, dass auch Goethe hier seinen Spaß gehabt hätte. Sicherlich hätte es ihm in Istanbul gut gefallen und er hätte viel Kraft und gute Ideen bekommen für seine Gedichte. Da fällt mir gerade eine Zeile eines Gedichtes von ihm ein: "Es schäumt das Meer in breiten Flüssen, am tiefen Grund der Felsen auf, und Fels und Meer wird fortgerissen, in ewig schnellem Sphärenlauf."
Dein Goethe-Krokofil
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Die Kinder in Hamburg haben Fantasie. Heute waren wir in zwei Grundschulen. Die Lesung in der Grundschule Winterhuderstraße fand im Musikraum statt und alle Kinder hörten aufmerksam zu. Armin las wie immer das erste Kapitel aus meinem Buch vor und fragte die Kinder dann, welche Bilder ihnen noch im Kopf geblieben waren. Die Kinder hatten noch viele Bilder im Kopf. Als Armin sie fragte, wie das denn möglich sei, schließlich hätte er ihnen ja keinen Film gezeigt, erklärte Jannes, dass er aus Wörtern Bilder lesen könne. Die Lesung hat den Kinder viel Spaß gemacht und auch Mut, mehr zu lesen, denn solange du Bücher liest, hast du immer Freunde. Das zumindest meinte eine Lehrerin. Danach ging es zur Grundschule Forsmannstraße. Als wir dort ankamen, lief uns schon Frau Dasbach aufgeregt entgegen. Sie begrüßte uns herzlich und lief uns dann in eiligen Schritten voraus in die Aula. Wir folgten ihr. Von weitem hörten wir die Stimmen der Kinder. Sie sangen lautstark: "Hei, Hei, Hei, der Herbst ist da!" Frau Dannenberg, die Musiklehrerin, spielte dazu auf der Gitarre. Zweimal hintereinander war die Aula bis auf den letzten Platz gefüllt und alle Kinder waren begeistert von meiner Geschichte. Das habe ich in ihren Augen gelesen, die weit aufgerissen waren und glänzten. Als Armin die Stelle mit den Tänzerinnen vorlas, fragte Armin die Kinder, ob sie wüssten, was Kastagnetten sind. Plötzlich begann ein Mädchen mit ihrer Zunge zu schnalzen und alle anderen Kinder machten es ihr nach. Das war großartig. Als wir uns schon von den Kindern und den Lehrerinnen verabschiedet hatten, entdeckte ich im Flur der Schule eine Tafel. "Woher kommt das Wort Fantasie? Hat jeder Fantasie im Kopf?", stand dort. Ein Kind hatte darauf geantwortet: "Fantasie ist nicht sichtbar, trotzdem ist sie da. Nur manche Menschen zeigen ihre Fantasie, zum Beispiel Künstler. Einbildungskraft und Traumbilder sind zwei Sachen, die zur Fantastie gehören." Ein anderes Kind hatte geschrieben: "Ich glaube, dass Fantasie ein Teil meines Lebens ist, oder eher gesagt: ich weiß es. Ohne Fanastie wäre mein Leben öde und leer und sehr, sehr langweilig. Jeder Mensch hat Fantasie, auch wenn er es nicht glaubt. Er hat sie vielleicht noch nicht freigelassen, zugelassen oder traut sich nicht, sie zu benutzen." Damit hat sie sicherlich Recht. Ich bin heute in Hamburg auf jeden Fall Kindern mit viel Fantasie begegnet.
Dein Fantasie-Krokofil
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Heute habe ich am Ufer des Inns einen Hinkelstein gefunden, er ist so groß wie das Ei eines Dinosauriers. Der Hinkelstein liegt jetzt vor unserem Haus und ist ein Begrüßungsstein für alle, die uns besuchen kommen.
Dein Hinkelstein-Krokofil
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O zapft is! Pünktlich um 12 Uhr zapfte heute Münchens Oberbürgermeister Christian Ude das erste Fass Oktoberfest-Bier an und eröffnete damit die 176. Wiesn. Das Münchner Oktoberfest, das im September beginnt, ist das größte und bunteste Volksfest der Welt. Wir kamen am Abend, als alles auf der Oktoberfestwiese hell erleuchtet war, und ich war begeistert von den vielen verschiedenen Karussells, Festzelten und Schießbuden. Wir waren in der Geisterbahn, sind mit dem Kettenkarussell gefahren und zum Schluss haben wir vom Riesenrad auf die große Festwiese geschaut.
Dein Oktoberfest-Krokofil
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"Es gibt einen Ort im Magen, der nur mit Nachspeisen gefüllt werden kann!" Das hat mir heute Aytül gesagt und aus einem Kürbis eine türkische Nachspeise gemacht. Diese Nachspeise heißt "Kabak Tatlisi" und sie wird nach einem türkischen Rezept gemacht. Ich liebe Kürbis, in allen Variationen, aber besonders gut gefällt mir dieser Kürbis mit Mandeln und Nüssen, den es heute als Nachspeise gab.
Dein Kürbis-Krokofil
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Immer wenn ich den harzigen Geruch von Pinien rieche, werden meine Urlaubsgefühle geweckt. Heute haben wir im "Haus des Kalifen", einem Hotel in Vejer de la Frontera, im Mondzimmer übernachtet und sind dann an die Lichtküste gefahren. Hier am Atlantik gibt es lange weiße Dünen, die am Meer entlangspazieren und riesige smaragdgrüne Pinien, die sich im Wind biegen.
Dein Pinien-Krokofil
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Heute sind wir durch eine olivgrüne Landschaft gefahren. So weit das Auge reichte: nur Olivenbäume. Ein alter Mann auf einem Feldstein grüßte mit erhobenem Stock, als wir vorbeifuhren und wir blieben stehen. Der Mann erzählte uns, dass er hier geboren sei und zeigte auf ein weiß leuchtendes Haus. Es stand auf einem kleinen Hügel in der Mitte des Olivenhains. Viele der Olivenbäume seien sehr alt, einige sogar noch älter als er selbst. "Sie sind schon von meinem Vater, Großvater, Urgroßvater oder Ururgroßvater gepflanzt worden!", sagte er. Der Olivenbaum wird schon seit 6000 Jahren von Menschen angebaut und bewirtschaftet. Und was ich auch nicht wusste: Olivenbäume haben Wurzeln, die sich bis zu sechs Meter tief in den trockenen Boden bohren können und somit selbst in den kargen, trockenen Gegenden überleben können. Wir fuhren weiter durch die olivgrüne Landschaft Andalusiens und erreichten in der Abenddämmerung das Meer. Heute gab es zum Abendessen Boquerones, sauer marinierte Sardellen, Meeresfrüchte und natürlich Oliven: grüne, aber auch schwarzgefärbte. Ich liebe Oliven!
Dein Oliven-Krokofil
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Heute war ich das erste Mal nach meiner Flucht aus dem Palast des Felsenkönigs wieder in der Alhambra. Die Alhambra thront auf einem Felsen hoch über einer Stadt mit weißen Häusern. Diese Stadt heißt in Wirklichkeit Granada und die Schneeberge, die in meinem Buch vorkommen, heißen Sierra Nevada. Wir sind durch die Schlafgemächer des Königs gelaufen und durch die langen Gänge des Palastes. Später waren wir in den Gärten und weil es so heiß war, tauchten wir unsere Füße in die Springbrunnen und spritzten uns gegenseitig nass. Abends waren wir dann noch auf dem Sonnenhügel und sahen der Sonne zu, die am Horizont unterging. Bevor die Tore wieder fest verschlossen wurden, liefen wir aus dem Palast hinaus. Es war schön, noch einmal in der Alhambra gewesen zu sein.
Dein Alhambra-Krokofil
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Kennst du den Klang der Stille? Heute waren wir in La Mancha, das ist die Gegend in Spanien, in der Don Quijote gelebt hat. Hier hat er auch seine Ritterromane gelesen, bis er eines Tages glaubte, selbst ein Ritter zu sein. Und hier hat er auch gegen die Riesen gekämpft, die in Wahrheit Windmühlen waren. Auch heute noch stehen einige Windmühlen auf den staubigen Hügeln von La Mancha. Wir setzten uns an den Fuß einer alten Windmühle und schauten auf die goldgelben Felder, die sich wellenförmig bis zum Horizont erstreckten. Still war es hier, mucksmäuschenstill, so still, dass ich mein Blut in den Ohren rauschen hörte. Jedes noch so leise Geräusch zerschnitt die Stille. Ein Vogelgeschrei irgendwo hoch oben am Himmel, ein Rascheln im Gebüsch, als ein Kaninchen aus dem trockenen Dickicht auftauchte, uns verdutzt anschaute und gleich wieder im Gebüsch verschwand. Danach war wieder alles still. Doch plötzlich war die Stille vorbei. Die Zikaden hatten die ganze Zeit stumm in den Pinien, den Gräsern und zwischen den Felsen verharrt. Als hätte jemand auf einen unsichtbaren Knopf gedrückt, fingen sie auf einmal an, laut zu zirpsen und sich in meinen Ohren einzunisten wie ein heimtückischer Tinnitus. Als wir weiterfuhren, blickte ich noch lange auf die weißen Windmühlen zurück. Früher wurde in ihnen Mehl gemahlen. Heute wird in den modernen Windmühlen, riesigen Windkraftanlagen, Strom erzeugt. Der Nachteil gegenüber den alten Windmühlen: Wenn sich die Rotorblätter der modernen Windräder drehen, sind diese so laut, dass sie alles übertönen, was an Geräuschen existiert: sie übertönen jedes leise Piepsen, ja sogar jedes laute Geschrei.
Dein Windmühlen-Krokofil
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Heute waren wir am Leuchtturm von Sile, dem größten Leuchtturm der Türkei. Er steht hoch oben auf einem Felsen über dem Meer und er ist mit schwarz-weißen Streifen bemalt. Ich schaute auf das schwarze Meer und hörte in Gedanken Schiffssirenen und Nebelhörner. Ein Dampfer fuhr vorbei und aus seinem Schornstein stiegen große bunte Seifenblasen auf.
Dein Leuchtturm-Krokofil
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Heute gab es zum Mittagessen Dolma. Dolma sind mit Reis gefüllte Paprikaschoten. Die Paprikaschoten, die ich gegessen habe, waren natürlich grün. Dolma ist ein türkisches Wort und heißt nichts anderes als: gefüllt.
Dein Dolma-Krokofil
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"Nicht nur Häuser, auch Menschen haben Balkone!" Das hat mir heute Orhan gesagt. Er meinte damit die Leute, die einen großen Bauch haben und deshalb einen Balkon vor sich her tragen. Auch ich muss langsam auf meine Figur achten. Dass ich hier in der Türkei zugenommen habe, liegt vor allen Dingen daran, dass ich alles probieren will und auch daran, dass das türkische Essen viel zu gut schmeckt. Einen Balkon habe ich aber noch nicht bekommen. Oder doch? Naja, wenn ich mich so im Spiegel betrachte, würde ich sagen: vielleicht einen sehr kleinen Balkon.
Dein Balkon-Krokofil
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Heute habe ich mit Ferhat und Seyma Tavla gespielt. Die beiden Kinder sind Meister dieses Spiel. Tavla lässt sich mit Backgammon vergleichen und es ist das beliebteste Brettspiel in der Türkei. Ob in Cafes, Bars, Restaurants oder auf dem Marktplatz, überall habe ich Männer um ein solches Brettspiel herum sitzen gesehen. Ziel dieses Spiels ist es, seine Spielsteine in die gegnerische Hälfte zu bringen und sie dort abzutragen. Wer als Erster seine Spielsteine abgetragen hat, hat gewonnen. Ich bin vielleicht noch nicht so schnell und so geübt wie Ferhat und Seyma, die das Spiel von ihrem Vater beigebracht bekommen haben, aber ich habe mich heute schon ganz tapfer geschlagen.
Dein Tavla-Krokofil
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Heute Morgen waren wir auf dem Fischmarkt in Bodrum und haben frischen Seebarsch und frische Garnelen gekauft. Am Abend hat Aytül die Garnelen mit Knoblauch und Butter in der Pfanne gebraten. Die Seebarsche hat sie gegrillt. Seebarsch heißt übrigens auf türkisch: Levrek. Ich liebe frisch gegrillten Levrek.
Dein Levrek-Krokofil
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Heute waren wir von Melek und Erkan zu einer Strandparty nach Türkbükü eingeladen. Das ist in der Nähe von Bodrum am Meer. Wir lümmelten auf weißen Ledersofas, tranken kühle Limonade und schwammen im Meer. Am Abend trat dann noch ein bekannter türkischer Sänger auf. Er hieß: Fatih Urek. Wir haben viel gesungen und getanzt und sind erst spät in unsere Unterkunft zurückgekehrt.
Dein Strandparty-Krokofil
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Heute habe ich den ganzen Tag auf Sonnenblumenkernen gekaut. Ich wollte unbedingt wissen, wie die Leute hier aus den gerösteten und gesalzenen Sonnenblumenkernen den Innenkern herausbekommen. Nach einiger Zeit hatte ich die Technik endlich geknackt: Zuerst musst du versuchen, das Gehäuse mit deinen Schneidezähnen in zwei Hälften zu spalten. Schwieriger wird es dann, mit der Zunge den Kern aus dem Gehäuse herauszuholen. Aber das ist ganz einfach, wenn du erst einmal herausgefunden hast, wie es geht. Probier es doch einfach einmal aus! Ich liebe Sonnenblumenkerne.
Dein Sonnenblumenkernkrokofil
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Heute sind wir von Cesme nach Bodrum gefahren. Es ging an Feldern mit Baumwolle und Wassermelonen, Paprika und Tomaten vorbei und wir fuhren kilometerweit durch Olivenhaine. Am Abend erreichten wir dann eine wunderschöne Bucht bei Bodrum. Hier sind die Häuser alle weiß gestrichen und vor unserer Unterkunft gibt es eine wunderschöne Bougainvillea. Bougainvillea ist eine Kletterpflanze, die weiße, lilafarbene, violette oder rosafarbene Blühten hat. Sie hat ihren Namen von dem französischen Seefahrer und Entdecker Louis Antoine de Bougainville. Ich liebe Bougainvillea.
Dein Bougainvillea-Krokofil
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Heute haben wir mit Kemal und seinen Freunden am Strand von Cesme Fußball gespielt. Natürlich haben wir barfuß Fußball gespielt. Doch weil ich es nicht gewohnt bin, ohne Schuhe Fußball zu spielen, habe ich mir eine Blase am Zeh und eine leichte Fußsohlenzerrung zugezogen. Morgen werde ich wohl eine Pause machen müssen.
Dein Strandfußball-Krokofil
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Heute waren wir im Aquarium. Aquarium heißt die Bucht auf Boczaada, in der wir heute badeten. Das Wasser war türkisfarben, ganz klar und sauber, aber eiskalt. Ich bin viel getaucht und habe mir die Welt unter Wasser angesehen. Es gab viele Seeigel. Seeigel heißen hier "Kastanien des Meeres". Und tatsächlich: Wenn du dir die Seeigel einmal genau ansiehst, wirst du feststellen, dass sie wirklich wie das pieksige Gehäuse der Kastanien aussehen.
Dein Aquarium-Krokofil
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Wer träumt nicht von einem Urlaub am Meer? Ich habe lange davon geträumt und jetzt ist dieser Traum auch tatsächlich wahr geworden. Wir sind am Meer und genießen das Bad in der Sonne. Da ich gestern zu lange in der Sonne gewesen bin, habe ich einen leichten Sonnenbrand auf meiner Nase und meinen Schultern bekommen. Deshalb haben wir uns heute die meiste Zeit im Schatten eines Granatapfelbaumes aufgehalten. Ich sah den Schiffen zu, die auf dem Meer an uns vorbeifuhren, da waren weiße, rote und blaue Tanker zu sehen, die wie Raumschiffe an uns vorbeizogen, aber seltsamerweise kam kein einziges Segelschiff vorbei. Dabei wäre der Wind heute sehr günstig gewesen. Am Nachmittag lernten wir Andrew, Gülay und Asia kennen. Asia ist acht Jahre alt und sie liest für ihr Leben gerne. Da sie bereits alle Bücher aus dem Reisekoffer gelesen hatte und die Insel-Buchhandlung geschlossen war, weinte sie: Sie hatte einfach nichts mehr zu lesen. Ich versuchte sie zu trösten und erzählte ihr eine Geschichte aus meinem Leben. Am Liebsten hätte ich ihr ja eines meiner Bücher geschenkt, aber leider sind diese noch nicht ins Türkische übersetzt worden. Nur ein Kapitel gibt es bisher auf Türkisch, aber vielleicht übersetzt Gülbin auch noch die anderen. Dann wird es sicherlich auch nicht mehr lange dauern, bis wir einen türkischen Verlag gefunden haben und die Krokofilbücher auf Türkisch erscheinen. Ich esse jetzt noch die leckeren Kerne des Granatapfels und hoffe, dass ich mich morgen wieder in die Sonne legen kann.
Dein Granatapfel-Krokofil
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Vom Festland sieht die Insel Boczaada aus wie eine graue Insel. Das bedeutet auch ihr Name: graue Insel. Aber die Insel ist mehr als das, sie ist von einer kargen Schönheit. Nachdem wir im Hafen angekommen waren, fuhren wir zuerst zu unserem Hotel und erkundeten danach die Insel. Wir fanden einen sehr schönen Strand, legten uns in die Sonne und kühlten uns im eisigen Meerwasser ab. Als die tiefstehende Abendsonne die Insel in ein goldenes Licht tauchte, lernten wir im Hafen von Boczaada Ahmet kennen. Er ist Besitzer eines Cafes und er macht den besten Cocktail der Insel. Der Cocktail ist so rot wie der Mohn, den es hier in großen Mengen auf den Feldern gibt und tatsächlich: Der Cocktail ist aus den Blüten des Klatschmohns gemacht. Ein Rezept seiner Mutter war der Anstoß, aus den Blüten des Mohns Sirup zu machen. Den verkauft er jetzt in vielen Cafes und Bars. Auch Mohnmarmelade verkauft er. Wir kauften Mohnmarmelade und Tomatenmarmelade, eine weitere Spezialtät auf Boczaada. Ich liebe Boczaada, denn die Insel ist in Wirklichkeit gar nicht grau. Sie ist eine sehr farbenfrohe Insel.
Dein Boczaada-Krokofil
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Es war noch dunkel, als wir heute um 3 Uhr in Istanbul losfuhren. Unser Ziel war Troja, eine der sagenumwobensten und ältesten Städte der Welt. Aufgrund seiner Lage am Meer und aufgrund einer hohen Befestigungsmauer galt Troja lange Zeit als uneinnehmbar. Doch der ruhmreiche Odysseus ersann eine List. Er ließ ein großes hölzernes Pferd bauen und stellte es vor die Tore Trojas. Da die Trojaner das hölzerne Pferd für ein Geschenk der abziehenden Feinde hielten, zogen sie es in ihre Festung. Was sie nicht ahnten: Im Inneren des Holzpferdes waren griechische Krieger. Als es Nacht wurde, kamen diese aus dem hölzernen Pferd heraus und öffneten die Tore der Stadt für ihre Freunde. Damit war der Untergang von Troja besiegelt. Die Stadt brannte bis auf ihre Grundmauern nieder. Heute sind nur noch die Fundamente der Paläste und ein Teil der Stadtmauer zu sehen, sie wurden von dem deutschen Archäologen Heinrich Schliemann vor mehr als 100 Jahren ausgegraben. Ich möchte auch einmal Archäologe werden. Dann kann ich den ganzen Tag in der Erde buddeln.
Dein trojanisches Krokofil
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Die Türkei ist von vier Meeren umgeben. Es gibt das Schwarze Meer, das Marmarameer, das Agäische Meer und das Weiße Meer. In den nächsten vier Wochen werde ich alle vier Meere kennen lernen. Am Schwarzen Meer und am Marmarameer bin ich schon gewesen, aber das Agäische Meer und das Weiße Meer habe ich noch nicht gesehen. Das Agäische Meer ist die Königin der Meere, so schreibt es schon Homer, der bekannteste Schriftsteller der Antike, und es ist angenehm warm. Das Weiße Meer ist noch wärmer. Aber egal ob warm oder kalt, ich will mehr Meere sehen.
Dein Mehr-Meer-Krokofil
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Neben jeder Moschee ragt spitz wie ein Bleistift ein Minarett in den Himmel. Ein Minarett sieht wirklich ein bißchen so aus wie ein gespitzter Bleistift, ein Bleistift mit Halskrause. Fünfmal am Tag ruft der Muezzin zum Gebet. Das Minarett hat also die gleiche Funktion wie der Kirchturm mit seinen Glocken. Auch die Kirchenglocken laden die Gläubigen ein, sich im Gotteshaus zu versammeln und gemeinsam zu beten. Aber genauso wie in Deutschland folgen auch hier in der Türkei immer weniger Menschen diesem Ruf. Ich glaube, die Türken und die Deutschen telefonieren lieber mit ihrem Handy, was ja eine ähnliche Form der Unterhaltung ist: die Kommunikation mit einem Abwesenden. Wie wichtig die Handys inzwischen geworden sind, erkennt man an den Mobilfunkmästen. Sie stehen oft an der höchste Stelle der Stadt oder auf einem Berg und wenn sie direkt neben einem Minarett stehen, ragen sie oft doppelt so hoch in den Himmel.
Dein Kommunikationskrokofil
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Heute waren wir bei Familie Köhler. Ich meine nicht die Familie von Bundespräsident Horst Köhler, sondern die Familie von Murat Akzu, die davon lebt, aus Holz Holzkohle zu machen und sie zu verkaufen. Wir besichtigten einen Holzkohlenmeiler, einen kegelförmig angelegten Holzhaufen. Die Aufgabe des Köhlers ist es, das Feuer so zu entzünden, dass die Holzscheite nicht verbrennen, sondern verkohlen. Damit aus Holz Holzkohle wird, ist viel Geduld und Sorgfalt nötig. Der Köhler muss den Holzkohlenmeiler die ganze Zeit im Auge behalten und er muss darauf achten, dass der Meiler weder erlöscht noch in Flammen aufgeht. Ich spiele zwar auch gerne mit dem Feuer, aber ein Köhler will ich nicht werden und verkohlen lasse ich schon gar nicht.
Dein Köhler-Krokofil
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Auch die Türkei hat einen Volkshelden. Er heißt Kemal Atatürk (das heißt übersetzt: Vater der Türken). Er ist zwar schon vor mehr als 70 Jahren gestorben, aber sein Geist lebt weiter. In Privathäusern und Kaufhäusern, in Kinos und Gemüseläden, in Wartehallen und Amtsstuben, in Schulen und Gerichtssälen, überall hängen Fotos von ihm. Atatürk modernisierte schon vor mehr als 80 Jahren die Türkei, trennte Staat und Religion, ließ das Tragen von Kopftüchern in Schulen, Büros und in allen öffentlichen Gebäuden verbieten und öffnete sein Land in Richtung Europa. Und weil die Türkei kein subtropisches Klima hat und deshalb auch keine Kaffeebohnen angebaut werden können, ließ er an der Schwarzmeerküste Teeplantagen bauen. Seitdem ist nicht mehr Kaffee, sondern Tee das Nationalgetränk der Türkei. Tee heißt übrigens auf Türkisch: Cay. Ich liebe Cay.
Dein Cay-Krokofil
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Das Klima am Schwarzen Meer ist so gut, dass das Gemüse und das Obst im Garten von Aytüls Eltern sehr gut wachsen. Es ist ein Zaubergarten. Die Apfel haben die Größe von Fußbällen, die Wassermelonen sind so groß wie Medizinbälle und die Auberginen haben die Form und Größe von Flaschenkürbissen. Ich habe zum ersten Mal in meinem Leben eine Wassermelone geerntet und grünen Biber gepflückt. "Biber" ist die türkische Bezeichnung für Paprika. Ich liebe Biber, aber nur dann, wenn er so scharf ist, dass ich zu einem Feuer speienden Krokofil werde.
Dein Schwarzmeer-Krokofil
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Heute waren wir in Hannover, wo wir eine Professorin zum Interview trafen. Wir stellten ihr Fragen, warum sich so wenige Paare in Deutschland für Kinder entscheiden und warum der Staat so wenige Kindergartenplätze und Ganztagsschulen zur Verfügung stellt. Leider trafen wir uns nicht in dem schönen Hauptgebäude der Universität, das früher einmal ein richtiges Schloss gewesen ist: Das Welfenschloss. Dafür gingen wir nach dem Interview in die Herrenhäuser Gärten, eine riesige Gartenanlage, wo es viele schöne Blumen gibt und einen Springbrunnen mit einer riesigen Wasserfontäne. Ich bin begeistert von der Pracht der Herrenhäuser Gärten. Wenn du einmal in Hannover bist, solltest du unbedingt diese Gärten sehen.
Dein Herrenhäuser-Krokofil
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Kennst du den bayrischen Schüttelreim: "I gang so gern auf d' Kampenwand, wann i mit meiner Wamp'n kannt." Da wir alle in den letzten Tagen so viel gegessen hatten und meine kleine Wampe mir den Aufstieg zur Kampenwands erheblich erschwert hätte, fuhren wir mit einer Sesselbahn auf die Kampenwand. Die Kampenwand ist der Berg, den ich immer von meiner Sonnenterrasse aus sehen kann. Der gezackte Gipfelgrad sieht ein bißchen so aus wie zwei übergroße Schneidezähne. Nach einem halbstündigen Spaziergang auf einer Höhe von 1400 Metern kehrten wir in einer Almhütte ein, tranken Almlimo, aßen Almpommes und genossen die herrliche Aussicht auf den Chiemsee und das Voralpenland. Plötzlich zogen dicke schwarze Wolken auf und ein starker Wind fegte um die Alm. Der Wind war so stark, dass er die Sonnenschirme aus ihren Verankerungen riss und sie über die nächste Bergkuppe mit in die Tiefe nahm. Wir liefen auf dem schnellsten Weg zur Bergstation zurück und fuhren mit der letzten Gondel zur Talstation. Das war vielleicht eine abenteuerliche Fahrt. Die Gondel schaukelte im Wind hin und her und beim Blick in die Tiefe wurde mir richtig schlecht. Ich glaube, ich werde mir in Zukunft die Kampenwand wieder von meiner Sonnenterrasse aus anschauen.
Dein Kampenwand-Krokofil
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Heute gab es Cibörek. Aytül bereitete dieses Essen schon am Vormittag zu, denn es hatte sich zum Mittagessen Besuch angemeldet. Rinaldo und Roswitha kamen aus München und auch Alex, Vera und Cuba waren wieder da. Cibörek ist übrigens eine Teigtasche in Form eines Halbmondes. Die Teigtaschen sind mit Hackfleisch gefüllt und werden in heißem Speiseöl gebraten, bis sie goldbraun gebacken sind. Wie die schmecken willst du wissen? Das kann ich dir gar nicht so genau beschreiben. Auf jeden Fall gehören sie ab sofort zu den Top 10 meiner Lieblingsgerichte.
Dein Cibörek-Krokofil
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Heute besuchten uns zwei Geburtstagskinder. Am Vormittag kam uns Elias besuchen. Er wurde heute 41 Jahre alt und kam mit seiner Frau Heike und seinen beiden Söhnen Joshi und Jeremias. Joshi und Jeremias sind zwei große Maler und sie sind auch begeisterte Leser. Da sie sehr schöne Bilder von mir malten und und auch blitzschnell herausfanden, wie der Dachs und der Biber in meinen Büchern heißen, schenkte ihnen Armin die beiden Krokofilbücher. Hättest du gewusst, wie der Dachs und der Biber heißen? Am Nachmittag kam Helena mit ihrer Schwester Melina mit ihren Eltern zu Besuch. Helena feierte heute nicht nur ihren zehnten Geburtstag, der heutige Tag sollte auch ihr Krokofilüberraschungstag werden. Doch das wusste sie beim Aufstehen noch nicht. Helena ist die dritte Siegerin des Krokofilmalwettbewerbs und hatte dafür von uns schon vor einigen Monaten einen Krokofilüberraschungstag geschenkt bekommen. Was der genau beinhaltete, hatte der Preis offen gelassen. Deshalb erzählten ihr ihre Eltern auch nicht, wohin sie fuhren, als sie sich in München ins Auto setzten. Erst als Helena vor unserer Haustür stand und auf dem Briefkasten den Krokofilaufkleber entdeckte, wusste sie, wo sie angekommen war. Wir setzten uns in die Krokofilschreibwerkstatt, tranken Krokofilbowle und aßen Tiramisu. Danach lasen wir uns gegenseitig unsere Geschichten vor. Armin erzählte Helena, wie er dazu gekommen war, meine Geschichte aufzuschreiben und er zeigte ihr auch, wie Bücher hergestellt werden. Ganz überrascht war ich dann von Helenas selbst geschriebener Geschichte. Die Geschichte handelte von einem Hausgnom und sie war sehr spannend geschrieben. Darüberhinaus ist Helena eine sehr gute Vorleserin: Sie trug ihre Geschichte flüssig und verständlich vor. Helenas größter Traum ist es, Schriftstellerin und Schauspielerin zu werden, und damit sie auch die Hauptrolle in der Verfilmung ihres Buches selbst spielen kann, will sie jetzt ganz schnell ihre Geschichte zu Ende schreiben. Auch wenn es heute den ganzen Tag geregnet hat, war es ein schöner Tag. Ein Tag mit zwei Geburtstagskindern.
Dein Geburtstagskrokofil
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Heute war es schwül-warm, wie in den Tropen. Es war so heiß, dass ich gar nicht mehr richtig denken konnte und irgendwann in meinem weißen Korbstuhl auf der Sonnenterrasse einschlief. Ich träumte von Mammutbäumen und Schlingpflanzen und ich schwang mich an Lianen von Baum zu Baum durch den Urwald. Als ich wieder aufwachte, sah ich Johanna und Paula am Efeu einen Baum hinaufkletterten. Johanna und Paula sind nur in den Ferien hier und ihnen schien die Hitze nichts auszumachen. Wenn das Wetter sich nicht ändert, werde ich mir bald einen Tropenhelm kaufen und auch ein Moskitonetz. Ich hoffe, ich kann heute gut schlafen.
Dein Tropenkrokofil
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Heute kam Besuch aus Frasdorf. Iris Huber war mit vielen Kindern gekommen und sie hatte für mich zwölf Sonnenblumen mitgebracht. Die Kinder waren gekommen, um ein Kapitel aus meinen Büchern vorgelesen zu bekommen. Klara war da mit ihrer besten Freundin Eva. Beide finden meine Bücher so schön, dass sie immer wieder in ihnen lesen und sie sogar im Bett neben sich haben. Dann waren da die Krokofilleser Anja, die es liebt, in der Nacht zu lesen, und Helene, die schon beide Krokofilbücher ausgelesen hat und mit großer Spannung auf das dritte Buch wartet. Und auch Nina war da. Sie ist sehr schüchtern, aber bei der Krokofillesung hatte ich den Eindruck, dass sie besonders gut zuhörte. Die Jungenriege bildeten Lorenz, Sebastian und Andreas. Lorenz Traum ist es, eines Tages so gut Geige spielen zu können wie Itzhac Perlman. Lorenz Cousin Sebastian wohnt in Genua und Andreas will einmal Profi-Fußballer werden. Um seinen Traum von einer Fußballerkarriere wahr zu machen, trainiert er fast jeden Tag bei seinem Heimatclub "60 Rosenheim". Last but not least war da noch Cuba aus Frankfurt, Paula und Johanna aus Bochum und die dreijährige Sophie, die beleidigt war, dass sie kein eigenes Buch haben darf und nur, weil sie noch nicht lesen kann. Ich wäre da an Sophies Stelle auch beleidigt! Die Sonnenblumen stehen jetzt in einer Blumenvase auf der Sonnenterrasse und lachen mich an.
Dein Sonnenblumenkrokofil
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Ich habe heute gelesen, dass die Hälfte der Menschen in Istanbul, der größten Stadt Europas, jünger ist als 25 Jahre. Da gibt es also sehr viel mehr Kinder und Jugendliche als in den deutschen Großstädten München, Berlin, Hamburg oder Köln. In Deutschland ist schon bald jeder Dritte über 60 Jahre alt. Armin schreibt gerade ein wissenschaftliches Buch, das davon handelt, dass die Menschen in Deutschland und in vielen anderen europäischen Ländern immer älter werden, dass aber gleichzeitig immer weniger Kinder geboren werden. Daraus entstehen viele Fragen: Wer soll sich um die alten Menschen kümmern, wenn diese nicht mehr arbeiten können und gepflegt werden müssen? Diese und andere Fragen stehen im Mittelpunkt seines Buches.
Dein Wissenschaftskrokofil
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Heute waren wir auf der Welle 92,4. Das ist die Frequenz, auf der Radio Feierwerk zu empfangen ist. Hast du uns vielleicht gehört? Wir waren zu Gast in der Kindersendung von Björn und Julia. Vier Mädchen interviewten uns und stellten uns ganz viele Fragen. Faye fragte uns zum Beispiel, wie lange es gedauert hat, die Krokofil-Bücher zu schreiben. Felicitas wollte wissen, wie die Geschichte weitergeht, Hannah fragte Armin, wie er sich auf die Lesungen vorbereitet und Paula erkundigte sich nach dem Termin für die nächste Krokofillesung. Als die Sendung nach einer Stunde zu Ende war, schaute Hannah aus dem Fenster und machte eine interessante Entdeckung: "Schaut mal, da ist eine Wolke, die sieht aus wie Krokofil!" Später sind wir noch einkaufen gefahren und kamen erst am Abend wieder zurück an den Chiemsee. Jetzt genieße ich den Feierabend und höre das Abendprogramm von Radio Feierwerk.
Dein Radio-Feuerwerk-Krokofil
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Heute waren wir im Rathaus von Rimsting. Vor dem Rathaus stehen vier große Enziansträucher. Enziansträucher haben tiefblaue Blüten mit einem gelben Farbklecks in der Mitte. Sie gefielen uns so gut, dass wir zu einer Gärtnerei nach Prien fuhren und einen Enzianstrauch für kauften. Und damit der Enzianstrauch nicht ganz allein auf der Terrasse steht, haben wir noch einen Hibiskus gekauft. Der Hibiskus ist auch ein Strauch. Er hat weiß-rosafarbene Blüten, die sehr stark duften. Ich weiß gar nicht, welcher Strauch mir jetzt am Besten gefällt.
Dein Enziankrokofil
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Heute bin ich auf den Spuren von Charles Darwin gewandelt. Charles Darwin war ein Naturforscher, der die Tiere und Pflanzen studierte und anhand seiner Beobachtungen die Theorie aufstellte, dass die Menschen von den Krokodilen abstammen, ...äh, oder waren es die Affen? Ich habe dann noch Hausfinken beobachtet. Sie flogen über die Wiese vor unserem Haus und blieben immer wieder für Sekunden auf einer Stelle in der Luft stehen. Sie erinnerten mich dabei an Kolibris, die das sehr gut können. Ich glaube, die Finken haben vierblättrige Kleeblätter gesucht. Von denen gibt es hier auf unserer Wiese nämlich sehr viele. Ich lese jetzt noch weiter in meinem Darwin-Buch und überlege mir, welche Theorie ich aus meiner Beobachtung aufstellen kann.
Dein Darwinkrokofil
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Den Auftakt zum heutigen Lesevormittag in der James Krüss Grundschule in Gilching machte Katharina. Sie las allen Kindern über die Lautsprecheranlage der Schule ein Gedicht von James Krüss vor: "Henriette heißt die nette, alte kleine Bimmelbahn, Henriette, Henriette, fuhr noch nie nach einem Plan ..." Danach folgte um 8 Uhr die erste Krokofillesung. Die Erstklässler hörten Armin aufmerksam zu, als er das erste Kapitel aus "Krokofil 1 - Der Traumländer" vorlas und sie wussten sofort, wer mit einem Traumländer gemeint sein musste. "Das ist bestimmt einer, der seine Träume wahr macht!", meinte ein Junge, der sein Kuscheltier Schnüffel im Arm hielt. Auch die Zweitklässler wussten sofort, was ein Traumländer ist. Schwieriger taten sich dagegen die Dritt- und Viertklässer, aber auch sie wussten nach einiger Zeit die richtige Antwort. Mit den Erstklässlern vereinbarte Armin, dass er, wenn er sich verliest, fünfzehn statt zehn Liegestütze machen muss. Einmal verlas sich Armin und sagte Krokodil statt Krokofil. Die Kinder, die Armin dann bei den Liegestützen halfen, machten sie sogar mit einer Hand. Viele Kinder erzählten uns heute, welche Geschichten sie selbst schon geschrieben und was sie alles erlebt haben. Thomas erzählte uns, dass er selbst gerne dichtet und trug uns ein eigenes Gedicht vor. Antonia war vor einer Woche auf einer Hochzeitsfeier gewesen und erzählte uns, dass sie den Brautstrauß gefangen habe. Und Parmis erzählte uns, dass ihre Eltern aus dem Iran kommen und dass Parmis der Name einer Prinzessin ist. Miriam kam auf Krücken zur Lesung, sie hatte sich vor einigen Tagen bei einem Verkehrsunfall den Fuß gebrochen. Doch zum Glück hat sie sehr gute Freundinnen, die ihr immer beim Tragen des Schulranzens helfen. Als Armin mit den Kindern der dritten und vierten Klasse das Euro-Frage-Quiz spielte, wussten die Kinder viele Antworten auf seine Fragen. Anna, Laura, Leonhard, Tamara, Nadjeshla, Lukas und Maximilian bekamen für ihre richtigen Antworten eine Muschel geschenkt. Als alle Kinder und Lehrer wieder in ihren Klassenräumen verschwunden waren, habe ich noch in den Kinderbüchern von James Krüss gelesen. Die Bücher liegen nämlich in der Eingangshalle der Schule für alle zum Lesen aus.
Dein James-Krüss-Krokofil
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Heute sind wir im dichten Morgennebel zum Rheydter Schloss gejoggt. Das waren insgesamt zehn Kilometer. Wir sind immer die Niers entlang gelaufen. Die Niers ist ein begradigter kleiner Fluss, der von großen Pappeln gesäumt ist. Und neben dem Fluss gibt es einen schönen Sandweg, auf dem man gut spazieren gehen kann. Doch um diese Uhrzeit waren keine Spaziergänger unterwegs. Nur einige Tiere kreuzten unseren Weg. Da war ein Kaninchen, das lange vor uns her hoppelte und eine Katze, die hinter uns herlief. Und immer wieder mussten wir Schnecken ausweichen, die im dichten Morgennebel ihr Schneckenhaus spazieren führten. Sie erinnerten mich an die Autos mit den gelben Kennzeichen, die im Sommer immer mit ihren Campingwagen über die Autobahnen schleichen. Bevor wir wieder zum Haus von Armins Eltern zurückkehrten, lief uns dann noch Sonja über den Weg. Sonja ist eine gute Freundin von Armin, die sonntags immer joggt, und zwar bei Sonne, Regen oder wie heute bei Nebel.
Dein Nebelkrokofil
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Heute haben wir mit Alex einen langen Spaziergang durch Frankfurt gemacht. Alex ist ein guter Freund von Armin, der schon seit vielen Jahren in Frankfurt wohnt. Wir haben im Palmengarten gefrühstückt und sind dann zu Fuß in die Innenstadt gelaufen. "Je weiter du nach Frankfurt hinein kommst, desto weiter bist du auch schon wieder aus Frankfurt heraus!", sagte Alex und machte uns darauf aufmerksam wie klein Frankfurt in Wirklichkeit ist. Alles ist zu Fuß zu erreichen. Wir kamen an der Alten Oper vorbei, besuchten die Paulskirche und den Römer und schauten vom Eisernen Steg auf den Main. Die Paulskirche ist übrigens gar keine Kirche, sondern ein Museum und hat zwei Etagen. In der oberen Etage hängen in einem großen Saal die Fahnen von allen Bundesländern und in der unteren Etage erzählen Fotos und Texte, wie Deutschland zu dem wurde, was es heute ist. Eine interessante Geschichte, die ich dir ein anderes Mal erzähle. Für heute nur so viel: Diese Geschichte beginnt in Frankfurt.
Dein Frankfurtkrokofil
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Nachdem wir gestern den ganzen Tag auf der Adria-Fähre verbracht hatten, erreichten wir heute im Morgengrauen die Lagunenstadt Venedig. Venedig ist eine Stadt, die auf über 100 Inseln und mit über einer Millionen Eichenpfählen gebaut wurde. Sie war im Mittelalter eine der größten und mächtigsten Städte Europas. Auch heute ist sie noch Dreh- und Angelpunkt für viele Menschen aus aller Welt. Hochzeitspaare verbringen hier ihre Flitterwochen und noch mehr Touristen kommen jeden Tag in die Stadt, um sich von dem Reiz dieser Stadt auf dem Wasser verzaubern zu lassen. Wir fuhren mit einem Wassertaxi den großen Kanal (canale grande) entlang und kamen nach einer halben Stunde zum Markusplatz. Der Markusplatz ist der größte Platz Venedigs. Hier steht auch das höchste Gebäude und Wahrzeichen der Stadt: ein 100 Meter hoher Glockenturm, der Markusturm, oder auch Campanile genannt. Am Fuße des Turmes lernten wir Umberto kennen, einen älteren Mann, der uns erzählte, dass jedes Jahr an Fasching ein Seil vom Markusturm über den Markusplatz gespannt wird. Ein Seiltänzer zeigt dann auch einige Kunststücke auf dem Seil. Diese akrobatische Dabietung nennen die Venezianer: "türkischen Flug". Das zumindest erzählte uns Umberto. Als wir zu der berühmten Rialto-Brücke kamen, lernten wir Stefano kennen. Stefano ist ein Gondoliere, also einer, der im Heckschnabel seiner Gondel (auf italienisch: Gondola) Menschen durch die Kanäle der Stadt fährt. Er trug eine dunkelblaue Hose und ein blau-weiß gestreiftes Hemd und fuhr mit uns an einer der letzten Gondelwerften vorbei. Später kamen wir zu dem Haus, in dem der große Weltenfahrer Marco Polo geboren wurde und wir sahen den Palast, der der berühmten Textilfamilie Benetton gehört. Stefano war ein besonders sympathischer Gondoliere und er sprach nicht nur sehr gut Deutsch und Englisch, er sang auch sehr gut. Darüber hinaus konnte er mit seiner Gondel vorwärts- wie rückwärts fahren und umschiffte gekonnt jedes Hindernis. Als wir wieder aus der Gondel and Land stiegen, fielen mir noch die beiden silberglänzenden Flusspferdchen auf, die rechts und links vom Austieg angebracht waren. Am Abend lernten wir dann noch ein anderes Hochzeitspaar aus den USA kennen: April und William, die vor wenigen Tagen erst in Cincinnati geheiratet hatten. Ach ist das schön hier in Venedig! Wenn ich einmal heirate, dann werde ich bestimmt wiederkommen.
Dein Venedigkrokofil
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Unser heutiges Ziel waren die Meteoraklöster im Norden Griechenlands. Der Name "Meteora" bedeutet so viel wie: in der Luft schwebend. Als wir uns der griechischen Stadt Kalambaka näherten, sahen wir Klöster, die auf der Spitze hoher Felsen standen. In der Mittagshitze hatte ich den Eindruck als würden Häuser auf fliegenden Teppichen an uns vorbeiziehen. In der Nähe eines Klosters lernten wir Gregorius kennen, einen Mönch. Er trug eine schwarze Kutte, die ihm bis zu den Füßen reichte, und er hatte einen langen weißen Bart. Er erzählte uns, dass er schon seit 16 Jahren allein in einem der Kloster lebt. Er bekommt zwar immer viel Besuch von Touristen, die sein Kloster von innen sehen möchten, aber ansonsten ist er immer allein. Er schläft allein und er isst auch allein. Das wäre nichts für mich. Ich bin immer froh und glücklich, in Gesellschaft von vielen Menschen und Tieren zu sein. Am Abend fuhren wir dann noch weiter nach Korfu. Morgen werden wir mit der Fähre nach Italien übersetzen.
Dein Meteorakrokofil
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Abschied tut weh. Als wir uns heute von Aytüls Familie verabschiedeten, hatten alle Tränen in den Augen. Wir fuhren über die Bosporusbrücke und schauten noch einmal auf diese wunderschöne Stadt. An der griechisch-türkischen Grenze mussten wir unsere Pässe zeigen und ich bekam einen dicken Stempel in meinen Traumländerpass. Nach der Passkontrolle kam der Zoll. "Haben Sie etwas zu verzollen?", fragte der griechische Zollbeamte und forderte uns sofort auf, den Kofferraum zu öffnen. Als er die vielen Blusen, Schuhe und Bikinis von Aytül sah, fragte er mürrisch: "Für wen sind die denn alle bestimmt?" - "Die gehören alle meiner Frau!", antwortete Armin. "Wie - alle?", fragte der alte Mann. "Ja, alle! Sie nicht verheiratet?" Der Zollbeamte schaute noch einmal grimmig zu uns hinüber und gab dann den Weg frei. Wir fuhren weiter bis Sithonia. Sithonia ist eine Halbinsel in der Nähe von Thessaloniki. Wir badeten an einem Strand aus Muschelsand, aßen frisch gegrillten Fisch, sahen wie die Sonne im Meer verschwand und schliefen dann in einem Hotel mit Meerblick ein.
Dein Sithoniakrokofil
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Heute gab es zum Abendessen sechs verschiedene Sorten Bohnen. Es gab dicke Bohnen, grüne Bohnen, schwarze Bohnen, weiße Bohnen, Sojabohnen und Mondbohnen. Die Mondbohnen haben die Form des türkischen Halbmondes. Danach gab es frisch gegrillte Sardinen und einen gemischten Salat. Sardinen aus der Dose habe ich eigentlich nie gerne gegessen. Gegrillte Sardinen dagegen sind der Hit. Ich liebe Sardinen.
Dein Sardinenkrokofil
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Gestern Abend waren wir ziemlich abgehetzt und müde in Sile angekommen. Sile ist ein kleines Städtchen am Schwarzen Meer. Als ich dann heute Morgen aufwachte und mir die Meeresluft um die Nase wehte, waren plötzlich die Anspannung und die Aufregung der letzten Tage wie weggeblasen. Ich hatte das Gefühl, angekommen zu sein. Dieses Gefühl der inneren Balance nennen die Türken "Keyfir". Nach einem üppigen Frühstück gingen wir zum Strand und ließen uns die Sonne auf den Bauch scheinen. Später haben wir im Meer gebadet. Das Schwarze Meer schmeckt übrigens genauso salzig wie alle anderen Meere, die ich kenne. Am Abend fuhren wir zum Hafen von Sile. Boote schaukelten in den Wellen und die Fischer flickten ihre Netze oder boten ihren frisch gefangenen Fisch zum Kauf an. Ich werde mich heute noch weiter entspannen und hoffe, durch nichts und niemanden aus der Ruhe gebracht zu werden.
Dein Keyif-Krokofil
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Der Tag begann heute mit einem farbenfrohen türkischen Frühstück. Es gab rote Tomaten, grüne Gurken, weißen Schafskäse, schwarze Oliven und ein gelbes Omelett. Dazu haben wir bernsteinfarbenen Tee getrunken aus tulpenförmigen Gläsern.
Dein Frühstückskrokofil
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Heute haben wir eine Bootsfahrt auf dem Bosporus gemacht. Der Bosporus ist eine Wasserstraße zwischen zwei Meeren, dem Schwarzen Meer und dem Weißen Meer und er ist die Lebensader Istanbuls. Der Bosporus war heute so glatt wie ein Seidentuch und riesige Containerfrachter und Kreuzfahrtschiffe fuhren an uns vorbei. Von unserem kleinen Fährboot aus habe ich viele schöne und prächtige Gebäude gesehen: Da war der Topkapi-Palast, ein alter Sultanspalast, der auf einem der sieben Hügel der Stadt thront. Auch an den beiden anderen Sultanspalästen Dolmabahce und Ciraga kamen wir vorbei. An Bord unseres Schiffes wurden Sesamringe und heißer Tee angeboten, doch ich habe lieber einen cremigen Joghurt mit Puderzucker gegessen. Wir fuhren an einem Turm vorbei, der in der Mitte der Meeresstraße aus dem Wasser ragte. "Der Turm heißt Kiz Kulesi!", sagte Armin und erzählte mir, dass in dem Turm eine Prinzessin gefangen gehalten wurde. Sie blieb dort so lange im Gefängnis, bis sie eines Tages von einem Krokodil befreit wurde. Wir sahen die Galatabrücke, das Hagia Sophia, die Blaue Moschee und fuhren bis zur Bosporusbrücke, die den asiatischen mit dem europäischen Teil der Stadt verbindet. Als wir zur Anlegestelle nach Kadiköy zurückkehrten, sah ich ein Gebäude, das mich aufgrund seines barocken Baustils an den Justizpalast in München erinnerte. Armin erzählte mir, dass es ein Bahnhof sei: "Früher sind Züge von Istanbul bis nach Bagdad gefahren." Von der Dachterasse unseres Hotels schaute ich noch lange auf den Bosporus, bis die Sonne zwischen Hagia Sophia und Blauer Moschee verschwunden war. Der Bosporus sah jetzt aus wie ein schwarzer Olteppich, der sich durch die Stadt schlängelte.
Dein Bosporuskrokofil
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Heute war ein Tag, an dem alle Menschen in der Europäischen Union dazu aufgerufen waren, das Europäische Parlament zu wählen. Ich frage mich gerade, wie viele Erwachsene wissen, in welcher Stadt das Europaparlament zu Hause ist, wie viele Mitgliedsstaaten die Europäische Union hat und wie viele Schriftzeichen es in Europa gibt. Weißt du es? Stell dir einmal vor, jeder müsste zuerst diese und andere Fragen beantworten, um einen Europäischen Pass zu bekommen. Wie viele Menschen hätten dann einen solchen Pass?
Dein Europakrokofil
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Seit drei Tagen sind wir nun in Istanbul. Istanbul ist zwar nicht die Hauptstadt der Türkei, das ist Ankara, aber sie die größte Stadt Europas und eine der schönsten Städte, die ich bisher gesehen habe. Sie ist eine Traumländerstadt, denn viele Menschen kommen hierher, um ihre Träume wahr zu machen. Auch Armin ist ein solcher Traumländer. Vor 19 Jahren hat er hier seine erste große Liebe getroffen. Sie heißt Aytül. Ihr Name heißt übersetzt: verschleierter Mond. 18 Jahre haben sich die beiden nicht mehr gesehen. Doch das Schicksal wollte es, dass sie sich wiederfinden. Armin hatte ihr Foto auf Facebook gesehen und weil er sich nicht sicher war, ob es sich bei der Frau auf dem Foto um seine Aytül handelte, schrieb er ihr eine kurze Nachricht: "Bist du die Aytül, die ich kenne?" Zehn Minuten später kam die Antwort: "Armin, mein Armin, ja ich bin Aytül, deine Aytül." Eine halbe Stunde später telefonierten sie und als sie sich wiedersahen, beschlossen sie, so bald wie möglich zu heiraten. Die Hochzeit fand in einer Vollmondnacht statt, in einem Yachtclub mit Blick auf die Prinzeninseln und das Marmarameer. Es war eine richtige Traumhochzeit, so wie sie eigentlich nur im Traum vorkommen kann. Es waren viele Freunde von Aytül und Armin gekommen, es wurde viel gesungen und getanzt und es gab einen vierstöckigen Hochzeitskuchen. Mehr verrate ich nicht, sondern wünsche dir jetzt auch viel Spaß und Erfolg bei der Verwirklichung deiner Träume.
Dein Traumländerkrokofil
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Die letzten fünf Tage sind wir im Zick-Zack-Kurs durch zwölf europäische Länder gefahren. Zuerst trafen wir an der Autobahnraststätte Wien einen Jungen. Er hieß Roman, war 25 Jahre alt und wollte nach Bratislava. Bratislava heißt zu deutsch Pressburg und ist die slowakische Hauptstadt. Bratislava lag zwar nicht direkt auf unserem Weg, da Roman aber eine Schachtel Mozartkugeln dabei hatte, fuhren wir ihn Bratislava. Es sollte auf unserer Reise nicht die letzte Hauptstadt sein. Noch am gleichen Abend erreichten wir Budapest, die Hauptstadt von Ungarn. Auf einer Festungsmauer mit Blick auf die Donau trafen wir Diana. Sie war 20 Jahre alt und kam aus Chisinau, das ist die Hauptstadt der Republik Moldau. Diana erzählte uns, dass sie für ihr Studium nach Budapest gekommen ist. Am nächsten Tag ging es in die serbische Hauptstadt nach Belgrad, wo wir den 22-jährigen Duran kennen lernten. Duran erzählte uns, dass die Menschen in Serbien noch im 20. Jahrhundert leben würden. Er meinte damit die Mentalität der Leute, also wie die Menschen denken. Weiter ging es nach Sarajevo. Sarajevo ist die Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina und war vor vielen Jahren der Austragungsort der Olympischen Winterspiele. Das war 1984. In der Altstadt von Sarajevo trafen wir Arsa. Arsa ist 17 Jahre, geht noch zur Schule, aber am Wochenende jobbt sie in einer Boutique. Sie hofft, dass sie mit ihrem selbst verdienten Geld bald auf Reisen gehen kann, am Liebsten nach England oder Amerika, denn sie will noch besser Englisch sprechen können. Armin kaufte ein grünes Kissen und schenkte es mir. Wir fuhren weiter und erreichten nach einigen Stunden Mostar. Das bekannteste Bauwerk in Mostar ist eine alte Steinbrücke, die die beiden Stadtteile von Mostar über einen Fluss hinweg verbindet. Die Brücke wurde schon vor 500 Jahren gebaut, von den Türken. Vor 16 Jahren wurde sie im Krieg zerstört, aber vor wenigen Jahren ist sie wieder neu errichtet worden. In der Mitte der Brücke lernten wir einen Mann mit einem sehr langen Bart kennen. Sein Name war Imam Malik. Ein Imam ist ein sehr kluger und weiser Mann. Er kennt sich sehr gut aus mit dem Koran, das ist das heilige Buch der Muslime, und er gibt sein Wissen an die Gläubigen weiter. Imam Malik lud uns in seine Moschee ein. Der Boden der Moschee war mit grünen Teppichen ausgelegt und von der Decke hing ein großer Leuchter. Hier lernten wir auch den Muezzin der Moschee kennen. Der Muezzin ist derjenige, der auf das Minarett, einen sehr hohen spitzen Turm, steigt, um die Gläubigen zum Gebet zu rufen. Fünfmal am Tag steigt er auf seinen Turm hinauf. Für uns war der Muezzin heute ein sechstes Mal auf dem Minarett. Wir genossen den wunderschönen Blick über die Stadt und fuhren dann weiter Richtung Meer. Am Abend erreichten wir die mittelalterliche Hafenstadt Dubrovnic an der kroatischen Küste. Die Altstadt von Dubrovnic ist von einer hohen Festungsmauer umgeben und über der Festungsmauer segelten und kreischten die Vögel. Das waren Mauersegler. Wir aßen in einem Fischrestaurant gegrillte Kalamaris, sie waren in einer Oliven-Knoblauch-Soße zubereitet worden, und spazierten danach durch die verschlungenen Gänge und Gassen der Altstadt. Der nächste Tag begann mit einer Grenzüberquerung. Wir kamen nach Montenegro. Kennst du die Hauptstadt von Montenegro? Sie heißt: Podgorica und liegt mitten in den Bergen. Die Berge von Montenegro sind tief schwarz. Deshalb heißt das Land auch so: Monte Negro. Auf der Weiterfahrt nach Tirana, der Hauptstadt von Albanien, fiel mir auf, dass jedes zweite Auto in Albanien ein Mercedes ist. Kurz vor Tirana lernten wir Mirisad kennen. Mirisad ist Berufsangler, das heißt, er lebt vom Fischfang. Wenn er nicht gerade angelt, steht er an der Straße und verkauft seine frisch gefangenen Fische. Am frühen Morgen hatte er einen ganz besonderen Fang gemacht. Er hatte einen Fisch gefangen, der so groß war, dass er ihn gar nicht allein ans Land gezogen bekam. Seine Freunde halfen ihm und als sie den Fisch wiegten, wog der Fisch doch ganze 25 Kilo. Das ganze Dorf war gekommen, um den Fisch zu sehen. Nun lag der Fisch in einem der vielen bunten, mit Wasser gefüllten Plastikwannen am Straßenrand. Als wir eine Stunde später durch die Innenstadt von Tirana fuhren, wurde ich aufmerksam auf ein Gebäude, das perlmuttfarben in der Abendsonne glänzte. Als wir näher kamen, stellte ich fest, dass es eine Pyramide aus Marmor war. Kinder sausten auf dem Hosenboden die Marmorplatten hinunter. Bujar, Ahmet und Mustafa erzählten mir, dass die Pyramide vom letzten kommunistischen Herrscher erbaut worden war. Er hieß Enver Hodscha und wollte in der Pyramide wie die ägyptischen Pharaone beerdigt werden. Noch am gleichen Abend kamen wir in Pristina an, der Hauptstadt vom Kosovo. Hier lernten wir die beiden Schwestern Besmira und Alda kennen. Alda war Deutschlehrerin. Als Armin ihr von den Krokofilbüchern erzählte, war sie hellauf begeistert und bat uns, am nächsten Morgen für eine Lesung in ihre Schule zu kommen. Die Kinder in Pristina freuten sich über den unerwarteten Besuch und waren von meiner Geschichte genauso begeistert wie die Kinder in Pegnitz, Pang oder Potsdam. Weiter ging es nach Skopje, der Hauptstadt von Mazedonien. Wir lernten Kinder kennen, die uns Kaugummis verkaufen wollten, und Kinder, die uns Maulbeeren schenkten. Wir freuten uns über die Maulbeeren. Maulbeeren sind Beeren, die an einem Baum wachsen. Sie sehen so ähnlich aus wie Brombeeren und schmecken auch fast genauso. Unsere letzte Hauptstadt auf dieser Reise war Sofia, das ist die Hauptstadt von Bulgarien. Hier besuchten wir eine sehr schöne Kirche, die Alexander Newski Kathedrale, bevor wir weiter über Thessaloniki an die griechisch-türkische Grenze kamen. Hier lernten wir Ibrahim kennen, einen Türken, der schon seit 30 Jahren in Deutschland lebt. Er wohnt in Aachen und hatte die weite Strecke mit seinem VW-Bus zurückgelegt. Als er von unserem eigentlichen Reiseziel erfuhr, war er ganz von den Socken. Die Geschichte, die wir ihm erzählten, fand er so schön und ergreifend, dass er unbedingt wissen wollte, wie sie weitergeht. Worum es in dieser Geschichte geht, das verrate ich dir morgen.
Dein Krokofil auf Märchenreise
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Heute waren wir im Fernsehen. Kennst du das Regional Fernsehen Oberbayern? Das ist ein Fernsehsender, den du in Rosenheim und Umgebung empfangen kannst. Die Redakteurin und Moderatorin Franziska Bährle hatte uns angerufen, weil sie von meinen Büchern gehört hatte und von den schönen Kinderbuchlesungen, und sie lud uns in ihr Fernsehstudio ein. Armin erzählte von den Büchern, den Lesungen und davon, dass man Träume wahr machen kann. Wenn du dir das Interview einmal anschauen willst, dann gehe einmal auf die Internetseite "www.rfo.de" und gebe bei der Suchoption meinen Namen ein.
Dein Fernsehkrokofil
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Ich liebe Akazien. Ich liebe ihren Duft und ich erfreue mich an ihrem Anblick, besonders dann, wenn sie wie heute in Ravensburg in voller Blüte stehen. Die Blüten sind weiß und traubenförmig. Heute waren wir zum zweiten Mal in der Kuppelnauschule und haben den ersten und zweiten Klassen vorgelesen. Armin las wieder aus meinem ersten Buch vor und die Kinder hatten viele Ideen, was ein Traumländer ist. Auch heute verlas sich Armin und musste wieder einmal zehn Liegestützen machen. Shela, Seyid Ali, Severin und Luis halfen ihm dabei. Beim Frage-Quiz wusste Christoph besonders viel. Er kannte König Ludwig II. und er meinte, dass mit dem Land der weißen Schlösser und blauen Seen nur Bayern gemeint sein konnte. Für diese zwei richtigen Antworten bekam er von Armin einen Aufnäher mit dem bayrischen Wappen geschenkt. Christoph erzählte uns, dass sein Onkel am Chiemsee lebt. Mit ihm hat er auch schon Schloss Herrenchiemsee besucht. Als Armin die Kinder fragte, wer wohl mit Kaiser Zweispitz gemeint sein könnte, gab Philip zögerlich die Antwort: Sarkozy. Das war gar nicht so verkehrt. Schließlich hatte Armin gesagt, dass Kaiser Zweispitz ein kleiner Mann gewesen ist. Nicolas Sarkozy ist zwar nicht der Kaiser von Frankreich, aber er ist Frankreichs derzeitiger Präsident. Mit Kaiser Zweispitz hatte Armin Kaiser Napoleon gemeint. Die Kinder hatten noch viele Fragen. Sie wollten wissen, wie viele Seiten das Buch hat und wer die schönen Bilder gemalt hat. Sie fragten, wo das Buch zu kaufen ist und wie viel es kostet und wollten es am Liebsten gleich mit in den Urlaub nehmen. Denn heute beginnen in Baden-Württemberg die Pfingstferien. Viele Kinder standen am Ende noch um uns herum und Amila, Janine, Dilan, Natalie und Shela blieben noch besonders lange. "Hast du Tiere?", fragten sie Armin. "Mein bester Freund ist Krokofil!", antwortete er. Ich bekam gleich einen roten Kopf. "Gibt es bei dir zu Hause auch andere Tiere?", wollten sie noch wissen. Armin erzählte ihnen, dass er oft in der Abenddämmerung Hirsche und Rehe am Waldrand sieht und dass es in der Gegend auch Füchse und Dachse gibt. Und der Bauer nebenan hat Kühe und Schweine. Leider habe ich aber noch keinen Akazienbaum in der Umgebung gesehen. Ich werde mich genau umschauen, wenn wir wieder zu Hause sind.
Dein Akazienkrokofil
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Heute kam ein roter Bus aus Pegnitz nach Pong Wang Ting. Im Bus saßen die Krokofilamtschefin Martina Hofmann aus Pegnitz sowie die Gewinner des Krokofil-Quiz und ihre Eltern. Die Hauptgewinner waren Carina, Lukas und Jonas und den zweiten Platz hatten Alisa und Anika sowie Fabian gemacht. Sie hatten alle einen Krokofilleser-Sticker an ihren T-Shirts und waren gekommen, um die Krokofilwerkstatt zu besichtigen. Dabei wurde von den Eltern und Martina heftig fotografiert. Anschließend gingen wir mit ihnen zu der Kapelle mit der schwarzen Madonna, die ich auch auf meiner Suche nach Prinzessin Anna Lucia gesehen habe. Dort hat Armin den Kindern aus meinem zweiten Buch vorgelesen und zwar das Kapitel, das hier spielt. Weil alle von der langen Fahrt Hunger hatten, hat uns der Busfahrer dann nach Prien gefahren. Dort haben wir in einem italienischen Restaurant zu Mittag gegessen. Das Restaurant hieß Verde. Das heißt auf Deutsch: grün. Vieles im Restaurant ist grün. Es gibt grüne Untersetzer und Sitzkissen, grüne Servietten und die Tafeln an der Wand, auf denen das Menü steht, sind auch grün. Ich habe natürlich Spaghetti mit Krokofillauchpesto gegessen und eine Kräuterlimo getrunken. Danach sind wir an die Schiffsanlegestelle gefahren und sind zur Herreninsel hinübergeschippert. Dort spielt ja das Kapitel, wo ich den König der weißen Schlösser und blauen Seen aus dem Eisloch rette und zu seinem Schloss schleppe. Armin hat ein zweites Mal aus dem Buch vorgelesen und die Kinder konnten sich jetzt gut vorstellen, wo die ganze Geschichte gespielt hat, auch wenn es damals Winter war. Als wir auf das Schloss zugingen, sagte Jonas, es sei schade, dass die Springbrunnen nicht angestellt seien. Armin meinte, er solle die Augen schließen und sich ganz fest wünschen, dass die Springbrunnen lossprudeln. Als Jonas die Augen wieder öffnete, begann das Wasser in die Luft zu steigen. "Dass das funktioniert, hätte ich jetzt nicht geglaubt!", sagte er. "Wenn du ganz fest an deine Wünsche glaubst, dann werden sie auch wahr!", sagte Armin. Danach sind wir in das Schloss gegangen und haben eine Kinderschlossführung mitgemacht. Die war sehr spannend und Elisabeth, das war die Schlossführerin, war überrascht, wie viel die Kinder von dem Schloss und von König Ludwig II. wussten. Der war schon mit fünf Jahren zum König gekrönt worden und er hatte nie einen Krieg geführt, sondern seine Liebe galt der Kunst, der Musik und dem Bau von Schlössern. Dann war es Zeit, mit dem Schiff zurückzufahren, denn die Kinder hatten noch den weiten Weg zurück nach Pegnitz vor sich. Als wir auf dem Schiff saßen, verzogen sich plötzlich die Wolken, die den ganzen Tag die Berge verhüllt hatten und zum krönenden Abschluss wurde auch der Blick frei auf die Kampenwand. Die sieht ein bißchen so aus wie eine Krone. Als wir wieder nach Pong Wang Ting zurück kamen, gab es für jede richtige Antwort, die die Kinder im Laufe des Tages gegeben hatten, eine Muschel. Ich fand diesen Tag mit den Kindern und ihren Eltern und mit Martina und Sigrid ganz besonders schön und werde ihn sicherlich nie vergessen.
Dein Inselkrokofil
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Mit einem großen Korb voll Muscheln fuhren wir heute zur Grundschule Liedberg, wo wir von Peter Walter, dem Rektor der Schule, herzlich begrüßt wurden. Die Schule liegt unterhalb eines Schlosses und sie hat auch einen richtig schönen Vorleseraum mit einem Klavier. Nach der ersten Lesung stellte Armin den Kindern einige Fragen. Wer sie richtig beantwortete, bekam eine Muschel aus dem Muschelkorb. Zu den Gewinnern der ersten beiden Klassen gehörten Viktoria, Leon, Lea und Florian. Zur zweiten Lesung kamen die dritten und die vierten Klassen. Als Armin die Kinder fragte, wer ein Instrument spielen könnte, meldeten sich viele Kinder. Einige spielten auch Klavier. Aber nur Anton traute sich, uns etwas vorzuspielen. "Ich habe es selbst komponiert!", sagte er und begann zu spielen. Alle waren begeistert und klatschten ganz heftig. Armin gefiel Antons Komposition so gut, dass er ihm ein Krokofilbuch schenkte. Danach fuhren wir zur Grundschule nach Glehn, wo Herr Birkmann Rektor ist. Die beiden Lesungen fanden hier in der großen Aula der Schule statt. Die Kinder hörten sehr aufmerksam zu und sie hatten viele Ideen, was ein Traumländer ist. Sie wussten, wer König Ludwig II. gewesen war, kannten Kaiser Napoleon und Kaiserin Sissi und sie hatten auch von den Dichtern Johann Wolfgang von Goethe und von Rainer Maria Rilke gehört. Ein Junge versprach sich versehentlich und sagte statt Johann Wolfgang von Goethe Johann Faust. Faust ist Goethes bekanntestes Theaterstück. Nach der Lesung kam Henry aus der Klasse 2b zu mir und schenkte mir ein selbst geknetetes Krokofil. Und zwei Jungen aus der Klasse 3b von Herrn Gerhard kamen am Schluss noch einmal nach vorne, um uns zu sagen, wie gut ihnen die Lesung gefallen hatte. Der vierte Lesetag in den Grundschulen von Korschenbroich war zu Ende. Armin war noch mit Frau Messmann zum Mittagessen verabredet. Wir trafen uns mit ihr im Hannenstammhaus, dem heutigen Kulturamt der Stadt Korschenbroich. Das Haus gehörte früher einmal der Familie Hannen, die Altbier braute. Wenn Korschenbroich im November Krokofilstadt wird, dann muss man die Fensterläden des Kulturamtes nicht mehr neu streichen. Denn die sind schon heute grün, krokofilgrün! Wir fahren jetzt mit einem leeren Korb nach Hause, denn die Kinder von Korschenbroich hatten so viele richtige Antworten gegeben, dass wir alle Muscheln verschenkt haben.
Dein Muschelkrokofil
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Die Eltern von Armin leben in einem Schloss. Es heißt Schloss Krapohl. Das Schloss hat mehr als 50 Türen und Fenster und der Name des Schlosses bedeutet Kranichweiher. Zu diesem Haus gehört auch ein großes Flachdach, auf dem viele Gewürze wachsen. Der Schnittlauch blühte heute lilafarben und als wir zur Schule Herrenshoff fuhren, schien die Sonne. Bevor wir von Frau Grüe begrüßt wurden, lernten wir Tim kennen. Er war uns auf dem Schulhof entgegengelaufen und fragte Armin: "Bist du die Uberraschung?" Die Lesungen fanden in der Turnhalle statt und die Kinder hatten viele Ideen, was ein Traumländer sein könnte. Ein Mädchen meinte, ein Traumländer sei jemand, der von einem Land ins nächste reist, und zwar überall dorthin, wohin er gerne möchte. Ein Junge meinte, ein Traumländer würde böse Träume verjagen und ein Mädchen hatte die Idee, dass ein Traumländer seine Träume wahr macht. Die Kinder hatten nach der Lesung viele Bilder im Kopf. Viele hatten auch schon einen Mandelbaum gesehen und zwar auf ihren Reisen nach Italien, Kroatien, Griechenland, Spanien oder Zypern. Jan Luca aus der dritten Klasse wusste sehr viel. Auf die Frage, wie der Kaiser von Frankreich hieß, wusste zunächst keiner eine Antwort. Als Armin aber sagte, dass dieser Kaiser einen Hut mit zwei Spitzen hatte und dass er sehr viel kleiner als Armin war, wusste Jan Luca die richtige Antwort: Das war Kaiser Napoleon. Er hatte über Napoleon in einem Comic gelesen. Weil Jan Luca so viel wusste, bekam er von Armin ein Buch geschenkt und auch Nina und Noel bekamen ein Buch geschenkt. Sie waren nach der Lesung zu Armin gekommen und hatten ihm eine eigene Geschichte geschenkt. Sie heißt Wupsi. Beide Kinder lesen gerne und sie haben schon zehn Geschichten geschrieben. Nach den beiden Lesungen in Herrenshoff fuhren wir noch zur Schule nach Pesch. Zwei Postläufer brachten uns in den Raum, in dem die Lesungen stattfanden. Auch hier waren die Kinder ganz fasziniert von meinen Erlebnissen mit Prinzessin Anna Lucia. Als wir später wieder zum Schloss Krapohl zurückkehrten, war ich so müde, dass ich mich gleich auf das Gewürzdach in die Schnittlauchwiese legte. Du denkst jetzt sicher, das muss aber ein komisches Schloss sein, auf dem Schnittlauch wächst. Es ist nämlich kein Schloss, in dem Könige gewohnt haben, sondern es war früher eine große Weberei. Da standen 16 Webstühle, auf denen schöne Stoffe gewebt wurden. Und warum das große Haus dann Schloss Krapohl heißt? Die Freunde und Nachbarn von Armins Eltern haben es so genannt, weil es so groß ist und so viele Türen und Fenster hat wie ein richtiges Schloss.
Dein Schlosskrokofil
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Heute fuhren wir zum zweiten Lesetag nach Korschenbroich. Korschenbroich liegt zwischen Krefeld, Düsseldorf und Mönchengladbach am Niederrhein. Etwas mehr als 33.000 Kinder und Erwachsene leben dort. Im Stadtkern liegt die Andreas-Schule, benannt nach der Kirche St. Andreas, die ich sofort gesehen habe, als wir nach Korschenbroich kamen. Der dicke Backsteinkirchturm ist nicht zu übersehen. Der Rektor der Schule, Herr Wolfgang Grüe, begrüßte uns sehr freundlich und führte uns in den Kunstraum, wo die Lesungen stattfinden sollten. Auf dem Flur hingen neben dem Klassenraum der Klasse 4c Bilder vom Sauerland und vom Siegerland, vom Bergischen Land und vom Münsterland. Aber vom Land der Sonne hatten die Kinder noch nichts gehört. Armin las den Kindern aus dem ersten Kapitel meines ersten Buches vor und die Kinder hörten aufmerksam zu. In ihren Köpfen entstanden aus den Wörtern Bilder und sie hatten nach der Lesung so viele Bilder im Kopf, dass sie die ganze Schule damit hätten tapezieren können. Armin erzählte den Kindern, dass die Bilder im Kopf die wichtigsten und schönsten sind, viel schöner als die Bilder, die man im Kino oder im Fernsehen sieht. Wenn wir ins Kino gehen, dann gibt es da zwar einen großen Saal und eine große Leinwand, aber keinen Platz für die eigenen Bilder. Ich lernte heute sehr viele Kinder kennen. Da gab es eine Sarah und einen Konstantin, einen Jan und eine Janicca, einen Finn, einen Felix, einen Thilo, einen Oliver und einen Jan Philipp. Nur einen Andreas lernte ich heute nicht kennen. Aber ich bin mir fast sicher, dass der den ganzen Vormittag über uns wachte: Der Heilige Andreas.
Dein Andreaskrokofil
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Heute waren wir zu Besuch bei Familie Seidenhefter in Liebenau. Liebenau ist eine kleine Stadt in Hessen mit vielen Fachwerkhäusern. Und in Liebenau gibt es den Kai Seidenhefter und die Alexandra Seidenhefter sowie ihre beiden Töchter Eike und Etta Seidenhefter. Eike ist acht Jahre alt und geht in die dritte Klasse der Grundschule Liebenau, und Etta ist sechs Jahre alt. Sie kommt erst nach den Sommerferien in die Schule. Und dann gibt es noch Smilla, einen rotbraunen Labrador-Mischling, der mich ein bißchen an einen Fuchs erinnerte. Und dann ist da noch eine schwarze Katze. Sie heißt Hexe. Smilla und Hexe sind die besten Freunde, auch wenn eine Freundschaft zwischen einem Hund und einer Katze nicht so oft anzutreffen ist. Doch diese beiden Vierbeiner mögen sich so sehr, dass sie den ganzen Tag herumtollen und einfach nicht voneinander lassen können. Manchmal jagen sie sich so ausgelassen durch die Gärten, dass sie im Wasser landen. Denn am Ende des Gartens von Familie Seidenhefter fließt die Diemel vorbei. Die Diemel ist ein Fluß, der durch Liebenau fließt. Viele Leute fahren im Sommer auf der Diemel auch Kanu. Die Sonne schien, die Rapsfelder leuchteten gelb und bevor wir weiter nach Dortmund fuhren, habe ich noch ein Bad in der Diemel genommen.
Dein Diemelkrokofil
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Als der Handywecker heute schon um fünf Uhr läutete, hatte ich das Gefühl, gerade erst eingeschlafen zu sein. Ich drehte mich wieder auf die Seite und zog mir die Bettdecke ins Gesicht. Aber Armin kannte kein Pardon. Er kitzelte mich an den Füßen und zog mir die Bettdecke weg. Schnell stellte ich mich unter die Dusche, putzte mir die Zähne und zog mir ein sauberes Fell über die Ohren. Eine halbe Stunde später saßen wir im Auto. Wir fuhren über die Elbbrücke, schauten ein letztes Mal auf die schöne Stadt Hamburg zurück und fuhren dann auf der Autobahn weiter nach Hannover. Unser heutiges Ziel war Meinersen, eine kleine Stadt in Niedersachsen. Wir lagen gut in der Zeit, aber die vielen Baustellen auf der Bundesstraße nach Meinersen machten unser Zeitpolster bald zunichte. Mit fünf Minuten Verspätung kamen wir schließlich in der Grundschule Meinersen an, wo wir von Frau Gabi Grassold herzlich begrüßt wurden. Die Kinder und Lehrerinnen der ersten Klassen warteten bereits in der Turnhalle auf uns. Heute standen wieder vier Lesungen auf dem Programm und zu jeder Lesung kamen mehr als 100 Kinder. Alle hörten sehr gut zu und machten auch bei Armins Frage-Quiz eifrig mit. Auf die Frage, welches Land eine weiß-blaue Fahne hat, wussten Lars und Michel die richtige Antwort. Natürlich war das Bayern. Auf die Frage, welche Automarke ein weiß-blaues Emblem hat, wusste Christian die richtige Antwort: BMW. Jannik wusste gleich zwei richtige Antworten: Europa und Napoleon. Und Laurenz kannte Goethe. Das ist schließlich der bekannteste Dichter Deutschlands. Vicky, die sonst eigentlich gar nicht so viel liest, kaufte nach der Lesung sofort ein Buch von mir und Dominik mit den roten Haaren, der am Anfang der Lesung Armin sehr skeptisch angeschaut hatte, war am Ende von der Lesung richtig begeistert. "Dass eine Lesung so viel Spaß machen kann, hätte ich nicht gedacht", sagte er mir. Ich lernte heute auch Tessa und Deborah kennen. Sie halfen Vicky bei den Matheaufgaben. Und Hannah aus der vierten Klasse erzählte mir, dass das Krokodilplüschtier, das sie heute mit in die Schule gebracht hatte, nicht mehr zurück in den Speicher muss. Sie will es jetzt Krokofil nennen und es soll wieder einen Platz in der Mitte der Familie haben. Das finde ich ganz toll. Ich mache mich jetzt noch auf die Suche nach den Bäumen mit den Zuckerstangen. Die soll es nämlich dort geben, wo die Traumländer wohnen. Das zumindest behauptete ein Junge aus der dritten Klasse. Dass es in Meinersen sehr viele Traumländer gibt, daran besteht nach dem heutigen Lesetag kein Zweifel mehr.
Dein Zuckerstangenkrokofil
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Heute waren wir im Literaturhaus in Hamburg. Das Literaturhaus ist ein schönes weißes Haus an der Alster. Die Kinder, die zur Lesung kamen, saßen im Kreis um Armin herum und hörten sehr aufmerksam zu. Auch einige Erwachsene waren da. Das Ehepaar Westermann war gekommen und auch Jelena Mirkovic war da. Die hatte die Lesung schließlich organisiert. Alle hatten ihre Ohren gespitzt und bemerkten natürlich sofort, als sich Armin verlas und "Krokodil" statt "Krokofil" sagte. Für diesen Fehler musste er zehn Liegestützen machen. Die Kinder hatten viele Fragen und sie hatten auch viel zu erzählen. Nach der Lesung habe ich mich mit David und Aylin unterhalten. Sie waren mit ihrer Lehrerin gekommen und erzählten mir, dass sie beide in die vierte Klasse gehen. David wäre normalerweise noch in der dritten Klasse, aber er hat eine Klasse übersprungen, wahrscheinlich weil er so viel liest und deshalb schon alles weiß, was man in der dritten Klasse lernt. Und Aylin hat mir erzählt, dass ihre Eltern aus der Türkei kommen und sie jeden Sommer ans Schwarze Meer fährt, wo sie mit ihren Eltern Urlaub macht. Gerade hat mir Hella eine Email geschrieben. Sie schreibt, dass ihr die Lesung sehr gut gefallen hat. Während ich dir das schreibe, sitze ich in meinem Hotelzimmer. Das Hotel hat vier Gebäude: ein rotes, ein blaues, ein gelbes und ein grünes Haus. Ich habe natürlich ein Zimmer im grünen Haus bekommen. Das Zimmer geht über zwei Etagen. Von der unteren Etage geht es über eine Wendeltreppe zur oberen Etage. Ich trinke jetzt noch ein Glas Alsterwasser und werde mich dann schlafen legen, denn morgen muss ich sehr früh aufstehen. Gute Nacht!
Dein Alsterkrokofil
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Als wir heute in Korschenbroich aus dem Auto stiegen, lief ein Junge an uns vorbei. Er hatte einen Ranzen auf dem Rücken und war gerade auf dem Weg zur Schule. Als Armin den schweren Bücherkorb aus dem Auto hob, fragte der Junge neugierig: "Bist du der Schriftsteller, der uns heute etwas vorliest?" - "Ja, das bin ich! Und wer bist du?", fragte Armin. - "Ich bin der Max!" Der Junge erzählte, dass er in die zweite Klasse geht und den kürzesten Weg zur Schule kennt. Wir folgten ihm über eine kleine Holzbrücke und kamen zu einer Backsteinschule. Plötzlich war Max verschwunden und wir standen vor dem Büro der Schulleiterin. Sie hieß Frau Winkler und begrüßte uns ganz freundlich. Auch Frau Messmann, die Kulturamtschefin der Stadt Korschenbroich, freute sich, uns wieder zu sehen. Wir hatten sie im November kennen gelernt. Da hatte Armin im Kultursalon der Stadt aus einem seiner anderen Bücher gelesen: "Von fernen Ländern und Menschen". Die Krokofillesungen fanden heute in der Aula im zweiten Stock der Gutenbergschule statt. Zur ersten Lesung kamen die ersten und zweiten Klassen, danach die dritten und die vierten. Auch Max war wieder da. Er saß in der zweiten Reihe und hörte aufmerksam zu. Die Kinder in der Gutenbergschule sind alle sehr neugierig und sie wissen auch sehr viel. Tobias wusste zum Beispiel, dass die blaue Fahne mit den zwölf gelben Sternen, von denen Armin dann noch am Ende der Lesung erzählte, die Fahne der Europäischen Union ist. Und Jasmin wusste sogar, dass die Europäische Union 27 Mitgliedsländer hat. Das wissen sogar viele Erwachsene nicht. Lea und Joel wussten, dass mit dem Land der roten Schoten Ungarn gemeint ist und Max kannte die Hauptstadt von Ungarn: Budapest. Julian und Andreas meinten, dass das Land der weißen Schlösser und blauen Seen nur Bayern sein konnte und welcher König die vielen weißen Schlösser bauen ließ, wusste Jan. Natürlich war das König Ludwig II.! Jeanne kannte Don Quixote, einen Ritter, der nicht mehr alle Tassen im Schrank hat, oder wie sie selbst sagte: "der ein bißchen durch den Wind ist". Nach den beiden Krokofillesungen in der Gutenbergschule fuhren wir mit Frau Messmann in die Maternus Grundschule. Die Lesungen fanden hier in der Eingangshalle statt, was nicht ganz so toll war, weil immer wieder Kinder der anderen Klassen während der Lesung durch die Halle liefen. Aber auch mit dieser Schwierigkeit kam Armin zurecht und konnte am Ende alle Kinder und Lehrer für meine Krokofilbücher begeistern. Als wir schließlich nach fünf Stunden Lesemarathon wieder zu unserem Auto zurückgingen, freuten wir uns noch über die vielen Fragen, die uns die Kinder gestellt hatten. Auch Frau Messmann war vom ersten Lesevormittag in Korschenbroich begeistert. Es hat ihr so gut gefallen, dass sie jetzt alles dafür tun wird, damit Korschenbroich Krokofilstadt wird. Ich glaube, Frau Messmann ist auch eine Traumländerin, denn Traumländer glauben an ihre Träume und sie tun alles dafür, dass ihre Träume wahr werden. "Krokofilstadt Korschenbroich" klingt auf jeden Fall schon einmal ganz gut und ich bin gespannt, was sich Frau Messmann noch einfallen lässt, damit wir diese Namensgebung auch bald richtig feiern können.
Dein Krokofilstadtkrokofil
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Heute haben wir gesehen, wie ein Maibaum aufgerichtet wurde. Junge und alte Männer haben gemeinsam mit unglaublicher Kraft den riesigen Maibaum Stück für Stück aufgerichtet und die Frauen und die Kinder haben dabei zugesehen. Einer hat immer die Kommandos gegeben. Als er endlich stand, waren alle total erleichtert, denn die ganze Aktion war nicht nur schwierig, sie sah auch sehr gefährlich aus. Dieses Jahr gibt es viele Maikäfer. Abends rumsen sie gegen die geschlossenen Fensterscheiben und manche liegen dann hilflos auf dem Rücken und strampeln mit ihren Beinen. Dann können die Kinder sie gut auflesen, wenn sie noch einmal vor das Haus laufen. Ich werde heute Nacht unter dem Maibaum Wache schieben, damit ihn auch ja keiner stiehlt.
Dein Maibaumkrokofil
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Woher hat der Bärlauch eigentlich seinen Namen? Er sieht doch gar nicht wie ein Bär aus, er brummt nicht wie ein Bär und er ist weder braun wie ein Braunbär noch weiß wie ein Eisbär. Statt Bärlauch sollte er Krokofillauch heißen. Schließlich ist er doch krokofilgrün! Und wenn ich ihn gegessen habe, rieche ich auch ganz stark nach ihm.
Dein Bärlauchkrokofil
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Als wir heute zur Volksschule nach Oberföhring fuhren, regnete es in Strömen. Ein Schülerlotse zeigte uns, wo wir unser Auto parken konnten und nachdem wir von Frau Gerstner-Weiland herzlich begrüßt wurden, ging es auch schon los. Vier Lesungen standen heute auf dem Programm und wie an jedem Lesevormittag lernten wir auch heute viele Kinder kennen. Da war Gabriel, der bei der Sigrid Klavierunterricht hat. Und da war Julia, die sich mit König Ludwig II. ganz gut auszukennen scheint. Eine echte Europaexpertin muss Romenica sein, denn sie wusste auf alle Fragen zu Europa eine Antwort. Und Anoubia ist ein Mädchen, das sich mit Bayern sehr gut auskennt. Jasmin erzählte mir nach der Lesung, dass sie heute richtig Lust aufs Lesen bekommen hat und auch den anderen Kindern hat die Lesung sehr gut gefallen. Auf jeden Fall gibt es in Oberföhring viele Kinder, die gerne lesen und einige haben auch schon selbst Geschichten geschrieben, zum Beispiel Selina und Julia. Die beiden Mädchen wollen mir bald eine ihrer Geschichten zuschicken. Ich bin gespannt, wer alles in der Geschichte vorkommt. Ob ich auch eine Rolle darin spiele? Vielleicht spielt die Geschichte bei Sonnenschein, oder ob es darin auch so regnet wie heute in Oberföhring?
Dein Regenkrokofil
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Heute sind ganz viele Pollen an meinem Fernsehfenster vorbeigeflogen. Pollen sind die Blüten von ganz verschiedenen Bäumen. So gibt es Pollen von Pappeln, von Birken, aber auch von Gräsern. Und diese Pollen reizen manche Menschen so sehr, dass sie wie verrückt niesen müssen und dass ihnen die Augen tränen. Zum Glück habe ich keine Pollenallergie. Das liegt daran, dass ich als Krokofilbaby in einen Pollentopf gefallen bin. Das war wie eine Pollenschutzimpfung. Im Radio habe ich gerade gehört, dass es jetzt auch eine Pollenflugzentrale gibt. Die ist in Freiburg. Von dort wird jetzt immer durchgegeben, wann und wo welche Pollen fliegen. Wer gegen Birkenpollen allergisch ist, bleibt dann am Besten zu Hause, wenn er hört, dass Birkenpollen fliegen. Ich werde gleich einmal in Freiburg anrufen und mich erkundigen, welche Pollen das waren, die ich heute gesehen habe.
Dein Pollenkrokofil
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Heute war der Tag des Buches. Deshalb fuhren wir am Abend zu einer Lesung in die Jugendherberge nach Prien. Die Lehrerinnen Jutta Rogall, Elisabeth Müller und Veronika Bauereisen waren mit ihren vierten Klassen der Grundschule Berglwaldstraße eine ganze Woche lang im Chiemgau gewesen und erzählten uns am Abendbrottisch, was sie alles gesehen hatten. So waren sie im Moor und im Schwimmbad gewesen und hatten auch die beiden Inseln im Chiemsee besucht. Sie heißen: Herrenchiemsee und Frauenchiemsee. Armin las den Kindern als Gute-Nacht-Geschichte das Kapitel aus meinem zweiten Buch vor, das auf der Insel Herrenchiemsee spielt. Die Kinder waren sehr leise und hörten ganz gespannt zu. Und sie hörten so genau hin, dass sie am Ende der Lesung noch ganz viele Bilder im Kopf hatten. Sie erinnerten sich an den Kiesweg, über den ich zum Schloß gelaufen war. Sie erinnerten sich an den Spiegelsaal, die Vorhänge, das Himmelbett und an den Geheimgang. Auch wussten sie, dass mit dem König der weißen Schlösser und blauen Seen König Ludwig II. gemeint ist. Armin las ihnen auch noch andere Textpassagen vor, zum Beispiel die, wo ich den Maler Vincent van Gogh im Sonnenblumenfeld sehe, oder die, wo ich Kaiser Napoleon und Kaiserin Sissi treffe. Matthias wusste, dass der Dirigent im Schloss der schönen Brunnen Mozart war und Chiara wusste, dass das Land der roten Schoten Ungarn ist. Ein Mädchen fragte, was eine Madonna ist und ein Junge antwortete: Das ist doch eine Sängerin. Darüber haben wir alle gelacht. Am Ende sangen uns die Kinder noch ein Lied vor. Frau Bauereisen spielte dazu Akkordeon und Frau Müller spielte Gitarre. Das Lied hieß: Meine Biber haben Fieber. Als wir die Jugendherberge in der Abenddämmerung verließen, stellten die Jungen, die draußen noch im Garten spielten, fest, dass wir heute gar keine Liegestütze gemacht hatten. Das ließ sich Armin nicht zweimal sagen. Sofort forderte er die Jungen zum Wettkampf heraus und am Ende waren es zehn Jungen, die jeweils zehn Liegestütze vor der Jugendherberge machten: Niklas, Moritz, Michi, Joschi, Philip, Marko, Tobias, Matthias, Elias und Michel. Ob die auch im Lesen so sportlich sind? Auf jeden Fall haben sie mir gesagt, dass sie schon bald die lesehungrigsten Schüler von ganz Deutschland sein werden. Ich nehme sie beim Wort.
Dein Jugendherbergskrokofil
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Als ich heute aufwachte und zum Fenster hinausschaute, traute ich meinen Augen nicht. Die Wiese vor unserem Haus war ein einziges Blumenmeer, die Kirchbäume blühten rosafarben und auf der Kampenwand leuchtete noch immer weiß der Schnee. Heute habe ich einen Kuckuck gehört und erinnerte mich daran, was mir Romana einmal gesagt hat: Wenn du zum ersten Mal im Jahr den Kuckuck hörst, musst du mit deinem Geldbeutel klappern. Dann wird dir das Geld nicht ausgehen. Das habe ich dann auch gleich gemacht. Schließlich will ich mir in diesem Jahr noch einige schöne Bücher kaufen. Heute schien den ganzen Tag die Sonne und ich habe diesen wunderschönen Frühlingstag genossen und mich zwischen die gelben Löwenzahnblüten gelegt.
Dein Löwenzahnkrokofil
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Heute lag ich am grünen Strand der Alpen und schaute auf die Berge. Die Sonne schien und viele gelbe Zitronenfalter flogen um mich herum. Auch mein Freund, der Specht, ließ sich endlich wieder bei mir blicken und gab mir die schon vor langer Zeit versprochene Spechtmassage auf dem Kopf.
Dein Spechtkrokofil
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Heute besuchte Armin die Klasse von Adellys. Adellys ist die Patentochter von Armin. Sie ist sechs Jahre alt und geht in die erste Klasse der Grundschule in der Nordstraße. Die Schule ist in Rheydt und Rheydt wiederum ist ein Stadtteil von Mönchengladbach. Armin hat aus meinem ersten Buch vorgelesen und sich dummerweise auch einmal versprochen. Dafür musste er zehn Liegestütze machen. Die Kinder stellten viele interessante Fragen. Als Armin zum Ende der Stunde an das hohe Fenster ging, bekam er plötzlich ganz große Augen. Schaut mal alle raus!, rief Armin. Ich glaube, Krokofil läuft da gerade über den Schulhof. Alle Kinder sprangen von ihren Stühlen auf und stürmten an die Fenster. Aber da war kein Krokofil auf dem Schulhof. Der Schulhof war leer. Wie sollte ich auch auf dem Schulhof sein? Ich war doch inzwischen in den Köpfen der Kinder. April, April!, sagte Armin schließlich. Die Kinder waren auf Armins Aprilscherz hereingefallen.
Dein Aprilscherzkrokofil
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Das war heute ein sehr langer Tag für Armin. Fünf Lesungen und einen Vortrag hatte er zu bestreiten. Aber zum Glück hat er ja mich. Ich bin immer für ihn da, wenn er mich braucht, und ich unterstütze ihn, wo ich nur kann. Nach dem Frühstück fuhren wir zu den ersten beiden Lesungen in die Volksschule Herzoghöhe, wo wir von der Lehrerin Jutta Heim, die die Lesungen organisiert hatte, herzlich begrüßt wurden. Die Kinder saßen auf Matten in der Turnhalle und waren alle sehr aufmerksam. Luis aus der ersten Klasse wusste auf die Frage, welches Land eine blaue Fahne mit zwölf Sternen hat, dass das nur die Fahne der Europäische Union sein konnte, und Maximilian aus der zweiten Klasse wusste, dass mit dem König der weißen Schlösser und blauen Seen nur König Ludwig II. gemeint sein konnte. Beide bekamen dafür von Armin ein kleines Geschenk. Nach den beiden Lesungen fuhren wir zur Jean Paul Schule weiter, wo die Kinder ganz aufgeregt auf ihren Stühlen hin- und herrutschten. Sie hatten viele Ideen im Kopf und erzählten uns, was für sie ein Traumländer ist. Das ist einer, der durch seine Träume reitet, rief ein Mädchen. Und ein Junge sagte, dass ist bestimmt einer, der eine große Burg besitzt und von einem hohen Turm auf viele Länder hinabschauen kann. Es gab aber auch ein Kind, das meinte, dass ein Traumländer nur jemand sein kann, der seine Träume wahr macht. Wir erfuhren auch, dass es in der Jean Paul Schule viele Kinder gibt, die schon ihre Träume wahr gemacht haben. Ahnliches erlebten wir in der Janusz Korczak Schule, einer Schule zur Erziehungshilfe, wo wir ganz herzlich vom Schulleiter begrüßt wurden. Die Lesung fand im ersten Stock der Schule in einem kleinen Zimmer statt. Eine richtige Wohnzimmeratmosphäre war das dort. Die Kinder hörten ganz aufmerksam zu, als Armin ihnen aus meinen Büchern vorlas. Auch hier hatten die Kinder schon viele Träume wahr gemacht und jedes Kind bekam am Ende der Lesung von Armin ein Autogramm. 400 Kinder hatten an diesem Morgen in Bayreuth meine Bücher kennengelernt und am Abend warteten noch rund 50 Erwachsene in Coburg auf einen Vortrag von Armin. Der Vortrag fand in einem schönen großen Kinosaal statt. Das Thema des Vortrages war Rumänien. Armin zeigte viele Bilder von Kindern und Erwachsenen, denen er in Rumänien begegnet ist, und erzählte viele Geschichten über das, was er alles in diesem Land erlebt hat. Die Leute hatten in den hintersten Reihen des Saales Platz gefunden. Sie hatten wohl Angst, dass Armin sie beißt. Dabei ist es nicht Armin, der für seine bissige Art bekannt ist, sondern ein anderer Mann. Weißt du, wer das ist? Sein Name ist Graf Dracula oder wie ich ihn nenne: Graf Eckzahn. Während ich das schreibe, bemerke ich, das mein Eckzahn schmerzt. Ich werde wohl morgen zum Zahnarzt gehen müssen.
Dein Eckzahnkrokofil
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Als um 4.15 Uhr der Wecker ansprang und ich aus dem Fenster schaute, traute ich meinen Augen nicht. Obwohl es noch dunkel war, war alles hellweiß. Es hatte geschneit und um überhaupt loszukommen, mussten wir zuerst das Krokofilmobil von den Schneemassen befreien. 20 Zentimeter hoch lag der Schnee auf dem Auto. Um 5 Uhr konnten wir schließlich starten und fuhren nach Freystadt, wo wir um 8 Uhr erwartet wurden. Die Lehrerin Karin Donauer begrüßte uns ganz herzlich und dann ging es auch schon in die Turnhalle, wo die beiden Lesungen stattfanden. Zu jeder Lesung kamen 140 Kinder und Armin stand beim Lesen unter einem Basketballkorb. Es sah aus als hätte er einen Lampenschirm auf dem Kopf, und obenauf ein roter Heiligenschein. Freystadt ist eine schöne kleine Stadt in der Oberpfalz mit einer mittelalterlichen Stadtmauer und einer Wallfahrtskirche, die aussah wie eine riesige Käseglocke. Als ich die Kirche sah, bekam ich auf einmal mächtig Hunger. Inzwischen haben wir bei Mavie Schäfer, einer guten Freundin von Armin, zu Abend gegessen und ich gehe heute früher ins Bett. Ich denke noch immer an die Käseglocke von Freystadt und schlafe bestimmt gleich ein. Ob ich heute von Käse träumen werde?
Dein Käseglockenkrokofil
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Heute bin ich ganz vielen Frühlingsboten begegnet. Am Morgen wachte ich von einer Amsel auf, die das Lied vom fröhlichen Sonntag sang. Auch eine Singdrossel war in der Ferne zu hören. Später rief Hans Fink an, ein Freund von Armin aus Bogota und dann rief noch ein Pop-Star aus England an. Er heißt John Watts und ist auch ein Freund von Armin. Auf einem Feld habe ich Graugänse gesehen und an einer Hecke ragten Hunderte von roten Ruten heraus, die eigentlich Hartriegel heißen. Die Wedel des Schilfgrases wiegten sich rhythmisch im Wind als ob sie in ein Frühlingslied einstimmen würden. Ich hoffe, dass auch der Postbote morgen ein paar Postkarten mit Frühlingsgrüßen vorbeibringt. Unser Postbote verteilt immer ganz schnell die Post, damit er noch genügend Zeit hat, mein Tagebuch zu lesen.
Dein Frühlingsbotenkrokofil
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Armin geht fremd. Eine Woche lang liest er in keiner einzigen Grundschule. Stattdessen unterrichtet er an einer Universität. Die Studenten sind darüber sehr froh, denn sie lernen, wie man um die Ecke denkt. Wie das geht, willst du wissen? Das geht so: Du löst den Schal oder die Krawatte um deinen Hals, damit das Blut zu deinem Gehirn gelangt und lässt dich auf Ideen ein, die dir eigenartig oder fremd vorkommen. Das Einlassen in neue Ideen ist der erste Schritt auf dem Weg, eines Tages um die Ecke denken zu können. Gerade esse ich eine Linsensuppe und schaue auf die Abendsonne, die im Bodensee untergeht. Die Linsensuppe mit den Speck- und den Wurstwürfeln erinnert mich an die Linsensuppe, die ich einmal bei Armins Mutter gegessen habe. Ich liebe Linsensuppe.
Dein Linsensuppenkrokofil
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Wer hat dir denn diesen Floh ins Ohr gesetzt? Warum sollten Krokodile denn keine Ohren haben? Natürlich haben Krokodile Ohren und wenn du es nicht glaubst, schau besser hin. Natürlich sind meine nicht so groß wie die von Dev Patel, dem Jungen aus dem Film Slumdog Millionaire, der gerade im Kino läuft. Auch sind meine Ohren nicht so groß wie diese Segelohren von Barack Obama, dem neuen US-Präsidenten. Ich habe eben kleine Ohren. Sie sind klein, aber mein.
Dein Ohrkrokofil
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Heute waren wir an der Promenade von Weingarten. Auf der Promenade stolzierten einige aufgebrezelte Stadtleute herum, aber als wir sie fragten, wo hier die Grundschule ist, schauten sie uns ganz verwundert an. Sie schauten uns so komisch an, als hätten sie noch nie von einer Grundschule gehört. Doch plötzlich standen wir davor. Die Grundschule war nicht zu übersehen. Sie war sehr groß und von allen Seiten kamen Kinder mit ihren Schulranzen angelaufen, und in den Fenstern der Schule hingen bunte Bilder. Die Schulleiterin, Frau Behr, begrüßte uns sehr freundlich, sie hatte sogar schon Getränke und Brezeln für uns vorbereitet. Die Lesungen fanden alle im Kinderhort statt, der gleich neben der Schule ist. Zu den drei Lesungen kamen nicht nur die 270 Kinder der Schule, sondern natürlich auch die Lehrerinnen, und sogar einige Mütter. Die Kinder brachten alle ihre Stühle aus den Klassenzimmern mit und saßen dicht nebeneinander. Als Armin fragte, was wohl ein Traumländer sei, hatten sie viele Ideen: Einer, der fliegen kann, einer, der in andere Länder reist und einer, der Träume deuten kann. Und ein Junge dachte sich, dass muss jemand sein, der auch seine Träume wahr macht. Damit hatte er den Nagel auf den Kopf getroffen. Vor dem Lesen erklärte Armin die drei Regeln beim Vorlesen. Erste Regel: Alle Kinder sind still und hören zu. Zweite Regel: Armin liest laut und deutlich. Dritte Regel: Wenn Armin sich verliest und Krokodil statt Krokofil sagt, muss er zehn Liegestütze machen. Das fanden die Kinder sehr lustig, klatschten begeistert und passten ganz genau auf. Und Armin verlas sich tatsächlich bei jeder Lesung einmal und musste dann auch sofort zehn Liegestütze machen. Immer halfen ihm zwei Jungen und zwei Mädchen dabei. Nach der Lesung hatten die Kinder viele Bilder aus der Geschichte im Kopf behalten. Sie hatten wirklich ihren eigenen Film im Kopf und erzählten ganz genau alle Einzelheiten. Die älteren Kinder erfuhren noch wie ein Buch entsteht und wieviele Farben notwendig sind, um bunte Bilder zu drucken. Es sind tatsächlich nur vier: schwarz, blau, rot und gelb. Einige Kinder haben erzählt, was sie einmal werden möchten. Ihren Traum, lesen und schreiben zu können, hatten alle schon wahr gemacht. Und sie hatten viel dafür getan. Sie waren in die Schule gegangen und hatten das Lesen und das Schreiben geübt und haben jeden Tag Fortschritte gemacht. Wenn ich Tagebuch schreibe, übe ich auch, die Wörter richtig zu schreiben und lerne, mich immer besser auszudrücken. Und wenn eine Tagebuchseite gut geworden ist, dann habe ich auch wirklich einen Grund, mit stolz geschwellter Brust über die Promenade zu stolzieren.
Dein Promenadekrokofil
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Heute Morgen war ich im Weinberg. In die Jakob-Gretser-Grundschule in Markdorf gehen etwa 400 Schülerinnen und Schüler, und weil Armin in vier Lesungen jeweils 100 Kindern von mir erzählen wollte, brauchte er einen großen Raum. Der nette Hausmeister führte uns gleich zu dem Gemeinderaum der evangelischen Kirche. Die Kirche steht wirklich so richtig in den Weinbergen. In dem großen Saal stand auch ein sehr schönes Klavier, so dass Sigrid ihre helle Freude beim Spielen hatte. Zu Beginn der ersten Lesungen haben die Kinder viele Ideen gehabt, was ein Traumländer sein könnte. Zum Beispiel: Ein Traumländer träumt von vielen Ländern. Ein Traumländer ist einer, der von Menschen erfunden wird und nur im Traum existiert. Ein Traumländer träumt vom Leben, vom Lernen, er verändert die Träume oder macht sie zu Musik. Ich staune über die schönen Ideen, die die Kinder hatten. Als Armin den ersten Abschnitt gelesen hatte, hat er sich mal wieder versprochen und musste zehn Liegestütze machen. Aber jedes Mal haben ihm Jungen und Mädchen dabei geholfen. Danach haben die Kinder davon erzählt, welche Bilder von dem Märchen in ihren Köpfen geblieben sind. Da war das Bild von der Hochzeit, von mir, als ich noch ganz klein war, vom Mandelbaum, von dem Rosenstrauß auf meinem Kopf und viele andere. Aber eines fand ich toll: Fünf Kinder aus den ersten Klassen haben gesagt, sie hätten ALLE Bilder im Kopf behalten. Die haben wirklich genau zugehört! Ein Kind meinte, es hätte eine Schublade im Kopf für die vielen Bilder! Ein Mädchen aus der dritten Klasse war aus Sevilla und kannte Churros, die ich als Krokovielfraß gegessen habe. Und Flamenco und Kastagnetten kannten auch viele. Dann spielte Sigrid das Lied vom spanischen ...., und die meisten erkannten, dass das ein Gitarrenspieler war, von dem sie da auf dem Klavier erzählte. Die Kinder der dritten Klassen wussten überhaupt sehr viel, zum Beispiel, wie viele Länder die Europäische Union hat, welches Land in Deutschland eine weiß-blaue Fahne hat, welchen König ich aus dem Eisloch gerettet habe oder wie viele Farben man braucht, um ein Buch mit bunten Bildern zu drucken. Bei einer Lesung waren auch Zeitungsleute dabei, so dass ich morgen sicher etwas über unsere Lesungen in der Zeitung finde. Ich stecke gern morgens meine Nase in die Zeitung, weil ich immer das Neueste aus aller Welt wissen will.
Dein Zeitungskrokofil
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Willst du eine Seele?, fragte mich heute Frau Voswinkel, eine Lehrerin der Grundschule in Fischbach. Wie bitte?, fragte ich verdutzt zurück. Willst du eine Seele? Wir haben Seelen mit Käse und Seelen mit Schinken. Als sie mir den Korb mit den belegten Broten zeigte, nickte ich. Ich hatte ja keine Ahnung, dass Stangenbrote hier am Bodensee Seelen heißen. Für die beiden Lesungen bekamen wir von den Erst- und Zweitklässlern sowie von den Dritt-, Viert- und Fünftklässlern großen Applaus. Die Kinder waren begeistert von meiner Geschichte und erzählten uns, was sie sich unter einem Traumländer vorstellten. Ein Mädchen sagte, dass ein Traumländer sicherlich jemand ist, der viel reist und nach seinem Traumhaus sucht. Und ein Junge meinte, dass das sicherlich jemand ist, der Träume vorhersagen kann. Nach der Lesung kamen Shania, Leonie, Pascal und Anna aus der Klasse 3 c von Herrn Kraft noch zu mir und erzählten, dass sie in der Lese AG auch schon eigene Geschichten geschrieben haben. Eine Geschichte heißt: Die Geisterstadt. Und eine andere Geschichte heißt: Das Glück der Hunde. In dieser Geschichte geht es um zwei Hunde, die von ihrem Herrchen ausgesetzt werden und eine Zeitlang auf einem Schrottplatz leben bis sie sich entschließen, fortzugehen, um die Welt kennen zu lernen. Ich glaube, sie haben das richtig gemacht. Wenn einer schon so seelenlos ist und einen verstößt, sollte man alles tun, um seine eigene Seele zu retten.
Dein Seelenkrokofil
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Ich bin ein Traumgänger, meinte Daniel heute nach der Lesung in der Albert Merglen Grundschule in Friedrichshafen. Daniel will nämlich Archäologe werden und in Agypten nach meinen krokofilen Vorfahren suchen. Ein anderer Junge erzählte von einem Traumfänger, der über seinem Bett hängt. Ein Traumfänger ist ein Ring, über den ein Netz gespannt ist. Das Netz ist dafür da, die bösen Träume einzufangen. Dass ein Traumländer seine Träume wahr macht, wussten schon einige Kinder. Jonas ist ein solcher Traumländer, denn er hat schon früh davon geträumt, einmal Klavier spielen zu können. Und dass er das jetzt kann, hat er uns gezeigt. Dafür mussten wir ihn aber alle kräftig anfeuern. Die Schulleiterin Frau Fakner und ihre Kolleginnen waren sehr glücklich, dass wir heute in ihre Schule gekommen sind und wir werden sicherlich einmal wiederkommen. Auch in die Schule in Schnetzenhausen werden wir gerne zurückkommen. Die Kinder hörten Armin sehr aufmerksam zu und hatten viele Ideen, was ein Traumländer ist. Ein Junge sagte, dass ein Traumländer jemand ist, der fliegen kann, und erzählte uns, dass er selbst einmal Pilot werden will. Und Hanna erlebte heute einen ganz besonderen Tag, heute war ihr Geburtstag. Alle Kinder sangen für sie ein Lied und ließen sie hochleben. Am Nachmittag sind wir dann noch nach Meersburg ans schwäbische Meer gefahren. Wir waren in dem roten Turmzimmer, wo die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff gewohnt und von wo aus sie über den Bodensee geschaut hat. Nur schemenhaft war die andere Seite des Sees zu sehen und weil ich so müde war, fielen mir auf einmal meine Augen zu. Ich träumte von Traumländern, Traumgängern und Traumfängern und wachte erst wieder auf, als es draußen schon dunkel zu werden begann.
Dein Krokofil, ein Traumgänger, ein Traumfänger und ein Traumländer
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Heute hat es den ganzen Tag geregnet. Unser erstes Ziel war die Kuppelnauschule in Ravensburg, wo wir von Herrn Bruder, das ist der Rektor dieser Schule, herzlich begrüßt wurden. Als wir die Aula betraten, saßen die Kinder schon auf ihren Stühlen, und als Armin dann vor ihnen stand, musterten sie ihn von oben bis unten. Vielleicht hatten sie ja noch nie einen Autor gesehen. Auch die Lehrer waren ganz gespannt und hörten Armin aufmerksam zu. Die Kinder hatten viele Ideen, was ein Traumländer ist und sie hatten auch schon einige ihrer Träume wahr gemacht. Ein Mädchen erzählte, dass sie so lange an ihrem Traum festgehalten hat, ein Meerschweinchen zu bekommen, bis dieser Traum schließlich in Erfüllung ging. Sie hat auch viel dafür getan. Sie hat ihrer Mutter und ihrem Vater geholfen und war auch immer fleißig in der Schule. Ein Junge hat nun ein Haus in Kroatien. Was er dafür getan hat, hat er uns aber nicht verraten. Auf jeden Fall fährt er jetzt in jedem Urlaub dorthin. Ubrigens ist Kroatien noch nicht Mitglied der Europäischen Union. Armin zeigte den Kindern den Sternenvorhang und erzählte ihnen, dass der Sternenbanner der Europäischen Union aus nur zwölf Sterne besteht. Die zwölf Sterne stehen aber nicht für die Zahl der Länder, die es in der Europäischen Union gibt. Denn dann gäbe es ja nur 12 Länder. Tatsächlich sind es aber 27 Länder, die nun zur EU gehören. Auch die Türkei ist noch nicht Mitglied der Europäsichen Union, dafür gab es aber ganz viele türkische Mädchen und Jungen, die an den Lesungen in der Ludwig Dürr Schule teilnahmen. Auch hier hatten die Kinder viele Ideen, was ein Traumländer ist und sie hatten nach den Lesungen noch so viele Fragen an Armin, dass sie noch lange um ihn herum standen: Hast du Kinder? Bist du verheiratet? Warum hast du ein Kinderbuch geschrieben? Armin erzählte es ihnen. Als wir nach draußen gingen, regnete es noch immer. Ich hoffe, morgen scheint wieder die Sonne.
Dein Regenkrokofil
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Noch gestern habe ich vom Frühling geträumt und plötzlich war er da. Vielleicht lag es ja daran, dass ich den ganzen Tag über ein Gedicht von Eduard Mörike aufgesagt habe. Die erste Strophe ging so: Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte, süße, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land. Heute sind wir noch mit dem Auto bis zum Bodensee gefahren, und als wir ausstiegen, roch ich den Duft der Veilchen, und von fern war ein Harfenton zu hören.
Dein Krokofil mit Frühlingsgefühlen
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Heute habe ich ein Sonnenschneebad genommen. Das ging so: Ich habe mich in den Schnee gelegt und gesonnt und darauf gewartet, dass der Schnee unter mir schmilzt. Jetzt ist der Schnee geschmolzen, die Sonne untergegangen, und die Berge glühen in einem kräftigen Abendrot. Ich zähle nun noch die Bergspitzen, die ich von meinem Fernsehsessel aus sehen kann, und freue mich schon darauf, im Frühling auf der grünen Wiese zu liegen. Viele grüne Grüße.
Dein Abendrotkrokofil
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Das war heute eine wirkliche Sternstunde für mich. Ich durfte nämlich länger aufbleiben, um den Kometen mit dem grünen Schweif zu sehen. Zum Glück war der Himmel klar und die Sterne leuchteten. Ich schaute angestrengt in den Himmel und dann plötzlich war er da. Eine grüne Scheibe mit einem giftgrünen Schweif tauchte hinter einer Wolke auf und war für Sekunden zu sehen. Schade, dass der Komet dann wieder hinter einer Wolke verschwand, aber ich war froh, ihn wenigstens kurz gesehen zu haben. Jetzt weiß ich auch, in welche Richtung mein Leben gehen wird. Ich folge einfach der Richtung des grünen Kometen.
Dein Kometenkrokofil
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Als wir heute im Taxi zum Bahnhof fuhren, sah ich ein Schild mit der Aufschrift: Drei-Kaiser-Bäder. Ich wunderte mich darüber, denn ich war gar keinem Kaiser begegnet und fragte den Taxifahrer, ob es hier nun drei Kaiser gäbe, die in einem Bad sitzen oder ob ein Kaiser der stolze Besitzer von drei Bädern sei. Der Taxifahrer wusste das auch nicht. Ich glaube, wenn ich wieder einmal nach Usedom komme, werde ich mich gleich auf die Suche nach den drei Bädern und den drei Kaisern machen.
Dein Kaiserkrokofil
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Heute bin ich ganz früh an den Strand gelaufen. Ich war neugierig, ob der Strand wirklich so weiß ist wie er im Hotelprospekt beschrieben wird. Ich wurde nicht enttäuscht. Der Strand war sogar weißer als ich vermutet hatte. Er war schneeweiß! Ich lief über Muschelbänke, die unter meinen Füßen knirschten, den Strand entlang und hielt immer wieder an, um dem Meer zu lauschen. Welchen Klang hat eigentlich das Meer? Ich glaube, das Meer ist mehrstimmig. Das Meer rauscht, blubbert und klappert. Das Klappern kam von den Eisschollen, die von den Wellen an den Strand gespült wurden. Sie hatten viele verschiedene Größen und Formen. Eine Eisscholle sah aus wie ein Fernglas, eine andere erinnerte mich an eine Prinzessinnenkrone und es gab auch eine Eisscholle, die ich den Rest des Tages als eisigen Armreif um mein Armgelenk trug. Als ich zur Ahlbecker Seebrücke kam, begegnete ich einigen Kindern, die ihre Gesichter bemalt hatten. Sie balancierten auf den Eisschollen herum und schleckten dabei ein Eis am Stiel. Ein Mädchen hieß Kim und wollte unbedingt mein Buch lesen, von dem ich ihr erzählte. Und ein Junge hieß Laurence und hatte sich eine Krake ins Gesicht malen lassen. Ich werde mich jetzt ein wenig kostümieren, denn wir wollen heute noch auf eine Faschingsparty gehen. Vielleicht gehe ich als Schneemann oder als Wassermann. Das entscheidet das Wetter.
Dein Faschingskrokofil
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Ich habe noch nie so lange in einem Zug gesessen wie heute. Zwölf Stunden dauerte die Fahrt vom Chiemsee bis an die Ostseeküste. Den ganzen Tag schneite es und der Weg vom Süden bis hoch in den Norden war mit einer Schneedecke überzogen. Ich habe heute acht Rehe, vier Wildschweine, zwei Füchse und einen Mäusebussard gesehen. Auf einem zugefrorenen See saßen ganz viele Enten und Gänse und warteten darauf, dass das Eis schmilzt. Als wir schon fast die Ostseeküste erreicht hatten, ging es über eine Klappbrücke auf die Insel Usedom. Hier werden wir die nächsten zwei Tage bleiben. Am Sonntag geht es dann wieder zurück in den Süden.
Dein Reisekrokofil
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Als wir heute Morgen nach Grünwald gefahren sind, stand die Wintersonne ganz schüchtern hinter den kahlen Bäumen an der Autobahn. Die Martin-Kneidl-Schule sieht gar nicht so riesig aus. Aber es sind 500 Kinder, die dort in die Schule gehen. Zu Beginn der ersten drei Lesungen haben die Kinder viele Ideen gehabt, was ein Traumländer sein könnte. Zum Beispiel: Ein Traumländer träumt von Sachen, von Menschen und von Tieren, die es hier auf unserer Erde gar nicht gibt. Oder ein Traumländer geht dann in Wirklichkeit dorthin, wovon er geträumt hat. Die Kinder in der vierten Lesung wussten aber gleich Bescheid, dass ein Traumländer einer ist, der seine Träume wahr macht. Nach der Lesung haben die Schüler sehr viele Bilder im Kopf behalten, und einige Schüler sagten, dass sie viel lieber ein Buch selbst lesen als den Film dazu zu sehen. Die eigenen Bilder sind schöner als jeder Film. Armin musste nach jeder Lesung zehn Liegestütze machen. Dabei haben ihm immer sechs bis acht Kinder geholfen. Victor hat die Liegestütze auf seinen Fäusten gemacht. Bevor Sigrid auf dem Klavier gespielt hat, hat Armin den Kindern die Aufgabe gestellt aufzupassen, von was für einem Musiker das Stück erzählt. Alle wussten gleich: das klingt ja wie eine Gitarre, also heißt das Stück: Der spanische Gitarrenspieler. Ein Junge aus der zweiten Klasse meinte, das könne aber auch ein Harfenspieler gewesen sein. Da hat er völlig Recht! Er kennt den Klang, weil seine Mutter Harfe spielt. Heute hatte Armin Muscheln dabei, die er den Kindern gab, die besonders schwierige Fragen beantworten konnten. Ich habe nicht schlecht gestaunt, was die Grünwalder Kinder alles wussten. Valentin wusste, dass die Europäische Union jetzt 27 Mitglieder hat, andere haben König Ludwig II oder Napoleon im zweiten Buch erkannt. Und die meisten Kinder spielen ein Instrument, singen oder tanzen. Und sie lesen gern und viel. Niko hat mit seinem Diktiergerät eine Lesung aufgenommen. Nun kann er sich alles noch einmal heute Abend im Bett anhören. Ich hätte gern, dass Grünwald auch Krokofilstadt wird wie Pegnitz. Der Name würde doch schon mal gut passen.
Dein Grünwald-Krokofil
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Heute haben wir einen Ausflug in die Schneeberge gemacht. Armin musste nach der vielen Arbeit auf andere Gedanken kommen und ich brauchte einfach nur frische Luft und Bewegung. Wir sind einen Höhenweg entlang gelaufen und kamen nach einer Stunde zur Dandlberg Alm oberhalb von Nussdorf. Der Inn lag wie ein silbernes Band im Tal und wir setzten uns bei Sonnenschein auf die Terasse eines Wirtshauses, von wo wir ins Inntal schauen konnten. Alles um uns herum war schneeweiß. Der Schnee war 30 Zentimeter hoch und er fühlte sich an wie Hagelzucker aus dem Eisfach. Bevor wir wieder zum Auto zurückgegangen sind, hat Armin eine ungarische Gulaschsuppe und einen Schweizer Wurstsalat gegessen und zum Nachtisch einen österreichischen Kaiserschmarrn. Dazu hat er einen Russn getrunken, das ist Bier mit Limonade. Ich habe Wiener Würstchen gegessen und ein Brot mit Hagelzucker und als Nachtisch habe ich einen frisch gebrochenen Eiszapfen geluscht.
Dein Hagelzuckerkrokofil
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Dass grün schlau macht, das wissen jetzt auch die Kinder der Grundschule Martinsried. Heute haben wir dort für alle Kinder gelesen, die nicht krank waren. Leider mussten viele zu Hause bleiben und das Bett hüten, weil sie sich erkältet oder einen dieser Grippeviren eingefangen hatten. Die Kinder hörten wieder sehr interessiert zu und Armin gab alles und zeigte den Kindern wie viel Spaß ihm das Lesen und auch das Vorlesen macht. Als wir gerade gehen wollten, trafen wir vor dem Lehrerzimmer Lena und Cim, die sich beide in der Pause verletzt hatten und mit einem Pflaster verarztet werden mussten. Sie erzählten uns, wie gut ihnen die Lesung gefallen hatte und dass sie auch gerne schreiben und malen. Und als wir dann über den Pausenhof zu unserem Auto gingen, kam Dominik aus der dritten Klasse noch einmal zu uns gelaufen und zeigte uns sein grünes T-Shirt. Grün macht schlau, rief er laut und lachte dabei über beide Ohren.
Dein Krokofil in Martinsried
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Heute waren wir Gast an der Verbandsgrundschule in Karlsfeld. Vier Lesungen standen auf dem Programm und fast 400 Kinder lernten an diesem Vormittag meine Geschichten kennen. Anna kannte meine Bücher bereits und Bibiana gefiel sehr gut, dass sich Armin beim Lesen nicht ins Buch vergrub, sondern vor den Kindern stand und beim Lesen immer wieder in die Augen seiner Zuhörer schaute. Außerdem gefiel ihr, dass Armin so betont und deutlich sprach und damit alle in seinen Bann zog. Giorgio war beeindruckt von Armins Größe, auch wenn er jetzt vom vielen Hochschauen Nackenschmerzen hat. Und ich war glücklich, dass ich heute so viele neue Freunde kennenlernen durfte. Am Nachmittag war Armin so müde und erschöpft, dass er gleich zu Sotiris ging. Der ist Grieche, professioneller Masseur und hat Armin einmal richtig durchgeknetet. Jetzt fühlt sich Armin wieder topfit und seine Rückenschmerzen sind auch wie weggeblasen. Ich hoffe, dass ich auch jemanden finde, der mich massiert, wenn ich einmal ausgelaugt und verspannt bin.
Dein Massage-Krokofil
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Auch in Gräfelfing gibt es viele Traumländer. Das habe ich heute erfahren. Die Rektorin Frau Wesseley empfing uns ganz herzlich und die Korektorin Frau Baran-Lander erzählte uns von ihren Träumen. Auch die Kinder wussten schon, was ein Traumländer ist. Das ist jemand, der die Träume bringt, sagte ein Junge und ein Mädchen sagte: Das ist einer, der seine Träume wahr macht. Juliette erinnerte sich, dass wir schon einmal in der Bücherei in Gräfelfing waren und einige Kinder kannten schon mein Märchen. Es gab einige Traumländer, die ihrem Traum, Klavier zu spielen, sehr nahe gekommen sind und uns etwas auf dem Klavier vorspielten: Maya, Lukas, Leandra und Rosanna kamen nach vorne an den Flügel. Auch Jack will einen seiner Träume wahr machen. Bei der Lesung erinnerte er sich an einen Traum, den er vor ein paar Wochen hatte. Er will Schriftsteller werden und wird jetzt so schnell es geht ein eigenes Buch schreiben. Ich wünsche allen Kindern, dass sie ihre Träume wahr machen und Traumländer werden. Traumländer bist du nicht von Geburt an, Traumländer wirst du nur dann, wenn du an deine Träume glaubst und sie wahr machst. Jeder, auch du, kann zum Traumländer werden. Ganz bestimmt!
Dein Traumländer-Krokofil
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Heute sind wir zu einer weiteren Gewinnerlesung nach München gefahren. Lisa geht in die Phorms-Schule, das ist eine Schule, in der sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch unterrichtet wird. Lisa ist die Kleinste und die Jüngste ihrer Klasse, aber sie malt die größten und schönsten Bilder. Das Bild, das sie für den Malwettbewerb gemalt hat, hat einen Preis bekommen und wurde von der Jury unter die zwanzig schönsten Bilder gewählt. Armin las den Kindern heute aus meinem zweiten Buch vor: Krokofil - Das Karussell der Farben und die Kinder hörten ihm aufmerksam zu. Sie machten auch mit, als Armin ihnen Fragen stellte, beispielsweise welches Land eine blaue Fahne mit zwölf Sternen hat? Oder: in welchem Land das erste Kapitel in meinem zweiten Buch spielt? Für jede richtige Antwort verschenkte Armin eine Muschel, die er extra aus Kolumbien mitgebracht hat. Lisa bekam von Armin einen Ammoniten. Den hatte sie sich gewünscht, als sie in meinem Tagebuch gelesen hatte, dass wir in Villa de Leyva, einer Stadt in Kolumbien, Ammoniten gefunden haben. Sie schrieb uns gleich eine Email, die wir in Kolumbien lasen. Lisa ist eine begeisterte Krokofiltagebuchleserin und meine Bücher hat sie auch beide schon gelesen. Zusammen mit ihrer Mutter hat Lisa ein silbernes, aus Zement gegossenes Krokofil gemacht und es Armin geschenkt. Er sich über dieses originelle Geschenk sehr gefreut. Auch Linus hat Armin etwas geschenkt. Die Lesung hat ihm so gut gefallen, dass er sich noch lange und sehr nett bei uns bedankt hat. Am Ende hat er Armin einen selbst gebastelten Papiervogel geschenkt. Der Vogel erinnert mich ein wenig an Marlon V., den König der Möwen, und er erinnert mich daran, wie schön es ist, immer wieder wegzugehen und wiederzukommen.
Dein Zementkrokofil
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Heute sind wir bei unserem Spaziergang durch den Schnee vielen Tieren begegnet. Mir ist aufgefallen, dass viele Tiere in Bayern aus dem Ausland kommen. Wir trafen indische Laufenten und einen spanischen Stier. Ein Bauer züchtete belgische Riesen, das sind weiße Stallhasen mit schwarzen Augen, Ohren und Pfoten. Auf einer Wiese standen schottische Hochlandrinder und arabische Pferde und ich erinnerte mich an einen Bauernhof, auf dem es auch peruanische Lamas gibt. Als wir zu unserem Haus zurückkehrten, wachte vor der Tür des Nachbarn ein ungarischer Hirtenhund und eine persische Katze lief uns über den Weg.
Dein Krokofil vom Nil
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Reise, um davon zu erzählen! Ich reise sehr gerne, aber nach fünf Wochen Reisen habe ich genug erlebt und freue mich, wieder nach Hause zu kommen. Heute sind wir von Bogota nach New York geflogen. Als wir auf dem Flughafen J.F. Kennedy in einem Warteraum saßen, sah ich im Fernsehen die Amtseinführung des neuen US-Präsidenten. Ich glaube, Barack Obama ist auch ein Traumländer. Er ist einer, der sich immer wieder sagt: Ja, ich kann das! Ich schaffe das! Von dem Bürgerrechtler Martin Luther King stammt der Satz: I have a dream. Aber Barack Obama hat nicht nur einen Traum, er will auch alles dafür tun, dass seine Träume wahr werden, auch wenn es manchmal ganz aussichtlos scheint. Es wäre gut, wenn es mehr Traumländer auf dieser Welt gäbe. Wie sang der Musiker John Lennon vor vielen Jahren: Vielleicht bin ich ein Träumer, aber ich bin nicht der Einzige. Ja, lasst uns alle Traumländer werden und unsere Träume wahr machen!
Dein Traumländerkrokofil
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War das ein schöner Geburtstag! Armin ist heute 41 Jahre alt geworden. Mit den ersten Sonnenstrahlen standen wir auf. Es hatte aufgehört zu regnen und die Vögel flogen zwitschernd durch den Garten der Hacienda, in der wir übernachtet hatten. Die Luft war warm und klar. Ich stellte mich auf den Balkon und schaute zu den schneebedeckten Bergen hinüber, die jenseits der Stadt Armenia in der Sonne leuchteten. Armin war zum Swimmingpool gegangen, um einige Bahnen zu schwimmen. Eine halbe Stunde später trafen wir uns am Frühstückstisch. Es gab Milchkaffee, frisch gepressten Mandarinensaft und Arepas mit Käse und Rührei. Lass uns heute in den Kaffeepark gehen!, sagte Armin. In dem Kaffeepark ist zu sehen, wie Kaffeepflanzen angebaut, wie die Kaffeebohnen gepflückt und wie sie weiterverarbeitet werden. Als ich an den Sträuchern die roten Kaffeebohnen entdeckte, musste ich gleich eine probieren. Die Schale schmeckte wie die Schale einer Zuckererbse. Nachdem wir uns alles angeschaut hatten, fragte ich: Und was machen wir jetzt? Lass uns nach Pereira fahren!, sagte Armin. Ich wusste zwar nicht, was es dort zu sehen gibt, aber das Geburtstagskind bestimmt, was gemacht wird. Auf dem Weg nach Pereira kamen wir in einen kleinen Ort, wo wir einen Jungen nach dem Weg fragten. Er saß auf einem Fahrrad und war gleich bereit, vor uns her zu fahren und uns den Weg zu zeigen. Zuerst ging es eine steil ansteigende Straße hinauf und wir folgten ihm mit unserem Jeep. Als wir oben angekommen waren, ging es ebenso steil wieder bergab, danach wieder einen Hügel hinauf und wieder hinunter. Die Straßen erinnerten mich an die Straßen von San Francisco, die wellenförmig auf und ab steigen. Als wir das Ende der Stadt erreichten, blieb der Junge mit seinem Fahrrad am Straßenrand stehen. Wie heißt Du?, fragte Armin den Jungen und gab ihm eine von seinen Mangostinos. Die Mangostinos werden nur in dieser Gegend angebaut und von Straßenverkäufern überall angeboten. Ich heiße Gary!, sagte der Junge und sah Armin mit traurigen Augen an. Gary war auffallend klein, aber er war viel älter als er aussah. Er war schon 20 Jahre alt und doch hatte er noch nie eine Mangostino gegessen. Was hast du heute vor?, fragte Armin. Gary hatte gar nichts vor, ihm knurrte nur der Magen. Er erzählte, dass er ohne seine Mutter aufgewachsen war. Seine Mutter hatte sich eines Tages auf und davon gemacht, er war damals erst 8 Jahre alt, und er hatte sie seither nie wieder gesehen. Er hatte einige Jahre bei seiner Großmutter gelebt, aber die war inzwischen gestorben. Seitdem wohnte er auf der Straße und zeigte Fremden den Weg aus der Stadt, in der Hoffnung, dafür etwas zum Essen zu bekommen. Hast du Lust, mit uns nach Pereira zu fahren?, fragte Armin und erzählte ihm, dass er Geburtstag habe. Lass uns dort zusammen essen gehen! Garys Augen leuchteten. Er überlegte nicht lange und sprang zu uns ins Auto. Wir fuhren durch Kaffeeplantagen und sahen Kühe, die Kaffeebohnen von den Sträuchern abfraßen. Die geben sicherlich beim Melken Milchkaffee, sagte Armin. Gary fand das komisch und lachte schallend. Wir fuhren immer höher in die Berge hinauf bis wir schließlich auf 3000 Meter Höhe in Pereira ankamen. Am Marktplatz entdeckte Armin ein schönes Restaurant und wir setzten uns so, dass wir über den Ort auf die Berge sehen konnten. Wir aßen eine Suppe, danach Fisch, Fleisch, Bohnen und Salat. Alles schmeckte wunderbar und wir fühlten uns richtig gut. Das Einzige, was bei der Geburtstagsfeier fehlte, war Musik. Da kamen drei Männer über den Marktplatz gelaufen. Sie hatten Musikinstrumente bei sich. Armin lief ihnen nach und fragte sie, ob sie für ihn spielen würden. Sie vereinbarten einen Preis mit Armin und folgten ihm zum Restaurant. Dort spielten und sangen sie und bald schon sangen auch die Leute im Restaurant mit. Das hätte endlos so weitergehen können, so schön war das. Bevor es dunkel wurde, fuhren wir zu einem noch höher gelegenen Ort mit einem Wasserfall, der mich ein bißchen an die Schweiz erinnerte. Der Unterschied war, dass es hier Palmen gab. Die Sonne ging unter, Nebel stieg auf und legte wie ein Schleier um die Palmen. Wir fuhren wieder zu dem Ort zurück, wo wir Gary getroffen hatten und ließen ihn an der Stelle aussteigen, wo sein Fahrrad stand. Als wir uns von Gary verabschiedeten, gab er Armin eine kleine Schachtel als Geburtstagsgeschenk, stieg auf sein Fahrrad und fuhr winkend weg. Wir schauten ihm noch lange nach, bis er hinter der letzten Bergkuppe verschwunden war. Als Armin die Schachtel öffnete, lag darin ein großer blauer Schmetterling. So einen schönen Schmetterling habe ich noch nie gesehen.
Dein Schmetterlingskrokofil
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Heute wurden wir schon um 6.30 Uhr vom Chauffeur der deutschen Schule in Bogota abgeholt und zum Colegio Andino in den Norden der Stadt gefahren. Die Schule ist sehr modern und sehr groß, das Gelände, auf dem die Schule steht, ist so groß wie zehn Fußballfelder. Um 7.20 Uhr begann die erste Lesung in diesem Jahr. Zuvor wurden wir vom stellvertretenden Schulleiter Herrn Stephan Wölbert und dem Direktor der Primarschule Herrn Jürgen Blaer herzlich begrüßt. Die Lesungen für die ersten und zweiten Klassen sowie für die dritten und vierten Klassen fanden in der krokofilgrünen Bibliothek der Schule statt. In der Bibliothek gibt es eine Lesemaus. Sie heißt Miguelito, benannt nach dem bedeutendsten Schriftsteller der spanischsprachigen Welt: Miguel Cervantes. Er schrieb das Buch Don Quijote de la Mancha. Ich bin dieser Person auch schon begegnet, wie du vielleicht in meinem ersten Buch gelesen hast. Nur heißt diese Person da nicht Don Quijote, sondern Ritter Klappergestell. Alle Kinder der Schule tragen Schuluniformen, die mir sehr gut gefallen haben, und viele von ihnen sprechen fließend Spanisch und Deutsch, zumindest die Kinder der D-Klassen. Die Lesungen kamen bei den Kindern sehr gut an und die Kinder hatten nach der Lesung auch noch viele Bilder im Kopf. Viele Kinder haben auch schon einen Mandelbaum gesehen und ein Mädchen hatte sogar eine Pausendose voller Mandeln mit dabei. Als wir uns noch die schöne Aula der Schule anschauten, traf ich einen Jungen mit einem Krokofilschulranzen und die Krokofilaufkleber, die ich den Kindern mitgebracht hatte, klebten schon auf einigen Schulbussen und Fahrrädern. Als wir mit Herrn Wölbert und Herrn Blaer in der Schulmensa saßen und zu Mittag aßen, kamen Antonia und Titiana, zwei Mädchen aus der dritten Klasse, zu uns. Sie hatten einen Brief für Armin und mich geschrieben und darin ihre Ideen niedergeschrieben, wie die Geschichte weitergehen könnte. Sie wollen mir auch bald eine Email schreiben. Die Lehrerin Frau Rodriquez werde ich wahrscheinlich schon im Sommer wiedersehen, denn im Juni will sie mit ihrer Klasse an den Chiemsee kommen. Ich habe sie gleich eingeladen, mich in meiner Krokofilwerkstatt zu besuchen. Ich freue mich, wenn wir so den Kontakt zum Colegio Andino aufrecht erhalten können.
Dein Andinokrokofil
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Heute war unser letzter Tag am Meer, was ich sehr schade fand. Ich liebe das Meer, ich liebe das Salz auf meiner Haut und ich liebe es, wenn mir die Meeresbrise um die Nase weht. Es ist unfassbar, was das Meer aus einem macht. Ich fühle mich plötzlich wie neugeboren. Das Meer ist wie eine Tankstelle für die Seele. Als wir heute sehr früh zum Strand kamen, war der Strand noch menschenleer. Aber je später es wurde, desto mehr Leute kamen. Sie legten sich unter Sonnenschirme und immer wieder kamen Leute vorbei, die etwas verkauften. Es gab Männer und Frauen, die verkauften Halsketten, Armbänder und Ohrringe. Andere verkauften Sonnenbrillen, T-Shirts und Hüte. Eine Frau bot Massagen an und wieder eine andere Frau verkaufte Früchte. Sie hatte die Früchte in einer Schale, die sie auf dem Kopf balancierte. Viele Eisverkäufer kamen mit Kühlboxen oder mit einem Eiswagen den Strand entlang gelaufen. Nachdem wir zu Mittag Fisch gegessen hatten, machten wir uns wieder auf den Weg ins Landesinnere. Nach kurzer Zeit wurde ich aufmerksam auf einen Friedhof, auf dem die Gräber alle weiß gestrichen waren. Er hieß Jardin de Paz, was übersetzt heißt: Friedensgarten. Ich finde das einen schönen Namen für einen Friedhof. Als wir weiterfuhren, tauchte plötzlich vor uns am Straßenrand ein Fahrradfahrer mit Anhänger auf. Biblioteca mobile, las ich auf dem Anhänger, eine Bibliothek auf einem fahrbaren Untersatz. Wir hielten an und erkundigten uns, wohin der Mann fuhr. Er erzählte uns, dass er Bibliothekar sei und von Schule zu Schule fährt, um Kindern aus Büchern vorzulesen. Armins Gesicht strahlte und er erzählte ihm von unseren Lesereisen in Deutschland. Wir fuhren weiter durch eine hügelige Landschaft und kamen dann wieder durch eine flachere Weidelandschaft. Plötzlich tauchte vor uns ein zotteliges Tier auf der Straße auf. Armin bremste und hätte das Tier beinahe überfahren, wäre er ihm nicht noch im letzten Augenblick ausgewichen. Das zottelige Tier mit dem buschigen Schwanz und den kleinen Augen und Ohren war ein Ameisenbär. Das ist aber noch einmal gut gegangen!, sagte Armin erleichtert. Du musst ein bißchen besser aufpassen! Bevor du die Straße überquerst, musst du zuerst nach links und dann nach rechts schauen. Der Ameisenbär wusste, dass er nicht gut genug aufgepasst hatte und entschuldigte sich, er sei nur seiner feinen Nase gefolgt. Sie hatte ihm den Weg zu einem Ameisenhügel auf der anderen Seite der Straße gewiesen. Als wir so dastanden kam ein Mann mit Früchten die Straße entlang gelaufen. Er verkaufte Früchte, die ich noch nie zuvor gesehen hatte. Eine Frucht sah aus wie eine Birne und roch wie eine Blume. Sie hieß Pomarosa. Wir aßen eine ganze Tüte Pomarosa, verabschiedeten uns und fuhren dann weiter. Als wir schließlich in Maganque ankamen, wurde es schon dunkel. Am Flussufer saß ein Fährmann. Wir wollen auf die andere Seite des Flusses!, sagte Armin. Da müsst ihr morgen wiederkommen!, sagte der Fährmann und erklärte uns, dass die Fähre nur dreimal am Tag über den Fluss fahre und die letzte wäre gerade abgefahren. Wir waren müde von dem langen Tag und suchten ein Hotel in der Stadt. Jetzt schaue ich durch das Hotelfenster mit Gitterstangen aus gedrechseltem Holz und beobachte eine Gruppe von Jungen beim Fußballspielen. Sie haben keine Fußballschuhe an. Sie spielen mit nackten Füßen auf einem Betonboden. Eigentlich würde ich jetzt gerne schlafen, aber draußen ist die Musik in der Kneipe gegenüber immer noch so laut, dass ich einfach nicht einschlafen kann. Deshalb denke ich darüber nach, wo unser Ameisenbär wohl jetzt steckt? Wie viele Bienenvölker hat er wohl heute noch in Aufruhr gebracht? Wie viele Bienenstöcke wird er heute verwüstet und wie viele Ameisenstaaten wird er zerstört haben? Wie viel Honig wird er dabei geschleckt haben?
Dein Ameisenbärkrokofil
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Eisschrank Deutschland. Während es in Deutschland nachts bis minus 26 Grad kalt ist, sind die Nächte hier in Cartagena an der Karibikküste lauschig und warm. Ich sitze auf einer Parkbank und esse ein Eis. In der Mitte des palmenumsäumten Platzes steht ein Reiterdenkmal zu Ehren von Simon Bolivar. Männer verkaufen Cafe Tinto, schwarzen Kaffee, den sie in Thermoskannen bei sich führen, Bauchladen-Verkäufer bieten Zigarren, Kaugummis und Lutscher an und Eisverkäufer schieben ihren Eiswagen vor sich her. Heute habe ich so viele Fruchtsäfte getrunken, dass ich jetzt Bauchschmerzen habe. Ich habe alle Fruchtsäfte getrunken, die ich in einer Bar hier in Cartagena bestellen konnte. Das waren insgesamt 18. Ich habe sie in der Reihenfolge getrunken, in der sie handschriftlich auf einer Tafel standen. Einige Früchte schmecken besser, wenn du sie mit Milch trinkst, andere solltest du nur mit Wasser trinken. Begonnen habe ich mit Banano (Bananensaft). Danach habe ich Borojo probiert, das ist eine tropische Frucht vom Amazonas, die eine aphrodisische Wirkung hat. Du solltest diesen Fruchtsaft nur trinken, wenn du deinen liebsten Freund oder deine liebste Freundin bei dir hast. Curuba ist eine etwas säuerliche Frucht, die aber zusammen mit Milchschaum ausgezeichnet schmeckt. Guanabana (Stachelanone) ist mittlerweile meine Lieblingsfrucht geworden. Ich kann eigentlich nicht genug davon bekommen. Danach habe ich Guayaba mit Eis getrunken, das ist Guavensaft. Die Guave schmeckt wie eine Mischung aus Birne und Erdbeere. Besonders empfehlen kann ich Limon, Limonensaft mit Milchschaum und Eis. Lulo ist eine Frucht, deren Schale aussieht wie eine Orange, deren Fruchtfleisch aber grün ist. Lulosaft habe ich zum ersten Mal hier in Kolumbien getrunken und kann ihn nur empfehlen. Was ich auch sehr liebe ist Mangosaft und Maracuyasaft, Melonensaft und den Saft der Naranja (Orangensaft). Was äußerst erfrischend schmeckt ist Nispero (Mispelsaft). Mispeln habe ich in Spanien immer vom Baum gegessen. Papaya solltest du nie mit Milch trinken, sonst bekommst du Bauchschmerzen und Durchfall. Auch Pina (Ananassaft) liebe ich sowie Remolocha und Tamarindo, Tomate de Arbol (Baumtomate) und Zapote. Ich könnte es hier in Cartagena noch länger aushalten, aber leider werden wir morgen weiterfahren.
Dein Fruchtsaftkrokofil
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Cartagena de Indias ist eine Stadt mit zwei Gesichtern. Tagsüber wirkt die Stadt eher ruhig und verschlafen. Die Leute gehen im Schatten der Kolonialgebäude oder unter den ausladenden Blumenbalkonen langsam und gemächlich durch die Straßen, trinken eisgekühlte Fruchtsäfte und essen Arepas oder Empanadas. Das sind Teigtaschen mit Huhn, Käse oder einem anderen Inhalt. Von 14 bis 16 Uhr, wenn die Hitze die Stadt im Schwitzkasten hat, ist die Stadt wie ausgestorben. Die Leute sind dann zu Hause und machen Siesta. Erst um 18 Uhr, wenn die große gelb-blau-rote Fahne Kolumbiens hoch über der Festungsanlage San Felipe eingeholt ist und der Trompetenspieler ein letztes Mal die Nationalhymne gespielt hat, erwacht die Stadt aus ihrem Schlaf. Ein angenehmer Abendwind weht dann durch die engen Gassen und verjagt die schwüle Hitze, die die Stadt den Tag über im Griff hatte. Ich liebe die Karibik, Cartagena und hoffe, dass wir noch länger bleiben.
Dein Karibikkrokofil
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Eigentlich wollten wir heute den Nationalpark Tayrona besuchen, aber die Autoschlange am Eingang zum Nationalpark war so lang, dass wir beschlossen, nach Taganga weiter zu fahren. Auf der Fahrt dorthin kamen wir zu einer Weggabelung. Welcher Weg war der richtige? Wir wussten es nicht. Da entdeckte ich einen Adler, der auf einem Holzpfosten saß. Er hatte seine Flügel weit ausgebreitet, um sie in der Sonne zu trocknen und sah dabei aus wie der Adler im Deutschen Bundestag. Als ich ihn fragte, wie wir nach Taganga kommen, verließ er seinen Sonnenplatz und zeigte uns den Weg. Taganga ist ein keiner Ort an der Karibikküste mit einem schönen weißen Strand. Wir badeten im Meer und aßen danach in einem Restaurant zu Mittag. Zuerst habe ich eine Portion Ceviche bestellt, ein Cocktail aus Krabben, Tintenfisch und einer Soße aus Ketchup, Limonen und Zwiebeln. Danach gab es noch ganz frische Austern, einen gebratenen Fisch und zum Nachtisch aßen wir eine Wassermelone. Armin wollte weiter und so fuhren wir am Nachmittag über Barranquilla nach Cartagena, einer Stadt, von der es heißt, sie sei die Perle der Karibik. Ich bin gespannt wie die Stadt morgen auf mich wirkt.
Dein Perlenkrokofil
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Wer hat die Kokosnuss, wer hat die Kokosnuss, wer hat die Kokosnuss ... Im Morgengrauen war der Bungalow noch eine Insel der Ruhe. Das änderte sich, als ich von einem dumpfen Knall geweckt wurde. Schnell fand ich heraus, dass es nur eine Kokosnuss gewesen war, die von einer der Kokosnusspalmen neben unserem Bungalow auf das Flachdach gefallen war. Heute sind wir einen palmengesäumten Sandstrand entlang gelaufen und blickten von einem erhöhten Felssprung auf die Weite des Meeres. Ich verspürte eine tiefe Freude und ein unbeschreibliches Glücksgefühl. Du bist der beste Freund, den ich habe!, sagte ich zu Armin. Er lächelte und seine Augen leuchteten. Siehst Du unsere Fußspuren im Sand?, fragte er und zeigte auf den Sandstrand. Wir haben schon einen langen Weg hinter uns gebracht!, fügte er hinzu. Ich schaute den Strand entlang und stellte fest, dass am Ende des Weges nur die Fußspuren von Armin im Sand zu sehen waren. Ich machte ihn auf meine Beobachtung aufmerksam. Armin beruhigte mich: Dort, wo du nur meine Fußspuren im Sand siehst, da habe ich dich auf meinen Schultern getragen. Eine gute Freundschaft macht aus, dass man für den anderen da ist, wenn der auf Hilfe angewiesen ist. Als wir zu unserem Strandbungalow zurückkamen, stellte Armin fest, dass seine Beine von Moskitostichen übersät waren. Mehr als 200 Moskitostiche habe ich gezählt. Da wir kein Insektenspray dabei hatten, zündete ich ein Feuer aus Kuhdung an. Das soll Moskitos vertreiben, hatte ich in einem Buch von Gabriel Garcia Marquez gelesen. Hoffentlich werden wir jetzt in Ruhe schlafen können.
Dein Anti-Moskito-Krokofil
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Unser Hotel lag direkt an der Karibikküste, keine hundert Meter vom Meer entfernt. Die Nacht hatte nur für wenig Abkühlung gesorgt und ohne Klimaanlage hätte ich wohl auch kein Auge zu gemacht. Heute wachte ich von einem seltsamen Geräusch auf. Es kam aus der Ecke meines Zimmers, aber ich konnte lange nicht herausfinden, was es war. Schließlich entdeckte ich eine kleine hellgrüne Echse. Es war ein Gecko. Ich hatte nicht gewusst, dass Geckos solche Geräusche machen können. Inzwischen schien das Licht des Meeres durch das Fenster herein und leuchtete auf den frisch gekalkten Wänden. Ich lief unter Mango- und Guavenbäume zum Meer hinunter, lief den langen Sandstrand entlang und beobachtete die Tiere am Strand und im Meer. Eine Gruppe brauner Pelikane segelte mit weit ausgebreiteten Flügeln dicht über die Wellen und hielt nach Fischen Ausschau. Eine zweite Pelikangruppe hatte sich auf eine andere Jagdform spezialisiert. Diese Pelikane ließen sich aus zehn bis zwanzig Metern im Sturzflug senkrecht auf die Wasseroberfläche herabfallen. Hoch am Himmel zogen Fregattvögel ihre Kreise und Strandläufer suchten mit ihrem langen löffelförmigen Schnabel nach Würmern und kleineren Krebstieren. Auch ich bekam langsam Hunger. Als ich zum Hotel zurückkehrte, war der Sand inzwischen so aufgeheizt, dass ich das Gefühl hatte, über glühende Kohlen zu laufen. Wir beschlossen, den Nachmittag nicht am Strand zu verbringen und stattdessen in die Stadt zu fahren. Wir besichtigten die Kathedrale von Santa Marta und fuhren zur Quinta de San Pedro de Alejandrino, dem ehemaligen Anwesen von Simon Bolivar, der hier vor fast 180 Jahren starb. Ich entdeckte Kakteen, die auf den Dächern des Hauses und auf den Bäumen wuchsen und ich war beeindruckt von dem weißen Mausoleum, das zu Ehren des Freiheitskämpfers in die Parkanlage hinein gebaut worden war. Wir fuhren die Karibikküste weiter in Richtung Osten. Jetzt ist es schon wieder Nacht und ich freue mich auf den morgigen Strandtag. Ich bin ja mal gespannt, was ich dann alles entdecke.
Dein Strandkrokofil
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Heute wachte ich von dem ohrenbetäubenden Geschrei eines Esels auf. Wir waren gestern Abend noch spät auf einer Ranch in El Burro angekommen und wie der Name El Burro schon verrät (El Burro heißt übersetzt: Der Esel) gibt es hier eben auch Esel. Der Esel, der mich aus dem Schlaf riss, stand genau unter meinem Schlafzimmerfenster und schrie so laut, als wollte er sich die Kehle aus dem Hals schreien. Da er nicht aufhörte zu schreien, stand ich schließlich auf und machte einen Spaziergang durch die nähere Umgebung. Von den Bäumen hingen seltsame Fäden herunter, Pflanzengebilde, die sahen aus wie die Rauschebärte alter Männer. Ich wurde aufmerksam auf ein Leguanpäarchen, das sich in der Krone eines Baumes zankte und dabei einen ganz schönen Radau machte. Ich kam an einem Zuckerrohrfeld vorbei und sah Männern dabei zu, wie sie die Zuckerrohre schnitten und sie anschließend auf die Esel luden. Das Zuckerrohrfeld erinnerte mich an die Maisfelder, wie es sie auch in Deutschland gibt. Ich folgte den vollbeladenen Eseln zu einer Zuckermühle, in der die Zuckerrohre weiterverarbeitet werden. Als ich zur Ranch zurückkehrte, wartete Armin schon mit dem Frühstück auf mich. Es gab Rührei und Reis und den Saft einer Frucht, die Tomate de Arbol heißt. Die Frucht sieht aus wie eine Tomate, wächst aber an einem Baum und schmeckt wie eine Orange. Wir fuhren weiter und kamen nach Aracataca, wo wir das Geburtshaus von Gabriel Garcia Marquez besuchten. Gabriel Garcia Marquez, auch kurz Gabo genannt, ist der bekannteste Schriftsteller Kolumbiens, der für seinen Roman Hundert Jahre Einsamkeit 1982 den Nobelpreis für Literatur erhielt, die größte Auszeichnung, die ein Schriftsteller bekommen kann. Das Geburtshaus von ihm wird gerade renoviert und ist ab März für die Allgemeinheit geöffnet. Wir hatten Glück und konnten das Haus und den schönen Innenhof schon heute besichtigen. In der Mitte des Hofes steht ein riesiger, 200 Jahre alter Baum, der mit seinem ausladenden Blätterdach auch in dem bekannten Roman Hundert Jahre Einsamkeit beschrieben ist. Da es in Aracataca unerträglich heiß war, liefen wir von einer Bar zur nächsten und versuchten unseren Durst mit verschiedensten Fruchtsäften zu löschen. Jetzt waren auch nur noch wenige Leute auf der Straße zu sehen. Während die Frauen irgendwo im Haus Siesta hielten, wiegten sich die Männer in ihrem Schaukelstuhl in den Schlaf oder lagen in ihrer Hängematte. In einer Bar begegnete ich einem Kogui-Indianer. Er hatte ein sehr spitzes Gesicht und pechschwarze Haare. Auf dem Kopf trug er einen Panamahut, ein weißer Hut mit schwarzer Krempe. Ich spielte mit ihm eine Runde Billiard, bevor wir weiterfuhren. Als wir vor Sonnenuntergang die Karibikküste erreichten, glitzerte das Meer perlmuttfarben und der Himmel hatte die Farbe eines Amethysten angenommen. Ich lief zum Strand und sprang ins Meer. Ich dachte an den Tag zurück, an dem ich das erste Mal in Berührung mit Meerwasser gekommen war, und genoss das Salz auf meiner Haut.
Dein Zucker- und Salzkrokofil
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Heute wachte ich erst gegen Mittag auf. Ich schaute hoch zur Kassettendecke unseres Zimmers und hörte aus der Ferne den bekannten Bolero Besame Mucho. Als ich aus dem Fenster schaute, sah ich einen Mann, der im weiten Innenhof unseres Hotels für die Hotelgäste auf seiner Gitarre spielte. Heute gab es zum Frühstück Sancocho, eine Suppe aus Huhn, Kartoffeln, Maniok und Erbsen, die hier traditionell am Neujahrstag gegessen wird, um nach einer durchzechten Nacht wieder auf die Beine zu kommen. Ich hatte keinen Kater, denn ich hatte keinen Alkohol getrunken, und freute mich auf den ersten Guanabana-Milchshake im Neuen Jahr. Ich bin schon richtig süchtig nach diesem leckeren Fruchtsaft. Danach machten wir uns auf den Weg in Richtung Karibikküste. Wir kamen an vielen Feuerwerkspuppen vorbei, die zum Teil noch immer nicht niedergebrannt waren und vor sich hin schwelten, ließen die Hochebene hinter uns und kamen in eine weite Tiefebene. Viele Leute waren auf den Straßen unterwegs. Zu dritt oder sogar zu viert saßen sie auf Motorrädern und auch die Autos waren rappelvoll. In einem Auto saßen vorne vier Leute, auf der Rückbank noch einmal sechs oder sieben und aus dem Kofferraum hingen noch einmal drei Beinpaare. Wohin wollen die denn nur alle?, fragte ich laut. Sie sind auf dem Weg zu den Flüssen des Landes!,sagte Armin. Sie wollen das Neue Jahr mit einem reinigenden Bad beginnen. Die Idee gefiel mir und ich wollte auch zum Neujahrsschwimmen an einen Fluss.
Dein Neujahrsschwimmerkrokofil
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Ein so schönes Silvester wie heute habe ich schon lange nicht mehr erlebt. Nachdem Armin allein Joggen war, fuhren wir weiter durch das Hochland von Kolumbien. Mir gefiel der Canyon von Chicamocha, der mich an den Gran Canyon in den USA erinnerte. Zuerst sahen wir ihn von oben aus, dann führte die Straße durch die Schlucht am Fluß entlang. Ein heißer Wind fegte durch das Tal und die riesengroßen Finger der Kakteen bewegten sich im Wind wie die Tentakeln einer Krake. Ich habe natürlich gleich an Zara del Mar gedacht. Am Abend erreichten wir Giron, eine alte Kolonialstadt in der Nähe von Bucuramanga. Wir aßen in einem schönen Restaurant zu Abend und blickten dabei über den Marktplatz auf die weiße Kirche, die krokofilgrün angestrahlt war. Die Türen der Kirche waren weit geöffnet und aus dem Inneren der Kirche hörten wir Chorgesänge. Pünktlich zum Mitternachtsläuten füllte sich der malvenfarbene Himmel mit leuchtenden Raketen und es begann das Fest der Feuerwerkskörper. Stoffpuppen, die an Straßenecken aufgestellt und mit Feuerwerkskörpern vollgestopft waren, wurden angezündet und brannten - symbolisch für das alte Jahr - nieder. Und neben uns aßen die Leute ihre abgezählten zwölf grünen und blauen Trauben. Jede Traube steht für einen Traum, der sich im neuen Jahr erfüllen soll. Das Feuerwerk dauerte eine halbe Stunde. Danach war alles ungewöhnlich ruhig. Nur vereinzelt liefen noch Leute um die Häuserblocks, mit vollbeladenen Koffern. Was soll denn das?, fragte ich. Die Leute hoffen auf eine lange Reise, antwortete Armin. Sollte das alles gewesen sein? Ich war ein wenig enttäuscht, als von einer Straßenecke das Wummern von Bässen zu hören war. Wir gingen der Musik nach und kamen zu einem Straßenfest. Leute tanzten zum Rhythmus der Musik und nachdem wir ihnen einige Minuten zugeschaut hatten, taten wir es ihnen nach. Nach einer Weile sprach uns ein Mann an. Er hieß Hector und lud uns ein, an der Familienfeier teilzunehmen. Er stellte uns über die Lautsprecher vor und wir mussten ganz viele Hände schütteln. Die Familie von Hector umfasste 60 Männer und Frauen sowie ganz viele Kinder. Wir sangen und tanzten und Armin machte beim Tanzen gar keine schlechte Figur. Ich weiß nicht, ob es an dem Alkohol lag, den man ihm ständig nachschenkte oder an den schönen Frauen, mit denen er tanzte. Auf jeden Fall tanzte er ganz unbefangen, leichtfüßig und frei und kam noch mehr in Schwung, als ein warmer Nieselregen einsetzte. Ich wäre um drei Uhr schon umgefallen, wenn es dann nicht noch etwas zu essen gegeben hätte: Pincho y Mazorca, ein mit Reis und Kirchererbsen gefüllter Schweinebraten. Wir tanzten bis in die frühen Morgenstunden Salsa und Merenge und kamen ins Gespräch mit einigen Kindern, die noch aufgeblieben waren. Luisa, Evelyn, Sergio und Kevin, alle acht bis zwölf Jahre alt, wollten unbedingt wissen, ob die Münzen in Deutschland genauso aussehen wie die Münzen in Kolumbien. Kostet eine Tüte Chips in Deutschland genauso viel wie hier?, wollte Luisa wissen. Was machen die Kinder an Silvester? Tanzen sie auch auf der Straße? Als wir wieder zu unserem Hotel zurückgingen, versprachen wir ihnen, sobald wir ausgeschlafen waren, mit einigen Münzen aus Deutschland wiederzukommen. Der Regen hatte inzwischen aufgehört. Verschwitzt und müde, aber glücklich über diesen Jahresbeginn fielen wir in unsere Betten.
Dein Regentanzkrokofil
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Heute hat sich Armin ernsthafte Sorgen um mich gemacht. Als wir losfuhren, sind wir vor der Ausfahrt unseres Hotels beinahe mit einem gelben Lastwagen zusammengestoßen. Später schlichen wir hinter einem gelben Taxi die kurvenreiche Straße in die Berge hinauf. Mir fiel auf, dass alle Autokennzeichen hier in Kolumbien gelb sind. Die Straßen haben einen gelben Mittelstreifen und auch die Verkehrsschilder sind gelb. Bevor wir nach San Gil kamen, einem Paradies für Extremsportliebhaber, kamen wir über eine Brücke, die ein gelbes Geländer hatte. Wir kauften in einer gelb gestrichenen Markthalle ein, aßen reife Bananen und Mangostreifen aus der Tüte, die bekanntlich auch gelb sind, und besuchten den Stadtpark El Gallineral, in dem es ganz viele gelbblühende Bäume und Sträucher gibt. Auf dem Eingangstor saß ein Papagei mit einer gelben Brust und krächste laut vor sich hin. Als wir uns ihm näherten, rief er aufgeregt: A donde vas? A donde vas? Wohin willst du? Wohin willst du? Dies wiederholte er immer wieder. Von San Gil ging es auf einer sehr schmalen und unbefestigten Straße nach Barichara. Barichara ist eine sehr schöner Ort im Kolonialstil, deren weißgetünchte Häuser in der untergehenden Sonne gelblich schimmerten. Als wir die steile Straße zur Kirche Santa Barbara hinaufliefen, kam uns ein Junge mit einem gelben T-Shirt entgegengelaufen. Er lief seinem Ball hinterher. Natürlich war auch der gelb. Gerade sind wir in einem gelben Bungalow in der Nähe von Curiti angekommen. Mir ist heiß und ich habe Kopfschmerzen. Hoffentlich habe ich nicht Gelbfieber. Aus dem Fenster sehe die gelbe Sichel des Mondes. Ich hoffe, ich sehe morgen wieder normal. Wenn du die Sonnenbrille abnimmst, bevor du ins Bett gehst, sagte Armin, dann wird morgen alles wieder gut.
Dein Sonnenbrillen-Krokofil
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Da wir unser in Bogota begonnenes Sportprogramm auch auf unserer Reise fortsetzen wollten, ging es nach dem Aufstehen auch gleich zum Joggen. Die Landschaft rund um Villa de Leyva erinnerte Armin an die Toskana. Die Toskana ist bekanntlich in Italien. Als wir auf einer Bergkuppe in ein Tal hinunterschauten, meinte Armin, dass ihn die zerklüfteten Felsen an die Felsenlandschaft von Kappadokien erinnere. Kappadokien ist in der Türkei. Und als wir nach eineinhalb Stunden wieder auf dem großen Platz von Villa de Leyva standen, meinte Armin, dass die Berge hinter der Kirche wie die Berge um Quito aussehen. Quito ist die Hauptstadt Ecuadors. Anschließend schwammen wir in einem kristallklaren, azurblauen See. Auch dieses Mal fiel Armin etwas ein, was er vor Jahren erlebt hatte. Er hatte in der Nähe des Kilimanscharos, des größten Berges Afrikas, in einem ähnlich schönen See gebadet. Zum Frühstück tranken wir heißen Kakao und aßen Pan de Yuca, eine Art Croissant aus Mehl, Käse und Maniok. Danach gab es noch Bocadillos. Bocadillos gibt es auch in Spanien, sagte Armin. Doch die Bocadillos in Spanien sind Stangenbrote, die mit Käse und Schinken belegt sind. In Kolumbien sind Bocadillos aus Frischkäse und getrockneten Guavenscheiben. Ich liebe Bocadillos.
Dein Bocadillokrokofil
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Bevor wir heute zu unserer Reise aufgebrochen sind, sagte mir ein Freund von Armin: Die Welt ist wie ein großes Buch. Die, die nicht reisen, lesen nur die erste Seite. Die, die reisen, lesen das ganze Buch. Wir starteten früh am Morgen zu unserer zweiwöchigen Reise in Richtung Norden und kamen am frühen Nachmittag in Villa de Leyva an, einer sehr schönen kolonialen Stadt im Herzen Kolumbiens. Die Häuser der Stadt sind alle weiß getüncht, haben kutschengrüne Holzbalkone und bräunliche Ziegeldächer. In der Mitte der Stadt gibt es einen großen Platz und eine Kirche mit einem sehr massigen Turm. Als wir über das Kopfsteinpflaster des Platzes gingen, entdeckte ich ganz viele versteinerte Tiere in den Steinen. Das sind Fossilien, sagte Armin und erklärte mir anhand eines Ammoniten wie diese ausgestorbenen Tiere, die im Wasser lebten, in die Steine gekommen sind. Früher, das war vor mehr als 250 Millionen Jahren, war an dieser Stelle das Meer, erklärte Armin. Als das Meer aufhörte Meer zu sein, verwesten viele dieser Tiere nicht. Stattdessen wurden sie in luftdichten Gesteinsablagerungen konserviert und sind deshalb heute noch als Abdrucke zu bewundern. Ich frage mich manchmal, was aus mir wird, wenn ich einmal nicht mehr bin. Vielleicht werde ich eines Tages wie Cronosaurus, den wir am Nachmittag noch in einem Museum besichtigten, als versteinertes Krokodil irgendwo ausgestellt.
Dein Steinkrokofil
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Heute besuchten wir das ehemalige Anwesen von Simon Bolivar. Es liegt unterhalb von Monserrate und hat einen wunderschönen Garten mit einem dicken Mammutbaum und vielen anderen Bäumen, Sträuchern und Blumen. Als wir den Garten betraten, entdeckte ich einen Kollibri, der um einen Strauch mit roten Blüten flog. Im Garten des Hauses gab es natürlich eine Statue von Simon Bolivar und ich habe beschlossen, von heute an alle Büsten und Statuen zu zählen, die ich von Simon Bolivar auf meiner Reise durch Kolumbien entdecke. Ich bin gespannt, wieviele es am Ende der Reise sein werden. Heute waren es auf jeden Fall schon einmal zwei.
Dein Simon-Bolivar-Krokofil
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Heute war ein richtiger Dufttag. Als ich heute Morgen aufwachte, wehte ein süßlicher Duft in mein Zimmer herein. Er kam aus der Küche, wo gerade frisches Brot gebacken wurde. Ich trat auf den Balkon. Die Wäsche flatterte im Wind und die Blumen auf dem Balkon verströmten einen betörenden Duft. Später besuchten wir den Botanischen Garten von Bogota und ich roch an den Blüten der Orchideen, Magnolien und Hibiskusse. Am Abend machten wir dann noch einen Spaziergang durch den Stadtpark, benannt nach dem großen Volkshelden und Befreier Kolumbiens Simon Bolivar. In dem Park gibt es übrigens ganz viele Eukalyptusbäume. Ich liebe den Duft der Eukalyptusbäume.
Dein Eukalyptuskrokofil
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Heute haben wir eine sehr alte Frau besucht. Sie heißt Ana Maria, ist 87 Jahre alt und sie ist so kurz wie ihre Arme lang sind. Als junges Mädchen war ihre Körpergröße 161 cm, doch im Laufe ihres Lebens ist sie geschrumpft. Jetzt misst sie nur noch 147 Zentimeter. Sie wohnt im Norden von Bogota und es hieß, sie mache die beste heiße Schokolade von ganz Kolumbien und könne aus dem Kakaosatz die Zukunft lesen. Davon wollten wir uns selbst überzeugen. Sie begrüßte uns herzlich und bat uns, in ihrem Wohnzimmer Platz zu nehmen. Schnell verschwand sie in der Küche und kam erst nach 15 Minuten wieder. Die ganze Wohnung hatte inzwischen einen süßlichen Geruch angenommen und als sie uns die heiße Schokolade in die Porzellantassen goß, wurde mir ganz schwindelig, so stark und süß war der Kakao. Als ich meine heiße Schokolade getrunken hatte, bat mich die Frau, die Tasse umzudrehen und auf die Untertasse zu stellen. Sie wartete einige Minuten, sah mir in die Augen und lächelte mich an. Schließlich nahm sie die Tasse am Henkel, drehte sie wieder um und schaute sich die Schokoladenspuren an, die in der Tasse zurückgeblieben waren. Sie drehte die Tasse immer wieder im Kreis, schaute sich die Spuren der Schokolade von allen Seiten an und erzählte, was sie sah. In der Mitte der Tasse sah sie ein Herz und auf der Untertasse erkannte sie ein Krokodilfrau mit einem kleinen Krokodilbaby. Ich war beeindruckt von ihrer Interpretation der Schokoladenspuren und dachte den Rest des Tages darüber nach, was das wohl für mich bedeutete.
Dein Kakaokrokofil
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Heute sind wir nach Zipaquira gefahren. Zipaquira ist eine alte koloniale Stadt am Fuß eines Salzberges. Seit vielen Jahrhunderten wird hier unterirdisch Salz abgebaut und es gibt so viel Salz im Inneren des Berges, dass noch weitere fünf Jahrhunderte Salz abgebaut werden kann. Das sagte zumindest der Minenwächter. In der Salzmine von Zipaquira gibt es eine komplett aus Salz gebaute Kirche. Deshalb heißt sie auch: Catedral de Sal (auf Deutsch: Salzkathedrale). Sie gehört zu den größten religiösen Bauwerken der Welt. Sie ist dreischiffig und die Fläche der Kathedrale ist größer als die eines Fußballfeldes. Alles in der Höhlenkirche ist aus Salzkristall gemeißelt: Monumentale Kreuze, zierliche Engel und auch die Madonnenstatuen sind aus Salz. Neben der Hauptkathedrale gibt es noch viele kleine Kapellen und einen Kreuzweg. Der Bergwächter schenkte mir am Ausgang einen glitzernden großen Salzstein, an dem ich jetzt immer wieder schlecken muss.
Dein Salzkrokofil
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Während es in Deutschland, Osterreich und in der Schweiz schneit, ist es hier in Bogota in einer Höhe von 2600 Metern angenehm warm. Passatwinde ziehen durch die Straßen der Stadt und über die Stadt hinweg ziehen Wolken, die mich an die flauschigen Baumwollköpfe erinnern. Heute schien die Sonne so stark, dass ich jetzt einen Sonnenbrand auf der Nase habe.
Dein Nasenkrokofil
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Heute waren wir im Eldorado, im Goldland von Guatavita. Guatavita ist der Name eines Bergsees. Er liegt mehr als 3000 Meter über dem Meer. Einige sagen, er sei ein Vulkankrater, andere meinen, der See sei nach einem Meteoriteneinschlag entstanden. Es heißt, dass früher jeder neue Herrscher der Muisca, so hieß das Volk, das vor der Ankunft der Spanier in der Hochebene von Bogota lebte, auf einem Floß zur Mitte des Sees gefahren wurde, um dem Sonnengott im Bergsee Opfergaben zu überreichen. Figuren und Schmuckstücke aus Gold wurden ins Wasser geworfen und der König stieg in den See und wusch sich seinen von Goldstaub überdeckten Körper. Der Goldstaub sank und lagerte sich am Grund des Sees ab. Als die Spanier davon erfuhren, unternahmen sie unzählige Versuche, das Gold vom Grund des Sees zu bergen. Aber alle Versuche, den See trocken zu legen, um an das Gold zu gelangen, schlugen fehl. Am Ende des Tages besuchten wir dann noch das Goldmuseum (museo del oro) in der Stadtmitte von Bogota. Das Museum besitzt eine Sammlung präkolumbischer Goldkunstwerke, darunter auch zahlreiche Tierarten aus Gold: Affen, Fische, Kröten und auch einen Kaiman. Was mir besonders gut gefiel war ein aus filigranem Gold gefertigtes Floß, das Goldfloß von Eldorado. Doch welchen Wert hat Gold heute noch? Gerade habe ich aus dem Fernsehen erfahren, dass der Goldpreis gesunken ist.
Dein Goldkrokofil
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Heute habe ich das erste Mal Ajiaco gegessen, eine kulinarische Spezialität hier in Bogota. Ajiaco ist eine Suppe aus verschiedenen Sorten von Kartoffeln, Hühnerfleisch, Maiskolben und einer Mischung aus Franzosenkraut. Dazu gab es noch eine halbe Avocado und ein Schälchen mit Kapern. Ich liebe Suppen.
Dein Suppenkrokofil
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Wir haben jetzt unseren eigenen Fitnesstrainer. Heute habe ich nach dem Aufstehen zuerst frisch gepressten Orangensaft getrunken, danach kam der Fitnesstrainer und wir gingen in den Kraftraum. Wir haben Dehnübungen und Kniebeugen gemacht, Hanteln gestemmt und um die Wette Liegestütze gemacht. Ich habe 50 Liegestütze geschafft, Armin nur 30! Am Nachmittag sind wir noch eine Stunde gejoggt und haben Basketball gespielt. Ich musste immer wieder längere Verschnaufpausen einlegen, denn ich bekomme bei jeder Anstrengung nach kurzer Zeit Atemnot. Das liegt wohl daran, dass ich die Höhe hier nicht gewohnt bin, schließlich sind wir fast 3000 Meter über dem Meeresspiegel. Trotzdem bekommt mir die sportliche Bewegung und das Fitnesstraining sehr gut. Gerade habe ich frischen Guavensaft getrunken und fühle mich schon wesentlich besser als noch vor einigen Tagen.
Dein Fitnesskrokofil
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Heute habe ich mich ausschließlich von Früchten ernährt. Zuerst habe ich Papayas gegessen. Das ist die Frucht, die eine länglich-ovale Form hat und deren Fruchtfleisch hellorange bis rosa ist. Ich liebe Papayas am Morgen! Danach habe ich Mangos geschält, Guaven in kleine Stücke geschnitten und das Fruchtfleisch der Granadillas aus ihrer orangenen Schale geschlürft. Zu Mittag gab es dann einen Früchtesalat aus sternförmigen Karambolen (auf Spanisch: Carambolos) und gelbe Mangostückchen. Am Machmittag habe ich grüne, kerzenförmige Feijobas gegessen und den erfrischen Saft der Lulofrucht getrunken. Und am Abend gab es dann noch einen Guanabana-Milchshake. Guanabana ist eine Frucht mit einer grünen Schale und einem weißen Fruchtfleisch. Es schmeckt so wie das Fruchtfleisch der Cherimoya, der kleinen Schwester der Guanabana. Das pürierte Fruchtfleisch schmeckt wunderbar, wenn du Milch und ein wenig Zucker dazu tust und es in einem Mixer zu einem schaumigen Cocktail schlägst. Ich glaube, ich werde auf meiner Reise öfter einmal einen Früchtetag einlegen.
Dein Früchtekrokofil
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Heute sind wir mit einer Seilbahn auf einen Berg gefahren, auf dessen Spitze eine weiße Kirche steht. Der Berg heißt Monserrate und er ist genauso hoch wie der größte Berg Deutschlands: die Zugspitze. Vom Monserrate kannst du über die ganze Hochebene von Bogota sehen. Bogota ist schachbrettartig aufgeteilt und ist mit fast acht Millionen Einwohnern eine der größten Städte Lateinamerikas. In der Kirche von Monserrate gibt es übrigens eine schwarze Madonna. Später liefen wir durch die Altstadt von Bogota (La Candelaria) und kamen an vielen Buchhandlungen vorbei. Es gibt eine lange Straße mit unzähligen Buchhandlungen, eine Buchhandlung reiht sich an die andere. Später waren wir noch in Usaquen, einem Stadtteil im Norden von Bogota. Unterhalb einer alten kolonialen Kirche gibt es einen Park, der jetzt in der Vorweihnachtszeit mit seinen vielen Lichterketten wie ein Märchenpark aussieht. Schmetterlinge leuchten in gelb, rot, grün und blau und rötlich leuchtende Salamander klettern die Stämme der Eukalyptusbäume hinauf. Auf den Stufen zur Kirche saßen viele Leute und hörten den Weihnachtsgeschichten zu, die dort von alten und jungen Märchenerzählern vorgetragen wurden. Ich liebe es, wenn mir jemand Geschichten vorliest oder sie frei erzählt.
Dein Geschichtenkrokofil
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Heute sind wir von München nach Bogota geflogen. Wir saßen im Flugzeug und warteten schon ungeduldig auf den Abflug, als endlich der letzte Passagier an Bord kam. Als ich den Mann mit den grauen Haaren sah, traute ich meinen Augen nicht. Es war Biber-Bernd. Armin rief ihn und er kam zu uns. Wir fielen uns um den Hals und freuten uns über das Wiedersehen. Schnell tauschten wir mit zwei Passagieren die Sitze, so dass wir den Flug über neben Biber-Bernd sitzen konnten. Biber-Bernd ist ein Freund von Armin, der am Staffelsee wohnt. Er war auf dem Weg nach Mexiko, seiner zweiten Heimat, und erzählte uns von seinen Reisen und Abenteuern. In Atlanta trennten sich unsere Wege wieder. Wir stiegen in das Flugzeug nach Bogota, Biber-Bernd flog weiter nach Cancun. Als wir in der Nacht um 22 Uhr in Bogota ankamen, waren wir insgesamt über zwanzig Stunden unterwegs gewesen. Wir gingen an Polizisten und Soldaten vorbei und kamen in die Flughafenhalle. Auch hier standen überall Polizisten und Soldaten. An einer Wand hing ein großes Plakat. Darauf stand geschrieben: Willkommen in Kolumbien! Das einzige Risiko ist es, dass man bleiben will. Ich bin ja mal gespannt, wie lange wir bleiben werden.
Dein Reisekrokofil
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Per Email bekamen wir heute den Code für unsere Flugtickets zugeschickt. Es geht also tatsächlich morgen los - in die Ferne. Davor haben wir aber noch viele Bücher einpacken müssen und Briefe geschrieben. Die haben wir am Nachmittag zur Post nach Prien gebracht. Die meisten Bestellungen kamen dieses Jahr aus Steinbach im Taunus. Es waren so viele Bücher, dass eigentlich jedes Kind in Steinbach ein Krokofilbuch zu Hause haben müsste. Vielleicht wird Steinbach ja im nächsten Jahr auch zur Krokofilstadt. Ich gehe jetzt mit meinem Flugticket unter dem Kopfkissen schlafen, während Armin immer noch arbeitet.
Dein Flugticketkrokofil
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Heute sind wir zum Burgschloss Hohenaschau gefahren. Das Schloss liegt auf einem Felsen hoch über einem kleinen Dorf, das durch einen schmalen Fluss geteilt ist. Der Fluss heißt Prien, entspringt in den Alpen und mündet im Chiemsee. Hohenaschau war der Ausgangspunkt für unseren Spaziergang durch das verschneite Priental. Auf den Wiesen und Feldern lag noch Schnee, aber ein warmer Wind blies durch das Tal und ließ auch die letzten Schneereste langsam dahinschmelzen. Der Wind kam direkt von den Bergen. Als wir durch ein Waldstück kamen, begegneten wir in der Mitte des Waldes einem Mann und seinem Hund. Der Mann hatte einen gelbgrünen langen Bart und erinnerte mich ein wenig an Rübezahl. Wir gingen weiter und kamen zu einem halb vereisten Wasserfall, der wie der Zugang zu einer Eisriesenwelt aussah. Eiskaskaden hatten sich um das Becken des Wasserfalls gebildet und ließen alles wie eine riesige Eiskapelle erscheinen. Die Luft war kristallklar und kühl und sie war mit so viel Sauerstoff angereichert, dass mir der Kopf ganz rot wurde. Der Spaziergang war wunderbar und ich habe mich entschlossen, von jetzt an öfter einmal längere Spaziergänge durch die Natur zu machen.
Dein Sauerstoffkrokofil
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Heute wollte ich gar nicht aufstehen. Ich war zu schwach, um aufzustehen, fühlte mich hundeelend und mir taten die Knochen weh. Du hast bestimmt das Burnout-Syndrom!, sagte Armin und meinte damit den Erschöpfungszustand, den einige Lehrer am Ende eines Schuljahres haben. Lass uns zum Amazonas fliegen!, schlug er vor. Amazonas? Ist das nicht der größte Fluss Lateinamerikas?, fragte ich zurück. Ja, er entspringt in den Anden. Wir können nach Bogota fliegen und von dort Ausflüge in das Amazonasbecken machen und an die Karibikküste. Anden, Karibik, Amazonas. Das hörte sich alles sehr verlockend an und mir ging es auf einmal wieder viel besser.
Dein Amazonaskrokofil
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Heute war der letzte Lesetag in diesem Jahr. Wir fuhren durch den Taunus nach Bad Idstein, wo wir von den Lehrern und Kindern der Montessorischule herzlich begrüßt wurden. Nach der Lesung fuhren wir wieder zurück in Richtung Frankfurt und besuchten die Kindertagesstätte in Steinbach. Die Lesung fand im Sternenzimmer der Kita statt. Vierzig Kinder im Alter von vier bis sechs Jahre waren muchsmäuschenstill und hörten gebannt zu, als Armin aus meinem Buch vorlas. Nach der Lesung sprach eine Frau Armin an. Sie wollte unbedingt mein zweites Buch kaufen und schwärmte davon, wie sehr ihr das erste Buch gefallen hat. Zusammen mit ihrem Sohn liest sie jeden Abend ein Kapitel des Buches und ist schon sehr gespannt darauf, wie es weitergeht. Armin freute sich über dieses Feedback und fuhr uns anschließend froh und glücklich nach Hause. Als wir nach fünf Stunden am Chiemsee ankamen, hatte er ganz dunkle Ränder unter den Augen. Auch wenn die letzten Tage und Wochen von vielen schönen Erlebnissen und Begegnungen begleitet waren, kann nichts mehr darüber hinwegtäuschen, dass wir beide ziemlich ausgepowert sind.
Dein erschöpftes Lesekrokofil
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Heute waren wir in der Friedrich Ebert Schule in Bad Homburg. Die Schule hat so viele Kinder, dass wir gleich drei Lesungen hintereinander machten. Die Kinder stellten sich unter einem Traumländer jemanden vor, der schlafwandelt oder jemanden, der in die weite Welt hinauszieht und Abenteuer erlebt. Eine Junge meinte, dass ein Traumländer bestimmt jemand wie Hans guck in die Luft ist. Einige Kinder meinten, dass ein Traumländer jemand ist, der ganz fest an seine Träume festhält, an sie glaubt und sie wahr macht. Am Ende unseres Lesevormittags machten wir noch eine Stippvisite in der Klasse von Frau Kretschmar, die heute Geburtstag hatte. Zwei Jungen spielten ihr ein Geburtstagslied auf der Gitarre und die anderen Kinder sangen dazu. Ich liebe Geburtstage, vor allem, wenn alle heiter sind.
Dein heiteres Krokofil
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Heute waren wir in der Montessorischule in Friedberg. Als wir den großen Mehrzweckraum der Schule betraten, begrüßten uns die Kinder fröhlich mit einem Weihnachtslied. Doch dieses Weihnachtslied kam nicht wie gewöhnlich daher, es war vielmehr rockig angehaucht. Frau Zehetner spielte Gitarre und Vincent aus der zweiten Klasse gab am Schlagzeug den Takt an. Die Lesungen fanden heute für alle Kinder der Montessorischule statt. Da waren die Kinder der Delfinklasse, der Känguruklasse, der Pinguinklase, der Bärenklasse, der Igelklasse und der Krokodilklasse. Viele Kinder waren sehr musikalisch. Sie zeigten ihr Können am Klavier und auch das Lesen war ihnen nichts Neues. Als Armin die Kinder fragte, was wohl ein Traumländer sei, sagte ein Mädchen, ein Traumländer sei sicherlich ein Traumdeuter. Ein Junge erzählte davon, dass er einen Mandelbaum in Calahonda gesehen hätte. Das ist ein kleiner Ort in Andalusien im Süden Spaniens und dort leben seine Großeltern. Ein Junge saß mit einem T-Shirt von Bayern München in der ersten Reihe und wusste natürlich, dass das Land, das eine weiß-blaue Fahne hat, nur Bayern sein konnte. Einige Kinder erzählten von einer Krokodilfarm, die sie in Friedberg-Ochsstadt besucht hätten und so machten wir um diesen Ort einen großen Bogen, als wir uns wieder auf den Rückweg nach Bad Homburg machten. Wir versprachen Frau Geißler und Frau Marquart wiederzukommen, denn Frau Zehetner will aus meiner Geschichte ein Theaterstück oder Musical machen und es dann in der Schule aufführen. Ich bin ja mal gespannt, was aus diesen Plänen wird. Hoffentlich gehen wir dann auch wieder bei Don Quixote essen. Das ist ein italienisch-spanisches Restaurant in Friedberg, in dem man sehr gut essen kann.
Dein Friedbergkrokofil
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Die Welt ist ein Dorf. Manchmal jedenfalls kommt es mir so vor. Manchmal, so wie heute. Wir starteten kurz nach sieben Uhr in Bad Homburg und fuhren auf einer sehr kurvenreichen Straße durch den Taunus. Die Wiesen und Felder waren von Raureif bedeckt und eine große Wiese, die steil in den Taunus führte, sah in ihrer silbrigen Pracht aus wie ein großer Gletscher. Nach einer halben Stunde Fahrt erreichten wir die Grundschule im Weiltal. Die beiden Lesungen waren ein großer Erfolg. Die Kinder hörten aufmerksam zu und stellten auch interessierte Fragen. Luna, Leila und Marc aus einer zweiten Klasse belagerten Armin noch lange nach der Lesung und stellten viele Fragen. Sie wollten so vieles wissen. Beispielsweise wie das denn sei, wenn man eine Geschichte zu Ende geschrieben hat. An wen man dann die Geschichte schickt und wann das fertige Buch erscheint. Armin erklärte es ihnen. Nach dem Lesevormittag im Weiltal kam Herr Vossenkaul auf Armin zu und fragte ihn, ob sein Vater an einem Studienseminar in Mönchengladbach unterrichtet. Ein Studienseminar ist eine Schule für Lehrer, an der Lehrer lernen, wie man unterrichtet. Armins Vater war tatsächlich bis vor einigen Jahren an diesem Studienseminar und hatte Herrn Vossenkaul kennen gelernt. Auch im Haus von Armins Eltern war Herr Vossenkaul schon zu Besuch. Er schwärmte von der Affenschaukel im Garten von Armins Eltern. Auch ich liebe diese Affenschaukel. Immer wenn wir dort sind, schaukele ich und lasse dabei die Seele baumeln.
Dein Affenschaukelkrokofil
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Heute sind wir zu den Taunustorten nach Kronberg gefahren. Taunustorten sind Leute mit viel Geld, die im Taunus leben. Das hat uns jedenfalls heute eine Frau in der Viktoriaschule erzählt. Die Kinder hier stellten ungewöhnliche, aber sehr wichtige Fragen: Ist der Name Krokofil urheberrechtlich geschützt? Wie viele Bücher von Krokofil wurden bereits verkauft? Wie viele Menschen arbeiten in einer Schriftstellerfirma? Die Kinder der ersten und zweiten Klassen glaubten, ein Traumländer sei jemand, der aus einem weit entfernten Land kommt oder jemand, der in verschiedenen Sprachen träumt. Auch sie kamen auf die Idee, dass ein Traumländer jemand ist, der seine Träume wahr macht. Die Kinder der dritten und vierten Klassen träumten davon, Fußballer, Kinderarzt oder Schauspieler zu werden und zwei Mädchen träumen davon, als Dressurreiterinnen an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Ein Mädchen der zweiten Klasse erzählte, dass ihr Kuscheltier auch Krokofil heißt und ein Junge der ersten Klasse meinte, ein Theaterstück mit dem Titel Krokofil gesehen zu haben. Wir fahren jetzt in eine Konditorei und kaufen eine leckere Torte. Vielleicht gibt es hier ja auch Krokofiltorten.
Dein Taunustortenkrokofil
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Heute war Nikolaustag, und da wir schon um die Mittagszeit in einer Tanzschule in Büdingen erwartet wurden, machten wir uns früh am Morgen auf dem Weg dorthin. Büdingen ist eine kleine Stadt in Hessen und wir brauchten vier Stunden. Angie und Rene begrüßten uns herzlich und dann ging es mit der Lesung im Ballsaal los. Die Kinder hörten aufmerksam zu und bekamen ganz große Augen, als Armin die Stelle von den Tänzerinnen vorlas. Natürlich wussten sie sofort, dass von Flamencotänzerinnen die Rede war, schließlich tragen nur Flamencotänzerinnen rote Kleider mit schwarzen Punkten. Ich freue mich schon darauf, wieder mit meiner Prinzessin zu tanzen. Das werde ich sofort tun, wenn ich sie wiedersehe.
Dein Tanzkrokofil
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Bevor ich mich heute schlafen legte, machte ich noch einen Nachtspaziergang. Der Mond stand wie eine silberne Sichel am Himmel und ein dünnes Wolkenband hatte sich wie ein Schleier um ihn herumgelegt. Auch ich hatte einen Schal um den Hals, denn der Wind blies harsch und kalt. Als ich endlich in meinem kuscheligen warmen Bett lag, träumte ich vom Schwarzen Meer, von der Prinzeninsel und davon, meine Prinzessin wiederzusehen. Wann es dazu kommt, erfährst du in meinem dritten Buch. Armin hat heute begonnen, meine Geschichte weiterzuschreiben. Es ist schon spät und er sitzt noch immer am Schreibtisch. Ich werde mich jetzt noch etwas zu ihm setzen, bevor ich schlafen gehe, und ihm Gesellschaft leisten.
Dein Nachtkrokofil
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Heute schien in Weingarten die Sonne und Schnee lag auf den Straßen und auf den Dächern der Häuser. Noch einmal fuhren wir ins Bildungszentrum Sankt Konrad, wo wir von Frau Herzer-Boll herzlich begrüßt wurden. Wieder waren mehr als 100 Kinder in der Aula und genauso wie die Viertklässler hörten auch die Erstklässler aufmerksam zu, als Armin aus meinen Büchern vorlas. Danach waren wir noch in einer Schule auf einem Berg hoch über der Stadt und machten einen Winterspaziergang durch die verschneiten Wiesen und Felder. An den Weinstöcken hingen keine Weintrauben mehr und irgendwie kam mir die Stadt Weingarten heute eher wie ein großer Wintergarten vor.
Dein Wintergartenkrokofil
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Selten habe ich Armin so sprachlos vor den Kindern gesehen wie heute. Wir waren schon sehr früh an den Bodensee gefahren, wo wir die erste Lesung im Bildungszentrum Sankt Konrad in Ravensburg hatten. Alle Kinder saßen auf ihren Stühlen, als wir die Aula betraten. Mehr als 100 Kinder der vierten Klassen saßen da in einem großen Raum. Bevor Armin aus meinem Buch vorlas, fragte er die Kinder, was wohl ein Traumländer sei. Die Kinder hatten schöne Ideen. Doch plötzlich verharrte Armin, als Elisabeth sagte, dass sei sicherlich jemand, der so sei wie Don Quijote. Armin sah Elisabeth mit offenem Mund an. Das ist eine tolle Idee, sagte er dann und lächelte über beide Ohren. Elisabeth erzählte, dass sie ein Buch von Erich Kästner gelesen hätte, der die Geschichte von Don Quijote für Kinder nacherzählt hat. Die Kinder waren während der ganze Lesung sehr ruhig und hörten Armin aufmerksam zu. Nach der Lesung kam Fabian noch zu Armin und erzählte ihm eine seiner Drachengeschichten, die er schreibt. Er will Armin eine Geschichte schicken. Darauf bin ich sehr gespannt. Bei der zweiten Lesung in Friedrichshafen hatten die Kinder der dritten Klassen auch viele schöne Ideen, was ein Traumländer sei. So sagte ein Junge, ein Traumländer sei sicher jemand aus dem Zuckerland und der könne so viel Zucker essen wie er will und würde dann trotzdem keine faulen Zähne bekommen. Auch die Kinder in der Don Bosco Schule in Ettenkirch erzählten ihre Ideen. Ein Traumländer sei jemand, der viele Sprachen spricht, meinte ein Mädchen. Oder vielleicht jemand, der von Ländern träumt, in denen er dann ist, wenn er wieder aufwacht. Als Armin aus meinem Buch las, hörten die Kinder aufmerksam zu. Mir fiel ein Mädchen auf, die in der ersten Reihe saß und Armin die ganze Lesung hindurch mit großen Augen anschaute. Ihr Name ist Amelie. Ihr hat die Geschichte sehr gut gefallen. Auch die Schulleiterin, die uns noch die schöne Schulbücherei zeigte und mit der wir uns noch lange nach der Lesung unterhielten, war begeistert von der Lesung und will, dass wir bald wiederkommen. Vielleicht haben die Kinder in der Zwischenzeit meine Bücher gelesen und wir können ihnen dann erzählen wie die Geschichte weitergeht. Ich werde jetzt ein wenig an den Bodensee fahren. Vielleicht finde ich heraus, warum dieser See eigentlich Bodensee heißt. Ob ich vom Ufer aus bis zum Boden des Sees hinunter sehen kann?
Dein Bodenseekrokofil
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Heute war der erste Advent. Als ich aus dem Fenster schaute, lief eine schwarze Katze über die Terrasse unserer Tenne. Zum Glück lief sie von rechts nach links, so war nichts Schlimmes zu befürchten. Aber eigentlich bin ich gar nicht abergläubig und an böse Geister glaube ich auch nicht. Ich habe heute lange die Wolken beobachtet, auch sie zogen heute von rechts nach links an den Bergen vorbei. Ich habe eine Kerze angezündet, und danach eine zweite, eine dritte und eine vierte bis es richtig gemütlich wurde in unserem neuen Zuhause. Eigentlich kann ich es gar nicht mehr erwarten, bis es endlich Weihnachten ist.
Dein Adventkrokofil
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Heute ging es zur Montessori Schule nach Bad Tölz. Vincent hatte uns vor über einem Jahr schon ein Bild zugeschickt, das einen Preis bekommen hat. Das bedeutet, dass seine Klasse eine Lesung bekommt. Aber da wir einmal da waren, haben wir zuerst für die Kinder der ersten und zweiten Klassen und für die Grufties aus dem Kindergarten gelesen. Die Kinder konnten uns auf Englisch, Französisch, Chinesisch, Arabisch, Spanisch und Bayrisch begrüßen. Ein Junge meinte, auf Rumänisch sagt man auch Servus wie auf Bayrisch. Dann rieten die Kinder, was wohl ein Traumländer ist und sie meinten, ein Traumländer wohnt im Traumland oder ein Traumländer reist durch das Traumland oder er träumt vom Ritterland. Nach der Lesung halfen drei Jungen Armin bei den Liegestützen. Die Kinder hatten viele Bilder im Kopf behalten. Besonders der Mandelbaum hat die Kinder beeindruckt und sie erzählten, was man mit Mandeln alles machen kann. Ein Mädchen erzählte, dass ihr Bruder Mandelkuchen backen kann. Andere meinten, Mandeln kommen in Lebkuchen und in Mandelspritzgebäck. Ein Mädchen sagte erst, es hätte keine Bilder gesehen, aber dann hatte sie doch mehrere im Kopf behalten. Ihr gefiel das Lied vom spanischen Gitarrenspieler, das Sigrid auf dem Klavier gespielt hatte, so gut, dass sie es unbedingt noch einmal hören wollte. Nachdem die Kinder mit Frühstücken fertig waren, kamen die älteren Kinder zu Vinzis Gewinnerlesung. Vinzi und Sarah halfen Armin nach der Lesung bei den Liegestützen. Als es zu den Fragen kam, hat Maxi besonders viele Fragen gestellt. Er wollte zum Beispiel wissen, ob der Buchrücken zum vorderen oder hinteren Buchdeckel gehört. Ein anderer Junge erzählte, dass er Mandas liest. Das sind Bildergeschichten aus China oder Japan, die man in anderer Reihenfolge liest als bei uns. Das fand ich sehr interessant. Ein anderer Junge wollte wissen, wie viele Krokofilbücher Armin noch schreiben wird und Fabian brachte nach der Lesung aus dem Bücherregal ein Bilderbuch mit dem Titel: Charlie Vielfrass. Es handelte von einem Krokodilmädchen, das nichts anderes macht als sich vollzustopfen. Ich habe das ja nur damals gemacht, als ich so verzweifelt war, weil Prinzessin Anna Lucia mich allein im Palast zurückgelassen hatte. Als wir aus der Schule gingen, haben uns Kinder noch zugewinkt. Ich glaube, es hat ihnen gut gefallen.
Dein Krokofil
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Als ich heute aufwachte und auf die Berge schaute, glühten die Alpen im Sonnenaufgang. Die Kampenwand war zum Greifen nah und nach Frasdorf, wo wir heute von der Volksschule zur Lesung eingeladen waren, war es auch nicht sehr weit. Wir wurden von Frau Högl und Frau Danielewski freundlich begrüßt. Die Kinder der ersten und zweiten Klasse saßen auf Bänken in der Eingangshalle und sahen Armin erwartungsvoll an. Die Kinder hörten sehr gespannt zu und hatten viele gute Fragen, die ich mir leider heute nicht aufgeschrieben habe, weil ich meinen Schreibblock vergessen hatte. Ich erinnere mich aber noch sehr gut an die zweite Lesung und daran, dass sich auf die Frage, wer schon eine Geschichte geschrieben hätte, Katharina aus der 4. Klasse meldete. Ihre Geschichte heißt: Die Mühlengeister. Und sie weiß sicherlich genau, wovon sie schreibt, denn ihre Eltern haben eine Mühle. Als wir nach den Lesungen mit Frau Högl ins alte Schulhaus gingen, wollten dort alle noch ein Autogramm haben. Ein Junge forderte Armin noch einmal dazu auf, mit ihm um die Wette Liegestütze zu machen, Katharina und Magdalena spielten den Flohwalzer und ein Schifferlied auf dem Klavier und die Rektorin Frau Danielewski schaute auf einer Karte nach, wo Pinswang liegt. Armin hat den Lehrern und Schülern nämlich angeboten, ihn einmal zu besuchen. Frau Danielewski will mit den Kindern einmal nach Pinswang wandern. Das finde ich eine tolle Idee und ich bin mir sicher, wir werden ihnen auf halbem Weg entgegenlaufen.
Dein Wanderkrokofil
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Heute mussten wir wieder sehr früh aufstehen. Als ich aus meinem Schlafzimmerfenster nach draußen schaute, traute ich meinen Augen nicht. Da stand doch tatsächlich ein weißer Mann mit roter Nase und einem Besenstiel in der Hand im Garten. Als ich genauer hinschaute, erkannte ich, dass es ein Schneemann war. Schnell frühstückten wir und fuhren dann zur Theo Betz Schule, wo wir von Herrn Rüttinger, dem Rektor der Schule, freundlich begrüßt wurden. Herr Rüttinger stellte uns den Kindern vor und sagte zu ihnen, dass er stolz sei, einen echten Kinderbuchautor zu Gast zu haben. Dann begann die erste Lesung. Die Kinder hatten viele Ideen, was ein Traumländer sein könnte. Ein Traumländer ist jemand, der viel Fantasie hat, sagte einer. Und ein anderer sagte, das ist jemand, der auf der Bühne steht. Bei der zweiten Lesung meinte ein Kind, dass sei ein Schlafwandler oder ein Tagträumer. Und in der dritten Lesung meinte ein Kind, dass ein Traumländer jemand sei, der viel in der Welt herumreist und viele Abenteuer erlebt. Viele hatten nach der Lesung schöne Bilder im Kopf und Arbresha sagte, dass sie noch den Mandelbaum vor Augen hätte. Mandelbäume gäbe es auch im Kosovo, erzählte sie. Da kommen ihre Eltern her. Als Armin die Kinder fragte, ob sie selbst schon Geschichten geschrieben hätten, sagte Nina, dass sie schon viele Geschichten geschrieben hätte. Eine hieß: Feuerherz. Die erzählte sie uns auch. Alexandra hatte eine Geschichte verfasst mit dem Titel: Die magische Kette. Andere Geschichten hießen: Das einsame Schloss, Die Welt der Dinosaurier, Die Prinzessin und die Zauberkette, Der Zauberer und der geheimnisvolle Zauberstab. Als ein Junge fragte, ob mein Buch auch schon verfilmt worden sei, antwortete Armin: Es ist heute 360 Mal verfilmt worden. Der Film ist in euren Köpfen entstanden, sagte er. Da waren die Kinder sehr überrascht, aber es leuchtete ihnen ein. Nach der Lesung haben einige Lehrerinnen mit ihren Schülern auch gleich Bilder gemalt und Frau Hofmeister zeigte uns welche. Manche waren mit Wasserfarben gemalt, andere mit Buntstiften und wieder andere mit Wachsmalstiften. Alle waren sehr schön. Als wir um 12 Uhr wieder die Schule verließen, fiel mein Blick auf die Schaukästen in den Fluren. Darin waren Pilze, Schmetterlinge und anderes zu sehen und in einem Kasten sah ich wie sich ein Frosch von einer Kaulquappe bis zum fertigen Frosch entwickelt. Die Kinder wollten alle Autogramme haben. Das waren so viele, dass sich Armin fast die Finger wund geschrieben hat. Es war sehr schön in Neumarkt und ich freue mich, wenn wir bald wiederkommen. Dann wissen die Kinder sicher auch sofort, welches Land gemeint ist, wenn Armin von dem Land erzählt, in dem der König der weißen Schlösser und blauen Seen lebte. Zuerst taten sie sich nämlich noch schwer damit, es herauszufinden. Auch als Armin ihnen den Tipp gab, dass die Fahne dieses Landes weiß-blau sei, dachte ein Junge, das sei Argentinien. Dabei war es doch das Naheliegenste: Bayern. Später fuhren wir noch durch eine verschneite Landschaft und der Himmel war weiß-blau.
Dein weiß-blaues Krokofil
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In der Nacht hat es geschneit und der Wind saust um das Haus. Alles ist weiß wie von Puderzucker bestreut und die Eiskristalle glitzern im Gras vor meinem Fenster.
Dein Puderzuckerkrokofil
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Als wir heute unser Auto vor die Grundschule in Böbingen parkten, kamen die Kinder schon zum Auto gelaufen. Fabian hatte uns gleich an dem Krokofilaufkleber auf der Heckscheibe unseres Autos erkannt und zeigte ihn seinen Freunden. Die Lesung fand in einer schönen Turnhalle mit großen Fenstern statt. Sie gingen bis zum Boden, so dass man gut hinaus auf den Schulhof sehen konnte. Die Turnhalle hatte auch eine Bühne und einen grünen Vorhang und vor dem Vorhang waren Tafeln aufgestellt mit Bildern von mir, die die Kinder gemalt hatten. Wir wurden von Frau Remppis begrüßt und dann stellte uns Herr Brenner, der Rektor der Schule, den Kindern vor. Die Lesungen vergingen wie im Flug, ein Zeichen dafür, dass es nicht langweilig war und die Kinder waren ganz bei der Sache. Als wir nach der Lesung noch die Klasse von Frau Remppis besuchten, ließen die Kinder alles fallen, was sie gerade in der Hand hatten. Wann kommst du wieder?, fragten sie Armin. Du sollst jetzt jeden Tag kommen und uns vorlesen. Du kannst dich auch im Klassenschrank verstecken, schlugen sie mir vor. Ich wäre gerne länger geblieben, aber wir waren jetzt drei Wochen unterwegs und irgendwie habe ich ein wenig Heimweh. Ich freue mich auf mein warmes kuscheliges Bett und auf die Tage zu Hause.
Dein Hauskrokofil
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Gestern sind wir noch die weite Strecke von Rheinfelden nach Tübingen gefahren. Zuerst sind wir am Rhein entlang gefahren bis zum Rheinfall von Schaffhausen. Ich habe mir überlegt, ob ich ein Bad nehmen soll, aber Armin wollte gleich weiterfahren. Heute war nun die erste Gewinnerlesung. Laura geht in die Silcherschule und sie hatte vor einem Jahr ein Bild zum ersten Kapitel von Krokofil gemalt. Sie gehört zu den 20 Kindern, die eine Lesung gewonnen haben. Als wir ihren Klassenraum betraten, saßen die Kinder schon da und schauten uns mit großen Augen an. Sie hatten ein Bild von mir mit grüner Kreide auf die Tafel gemalt und einen Willkommensgruß für Armin dazugeschrieben. Ich kam mir vor wie in einer Familie, weil sonst viel mehr Kinder zuhören. Nach der Lesung in Lauras Klasse haben wir noch zwei weitere Lesungen für die anderen Kinder der Schule gemacht. Die Erstklässler haben nach der Lesung ein Lesekrokofil aus Pappe gebastelt, das man beim Lesen auf die Seiten legen kann. Durch einen Spalt kann man immer eine Zeile lesen. Bevor die Schule zu Ende war, sind wir noch einmal in die Klasse von Laura gegangen, denn alle Kinder hatten berraschungen für uns. Sie haben Bilder gemalt, Briefe geschrieben, Gedichte verfasst und sogar ein Lied komponiert. Dazu gab es noch ein großes grünes Plakat mit den Unterschriften von ihnen. Sie hatten auch einen Krokofilpapierflieger und ein Krokofileinkaufskörbchen gebastelt. Hinterher sind wir mit den Kindern noch auf dem Balancier-Spielplatz herumgestiegen. Dann hat Armin ihnen gezeigt, wie gut man mit meinem Buch Tischtennis spielen kann. Er hat immer gewonnen. Schließlich sind wir reich beschenkt zum Auto gegangen. Laura war sehr glücklich über ihren Krokofiltag und ich freue mich schon auf die nächste Gewinnerlesung.
Dein Gewinnerkrokofil
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Heute war ich mit Armin zuerst in der Eichendorffschule in Rheinfelden. Armin hat den Kindern der ersten bis fünften Klasse vorgelesen. Ich dachte zuerst, dass wird ein bisschen schwierig, wenn alle zusammen kommen. Aber die Kinder waren so mucksmäuschenstill und haben so gespannt zugehört, dass es eine reine Freude war. Die Kinder hörten mit offenen Mündern und großen Augen die Geschichte von mir und konnten davon nicht genug kriegen. Dann unterhielten wir uns noch mit den Kindern der 5. Klasse, denn in ihrem Raum hatte die Lesung stattgefunden. Luana, Selina, Susamar, Celine, Angelina und Neslihan verrieten uns, was sie werden wollten. Ihr Traum war Friseurin, Tierärztin, Krankenschwester und Manuel will unbedingt Pilot werden. Er hat bisher auch keine Plomben. Das ist die Voraussetzung dafür, ein Flugzeug zu fliegen. Benjamin wusste schon, dass es die Europafahne ist, die als Vorhang im zweiten Buch innen auf den Buchdeckeln zu sehen ist. Danach waren wir in der Goetheschule. Mir fielen die schönen Bilder auf, die im Treppenhaus hängen. Die Kinder malen wirklich gut und viele spielen auch ein Instrument. Schade, dass Sigrid schon zurück nach München gefahren war, denn im Musikraum, in dem die Lesung stattfand, stand ein großer schwarzer Flügel. Das hätte ihr Spaß gemacht, darauf den Kinder etwas vorzuspielen und zu erzählen. Frau Kromer, die Rektorin, hat uns sehr freundlich begrüßt und erzählt, dass sich die Kinder sehr auf die Lesung freuen. Leider konnte sie aber nicht mit zuhören, weil sie Leute vom Schulamt zu Besuch hatte. Zur Lesung kamen die Maikäfer und die Bären. Das waren mehr als 50 Kinder der zweiten Klassen. Ihre Lehrer Frau Bauer und Herr Bartel haben aber zugehört. Die Kinder hatten so viele schöne Ideen, was ein Traumländer sein könnte und erzählten von ihren Träumen, dass ich staunte. Ich bin mir sicher, dass viele ihren Traum verwirklichen werden. Sie haben auch viele Bilder im Kopf behalten. Sie erinnerten sich an mich als ich noch klein war und vom Felsenkönig mitgenommen wurde. Sie wussten noch alle Einzelheiten vom Kleid der Prinzessin und wissen jetzt auch alle, wie ein Mandelbaum aussieht. Als wir uns von den Lehrern und den Kindern verabschiedeten und zum Auto zurückgingen, regnete es in Strömen. Ich freue mich schon wieder auf die Zeit, wenn die Mandelbäume blühen und möchte lieber den Winter verschlafen.
Dein Mandelbaumkrokofil
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Am Nachmittag sind wir nach Basel gefahren. Dort gibt es ein ganz unglaublich schönes, verrücktes Cafe. Der Daniel Häni hat mit Freunden ein leerstehendes, prächtiges Bankgebäude gekauft und in ein städtisches Wohnzimmer umgewandelt. Jeder kann hereinkommen, er kann etwas trinken oder auch nicht und Daniel sagt: Wer nicht muss, der kann. Das gefällt mir. Armin und Sigrid haben mit Daniel viel darüber gesprochen, wie wichtig es ist, dass alle Menschen Geld zum Leben haben. Darüber hat der Daniel nämlich gerade einen Film gemacht, den wir uns im Schwarzwald angesehen hatten. Danach sind wir durch die schöne Stadt Basel gegangen. Wir haben ein Wasserbecken mit Eisenplastiken gesehen, die der berühmte Künstler Jean Tinguely gemacht hat. Sie waren so lustig und interessant, dass Armin mich schließlich wegzerren musste. Auf dem Rhein lag ein Schiff, das als Kinderbücherei eingerichtet ist. Wir haben uns dort natürlich umgesehen und uns darüber gefreut, wie die Kinder geschmökert haben. Als wir schließlich zur Tiefgarage gegangen sind, um das Krokofilmobil abzuholen, saß dort ein Mann und spielte ein trauriges Lied auf seiner Geige. Wir haben ihm Geld gegeben und Sigrid hat ihn gefragt, ob er auch das Lied Die Lerche spielen kann, das ein berühmtes Roma-Lied ist. Er sagte strahlend: Ich bin doch Roma! Und du wirst es nicht glauben, aber er hat Die Lerche für uns gespielt. In seinem aufgeklappten Geigenkasten stand ein Kinderfoto und Armin fragte ihn, ob er Kinder hat. Da nahm er das Foto und sagte: Das ist mein Sohn, er heißt Adrian. Armin ist zum Auto gelaufen und hat für den Adrian ein Buch von mir geholt. Der Geiger hat sich darüber unglaublich gefreut. Das war ein aufregender und sehr schöner Tag. Jetzt falle ich ins Bett und träume von aufregenden schönen Dingen.
Dein Traumkrokofil
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Die Schillerschule in Rheinfelden ist schon mehr als 100 Jahre alt. Als wir heute Morgen zu einer Lesung kamen, empfing uns der Rektor, Herr Schmidt, sehr freundlich und erzählte uns, dass die Schule 1902 gebaut wurde. Mir gefällt sie sehr gut. Und die Schüler gefielen mir genau so gut, denn sie haben sehr genau zugehört, als Armin las und Sigrid Klavier spielte. Nur zwei Jungen, die ganz vorn saßen, zappelten und lachten ständig. Das waren wohl die Klassenkasperle. Die Kinder hatten schöne Ideen dazu, was ein Traumländer sein könnte: Einer, der Fantasie hat, einer, der Spanisch spricht, einer, der im Traumland lebt, einer, der alle Sprachen kennt oder einer, der träumt und alle seine Träume gehen in Erfüllung. Armin hat sich dummerweise wieder versprochen, aber Jahja hat ihm bei den Liegestützen geholfen. Er kann dazwischen sogar mit den Händen klatschen. Die Kinder hatten viele Bilder im Kopf behalten. Ein Mädchen hatte schon einmal einen Mandelbaum gesehen, auf Ibiza. Warum ein Klavierstück, das Sigrid spielte, von einem spanischen Gitarrenspieler erzählt, haben sie sofort verstanden, und ein Junge meinte, ein Klavier könnte auch noch wie andere Instrumente klingen, wenn es entsprechend gespielt wird. Celina hat uns dann ein Stück vorgespielt, das auch klang, als ob es von Spanien erzählt. Die Kinder schreiben auch eigene Geschichten. Eine heißt: Die kleine Wolke. Die Geschichte von Alessandra heißt: Der kleine Zwerg Tinki. Und weitere Geschichten heißen: Die kleine Möwe, Der Kater und die Maus und Der doppelte Weihnachtsmann. Furkan hat viele Fragen gestellt, zum Beispiel, wie man Schriftsteller wird. Dann hat Armin mit ihnen darüber gesprochen, wie ein Buch entsteht. Sie haben die Europafahne im zweiten Buch gleich erkannt, und sie kannten auch eine andere Sternenfahne, die amerikanische. Besonders gut hat mir gefallen, dass die Kinder sich gegenseitig Lieder vorgesungen haben. Die Robben haben für die Delfine gesungen, und umgekehrt die Delfine für die Robben. Es war wirklich ein sehr schöner Morgen! Leider mussten wir weiter, sonst hätten wir uns noch lange mit den Kindern unterhalten. Herr Rohde hat im Anschluss an die Lesung die Kinder darüber schreiben lassen, warum sie Traumländer sind. Ich bin gespannt darauf, was sie schreiben. Dann sind wir zur Thomaschule gefahren. Dort erzählten die Kinder gleich von ihren Träumen. Ein Mädchen will einmal Lehrerin werden, ein Junge will mit Pferden arbeiten, ein anderer Berufswunsch ist Tierärztin. Ein Junge will im Zoo arbeiten und ein Mädchen erzählte von einem Traum, in dem ein Baum vorkam, an dem wie Blüten Zettel mit Jobs hingen. Als sie ihn drehte, fiel ein Zettel herunter, auf dem Friseurin stand. Ich bin davon überzeugt, dass viele von ihnen ihren Traum wahr machen werden. Sie hatten viele Bilder von meinem Märchen im Kopf behalten. Einen Mandelbaum kannten einige von ihnen schon, von der Insel Mainau oder ein Mädchen hatte einen im Garten der Oma in Ravensburg gesehen. Ein Mädchen wusste, dass das ein Baum mit Mandeln dran ist. Und Geschichten haben die Kinder auch schon geschrieben über einen Hamster, über sechzehn Katzen, von einem Detektiv, von Piraten oder auch von Hundeabenteuern. Viele von ihnen spielen ein Instrument und haben den Gitarrenspieler gleich herausgehört, als Sigrid gespielt hat. Sie haben tolle Ideen gehabt und sehr gut aufgepasst, was Armin sagte. Als er meinte, sie sollen ihn anschauen beim Lesen so wie er sie anschaut meinte ein Mädchen gleich: Wie können Sie lesen, wenn Sie uns anschauen? Kennen Sie das Märchen schon auswendig? Und als Armin fertig war sagte sie, er hätte 72 Mal vom Buch aufgeschaut. Auch vom zweiten Teil hatten sie viele Bilder im Kopf. Ein Mädchen erzählte, dass sie genau wüsste, wie es ist, wenn man verlassen wird. Ihre beste Freundin ist nämlich nach Hamburg gezogen. Aber sie haben sich schon ein paar Mal wiedergesehen. Wir haben noch darüber gesprochen, wie ein Buch entsteht, und zum Schluss haben alle ein Autogramm bekommen. Das war der Vormittag, was am Nachmittag passierte, davon erzähle ich Dir später.
Dein Krokofil
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Heute bin ich im Schwarzwald aufgewacht. Die Sonne schien und kein Laut war zu hören. Auch zwei Pferde standen ganz still auf der Wiese vor dem Hotel. Und es war absolut windstill, dass ich dachte, ist das alles ein Gemälde oder Wirklichkeit, was ich sehe. Armin hat gestern Nachmittag und heute überhaupt nichts von mir erzählt, sondern von der Idee, dass jeder zuerst etwas zu essen braucht, ehe er arbeiten kann. Das bedeutet, dass jeder Mensch, ob groß oder klein, etwas Geld in der Tasche haben muss, denn es gibt für viele Menschen keine Arbeit mehr. Am Nachmittag haben wir uns eine Textilfabrik angeschaut, in der auch nicht mehr gearbeitet wird. Sie ist ein Museum. Ein ehemaliger Mitarbeiter hat uns alle alten Maschinen, Fotos, gewebte Stoffe, Spindeln mit Garn und vieles andere mehr gezeigt. Armin erinnerte das laute Rattern der Webstühle an seine Kindheit. Sein Großvater hatte auch eine Weberei und in der großen Halle hatten sechszehn Webstühle gestanden. Aber dann passierte das Gleiche wie in der Weberei, die wir heute angesehen haben. Die Stoffe aus fernen Ländern war viel billiger zu kaufen und so wollte keiner mehr die teuren Stoffe aus Deutschland kaufen. Auch der Großvater von Armin musste deshalb seine Weberei schließen. Dann fuhren wir auf einer engen steilen Kurvenstrecke zurück und die Sonne wollte schon untergehen. Der Schwarzwald ist ganz anders schön als die Alpen.
Dein Schwarzwaldkrokofil
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In Hanau gibt es die Erich Kästner Schule. Du kennst sicherlich die Bücher von ihm. Emil und die Detektive oder: Das doppelte Lottchen. Die Schule ist sehr groß und die beiden Lesungen fanden in der Aula statt. Dort stand auch ein großer Flügel und als Armin die Kinder fragte, ob sie gemeinsam noch ein Lied singen wollten, stellte sich eine Lehrerin an den Flügel und begleitete sie, als sie das Martinslied sangen. Schön hast du aus dem Krokofilbuch vorgelesen, meinte Morlin, ein Mädchen aus der zweiten Klasse und erzählte, dass die Krokofilflyer nun auch am Lesebaum der Klasse hingen. Ein Junge, der auch Armin heißt, hat Armin bei den Liegestützen geholfen und Lea hat gleich nach der Lesung begonnen, ein wunderschönes Bild zu malen. Cyrus war so begeistert von der Lesung, dass er nun auch Schriftsteller werden möchte. Danach sind wir noch in die Dorfschule Wolf gefahren. Dort hat Armin in einer Lesung allen Kindern der Schule vorgelesen. Es war eine besonders schöne Lesung, weil die Kinder so gespannt zugehört haben und sie haben viele Fragen gestellt. Der Rektor hat sich bei Armin herzlich bedankt und weil mein erstes Buch in Spanien spielt, hat er ihm eine Flasche spanischen Sekt geschenkt. Das fand ich eine gute Idee. Danach mussten wir schnell weiterfahren, weil Armin schon am späten Nachmittag im Schwarzwald sein sollte. Jetzt liegen wir in einem schönen Hotel im Bett und der Vollmond scheint zum Fenster herein.
Dein Mondkrokofil
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Heute war ein ganz besonderer Tag! Wir waren in der Geschwister-Scholl-Schule in Steinbach und hatten dort vier Lesungen. Bei jeder Lesung hörten hundert Kinder zu. Vierhundert Zuhörer an einem Tag! Zum Glück hatte Frau Wolf für Armin eine Thermoskanne mit Salbeitee und Honig bereit gestellt, sie ahnte, dass Armin mit einer Kratzstimme in die Schule kommen würde. Auch hier in Steinbach hatten die Kinder der ersten Klassen interessante Vorstellungen davon, was ein Traumländer sein könnte. Es könnte einer sein, der von einer versunkenen Stadt träumt. In den zweiten Klassen kam die Idee, es könnte einer sein, der von der Zukunft träumt. Jemand aus einer dritten Klasse machte den Vorschlag, das könnte einer sein, der tolle Dinge erfindet, wie zum Beispiel eine Zeitmaschine. Damit könnte er in verschiedenen Träumen hin und her reisen. Er könnte in die Vergangenheit und in die Zukunft reisen. Dann kamen die vierten Klassen. Mir fiel auf, dass Carolina, You-Kyoung und Anik aus der 4b Block und Stifte dabei hatten und die ganze Zeit mitschrieben. Die drei Mädchen aus der Klasse von Frau Wolf haben Armin dann noch interviewt. Für das Interview hat ihnen die Taunuszeitung eine halbe Seite zur Verfügung gestellt. Gestern haben sie alles mit einer Journalistin durchgesprochen, damit das Interview richtig gut wird. Fragen zu stellen will auch gelernt sein. Aber vorher musste Armin noch Liegestütze machen. Da er erkältet und ein bisschen angekratzt war, sah er etwas unglücklich aus. Lilli sagte zu ihm: Nicht jammern, sonst musst du 20 Liegestütze machen! Dann fand also das Interview statt. Armin wurde gefragt, wie er dazu gekommen sei, Schriftsteller zu werden. Und sie fragten ihn, welche Bedeutung für ihn Glück, Freundschaft, Liebe und Angst haben. Das sind wirklich große Fragen! Als wir schließlich hinausgingen, lief uns noch die Konrektorin, Frau Hausotter, nach und übergab uns zusammen mit Frau Wolf eine Flasche Wein und Pralinen als Dankeschön. Emilia wollte unbedingt noch ein Buch haben, und Malik, der sich den Arm gebrochen hatte, bat Armin um ein Autogramm auf den Gips. Er sagte ihm, dass er jetzt immer, wenn er ein Buch liest, an ihn denken wird. Und er habe immer davon geträumt, einmal einem Traumländer zu begegnen. Nun ist er froh, dass das Wirklichkeit geworden ist. Luca will Armin einen Brief schicken in dem sie schreibt, was ihr an der Lesung am Besten gefallen hat. In den Brief will sie ein Herzchen und eine Murmel legen. Alle Kinder waren sich einig, dass sie Traumländer sein wollen. Das war für mich heute ein sehr glücklicher Tag.
Dein Glückskrokofil
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Als ich heute morgen zu Armin ins Bett kroch, um ihn zu wecken, schlief er fest wie ein Murmeltier. Ich habe ihn ein paar Mal angestupst, aber er drehte sich einfach auf die andere Seite. Er wollte einfach nicht aufstehen. Und er gab mir keine Antwort, als ich ihm Guten Morgen sagte. Ich wunderte mich sehr über ihn. Schließlich ging er wortlos ins Bad. Als er sich dann zu mir an den Frühstückstisch setzte, brachte er kein Wort heraus. Da begriff ich, was los war: Armin hatte seine Stimme verloren. Mir fiel ein, dass Prinzessin Anna Lucia in einem solchen Fall Tee mit Honig getrunken hatte. So brachte ich ihm schnell eine Tasse davon, denn wir mussten zu einer Lesung in die Grundschule Burgholzhausen. Dort wurden wir von der Rektorin, Frau Bayer, freundlich begrüßt. Die Kinder erwarteten uns schon, sie saßen auf blauen Gymnastik-Matten. Armin krächzte wie eine Rabenkrähe. Ich fand sehr nett, dass die Kinder ganz leise und aufmerksam zuhörten. Ich glaube, dass Armin ihnen auch Leid tat mit seiner Erkältung. Die Kinder der ersten und zweiten Klassen hatten interessante Ideen davon, was ein Traumländer sei. Eine Antwort war: Das ist jemand, der sich wie in einem Karussell im Kreis dreht. Eine andere Antwort war: Das ist jemand, der weiß, was morgen geschieht. Oder jemand, der nur gute Träume hat. Als Armin Liegestütze machen sollte, wollten ihm die Jungs aus der vorletzten Reihe, die ein bisschen vorlaut gewesen waren, nicht helfen. Da hat ihm Klara bravourös beigestanden. Nach der Lesung wollten viele Kinder ein Autogramm von Armin haben. Sven hat erzählt, dass er gerade eine Kurzgeschichte über Delfine schreibt. Beim Hinausgehen liefen die Kinder Armin nach, umarmten ihn und bedankten sich dafür, dass er gekommen war. Sie wünschten ihm gute Besserung für den Hals. Das war ein ganz neues Erlebnis für mich. Am Nachmittag waren wir noch in Bad Homburg in einer Kindertagesstätte, wo Kinder von vier bis sechs Jahren auf uns warteten. Auch sie erzählten, wovon sie träumen. Ein Kind träumte von einer Fee, ein anderes von einem Drachen. Der Niklas, der gerade erst vier Jahre alt geworden ist, träumt immer von Büchern, weil ihm seine Mutter abends immer aus mehreren Büchern vorliest. Er kann auch an keiner Buchhandlung vorbeigehen, ohne dass ihm seine Mutter ein neues Buch kaufen muss. Die Lesungen in dem Kindergarten fanden in einem kleinen Turnraum statt, die Kinder saßen auf roten Matten. Und weil die Kinder noch recht klein waren, las Armin zwei Mal vor 25 Kindern. Sie hatten ganz glänzende Augen, und ich denke, dass sie auch davon träumen, bald selbst lesen zu können. Ubrigens krächzt Armin noch immer und ich koche ihm wieder Tee mit Honig.
Dein fürsorgliches Krokofil
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Jetzt habe ich dir noch mehr zu erzählen, denn am Nachmittag waren wir in einer weiteren Schule in Friedrichsdorf. Sie heißt: Rhein-Main-International-Montessori-School. Was für ein langer Name! Ich habe mich zuerst gefragt, was hier wohl das Wort international bedeutet, aber das wurde mir schnell klar. Als wir das Schulgebäude betraten, wurden wir nämlich gleich auf Englisch begrüßt. Armin befürchtete schon, er müsse jetzt auch die Lesung auf Englisch machen. Aber auf einmal wechselten die Lehrerinnen ins Deutsche und wir waren ganz erleichtert und sahen: Die Kinder hier verstehen auch Deutsch. Wir haben zuerst gemeinsam gesungen, dann hat Armin den Kindern vorgelesen. Die Kinder und auch ihre Eltern hörten ihm gebannt zu. Am Ende gab es noch eine Signierstunde, bevor wir schließlich ziemlich müde und schlapp nach Hause gingen. Das war heute ein langer und anstrengender Lesetag, aber auch sehr schön!
Dein müdes Krokofil
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Wer bist Du?, fragte ein Junge und schaute Armin neugierig an. Das ist doch der Schriftsteller, sagte ein Mädchen, noch bevor die Rektorin Frau Biehr Armin den Kindern vorstellen konnte. Die Lesungen heute fanden in der Landgraf Ludwig Schule in Bad Homburg statt. Als Frau Biehr den Kindern erzählte, dass Armin aus München gekommen sei, rief ein Junge: Dort bin ich geboren. Die Kinder der ersten und zweiten Klassen hockten auf dem Fußboden der Schulbücherei und spitzten die Ohren, als Armin zu lesen begann. Sie hatten viele Ideen, was ein Traumländer sein könnte. Ein Mädchen sagte, ein Traumländer könne von einem Traum zum anderen springen. Ein Junge meinte, dass er wie das Traumfresserchen böse Träume verjagen könne. Und einer meinte, das sei doch klar: Ein Traumländer kommt aus dem Traumland. Sein Traumland stellte er sich so vor: Er sei ein König, habe ein Schloß und einen Hausdrachen und gäbe Befehle, die alle zu befolgen hätten. Die Kinder der dritten und vierten Klassen waren bei der anschließenden Lesung so leise und aufmerksam wie ich es selten erlebt habe. Sie hatten viele Fragen und wollten unbedingt wissen wie es weitergeht mit mir. Yasemin kam gleich nach der Lesung mit ihrem Taschengeld nach vorne. Sie wollte das Buch sofort haben und mochte nicht auf die Sammelbestellung warten. Ihre Freundin Semem war sehr traurig darüber, dass sie kein Geld dabei hatte, aber ich denke, dass Yasemin sie mitlesen lässt. Armin musste viele Autogramme geben. Darüber machte sich Janeck lustig und sagte: Dein Autogramm sieht ja aus wie von einem Baby hingekritzelt. Da müsste er erst einmal meine Unterschrift sehen!
Dein Kritzelkrokofil
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Als ich heute aufwachte, fühlte ich mich ausgeruht und voller Tatendrang. Heute hatten wir nur zwei Lesungen in einer Schule. Die Schule, die nach dem Schriftsteller Peter Härtling benannt ist, ist in Friedrichsdorf und hat als Signet ein Federmännchen. Als wir mit dem Rektor der Schule Herrn Müller in die Aula kamen, waren wir total überrascht. Uberall an den Wänden hingen kleine und große, grüne und bunte Bilder von mir. Ein besonders großes Bild hatten ein paar Kinder gemeinsam mit Wasserfarben gemalt. Und dann gab es mich auch noch als Mosaik an der Wand. Es gab viele Male den Palast des Felsenkönigs, und Prinzessin Anna Lucia war auf einem Bild in ihrem Hochzeitskleid zu sehen. Noch bevor Armin anfing zu lesen, kam Jan zu ihm nach vorne an die Bühne und schenkte ihm ein Bild, auf dem Toro und ich auf dem Schiff ins Land der weißen Pferde fuhren. Die Kinder hatten schon das erste Kapitel vom ersten und zweiten Buch im Internet gelesen. So wussten sie auch, was es heißt, Traumländer zu sein. Natürlich wussten sie, dass ein Traumländer seine Träume wahr macht. Dazu hatten sie noch genauere Vorstellungen. So meinte ein Junge, ein Traumländer sei jemand, der am Tag träumt, ein anderer Junge sagte, ein Traumländer träumt von Ländern, in die er gerne reisen möchte. Und ein Mädchen meinte, ein Traumländer würde von Mädchen träumen. Die Kinder hatten viele Fragen zum Buch. Besonders interessierte es sie, warum Armin ausgerechnet über ein Krokodil geschrieben hat und nicht über einen Pinguin oder eine Giraffe. Aber ich weiß, dass Armin von mir erzählt hat, weil alle Leute Krokodile für gefährlich und bösartig halten. Sicherlich sind viele Krokodile so, aber ich bin eben ein freundliches Krokodil und das ist auch die Antwort auf die Frage, warum ich Krokofil heiße. Nach der Lesung wollten viele Kinder das Buch kaufen und die, die kein Geld dabei hatten, ärgerten sich darüber, dass sie es zu Hause vergessen hatten. Aber es gibt ja noch die Möglichkeit, dass ihre Lehrerinnen eine Sammelbestellung an Armin schicken. Am Ende kam Komal zu Armin und bat ihn, etwas in ihr Poesiealbum hineinzuschreiben. In dem Poesiealbum standen viele Fragen. Armin antwortete auf die Frage, was sein schönstes Erlebnis gewesen sei. Er schrieb, das wäre eine Reise nach Indien gewesen. Da strahlte Komal und sagte: Ich komme aus Indien. Als Armin und ich noch einmal in die Aula gingen, um uns die schönen Bilder noch einmal in Ruhe anzuschauen, blieb ich vor dem großen Wasserfarbenbild stehen. Das haben acht Kinder der Klasse 3b gemalt, sagte Sofia, und weil es uns so gut gefiel, versprach Sofia, uns ein Foto davon zu schicken. Ich bekomme richtig Lust, auch mit Wasserfarben zu malen.
Dein Wasserfarbenkrokofil
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Seit langem konnte ich heute mal etwas länger schlafen. Ich bin erst um halb sieben aufgestanden, weil die erste Lesung erst um neun anfing. Und endlich schien morgens auch einmal die Sonne, als wir im Krokofilmobil losgefahren sind. Armin hielt am ersten Kiosk an, weil er ganz scharf darauf war, was die Rheinische Post gestern über uns geschrieben hat. Lesen macht Bilder im Kopf, stand auf der dritten Seite des Mönchengladbacher Teils. Ein Foto von Armin und zwei Kindern, die ihm bei den Liegestützen geholfen hatten, sprang uns und sicherlich auch allen anderen Lesern sofort ins Auge. Ich bin ganz gerührt und stolz. Die Katholische Grundschule Hoengen erkennt man sofort. Ihre Architektur ist ganz ungewöhnlich zwischen den alten Häusern. An der Eingangstür sind wir verblüfft stehengeblieben. Da ist schon jemand vor uns aufgetreten. Es hing nämlich ein großer Zettel an der Tür, auf dem stand: In der Schule sind Kopfläuse aufgetreten. Diese Gruppe kenne ich noch gar nicht, aber ich habe gemerkt, dass sie uns immer ein Stück voraus sind. Sie müssen sehr bekannt sein, denn wir haben mitbekommen, dass sie schon in vielen Schulen waren, in Bayern, in Hessen, in Niedersachsen, in Nordrhein-Westfalen, da, wo wir auch waren. Vielleicht treffen wir sie ja auch mal....... Die Schulleiterin Frau Glettenberg hat sich richtig gefreut als wir ankamen und du weißt ja, weshalb wir so gute Laune hatten. Wir waren ausgeschlafen, die Sonne schien und wir würden hier viel Neues erfahren. Im Musikraum warteten schon die ersten und zweiten Klassen auf uns. Die meisten Kinder saßen auf dem Fußboden und die übrigen auf den Tischen, die sie an die Wände geschoben hatten. Sigrid war überglücklich, weil ein schönes Klavier dastand. Die Kinder haben gejubelt als Armin ankündigte, dass er zehn Liegestütze machen würde, wenn er sich verspricht. Und als Armin erzählte, dass Sigrid eine Sprache spricht, die alle Kinder auf der ganzen Welt verstehen, waren sie überzeugt, dass könne nur Bayrisch sein. Während der Lesung waren die Kinder so konzentriert, dass sie genaue Bilder in ihren Köpfen entwickelt haben, zum Beispiel von dem weiten Garten, von meiner Hochzeit, wenn ich denn einmal heiraten sollte. Als Armin sich am Ende der Lesung versprach, war es ganz still und kein Kind traute sich, etwas zu sagen. Aber Sigrid hat es verraten und so musste der Armin mal wieder zehn Liegestützen machen. Tizian hat ihm dabei geholfen. Ein Junge und ein Mädchen haben auch auf dem Klavier gespielt und ein Junge erzählte, dass er gerade eine Geschichte schreibt. Sie heißt: Der Löwe. Ich glaube nicht, dass sie von Läusen handelt, sondern von einem größeren Tier. Zum Schluss haben wir alle das Sankt Martins Lied zusammen gesungen. Nach der großen Pause kamen die dritten und vierten Klassen in den Musikraum und der Musikraum wurde noch voller als bei der ersten Lesung, weil es fünf Klassen waren. Die Kinder haben erzählt, welche Musikinstrumente sie spielen. Dabei hat sich ein Junge versprochen und hat statt Schlagzeug Flugzeug gesagt. Eigentlich hätte er dafür Liegestütze machen müssen. Dann haben die Kinder überlegt, was wohl ein Traumländer ist. Sie hatten so schöne Ideen. Einer erzählte, dass ein Traumländer jemand sei, der von einer Sprache träumt, die er gerne sprechen würde. Valentin meinte, ein Träumländer hätte Visionen, so wie er selbst. Er hatte die Vision gehabt, dass Armin kommen würde. Und ein Junge hatte schon vorher davon geträumt, dass Armin Liegestütze machen würde. Als Armin dann seine Liegestütze machen musste, waren alle dagegen, dass ihm einer hilft. Aber Valentin hat sich dann doch erbarmt und ihm dabei geholfen. Als es darum ging, wie ein Buch entsteht, erzählte Annika von ihrer Mutter, die gerade ein Buch schreibt. Sie wusste genau, dass ein Schriftsteller auch auf Hilfe angewiesen ist. So muss jemand Korrektur lesen, jemand muss die Bilder malen, dann braucht man einen Verlag und eine Druckerei. Die Kinder wussten auch, dass man nur vier Farben braucht für ein Buch mit Bildern. Ich glaube die Kinder waren auch besonders musikalisch. Sie waren so begeistert davon wie Sigrid Klavier gespielt hat, dass sie immer Zugabe, Zugabe riefen, und das Stück vom Spanischen Gitarrenspieler wollten sie immer wieder hören. Als Sigrid noch ein anderes spanisches Stück spielte, wurde der Musikraum zur Fußballarena. Zuerst haben sie im Sitzen dazu geschunkelt und dann die Laola-Welle gemacht. Ihre hoch gestreckten Arme sahen aus, als wollten sie den Brautstrauß der Prinzessin fangen. Schön fand ich es, als ein Mädchen Armin fragte, ob er schreibt, um Kindern eine Freude zu machen. Sie wollten auch wissen, wann Armin angefangen hat zu schreiben. Und sie wollten unbedingt, dass wir bald wiederkommen. Das haben wir fest vor. Wir kommen wieder, wenn alle Kinder mein erstes Buch gelesen haben. Ich glaube, wir haben sie mit unserem Auftreten mehr beeindruckt als die Läuseband. Auf dem Weg zum Auto habe ich mir ein Läuselied überlegt. Es geht so: Mit Läusen nehmen wir es immer auf, denn wir sind einfach besser drauf. Wir lesen alle an die Wand, wer gut ist, hält auch Läusen stand. Das meint auch Armins Schwester Imke, die heute dabei war. Sie ist extra aus Aachen gekommen. Ihr hat unsere Veranstaltung richtig gut gefallen, auch ohne Läuse. Von denen hat sie gar nichts gemerkt.
Dein Läusekrokofil
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Gestern waren wir doch in dieser kleinen Schule und heute habe ich das ganze Gegenteil erlebt. Die Grundschule in Beckrath hat eine wunderschöne große Turnhalle, in der die Lesungen stattfinden sollten. Zuerst fand ich so schön, wie die Kinder und Lehrer für uns die Turnhalle geschmückt hatten. Da waren ganz verschiedene Krokodile vorn auf den Tischen und auf blau und grün geschmückten Sockeln. Und Stellwände standen da mit Plakaten, auf denen stand: Schock deine Eltern, lies ein Buch! Die Schulleiterin und die Lehrerinnen haben uns sehr herzlich empfangen. Bei der Begrüßung in anderen Sprachen hat uns ein Junge verraten, wie man sich im Wilden Westen begrüßt. Er rief: Hugh! Die Kinder haben sehr gelacht darüber. Beim Klavierstück vom Spanischen Gitarrenspieler wussten viele sofort, woher es seinen Namen hat. Er klingt ganz spanisch und als ob es auf einer Gitarre gespielt wird. Als Armin dann las, wie ich mit der Prinzessin Anna Lucia gekuschelt habe, kuschelten sich zwei Jungen in der ersten Reihe ganz lieb aneinander. Obwohl mehr als achtzig Kinder aus den ersten Klassen zuhörten, war es ganz still in der großen Turnhalle. Sie haben auch genau aufgepasst, ob sich Armin verliest, und als Armin seine Liegestütze machen musste, hat Miguel ihm dabei geholfen. Am Ende kam Julia zu Sigrid und schenkte ihr einen schönen blauen Glasstein. Sigrid freut sich darüber riesig und wird ihn auf ihr Klavier legen, wenn sie wieder in München ist. Danach kamen die zweiten Klassen und zwar die Marienkäferklasse, die Delfinklasse und die Rabenklasse. Und zum ersten Mal bei unseren Lesungen wurden wir auch in der Hunde- und in der Katzensprache begrüßt. Als die Kinder raten sollten, wovon ein Traumländer träumt, meinte Jordan: vielleicht von einem neuen Zuhause oder einem schönen Urlaub. Nach der Lesung erzählten sie von ihren Bildern in ihren Köpfen: von dem Weidenkörbchen, in dem ich gelegen hatte, von dem Hochzeitsstrauß auf meinem Kopf, von der Schlange, die die Königin gebissen hatte, von den geschlossenen Toren, von Prinz Kara Ben Duin und davon, wie die Prinzessin mir den Namen Krokofil gegeben hatte. Die Kinder konnten gar nicht genug kriegen vom Klavierspielen und riefen immer: Zugabe, Zugabe! Armin ließ sie abstimmen, was sie noch hören wollten. Am Ende haben wir gemeinsam das Sankt Martins Lied gesungen. So langsam kann ich auch alle vier Strophen. Bei der dritten Lesung ist mir fast die Spucke weggeblieben. Als auf den Bänken schon mehr als achtzig Schüler saßen, kamen noch einmal so viele mit Stühlen in den Händen und setzten sich hinter die anderen. Und alles verlief ganz ruhig und freundlich. Das waren die dritten und vierten Klassen. Und dazu kamen noch die Lehrer und die Leute von der Presse, nämlich ein Fotograf und eine Journalistin. Die Kinder haben uns in vielen Sprachen begrüßt und als Armin wissen wollte, welche Sprache alle Kinder in der ganzen Welt verstehen, haben sie lange geraten. Armin gab ihnen den Tipp, dass Sigrid diese Sprache sehr gut spricht. Und weil sie wussten, dass Sigrid aus München kommt, meinten sie: Die Sprache, die alle Kinder auf der Welt verstehen, das müsse bayrisch sein. Darüber mussten Armin und Sigrid fürchterlich lachen. Was ein Traumländer ist, stellten sie sich so vor: Einer, der von anderen Welten träumt, einer, der etwas Besonderes träumt, oder einer, der von anderen Ländern träumt. Als Armin gelesen hatte, meinten sie, er hätte sich fünfmal verlesen und er müsste fünfzig Liegestütze machen. Als ihm vier Kinder zu Hilfe kamen, und Armin meinte, nun müsste jeder von ihnen zehn Liegestütze machen, waren die anderen überhaupt nicht einverstanden. Sie wollten sehen, ob Armin fünfzig Liegestütze schafft. Und er hatte doch davor schon zwanzig gemacht. Also blieb er hart und sagte: Nein, wir machen alle nur zehn. Nach den Liegestützen erzählten die Kinder, welche Bilder sie in ihren Köpfen behalten hatten. Da waren die Blumen auf meinem Kopf, sie erinnerten sich daran, wie die Prinzessin und ich wie zwei Tanzmäuse im Kreis getanzt hatten, wie die Königin starb, wie wir zusammen in einem Bett schliefen und wie wir unter dem Mandelbaum standen. Sie sahen den Prinz mit seinem Turban und seinem schwarzen Umhang vor sich und noch viele andere Bilder mehr. Als Armin weiterlas und zu der Stelle kam, wo ich eine Trompetenblume pflückte, rief Simon sofort ganz laut: Die sind aber giftig! Der hatte gut aufgepasst. Beim Klavierspielen haben die 150 Schülerinnen und Schüler mit den Füßen den Takt geklopft. Das war vielleicht eine Stimmung. Am Ende haben alle in der riesigen Turnhalle Liegestütze gemacht und am Ende gingen sie wieder mit ihren Stühlen in ihre Klassen zurück. Die Lehrerinnen haben uns im Lehrerzimmer noch Kaffee und Kuchen gegeben und Geschenke für Armin und Sigrid. Das schönste Geschenk war, als uns eine Lehrerin noch einen Body-Book und ein Bild brachte. Das Body-Book hatte Hendrik gemacht mit sieben wunderschönen Bildern von meiner Geschichte. Und Lena hat das Schloß gemalt mit mir und sie hat darüber geschrieben: Mir hat es besonders gut gefallen, als die Prinzessin Krokofil gepflegt hat. Die Bilder werden wir aufhängen. In diese Schule wollen wir unbedingt wieder gehen und haben schon einen Termin vereinbart im nächsten Mai. Dann ist nämlich Lesewoche in der Grundschule Beckrath und wir werden dann den zweiten Band mitbringen. Bis dahin werden die Kinder mein erstes Buch gelesen haben.
Dein Body-Book-Krokofil
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Wir sind heute wieder mächtig früh aufgestanden. Im Halbschlaf habe ich mir die Zähne geputzt, habe mir aus Versehen verschiedene Socken angezogen und habe mich im Krokofilmobil auf die Rücksitze gelegt. Dort und bin gleich wieder eingeschlafen. Als das Auto mit einem Ruck anhielt, standen wir vor der Katholischen Grundschule Günhoven. Frau Paschke, die Schulleiterin, wartete schon auf uns und dann kamen schon die Kinder zur Lesung. Nachdem wir uns auf Deutsch begrüßt hatten, war ich ganz überrascht, dass uns Elisa auf Englisch und Arabisch einen Guten Morgen wünschen konnte. Dann kam das übliche Rätselraten, welche Sprache wohl alle Kinder auf der Welt verstehen. Ein Junge meinte, dass sei Gottes Sprache. Uber die Zeichensprache haben sie es dann schnell herausbekommen. Viele Kinder in den dritten und vierten Klassen spielen Musikinstrumente. Dann machten sie Vorschläge, was ein Traumländer sein könnte. Einer meinte, dass ich von ganz viel Wasser träume. Das war gut überlegt, denn ich träume wirklich von ganz viel Wasser. Ein anderes Kind meinte, ein Traumländer träumt von einem Land und dann wieder von einem anderen. Das hat mir auch sehr gut gefallen. Dann hat Armin gelesen und den Kindern gesagt, wie wichtig es ist, dass sie sehr viel lesen. Jago hat gleich eingeworfen, dass er schon nach einer Seite damit Probleme kriegt. Armin sagte, dass sei nicht so tragisch. Er hätte am Anfang auch Probleme mit dem Lesen gehabt. Aber er hätte immer mehr Spaß daran gefunden. Ein Mädchen kannte meine Geschichte schon, weil sie früher in der Schule Nordstraße war, wo Armin schon gelesen hat, aber sie erkannte Armin nicht wieder. Das wollte Armin gar nicht glauben. Ein Kind fragte Armin, ob er die Geschichte inzwischen nicht schon auswendig könnte. Zwei Jungen und zwei Mädchen halfen Armin bei den Liegestützen. Die Kinder haben von ihren Träumen erzählt, ich kann mich nicht mehr an alle erinnern, aber ein Junge sagte, dass sein Traum ein ferngesteuerter Unimog sei. Die Kinder hatten so viele Bilder im Kopf behalten, dass Armin sagte, sie hätten die Filmleinwand in ihrem Kopf. Als Armin vorlas, was ich alles als Krokofilfrass gegessen hatte, habe ich gesehen, dass alle Lehrerinnen darüber lachen mussten. Ich hätte zu gerne gewusst weshalb. Als es um die Schießscharten ging, durch die ich zum Schluss sehnsüchtig schaue, erzählten ein paar Jungen, dass sie in der Eifel bei einem Schloss waren und in diesem Schloss gab es Schießscharten. Die Kinder kannten sich schon sehr gut aus damit wie man ein Buch macht und sie wussten, dass man dafür nur vier Farben braucht. Lisa spielt schon seit vier Jahren Klavier und sie spielt vieles auswendig. Schade, dass in dem Raum kein Klavier stand. Und Moritz hat versprochen, eine eigene Geschichte zu schreiben. Die will er dann vortragen, wenn wir im Frühjahr wieder in die Schule kommen. Im Gang sagte uns Jago noch, dass er wahrscheinlich jetzt auch mehr lesen wird. Nach der Pause kamen die erste und zweite Klasse zur Lesung. Die Kinder waren am Anfang fest davon überzeugt, dass ein Traumländer nur ein Schlafwandler sein kann. Und mindestens fünf erzählten, wie sie selbst geschlafwandelt sind. Aber dann kamen sie darauf, dass ein Traumländer einer ist, der seine Träume wahr macht. Gleich erzählten sie uns, was sie werden wollten. Ein Junge wusste genau, dass er Fußballprofi wird und wenn er dann zu alt dafür ist, wird er Trainer. Ein anderer Junge wird Restaurantmanager, eine Dritte wird Kellnerin und mehrere wollen Tierpfleger werden. Marc will Flugzeugtechniker werden, wie sein Vater. Ein anderer wird Computertechniker und mehrere wollen sogar Lehrer werden. Die Kinder freuten sich diebisch auf die Liegestützen und passten genau auf. Ein Mädchen und zwei Jungen halfen Armin und ein Junge strengte sich dabei so an, dass er danach erstmal auf dem Bauch liegen blieb. Die Bilder, die die Kinder im Kopf behalten hatten, waren wunderschön. Sie haben auch mehr gesehen als Armin erzählt hatte, weil sie sich ganz eigene Bilder gemacht haben. So war das Kleid der Prinzessin einmal aus Gold, ein anderes Mal aus Silber. Nur ein Junge meinte, er hätte überhaupt nichts gesehen. Aber ich glaube, der wollte nur alle zum Lachen bringen. Armin hat ihn gefragt, ob er bei der Lesung geschlafwandelt ist. Am Ende haben wir alle gemeinsam das Sankt Martins Lied gesungen. Wir kommen gerne wieder in diese Schule.
Dein Schlafwandlerkrokofil
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Dass es in Büttgen so viele Traumländer gibt, hatte ich nicht erwartet, als wir heute Morgen durch die niederrheinischen Nebelschwaden zur Gemeinschaftsgrundschule an der Römerstraße fuhren. Zur ersten Lesung waren Kinder aus den ersten und zweiten Klassen gekommen und viele von ihnen haben schon eigene Geschichten geschrieben. Nils hat zum Beispiel von einem schwarzen Drachen erzählt, von einem Ritterschloss und seine Geschichte war so lustig, dass sich die Kinder fast kaputtgelacht haben. Jannis ist auch nach vorne gekommen und hat seine eigene Geschichte erzählt, von einem Kind, das im Wald aus seinem Rucksack viele Spielsachen verliert und sich schließlich ein Lager baut. Viele Kinder spielen selbst ein Instrument und verlangten von Sigrid immer mehr Zugaben. Zum Schluss haben wir alle gemeinsam mit den Lehrerinnen gesungen. Die Kinder kannten alle Strophen vom St.-Martins-Lied. Nach der Lesung hat Anes noch erzählt, dass er leidenschaftlich gerne liest und zu Hause eine ganze Büchersammlung hat. Er schreibt selbst Geschichten und malt auch die Bilder dazu. Zur zweiten Lesung kamen Kinder aus den zweiten und dritten Klassen. Auch von ihnen spielen viele ein Instrument. Als es darum ging, was ein Traumländer ist, hatten sie viele Ideen. Ein Traumländer könnte einer sein, der in einem Land lebt, in dem es viele verschiedene Träume gibt oder er kommt aus dem Land der Träume. Oder: Es ist einer, der von etwas träumt und dann ist es plötzlich da. Nach dem ersten Kapitel erzählten sie von den Bildern, die in ihren Köpfen entstanden waren. Sie erinnerten sich an mich, als ich noch ganz klein war und am ganzen Körper gezittert hatte, daran wie der Felsenkönig seinen Dienern befohlen hatte, mich mitzunehmen. Sie sahen alle verschlossenen Tore des Palastes, sie sahen wie alle über mich lachten und sie stellten sich die Schlange vor, die die Königin gebissen hatte. Ein Junge sah die Pyramiden vor sich und ein anderer den Vollmond in der Nacht, wenn ich einmal heiraten würde. Armin freute sich, dass sie so viele Bilder im Kopf behalten hatten, da sagte ein Junge: Diese Bilder behält man aber nur bei guten Büchern im Kopf. Darüber hat sich Armin natürlich besonders gefreut. Als Sigrid das Lied vom Spanischen Gitarrenspieler gespielt hatte, hatten sie sehr genau gehört, dass das Klavier dabei wirklich wie eine Gitarre geklungen hatte. Später wollten sie wissen wie ein Buch entsteht. Sie wussten gleich, dass man vier Farben für ein farbiges Buch braucht. Jonathan erzählte, dass er selbst Bücher schreibt und kam nach vorne und erzählte uns seinen Ratekrimi. Nach der Lesung haben uns Lina und Franka ihre selbst gemachten dicken Bücher mit einer Hamstergeschichte gezeigt. Sie haben wunderschöne Zeichnungen gemacht, zum Beispiel vom Hamster im Bienenkorb, vom Parfümlabor und von den Hamstern in der Steinzeithöhle. Vielleicht schicken sie mir noch ein Bild. Als wir durch die Schule gingen, haben wir die vielen Laternen gesehen, die die Kinder für den Martinsumzug gebastelt haben. Auf dem Schulhof stehen zwei Tischtennisplatten aus Stein. Da hat Armin den Kindern gezeigt, dass man mit einem Krokofilbuch auch Tischtennis spielen kann. Leider waren die vierten Klassen heute nicht zur Lesung, weil sie sich auf die Fahrradprüfung vorbereiten mussten, aber vielleicht laden uns Frau Schneider und Frau Müller bald wieder zu einer Lesung ein. Als Armin nachmittags seinen Computer einschaltete, hatte Jonathan ihm schon eine E-Mail geschrieben. Denn Jonathan sucht einen Verleger für seine Geschichten und Armin hat versprochen, ihm dabei zu helfen. Ich habe genug für heute geschrieben und mache jetzt einen Nachmittagsschlaf.
Dein Krokovielschreiber
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Heute sind wir zuerst nach Ossenberg gefahren. Das ist ein kleiner Ort am Niederrhein. Weil es in der Schule kein Klavier gab, bot uns eine Lehrerin an, das Keyboard ihrer Tochter zu holen. Als Sigrid vor dem Keyboard saß, musste sie erst einmal lachen, weil das Keyboard wirklich sehr klein war und die Tasten viel schmaler als bei einem normalen Keyboard. Es war ein richtiges Baby-Keyboard. Als sie dann darauf spielte, musste sie noch mehr lachen, weil ihre Finger zu dick waren für die Tasten. Dabei sind ihre Finger eigentlich ganz schlank. Und da hat sie vorgeschlagen, dass alle zusammen singen anstelle des Klavierspiels. Die Kinder aus der Mäuseklasse und aus der Storchenklasse fanden das ganz toll. Zuerst haben sie Bruder Jakob mit Sigrid gesungen, dann ein Lied von einer Maus und zum Schluss noch die Vogelhochzeit. Danach kamen die dritten und vierten Klassen zur Lesung. Ein Schüler meinte: Ein Traumländer sei einer, der viel Phantasie hat. Das gefiel mir gut. Und nach der Lesung hatten sie interessante Bilder im Kopf. So stellten sich zwei die Schlacht vor, die der Felsenkönig gewonnen hatte. Vielleicht haben sie einmal in einem Museum ein großes Schlachtengemälde gesehen. Sie erzählten, dass sie genau die Trompetenblume vor sich sehen, die gepunkteten Kleider der Tänzerinnen und ein Junge hat genau gewusst, was Krokofil alles gegessen hat. Ein anderer sah mich vor sich wie ich ausgelacht wurde und allein zurückgelassen im riesigen Palast. Ein Junge fand besonders lustig, dass ich von dem Wein gekostet und ihn gleich wieder ausgespuckt hatte. Einige hatten schon selbst Geschichten geschrieben. Zum Beispiel eine sieben Seiten lange Geschichte: Die Tempelkatze. Am Schluss sind noch zwei Jungen an das kleine Keyboard gekommen und haben zwei Lieder gespielt: Alle meine Entchen und ein Weihnachtslied. Nach diesen sehr lebendigen Lesungen sind wir nach Orsoy an den Rhein gefahren. Die Schule liegt direkt hinter dem Damm, der den Ort vor Hochwasser schützen soll. In dieser Schule steht ein richtiges Klavier. Da hat Sigrid tief aufgeatmet. Zuerst kamen die ersten und zweiten Klassen zur Lesung. Sie hielten einen Traumländer für einen Tagträumer oder einen Schlafwandler. Als Armin sagte, dass er auch ein Traumländer sei und als Kind schon davon geträumt hatte, ein Schriftsteller zu werden, meinte ein Junge, dass hat auch geklappt, weil du daran geglaubt hast. Als Armin las, waren die Kinder mucksmäuschenstill. Es war nur das Klacken der Kameras und das Kritzeln auf Papier zu hören. Es waren nämlich zwei Journalisten und zwei Fotografen von der Zeitung gekommen, die über die Lesung berichten wollen. Zur vierten Lesung heute kamen noch einmal zweite und dritte Klassen. Als es um die Sprache ging, die alle Kinder auf der Welt verstehen, hatten die Schüler gute Ideen. Zum Beispiel: die Zeichensprache, die Sprache der Phantasie, die Sprache des Lächelns und sie haben gut verstanden, was Sigrid ihnen auf dem Klavier erzählt hat. Ein Junge hat es genau erklärt. Bevor Armin anfing zu lesen haben sie soviel zu erzählen gehabt, dass ich schon dachte, er kommt heute überhaupt nicht mehr dazu. Jannick hat erzählt, dass sein Traum ist, Fußballer und Schriftsteller zu werden. Ein Mädchen erzählte, dass sie jeden Tag eine Geschichte schreibt. Gestern die Geschichte von Pir und Pat, das sind zwei Hunde. Ein anderes Mädchen hat am Ende der ersten Klasse für ihren Vater ein Buch geschrieben und ein Junge hat für seine Mama ein Comic geschrieben. Ein Mädchen hat in ihrem Urlaub Tagebuch geschrieben, ein anderes Mädchen schreibt jeden Tag in ihr Tagebuch. Und ein anderes Mädchen liest an jedem Abend ein Kapitel aus einem Buch vor. Immer mehr meldeten sich zu Wort, bis Armin fragte, ob er denn noch etwas lesen sollte. Das wollten die Kinder dann schon und auch sie waren so aufmerksam, dass es absolut still war. Die Bilder, die die Kinder nach der Lesung im Kopf hatten, waren besonders interessant. Ein Junge stellte sich den Palast mit Metallwänden vor. Ein Mädchen sah den Sternenhimmel und den Vollmond bei Krokofils Hochzeit. Ein Junge sah den Palast hoch oben auf dem Felsen vor sich. Ein anderer meinte, er sähe das Schloss wie in dem Buch Lummerland vor sich. Ein Junge rief: Ich habe fast alles im Kopf. Und ein anderer: Ich habe alles! Armin meinte, sie wären ausgezeichnete Filmregisseure, denn diese müssen so viele Bilder im Kopf haben. Dann klingelte es und die Kinder mussten ganz schnell zum Bus. Der Bus wartet nämlich nicht und die meisten Kinder in dieser Schule werden von dem Bus nach Hause gebracht. Mit Herrn Vinbruck, dem Rektor der Grundschule in Orsoy, haben wir vereinbart, dass wir im Frühjahr wiederkommen. Darauf freue ich mich schon jetzt! Und darauf, im Frühling auf dem Damm spazieren zu gehen und den Rheinschiffen zuzusehen. Ich habe richtig Lust bekommen, einmal mit einem Rheinschiff bis zum Meer mitzufahren. Vielleicht als Matrose?
Dein Schifffahrtskrokofil.
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Heute waren wir im Siebten Himmel. So heißt eine wunderschöne Buchhandlung in einem Vorort von Frankfurt. Als wir dort ankamen, wurde gerade ein Straßenfest gefeiert und vor der Buchhandlung tobten viele Kinder auf einer riesigen Hüpfburg herum. Da dachte ich mir: Wer wird denn von dieser tollen Hüpfburg herunterkommen und sich in die Buchhandlung setzen? Aber als wir kaum drin waren, kamen so viele Kinder und Eltern herein, dass die Buchhandlung gleich rappelvoll war. Viele Kinder waren noch im Gesicht bunt bemalt von einer Malerin auf dem Fest. In der Buchhandlung war ein wunderbarer Duft nach Apfeln, die für die Gäste in einem Korb bereit lagen. Ich habe mich gleich darüber hergemacht. Als Armin wieder nach der Sprache fragte, die jedes Kind versteht, kamen sie ziemlich schnell auf die Sprache der Musik. Und viele spielten selber ein Instrument. Zum Beispiel: Geige, Klavier, Trompete, Blockflöte und ein Mädchen spielte Trommel und Harfe. Ein kleines Kind sagte ganz leise, dass es Xylophon spielt. Und weil es so leise sprach, verstand es Armin nicht und fragte zurück: Du spielst Telefon? Da haben alle schallend gelacht. Nach der Lesung standen die Kinder und Eltern Schlange, weil fast alle ein Buch mit einer persönlichen Widmung haben wollten, doch als wir keine Bücher mehr hatten, bin ich schnell zur Hüpfburg gelaufen und habe mit den Kindern noch ein bisschen gespielt.
Dein Hüpfkrokofil
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Beim Frühstück hat mir Armin erzählt, dass Frau Hilgers und Frau Maier, zwei Lehrerinnen der Schule in Heimstetten, meine Bücher bei Antolin unterbringen wollen. Jetzt denken sie sich die Fragen aus, die die Kinder beantworten müssen, wenn sie Punkte fürs Lesen bekommen wollen. Ich fand es übrigens sehr schön, dass die Kinder der ersten und zweiten Klassen nach der gestrigen Lesung gleich Bilder zu der Geschichte gemalt haben. Auf einem Bild habe ich beim Herumtollen in den weiten Gärten Handstand gemacht und der Palast streckte sich richtig in den Himmel. Von diesem Bild habe ich heute Nacht geträumt.
Dein Antolin-Krokofil
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Ich bin eine Fledermaus, rief mir ein Junge zu, als wir heute zu zwei Lesungen in die Silva-Grundschule nach Heimstetten kamen. Und ein paar Mädchen hatten sich als Hexen verkleidet, denn heute ist Halloween und die Kinder verlangen von den Erwachsenen Süßes, sonst gibt es Saures. Der Rektor der Schule, Herr Segerer, hat uns in der Aula sehr freundlich begrüßt. Auf die Frage, was wohl ein Traumländer sei, sagte ein Kind, dass das einer ist, der träumt, dass das wirklich wird, was er träumt; über diese Antwort denke ich immer noch nach. Und als die Kinder geraten haben, welche Sprache wohl alle Kinder in der Welt verstehen, hat Clara eine Sprache genannt, von der nur ganz wenige schon einmal gehört hatten. Sie nannte Sorbisch, weil ihre Tante ihr Sorbisch beibringt. Armin hat sich dreimal versprochen und brauchte die Hilfe von zwei Schülern, weil er zu schlapp war, dreißig Liegestütze zu machen. Jeder sollte zehn machen, aber der Jonas hat es ihm gezeigt. Er hat nämlich dreißig Liegestütze gemacht. Nach den ersten und den zweiten Klassen kamen die dritten und vierten Klassen in die Aula. Sie haben uns auf Japanisch, Niederländisch, Schwedisch, Thailändisch, Spanisch und natürlich auf Englisch, Italienisch und Französisch begrüßt. Nach der Lesung haben sie von den Bildern erzählt, die ihnen im Kopf geblieben sind. Da war zum Beispiel der Mandelbaum mit den rosa Blüten. Obwohl das Mädchen noch nie einen Mandelbaum gesehen hatte, sah sie ihn genau vor sich. Andere Bilder waren der Vollmond, die verschlossene Burg, das Kleid der Prinzessin, die schwarzen Augen des Prinzen Kara Ben Duin, den sich der Junge als Ritter vorstellte. Dann gab es eine heiße Diskussion darüber, warum sich der Prinz in der großen Hitze soviel anzieht. Schwitzt er dann nicht noch viel mehr? Michael erzählte, dass er immer, wenn er vom Fußballspielen kommt, eine eigene Geschichte schreibt. Und Noemi hat bisher zwei Geschichten geschrieben und zwar eine Quatschgeschichte und eine Pilotengeschichte. Michael ist dann nach vorne gekommen und hat eine Geschichte erzählt. Sie handelte natürlich vom Fußballspielen und am Ende hatte der Fußball ein Gesicht. Er hat gesagt: Ihr könnt jetzt weiterspielen, aber bitte nicht so sehr auf mich draufhauen. Noemi hat ihre Quatschgeschichte erzählt, über die wir alle furchtbar lachen mussten. Da war ein Auto, das einen Verband um die Motorhaube bekam und Batman fuhr auf einem Einrad. Nach der Lesung haben sich einige Kinder bei Sigrid bedankt, weil ihnen das Klavierspielen so gut gefiel. Ein Junge sagte zu ihr: Was Du gespielt hast, war echt cool! Armin und Sigrid haben von der Vorsitzenden des Fördervereins ein sehr passendes Geschenk für ihre Geschichten bekommen. Das ist ein italienisches Gebäck. Es sind etwa sechzig Zentimeter lange Zungen, einmal mit Rosmarin und einmal mit Lavendel. Und Herr Segerer hat den beiden am Schluss Urkunden überreicht. Ich warte darauf, dass sie endlich die großen Schachteln mit den leckeren Zungen öffnen.
Dein Zungenkrokofil
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Das war heute eine lange und spannende Nacht. Armin hat nämlich in einer Nachtexkursion fünfzehn Männern und Frauen gezeigt, welche Arbeiten nachts gemacht werden müssen, damit in einer großen Stadt wie München am Tag alles normal läuft. Wir waren bei der Autobahnpolizei, im Frachtzentrum für Pakete, bei einer Bäckerei, aber du wirst es kaum glauben, ich fand es am spannensten im Klärwerk. Dort werden die Unmengen an Abwasser, die in der Stadt aus Haushalten und Großunternehmen in die Kanalisation fließen, gesammelt. Und das Regenwasser kommt selbstverständlich auch dazu. Da kommt eine ganz üble Brühe im Klärwerk an. Wir haben gesehen, dass sie zuerst durch Rechen fließen muss, um die festen Stoffe rauszuziehen, die mit angeschwommen kommen. Am Schlimmsten sind die Ohrstäbchen, Haarknäuel und Essensreste, die die Leute einfach in die Toilette kippen. Man kriegt sie sehr schwer wieder raus. Dann geht es über Sandfilter und durch verschiedene Becken, die mit Luft durchgeblasen werden. Zuletzt werden noch einige wenige chemische Zusätze gebraucht, damit das Abwasser gereinigt wieder in die Isar fließen kann. Ich war auf einen ziemlichen Gestank gefasst, aber so schlimm war es gar nicht. Die schmutzigsten Becken sind nämlich unterirdisch. Auf dem Gelände der Kläranlage leben zwei Rehe und ein Hirsch und viele Igel, Hasen und Enten. Herr Stehler hat uns alles genau gezeigt und erklärt. Er hat zum Beispiel erzählt, dass es in China überhaupt keine Klärwerke gibt und eine chinesische Gruppe, die das Münchner Klärwerk besuchte, war verblüfft darüber, dass das gereinigte Wasser einfach in die Isar geleitet wird. In China würden sie so sauberes Wasser in Flaschen füllen und verkaufen, hatten die Chinesen ihm erklärt. Dann hat er uns noch etwas Lustiges erzählt. Neulich schwamm ein weißer Schwan auf einem Klärbecken herum und alle Mitarbeiter schrieen: Der arme Schwan, wir müssen die Feuerwehr rufen! Die Feuerwehr kam und die Feuerwehrleute hatten große Mühe, den Schwan einzufangen und draußen wieder auszusetzen. Das hat ein paar Stunden gedauert. Als die Feuerwehr endlich wieder abgezogen war, ist der Schwan zurückgekommen und schwamm wieder stolz in dem Klärbecken rum. Am Ende der Nachtexkusion waren wir bei einem Bäcker. Das war ein unglaublicher Duft nach frischem Brot, Brezn, Semmeln und Croissants. Meine Nase hat richtig gezittert als ein Bäcker mit einer großen Schaufel das heiße Brot aus dem Ofen holte. Heute Nacht hat meine Nase wirklich sehr Unterschiedliches zu riechen bekommen. Jetzt ist es 5 Uhr und wir sind endlich zu Hause und haben ein frisches Kartoffelbrot mitgebracht. Das schneiden wir jetzt gleich zum Frühstück an und dann schlafen wir bis zum Mittag.
Dein Nasenkrokofil
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Ich drücke meine Nase an die Fensterscheibe und schaue in den Nebel. Draußen ist ein ganz feiner Regen und ich stelle mir vor, dass ich mitten in einer dicken schwarzen Wolke bin. Du weißt ja, dass ich den Regen liebe und deshalb mache ich mich jetzt auf zu einem Regenspaziergang.
Dein Wolkenkrokofil
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Die Schule in Waldstetten liegt neben dem Schwimmbad und als wir heute morgen dort ankamen dachte ich wieder an unseren letzten Besuch vor einem Jahr. Damals trugen die Kinder im Regen ihre Badekappen auf dem Kopf. Aber heute schien die Sonne und der Musikraum war lichtdurchflutet. 120 Kinder aus den ersten und zweiten Klassen saßen dicht gedrängt auf Stühlen und Bänken und warteten ungeduldig auf meine Geschichte. Sie hatten gut zugehört, das merkte ich an den vielen Bildern, die sie im Kopf behalten hatten und von denen sie uns erzählten. Dann kamen um 10 Uhr die Kinder der dritten und vierten Klassen. Armin erklärte ihnen, was ein Traumländer ist. Da sprudelte es nur so aus ihnen heraus. Sie erzählten von ihren Träumen und wie sie schon selbst ihre Träume verwirklicht hatten. So hatte ein Mädchen davon geträumt, ein Mädchen aus einem anderen Land kennen zu lernen. Und als sie an der Ostsee im Urlaub war, erfüllte sich ihr Traum. Seitdem hat sie eine Freundin in einem anderen Land. Viele Kinder hatten davon geträumt, ein Tier zu bekommen und haben bei ihren Eltern durchgesetzt, dass ihr Wunsch in Erfüllung ging. Ein Mädchen will Schriftstellerin werden und sammelt Geschichten, die sie aufschreibt. Und ein anderes Mädchen will Illustratorin für Kinderbücher werden und malt jeden Tag. Wir waren überrascht, wie viele Traumländer es in Waldstetten gibt und wie viele Kinder beispielsweise den Traum haben, ein Instrument zu lernen. So hatte Hanna den Traum, Klavierspielen zu lernen und sie hat alles daran gesetzt, Klavierunterricht zu bekommen. Sie spielte uns gleich ein Stück auf dem Flügel vor, für das sie großen Applaus bekam. Danach las Armin meine Geschichte vor und es war mucksmäuschenstill im Musikraum. So entging den Kindern auch nicht, dass sich Armin beim Vorlesen versprach und er musste vierzig Liegestütze machen. Tim stand ihm bei und schaffte sogar fünfzig. Als die Kinder danach von den Bildern in ihren Köpfen erzählten, wurde es besonders schön. Sie schmückten die Geschichte immer mehr aus. Ein Junge schilderte uns ganz genau die Schlange, die die Königin gebissen hatte und wie die Königin von den Leuten auf einer Sänfte in den Palast gebracht worden war. So schöne Bilder haben wir selten erzählt bekommen. Die Geschichte hat die Phantasie der Kinder so angeregt, dass sie ihre eigene Geschichte daraus gemacht haben. Aber dann ist etwas sehr Trauriges passiert. Plötzlich stand eine Lehrerin auf und sagte, dass ihr das alles gar nicht gefiele und dass sie mit ihrer Klasse jetzt etwas anderes zu tun hätte. Wir fielen aus allen Wolken. Hatte die Frau Angst vor so vielen Traumländern? Sie ging hinaus und die Kinder ihrer Klasse schlichen mit hängenden Köpfen hinterher. Das war wie ein fürchterlicher Regenguss bei strahlendem Sonnenschein. Zum Glück hat Armin sich schnell wieder gefangen und den Kindern, die mit ihren Lehrern dageblieben waren, noch erklärt, wie ein Buch entsteht. Daran waren sie sehr interessiert. Armin zeigte ihnen den Faden, der die Seiten zusammenhält und die Kinder rochen die Druckerschwärze, die verrät, dass die Bücher eben erst fertig geworden sind. Als die Kinder weggegangen waren, waren wir noch immer sehr aufgewühlt. Einerseits war die Lesung in Waldstetten ganz besonders schön, andererseits war das Erlebnis mit der unzufriedenen Lehrerin ein Schock für uns. Wir haben so etwas bisher noch nie erlebt. Am Abend gab es aber noch eine schöne Uberraschung. Armin hatte nach dem Mädchen Sophie gesucht, die beim Malwettbewerb einen Preis gewonnen hatte, aber ihren Nachnamen nicht auf das Blatt geschrieben hatte. Als wir ins Hotel kamen und die Emails vom Tag lasen, war eine Nachricht dabei von Sophies Mutter. Sophies Bruder war in der Lesung gewesen und hat seiner Schwester erzählt, dass sie gesucht wird. Das war ein Tag! Jetzt bin ich müde und gehe schlafen. Und wenn ich träume, versuche ich die schlechten Träume in gute umzukehren.
Dein noch immer sehr aufgewühltes Krokofil
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Als wir heute Morgen nach Ruppertshofen fuhren, ging die Sonne gerade hinter dem Wald auf. Nebel lag auf den Wiesen und Feldern und einige Apfelbäume hingen noch voller Apfel. Die Schule in Ruppertshofen kannte ich schon, denn hier waren Armin und ich schon im letzten Jahr gewesen. Und daran erinnerten sich die Kinder wohl auch. Kaum hatten wir die Schule betreten, liefen uns viele Kinder entgegen und hätten uns fast über den Haufen gerannt, aber Armin ist nicht so leicht umzureißen. Armin las den Kindern der dritten und vierten Klassen das erste Kapitel meines neuen Buches Krokofil 2 vor und die Kinder erzählten ihm danach, welche Bilder ihnen im Gedächtnis geblieben waren. Viele erinnerten sich daran, wie ich dem weißen Pferd geholfen hatte und sie wussten viel zu erzählen über Toro, Blanche und Marlon V., den König der Möwen. Danach las Armin den Erst- und Zweitklässlern aus dem Traumländer vor. Ein Mädchen meinte, ein Traumländer sei wohl ein Engländer, der davon träumt, woanders zu leben. Und ein Junge dachte gleich daran, dass es nur jemand sein kann, der seine Träume wahr macht. Bevor wir zur dritten Lesung in die Dorfschule von Täferrot weiterfuhren, bekam Armin von einem Jungen aus Ruppertshofen einen Muffin geschenkt, denn der Junge hatte heute Geburtstag und hatte für seine Klassenkameraden etwas zu trinken und zu essen mit in die Schule gebracht. Aus dem Radio erfuhren wir dann, dass heute auch Otfried Preußler Geburtstag hat. Wie? Du weißt nicht, wer Otfried Preußler ist? Das ist doch der Kinderbuchautor, der die schönen Geschichten vom Räuber Hotzenplotz und dem kleinen Gespenst geschrieben hat. Er ist übrigens heute 85 Jahre alt geworden und wohnt ganz in der Nähe von uns am Chiemsee. In einem Interview hat Otfried Preußler erzählt, was einen erfolgreichen Kinderbuchautor ausmacht. Er muss erstens sich gut in Kinder hineinversetzen können, zweitens muss er sein Handwerk beherrschen und drittens muss er eine gute Geschichte erzählen. Wir bleiben noch einen weiteren Tag im Schwabenländle und ich esse jetzt gleich eine große Portion Maultaschen. Mal sehen, wie ich hinterher aussehe.
Dein Maultauschenkrokofil
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Heute waren wir auf der Frankfurter Buchmesse. In den riesigen Hallen waren Hunderte oder Tausende von Bücherständen, wo Buchverlage ihre neuesten Bücher vorstellten. Ich bin vielen Schriftstellern und Kinderbuchautoren begegnet und überall blitzen die Fotoapparate und surrten die Fernsehkameras. Es war eine Riesenüberraschung als wir die Leute von unserer Druckerei aus Verona entdeckten, die auch einen Stand dort hatten. Da habe ich mich gleich etwas wohler gefühlt und mich mit ihnen unterhalten. Sie hatten auch zu essen und zu trinken dabei und haben Armin und mich gleich eingeladen. Danach konnten wir gestärkt unseren Weg durch das Bücherlabyrinth fortsetzen. Ich hoffe, ich schlafe jetzt ganz schnell ein, denn morgen gibt es für uns einen weiteren Buchmessentag.
Dein Buchmessenkrokofil
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Heute mussten wir wieder sehr früh aufstehen, denn in Augsburg warteten viele Kinder auf unsere Lesungen. Zuerst waren wir in der Werner von Siemens Volksschule, wo wir in der Turnhalle jede Menge Spaß mit den Kindern hatten und nach jeder Lesung alle zusammen Liegestütze machten. Toll war es, dass auch einige Lehrer mit uns Liegestütze gemacht haben. Danach sind wir dann noch nach Inningen gefahren, wo die Dritt- und Viertklässler der Grundschule schon sehnsüchtig auf uns warteten. Als Armin anfing zu lesen, waren sie so aufmerksam und still, dass man den leisesten Pups gehört hätte. Ich habe überlegt, ob die Kinder die ganze Zeit den Atem anhalten, so still war es. Wir haben noch nie so leise Zuhörer gehabt. Aber hinterher ging richtig die Post ab. Die Kinder haben so viele und interessierte Fragen gestellt, dass selbst ich noch eine Menge gelernt habe. Armin hatte sich dreimal versprochen beim Lesen und weil er nur zehn Liegestütze machen sollte, bat er einen Jungen und ein Mädchen nach vorne, die ihm helfen sollten. Jeder sollte also zehn Liegstütze machen. Aber als Armin seine zehn Liegestütze gemacht hatte, machten beide Kinder weiter und schafften wirklich dreißig Liegestütze. Sie bekamen entsprechned viel Beifall von ihren Mitschülern und Lehrern. Am Nachmittag sind wir dann noch nach Winnenden gefahren, wo Armin einen Vortrag gehalten hat. Als wir schließlich kurz vor Mitternacht in Bad Homburg ankamen, war ich so müde, dass ich gleich einschlief. Das war wirklich ein Mammuttag.
Dein Krokofil on Tour
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Heute waren wir in der Grundschule am Kirchplatz in Ismaning. Zuerst hatten sich die ersten und zweiten Klassen zur Lesung versammelt. Die Aula war rappelvoll, so viele Kinder gehen da in die Schule. So wurden wir auch in vielen Sprachen begrüßt. Und die Kinder hatten viele Ideen was ein Traumländer sein könnte: zum Beispiel ein Reisender, der um die ganze Welt reist. Als Armin nach der Lesung fragte, welche Bilder in den Köpfen der Kinder entstanden seien, sagte ein Junge: Du hast uns doch gar keine Bilder gezeigt! Alle lachten. Viele hatten interessante Bilder im Kopf, so von der Königin, als sie von der Schlange gebissen wurde, von Krokofil, als er in dem Weidenkörbchen lag und vor Angst zitterte. Einer sah vor sich Krokofil, wenn er einmal heiraten würde. Und sie erzählten von ihren Träumen. Ein Mädchen wollte Klavierspielerin werden, ein anderes Schriftstellerin, also die Berufe von Sigrid und Armin. Ein Junge wollte Feuerwehrmann werden, ein anderer Tierpfleger. Nach der großen Pause kamen die Schüler der dritten und vierten Klassen zur Lesung. Und sie stellten sich einen Traumländer so vor: Einer der in einem Land lebt, wo nur geträumt wird. Einer der in seinem Traum lebt. Sie selbst hatten tolle Träume. Ihre Traumberufe waren Pilot, Kraftfahrer, Fußballer wollten zwei werden, Zugfahrer, Psychologin, Tierpflegerin und ein Junge wollte ein Yeti werden! Manuel erzählte, dass er eine eigene Geschichte geschrieben habe, die sein Vater vertont hat. Sie heißt: Der tanzende Baldin. Sie handelt von einem netten Monster. Viele Kinder spielen ein Instrument, zwei Mädchen haben uns auf dem Klavier Flohwalzer vorgespielt, und zwar den deutschen und den amerikanischen. Sie haben auch die spanischen Stücke gut verstanden, die Sigrid gespielt hat, vor allem die Geschichte vom spanischen Gitarrenspieler. Ihre Lehrerin Frau Kammerländer hat auch noch ein sehr schönes Stück gespielt, es heißt: The little Negro. Celina hat während der ganzen Lesung Sachen aufgeschrieben wie eine Reporterin und hat Porträts von Armin und Sigrid gemalt und ihnen geschenkt. Am Ende war Signierstunde, Armin und Sigrid hatten ganz schön zu tun. Mir hat es in dieser Schule sehr gut gefallen. Ob sie mich wohl aufnehmen würden? Ich hätte Lust, auch in die Schule zu gehen. Wenn wir noch einmal dort sind, werde ich Frau Wirth fragen, was sie von der Idee hält.
Dein Schulkrokofil
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Heute sind wir im Morgennebel nach Hiltpoltstein gefahren. Das wäre meine Traumschule. Sie ist ganz klein, hat nur vier Lehrer und eine erste Klasse, eine zweite Klasse, eine dritte Klasse und eine vierte Klasse. In jeder Klasse sind 16 bis 20 Kinder. Armin erzählte ihnen, dass die Bücher gerade erst erschienen sind und dass man sogar die Druckerschwärze noch riecht. Das wollten die Kinder überprüfen und so ließ Armin sie an den Büchern schnuppern. Und es stimmt. Die Bücher riechen ziemlich stark. Ein Junge wollte wissen, wie teuer es war, die Bücher drucken zu lassen. Alle staunten, als Armin erzählte, dass man für das Geld ein Auto bekäme. Beim Rausgehen aus der Schule gab es noch einmal eine große überraschung. Frau Keck, die Schulleiterin, hat alle Bücher aus der Schulbücherei auf Tischen und Wandbrettern in den Gängen ausgelegt. Jeder kann also lesen, was er will und wann er will. Ich wollte gar nicht wieder fort. Es lagen so viele schöne Bücher da, da könnte ich alles vergessen und mich hineinvertiefen. Diese Schule ist eine Wucht. Am Nachmittag hatten wir dann noch eine Lesung in der Gemeindebücherei von Plech. Alle Stühle waren besetzt und die Kinder waren ganz interessiert, als Armin seine Regeln zum Vorlesen nannte und auf die Liegestütze kam, sagte Yvette: Des soll a mal passieren! Und als die Kinder erzählten, welche Bilder sie im Kopf haben, nannte ein Junge Armins Liegestütze. Dann unterhielten wir uns noch über die Träume, die die Kinder dort haben. Fünf Mädchen wollen Tierarzt werden und ein Junge sagte, dass er wüsste, was Armin zwei Tage vorher abends gegessen hat. Sein Vater war nämlich der Wirt in einem italienischen Restaurant in Pegnitz. Ein Mädchen erzählte, dass ihre Katze Frechdachs heißt wie der Dachs in meinem zweiten Buch. Als die Lesung zu Ende war, hat uns Kathi gezeigt, wie sie Radschlagen kann. Sie braucht dazu nur eine Hand. Das soll ihr mal einer nachmachen. Yvette lief so schnell sie konnte zu ihrer Großmutter, weil sie unbedingt die Bücher haben wollte. Und dann kam die Großmutter mit Yvette ganz außer Atem angelaufen und kaufte Yvette beide Bücher von mir. Das fand ich eine nette Großmutter. Als wir alle auseinander gingen, haben wir noch ein Lied gesungen, das die Kinder alle auswendig kannten. Es hieß: Am Anfang und am Ende. Und es war wirklich vom Anfang bis zum Ende sehr schön auf unserer Lesereise durch Oberfranken.
Dein Frankenkrokofil
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Heute war mein ganz großer Tag, denn heute war Krokofiltag in Pegnitz. Die Stadtbücherei hat mich zum Maskottchen ausgewählt. Es waren sehr viele Zuhörer da, als die Lesung um 15 Uhr begann. Auch der Bürgermeister und die Presse waren anwesend. Und natürlich Martina Hofmann, die alles organisiert hatte. Die Kinder waren sehr aufmerksam, weil Armin das erste Kapitel aus meinem neuen Buch las und er hätte den ganzen Nachmittag daraus vorlesen können, wenn er sich nicht wieder einmal versprochen und auf den Boden gemusst hätte, um Liegestütze zu machen. Nach der Lesung hatte Martina für uns unglaubliche überraschungen, zum Beispiel eine leckere Krokofil-Bowle, die aus Glasballons mit einem Schlauch gezapft wurde. Sie schmeckte wunderbar. Es gab Krokofil-Aufkleber, Krokofil-Aufbügler, Krokofil-Backförmchen, Krokofil-Lesezeichen und weiteres Krokofilerlei. Dann meinte Martina, dass Armin ja etwas vergessen hätte mitzubringen. Die Kinder wussten erst nicht, was sie wohl meinte, aber dann riefen ein paar, er hätte mich vergessen. Sie meinte, da sei etwas zu hören von unten und die Kinder legten sich hin und das Ohr fest auf den Boden. Irgendetwas rumpelte von unten herauf. Dann stieg ein Plüschkrokofil aus dem Aufzug. Die Kinder umarmten es sofort und streichelten es und die Presseleute fotografierten es wie verrückt. Es war wunderschön und bleibt jetzt in der Stadtbücherei. Gemacht hat es Elke, die sonst Kostüme fürs Theater näht. Aber damit nicht genug. Als alle hinunter gingen, wurde vor der Stadtbücherei an einer hohen Fahnenstange eine riesige Fahne gehisst. Auf ihr bin ich zu sehen und der Spruch: Grün macht schlau. Da staunst du, was? Ich habe jedenfalls nicht schlecht gestaunt. Der Bürgermeister von Pegnitz ist auch ein Traumländer. Er überreichte uns eine Urkunde und sagte, er hätte immer davon geträumt, dass Pegnitz eines Tages Krokofilstadt wird. Und nun sei dieser Traum in Erfüllung gegangen.
Dein Pegnitzkrokofil
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Heute stand ich in der Zeitung, denn Jochen Nützel vom Coburger Tageblatt hatte gestern eine Lesung besucht und darüber geschrieben. Ihm hat es auch sehr gut gefallen. Das merkt man daran, wie begeistert er darüber geschrieben hat. Heute kamen zu den Lesungen in Kulmbach nicht nur Zeitungsjournalisten, sondern auch Fotografen und eine Radioreporterin. Bevor es losging, hat Sigrid noch das Klavier repariert, damit alle Töne klangen. Der Rektor der Oberen Volksschule in Kulmbach begrüßte uns ganz herzlich und dann ging es los. Auf die Frage, was ein Traumländer ist, kamen ganz verschiedene Antworten. Einer meinte, dass wäre ein Schlafwandler, ein anderer meinte, dass ist einer, der im Traum Ausländer ist. Wieder ein anderer meinte, es sei einer, der schlechte Träume in gute Träume umwandelt und schließlich meinte ein Junge, ein Traumländer könnte Träume erfüllen. Die Kinder hatten nach der Lesung so viele Bilder im Kopf, dass Armin ihnen sagte, dass sie gute Filmregisseure sein könnten. Bei der zweiten Lesung in der Oberen Volksschule verlangte ein Kind nach 50 Lügestitzen. Alle mussten darüber lachen. Schließlich haben vier Kinder dabei geholfen.
Dein Lügestitzenkrokofil
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Heute sind Sigrid, Armin und ich mitten in der Nacht in München aufgebrochen. Es war 4.30 Uhr um genau zu sein. Es waren nicht sehr viele Autofahrer unterwegs und so kamen wir schon um 7 Uhr in Coburg an. Wir hatten dadurch eine Stunde Zeit, uns auf die erste Lesung vorzubereiten, die um 8 Uhr begann. Im Atrium der Grundschule Heimatring nahmen die Kinder der ersten und zweiten Klasse Platz. Die Kinder haben eine sehr schöne Schule und tolle Lehrerinnen. Zwei Jungen haben uns auf dem Klavier Stücke vorgespielt und die Schüler haben viele gute Fragen gestellt. Sie haben auch erraten, was ein Traumländer ist. Damit taten sich die Kinder in der zweiten und dritten Klasse der Pestalozzischule am Anfang schwer. Aber sie haben es schließlich doch erraten. Ein Mädchen hat uns auf Indisch begrüßt, ein anderes Mädchen hat eine Großmutter, die am Chiemsee wohnt. Im nächsten Sommer will sie uns dort besuchen. Die Kinder fanden die Klavierstücke besonders schön und riefen immer wieder Zugabe, so dass Sigrid vier Stücke gespielt hat. Danach kamen die dritten und vierten Klassen zur Lesung. Auch dort hatte ein Mädchen eine Tante am Chiemsee. Als Armin vorlas, was ich alles in mich hinein gestopft habe, erzählte ein Junge, dass er das alles kennt und noch viele andere spanische Gerichte, denn er war Spanier. Ein Junge hat Armin ganz schön gelöchert mit schlauen Fragen. So wollte er zum Beispiel wissen, seit wann es denn Limonade in Flaschen gibt und er meinte, dass es keine ganz schwarzen Augen gäbe. Die Zeit verging viel zu schnell. Am Ende hat Armin noch dem Michael einen Aufkleber auf das Rad seines Rollstuhles geklebt. Jetzt bin ich dort statt des Ferrari-Pferdes. Und so wie Michael durch die Gänge der Schule rast, dreht sich mein Aufkleber wie ein Wirbelwind. Das ist mal was anderes als unbeweglich auf der Heckscheibe vom Auto zu kleben, auch wenn das Auto noch so schnell fährt. Am Nachmittag waren wir noch in der Melchior Franck Schule. Die Kinder dort haben Nachmittagsbetreuung. Eigentlich hätten sie in der Zeit draußen rumtoben können, aber sie waren ganz glücklich über die Lesung. Nur am Anfang gab es ein großes Tohuwabohu wegen einer aufgeregten Wespe, die durch das Klassenzimmer flog. Als sie endlich den Weg durch das Fenster nach draußen gefunden hatte, wollte Armin mit der Lesung beginnen. Da fiel aber der Hälfte der Kinder ein, dass sie noch zur Toilette mussten. Schließlich wurde es eine schöne Lesung. Also Ende gut, alles gut.
Dein Coburgkrokofil
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Heute war es so sonnig und warm, dass wir einen Ausflug zum Schloss Herrenchiemsee gemacht haben. Im Chiemsee gibt es drei Inseln: Eine heißt Herreninsel, die zweite heißt Fraueninsel und die dritte Krautinsel. Ich frage mich, warum die Krautinsel nicht zur Kinderinsel gemacht wird. Früher haben die Nonnen ihre Kühe dort weiden lassen. Aber heute gibt es dort keine Kühe mehr. Es wäre eine schöne Idee, wenn aus dieser Insel ein Riesenspielplatz für Kinder gemacht würde. Als wir auf das Schloss von König Ludwig II. zugingen, liefen uns zwei Rehe über den Weg. Und am Latona-Brunnen hockten viele große Frösche aus Bronze. Das waren einmal Bauern. Aber da sie nicht folgsam waren, hat sie die Göttin Latona in Frösche verwandelt. Als wir zurück zum Krokofilhaus fuhren, habe ich zum ersten Mal bemerkt, dass das Ortsschild von Pinswang grün ist. Wahrscheinlich werden jetzt die Schilder von allen Orten grün angestrichen, durch die ich in meinen Büchern gekommen bin.
Dein Ortsschildkrokofil
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Heute sind wir nach München gefahren. Erst haben wir Armin beim Fußballspielen zugeschaut. Dann waren wir bei Sigrid zum Essen eingeladen. Es gab Hähnchen in Weißwein, goldgeröstete Kartoffeln, rote Möhren und grüne Krokofilkugeln. Und zum Nachtisch gab es Vanilleeis mit Ahornsirup und Kastanienmehl. Das schmeckte mir ganz besonders gut. Nach dem Essen sind wir zum Wahllokal gegangen, denn heute war Wahltag in Bayern. Adrian hat Armin gefragt: Wählst du denn auch krokofilgrün? Aber Armin hat nichts verraten, denn die Wahl ist geheim. Und erst abends um sechs Uhr haben wir erfahren, wie die Bayern gewählt haben. Da waren wir wieder im Krokofilhaus und haben noch ein wenig gelesen und fern gesehen. Nebel zog über die Wiesen, aber die Sterne standen klar am Himmel. Adellys ist über dem Krokofilbuch eingeschlafen. Und auch ich bin jetzt so müde, dass ich auf der Stelle einschlafe.
Dein Wahlkrokofil
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Heute haben wir Besuch bekommen. Uli, Armins Freund, ist mit seinen beiden Kindern Adellys und Adrian zu uns gekommen. Als wir aus dem Bahnhof von Prien herauskamen, rief Adellys: Schaut mal, da ist ja ein Fisch, der Handstand macht. Und tatsächlich. Auf dem Vorplatz des Bahnhofes steht ein Brunnen mit einem Fisch, der sich mit den Flossen abstützt als ob er Handstand macht. Bevor sie ins Krokofilhaus hinein gehen durften, mussten unsere Besucher das Quiz zu meinem Buch lösen. Für Adrian und Adellys war das nicht schwer, denn sie kennen meine Geschichte sehr gut. Danach sind wir auf die Frasdorfer Hütte gelaufen. Auf dem Weg zur Alm sind wir einem Feuersalamander begegnet, zwei Schafen und drei Pferden. Und oben neben der Hütte gab es einen tollen Spielplatz und eine Einzäunung mit Hängebauchschweinen. Noch weiter oben gab es eine Stelle, von der aus wir den Chiemsee sehen konnten. Dort gab es auch einen Echowald. Als Adellys hineinrief: Wer kennt Krokofil?, antwortete der Wald: viel, viel, viel.
Dein Wanderkrokofil
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Heute Morgen stand unsere Weide wie ein begossener Pudel da, so nass war alles. Als wir im Auto saßen, sind wir durch die größte Waschanlage gefahren, die man sich vorstellen kann. Am Rand waren links und rechts weiße Streifen und in der Mitte eine gestrichelte Linie. Die Waschanlage war 50 Kilometer lang und kostete nichts. Plötzlich tauchten rotweiße Leuchttürme auf und die Waschanlage wurde immer enger. Wir waren natürlich nicht allein drin, sondern mit vielen anderen Autos. Viele kamen uns sogar entgegen. Du glaubst, ich erzähle Lügengeschichten? Nein, es ist die reine Wahrheit. Wenn du es nicht glaubst, dann fahre doch selbst mal bei Regengüssen auf der Autobahn.
Dein Waschanlagenkrokofil
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Bevor ich ins Bett geschlüpft bin, habe ich noch eine Zeit lang das Nachtfernsehen genossen. Beim Nachtfernsehen ist der Bildschirm schwarz und es schwirren nur noch einige Leuchtdioden darüber. Wenn es dunkel ist, kann ich in der Mitte meines Fernsehers eine goldene Himmelsleiter erkennen und Glühwürmchen fliegen immer im gleichen Bogen hin und her. Das Schöne an meinem Nachtfernseher: Er verbraucht keinen Strom und ich brauche auch keine Gebühren zu zahlen. Und er geht auch nie kaputt. Er ist einfach nur immer da.
Dein Leuchtdiodenkrokofil
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Heute ist Herbstanfang. Als wir durch einen Wald fuhren, roch es ganz stark nach Pilzen. Ich habe gleich großen Hunger bekommen und hätte am Liebsten gleich Pilze gesucht. Ich kenne nicht so sehr viele Pilze, aber Steinpilze, Champignons, Maronen und Pfifferlinge kenne ich gut. Von anderen Pilzen lasse ich lieber die Finger, denn manche schmecken bitter und einige Pilzsorten sind sogar giftig. Mir macht es viel Spaß auf die Boviste zu trampeln, wenn sie groß und überreif sind. Das gibt so schöne Staubwolken. Und die weißen Knacksbeeren zertrete ich auch sehr gerne. Die Pilze, die ich nicht mitnehme, lasse ich aber stehen, auch wenn sie giftig sind wie die Fliegenpilze. Sie sehen mit ihrem roten Hut und den weißen Punkten wunderschön aus. Da wir heute keine Zeit hatten, Pilze zu sammeln, gehen Armin und ich gleich zum Italiener essen. Ich weiß schon, was ich bestelle: Spaghetti con funghi, das sind Spagetti mit Pilzen.
Dein Pilzkrokofil
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Heute haben wir ganz viele Bücher in das neue Regal eingeordnet. Die Bücher sind nach dem Autor alphabetisch geordnet. Ich finde das ziemlich langweilig. Sie stehen jetzt alle bunt durcheinander. Ich hätte es viel schöner gefunden, wenn Armin sie nach den Regenbogenfarben sortiert hätte. Die Regenbogenfarben sind: rot, orange, gelb, grün, blau, indigo, violett und sie spielen in meinem ersten Buch eine große Rolle.
Dein Regenbogenfarbenkrokofil
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Heute sind wir zur Druckerei nach Verona gefahren, um dabei zu sein, wenn die ersten Bücher gedruckt werden. Das war außerordentlich spannend zu sehen wie die großen Papierbögen erst bedruckt und dann gefaltet wurden. Ich bin gespannt darauf, ob die Seiten dann wirklich aneinander passen, denn auf dem Bogen waren sie kreuz und quer und die Bilder von zwei Seiten passten überhaupt nicht zusammen. Das wäre mal ein verrücktes Buch, wenn Seite 8 nach Seite 25 kommt und Seite 13 nach der Seite 64. Aber das wäre alles halb so schlimm, denn die Seiten sind ja nummeriert.
Dein Seitenkrokofil
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Heute war der Schreiner Sepp da und hat angefangen, ein Bücherregal zu bauen. Das wird so groß, dass alle Bücher von Armin darin Platz finden werden. Und das sind etwa 2000 Bücher oder ein paar mehr. Das Regal ist ganz weiß und geht vom Fußboden bis zur Decke und von einer Wand bis zum Fernsehfenster. Das sind genau sechs Meter. Der Sepp gefällt mir, weil der so gut arbeitet. Ich habe ihn gefragt, ob er auch Schiffe bauen kann wie sie auf dem Chiemsee herumfahren. Da hat er gelacht und gesagt: Aber ich bin doch kein Bootsbauer. Er könnte es doch wenigstens einmal probieren. Ich finde es schön, wenn man viel ausprobiert und dann feststellt, dass man so vielerlei kann, was einem die anderen gar nicht zutrauen. Ich würde mir gerne ein ganz verrücktes Baumhaus bauen in dem großen Nussbaum, der auf unserer Wiese steht. Und ich habe noch so viele andere Ideen, was ich aus Holz bauen würde, zum Beispiel ein Musikinstrument oder eine Seifenkiste.
Dein Baukrokofil
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Heute hat Börnie, ein Fußballfreund von Armin, gesagt, dass seine Kinder nun den Krokofilaufkleber auf dem Fahrradhelm tragen. Von Kerstin weiß ich, dass ihr Sohn Niklas sein Bett mit Krokofilaufklebern tapeziert hat. Anna hat den Aufkleber auf den Fahrradsattel geklebt und Sigrid aufs Schutzblech und auf ihre Wohnungstür. Armin hat seine Aufkleber auf das Auto, auf seine Garage und auf den Briefkasten geklebt. Ich frage mich, was kann man noch mit Krokofilaufklebern verschönern. Zum Beispiel den Kühlschrank, den Schulranzen, die Zimmertür, das Federmäppchen, den Klodeckel, die Gitarre und die Gummistiefel. Der Küchenschrank sieht natürlich auch viel schöner mit einem Aufkleber von mir aus. Und neulich sah ich sogar mein Konterfei auf einer Bushaltestelle. Was wird mein Nachbar sagen, wenn ich ihm einen Aufkleber auf die Scheinwerfer seines Jaguars pappe? Und was wird der Bürgermeister sagen, wenn ich einen Aufkleber auf das Ortsschild klebe? Und was werden die Politiker sagen, wenn ihre Wahlplakate mit meinen Krokofilaufklebern überklebt werden. Ich denke, die Grünen freuen sich.
Dein Aufkleberkrokofil
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Als ich heute Morgen aus dem Fenster schaute, sah die Landschaft aus wie eine Waschküche mit Bäumen. Es regnete und Nebelschwaden zogen über die Wiesen und Wälder. Die Berge waren überhaupt nicht mehr zu sehen. Ob sie sich wegen des grauen Himmels auf und davon gemacht haben? Ein Bauer meinte: Das waren die Saupreußen, die haben unsere Berge geklaut. Wenn die Preußen tatsächlich die bayrischen Berge gestohlen haben, dann haben die Bayern wohl die Ostsee gestohlen. Der Chiemsee sah heute so aus wie ein richtiges Meer mit hohen Wellen und überall habe ich die Lampen für Sturmwarnung leuchten sehen. Ein Mann kam mir entgegen, dem der Wind den Regenschirm umgeklappt hat. Ein anderer lief hinter seinem Hut her, den ihm der Wind weggerissen hatte. Ich sitze jetzt auf dem beheizten Fußboden und schaue jetzt ein bisschen fern. Dazu muss ich nur aus dem Fenster schauen. Mal sehen, wann der Wind die Wolken verjagt und die Berge zum Vorschein kommen. Ich liebe den Wind.
Dein Windkrokofil
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Ab heute bin ich wieder drin. Ich war einige Tage abgekapselt von der Welt, denn wir hatten keinen Internetzugang. Jetzt funktioniert auch der neue Telefonanschluss. Während Armin alles installierte und den Kabelsalat in Ordnung brachte, lag ich im Paschasessel auf der überdachten Terrasse und schaute auf die Berge. Der Wind fegte durch die Bäume und zerzauste die alte Weide auf der Wiese wie das Fell eines afghanischen Hundes. Am Abend haben wir drei Füchse gesehen, die auf einer Wiese miteinander gespielt haben. Sie haben uns verdutzt angesehen und sind dann wie drei Angsthasen ganz schnell weggelaufen. Ich glaube, das ist hier eine Gegend, wo sich noch Fuchs und Hase Gute Nacht sagen. Jetzt sage ich auch dir Gute Nacht.
Dein Nachtkrokofil
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Als ich heute Morgen auf der Terrasse unseres umgebauten Bauernhauses aufwachte, lag der Nebel noch über dem Tal und die Sonne hatte Mühe, sich durch die Wolkendecke zu kämpfen. Schließlich hat sich aber der Nebel verzogen und es war dann ein richtig schöner sonniger und warmer Tag. Aber die Blätter an manchen Bäumen verfärben sich schon. Ich merke, dass es jeden Tag ein bisschen mehr Herbst wird. Und in einer Woche beginnt in Bayern die Schule wieder. Dann wird Armin mit mir wieder in vielen Schulen Lesungen veranstalten. Ich freue mich sehr darauf, weil in reichlich zwei Wochen die neuen Bücher fertig sind: Krokofil - Der Traumländer und Krokofil - Das Karussell der Farben. Ich kann es kaum mehr erwarten, die Bücher in den Händen zu halten. Ich träume schon jede Nacht davon, und wenn ich aufwache denke ich daran. Ich bin ganz ungeduldig und zappelig.
Dein Zappelkrokofil
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Heute war ich bei strömendem Regen mit Armin auf dem Fußballplatz. Es war herrlich, fast so schön wie Wasserfußball. Danach habe ich gut zu Mittag gegessen und habe mich dann schlafen gelegt. Ich habe vom Fußballspielen geträumt und von den langen Autofahrten in den letzten Tagen. Und ich bin im im Traum noch einmal im Hamburger Hafen herumspaziert und habe mir die großen Schiffe angesehen. Hamburg ist eine Stadt, in der ich auch gerne wohnen würde. Aber wir ziehen jetzt aufs Land, direkt an den Chiemsee mit Blick auf die schönen Berge. Wir wohnen dann in einer Tenne, wo früher das Heu gelagert wurde, direkt hinter einem historischen Bauernhaus. Und um das Haus herum gibt es Wiesen und Wälder, die sind ganz saftig grün, und das gefällt mir auch sehr gut. Dort ist es sogar wunderschön, wenn es regnet.
Dein Regenkrokofil
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Heute sind wir die weite Strecke nach München zurückgefahren. Ich habe Armin etwas gequält, weil ich mich erst gelangweilt habe. Dann haben wir Spiele gespielt, die man auch beim Autofahren gut spielen kann: Ich sehe was, was du nicht siehst, oder Personen raten. Danach haben wir nach den Autokennzeichen geraten, aus welcher Stadt und aus welchem Land die Autos kommen. Eine Zeitlang haben wir gezählt, wieviele gelbe Ems wir sehen, die gelben Ems von McDonalds. Dann haben wir überlegt, welche Namen wir Geschäften geben würden. Zum Beispiel würde Armin einen Bäckerladen Besemmelt nennen, oder eine Fleischerei Satansbraten. Ich nenne ein Hotel Zur fetten Wanze. So sind wir stundenlang durch den strömenden Regen gefahren und hatten doch ziemlich viel Spaß. Als wir in München ankamen, war es schon dunkel. Aber am Himmel waren dicke weiße Wolken, die vom Westen kamen und ganz schnell vorbeizogen. Armin deckt jetzt den Tisch, wir essen noch etwas und werden dann gleich ins Bett fallen.
Dein Spielekrokofil
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Heute waren wir in der Grundschule Kamminer Weg im Nordosten von Hamburg. Als wir hinkamen, saßen die Kinder schon ganz erwartungsvoll da. Sigrid fragte sie, ob sie ein Lied singen könnten, und da sang eine Klasse gleich das Lied: In dem dunklen Wald von Paganovo. Sie sangen wunderschön und mehrere Strophen. Es ist ein spannendes Lied. Bevor Armin mit der Lesung begann stellten die Kinder viele Regeln auf: Still sein, nicht treten, nicht quasseln, nicht boxen, und ein Junge sagte nicht einschlafen! Da mussten wir alle lachen. Aber ich versichere dir, dass keiner eingeschlafen ist. Armin hätte eigentlich dreißig Liegestütze machen müssen, weil er sich drei Mal versprochen hat. Da kamen ihm zwei Kinder zu Hilfe, ein Mädchen und ein Junge. Zu dritt haben sie also dreißig Liegestütze gemacht, jeder zehn. Am Ende der Lesung riefen die Kinder Zugabe! Zugabe! Da hat Sigrid ein viertes Mal auf dem Klavier gespielt. Celine wurde heute neun Jahre alt und hat deswegen von Armin ein Buch mit Widmung geschenkt bekommen. Mir hat sehr gut gefallen, dass die Kinder so begeistert waren bis zum Schluss. Caroline hat uns am Schluss, als schon alle Kinder hinausgegangen waren, noch nach vielen Dingen gefragt und Dorothy hat uns danach noch bis zum Schultor begleitet, weil sie auch noch so viele Fragen hatte.
Dein Fragenkrokofil
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Heute haben uns zwei Schulen in Hamburg zur Lesung eingeladen. Zuerst waren wir in Volksdorf in der Grundschule Ahrensburger Weg. Die Kinder saßen in der Eingangshalle und haben ganz gespannt Armin zugehört. Dabei waren ein lautes Stampfen und Rufen und Musik aus der Vorschulklasse zu hören, weil ein Tanzlehrer den Kinder das Tanzen beibrachte. Aber die Kinder in der Lesung schien das gar nicht zu stören. In der Pause sind wir dann doch lieber ins Musikzimmer umgezogen. Die Kinder waren richtige Leseratten und alle haben in der Schule ein Instrument gelernt. Manche Instrumente haben sie sogar selbst gebaut. Am Ende wollten alle, dass wir bald wiederkommen. Ein Mädchen meinte, beim nächsten Mal sollte Armin statt Liegestütze Purzelbäume schlagen. Ein Junge fragte Armin, ob er mit zu ihm nach Hause käme, um ihm dort weiter vorzulesen. Die Idee fand ich gut, aber wir mussten weiter, in die nächste Schule. Das war die Sprachheilschule Zitzewitzstraße in Hamburg Mariental. Hier wurden wir von der Lehrerin Frau Choinski freundlich begrüßt. Sie erzählte uns, dass sie in dieser Schule sehr gern unterrichtet, dass sie ihren Traumberuf gefunden hat. Sie ist also wohl eine Traumländerin. Frau Choinski hat uns noch erzählt, dass sie auch ein Buch geschrieben hat, es handelt von Schafen. Die Kinder dieser Schule kümmern sich nämlich in ihrer Freizeit ganz lieb um eine Schafherde. Die Wolle wird von ihnen heiß gewaschen bis sie verfilzt. Aus dem Filz kann man viele schöne Sachen machen wie Untersetzer, Bilder, Tiere, Bäume und vieles andere mehr. Während der Lesung waren die Kinder mucksmäuschenstill. Ich glaube, die Geschichte hat ihnen wirklich gut gefallen. Am Ende gab es Sonnenblumensträuße für Armin und Sigrid.
Dein Sonnenblumenkrokofil
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Heute sind wir ganz früh aufgestanden, so früh, dass wir nur dem Mann begegnet sind, der mit der Straßenkehrmaschine unterwegs war. Wir mussten um 8 Uhr in Bremen sein, weil 380 Kinder in zwei Schulen auf uns gewartet haben. Zuerst waren wir in der Grundschule Osterholzer Heerstraße, wo wir zweimal lesen sollten. Frau Thiel und ihre Kolleginnen haben uns ganz herzlich begrüßt und die Kinder haben so gespannt zugehört und so viele Fragen gestellt, dass wir uns am Schluss ganz schwer losreißen konnten. Einige Kinder sind bis zum Schultor mit uns mitgelaufen und alle wollten, dass wir bald wiederkommen. Das machen wir bestimmt. Da wir noch viel Zeit bis zur nächsten Lesung in der Grundschule Düsseldorfer Straße hatten, standen wir viel zu früh auf dem Parkplatz der Schule herum. Als wir eine Weile dort gestanden hatten, kam der Hausmeister angelaufen und lud uns zu einem Kaffee ein. Der Hausmeister liebt Sonnenblumen und hat im Schulgarten viele gepflanzt, um die er sich so gut gekümmert hat, dass sie heute vier Meter hoch sind. Bei dieser Lesung haben die Kinder besonders witzige Fragen gestellt. Ein Mädchen wollte zum Beispiel wissen, ob Armin Handstand machen kann oder ob er Rad schlagen kann. Armin sagte, dass er jeden Sonntag Fußball spielt und manchmal auch Tennis. In der ersten Schule haben nach den beiden Lesungen ein paar Schüler die Turnhalle wieder aufgeräumt. In der zweiten Schule kamen nach der Lesung viele Jungen ans Klavier, um es auszuprobieren. Es klang manchmal wie ein richtiges Klavierkonzert, wenn drei oder vier gleichzeitig gespielt haben. Ich liebe Klaviermusik. Das war ein richtig schöner Tag.
Dein Klavierkrokofil
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Heute hatte Fatma Geburtstag. Sie ist neun Jahre alt geworden und geht auf die Fridtjof Nansen Grundschule in Hannover. Dort waren wir heute zu zwei Lesungen eingeladen. Die Kinder haben erzählt, welche Bilder in ihren Köpfen entstanden sind beim Vorlesen. Es waren so viele schöne Bilder, man hätte die ganze Aula der Schule damit tapezieren können. Armin hat sich mal wieder versprochen und die Kinder haben es sofort bemerkt. Deshalb musste er zehn Liegestütze machen. Die Fridtjof Nansen Schule ist eine Schule in Bewegung. Das bedeutet, dass die Lehrerinnen und Lehrer und auch die Kinder vieles bewegen und dass sie sich auch selbst viel bewegen. Wir haben gestaunt, was sie alles tun, und wie viele Sprachen die Kinder sprechen. Es sind 21 Sprachen. Der Rektor, Herr Städtler, gab Armin als Dankeschön ein Tintenfass aus blauem und rotem Schaumgummi, in dem Gänsefedern zum Schreiben steckten. Aber man kann noch viel schöner damit spielen und es durch die Luft werfen. Es ist also ein Geschenk zum Schreiben und um sich zu bewegen. Sigrid hat einen von den Kindern wunderschön bemalten und beschriebenen Stein bekommen. Der kommt bei ihr in München auf das Klavier. Und ich habe ganz viele neue Freunde bekommen. Fatma hat zu ihrem Geburtstag ein Krokofilbuch geschenkt bekommen. Sie sagte, dass sie sehr gerne liest und mein Buch wird sie mit besonders großem Vergnügen lesen, weil sie mich doch heute persönlich kennen gelernt hat. Danach waren wir auf der IGS Hannover-Linden, einer anderen Schule. Dort wurden wir von den Kindern in mehr als zwanzig Sprachen begrüßt, zum Beispiel in Türkisch, Kurdisch, Albanisch, Serbisch, Italienisch, Französisch, Chinesisch und Arabisch. Sarah wusste sogar, was Guten Morgen auf Indisch heißt. Dazu legte sie die Handflächen aneinander wie man das in Indien tut. Sarah konnte sich gleich auch denken, was es bedeutet, Traumländer zu sein. Sie sagte, dass kann nur jemand sein, der seine Träume auch wahr macht. Als Sigrid Klavier spielte, haben die Kinder Zugabe, Zugabe gerufen und ein Junge hat überlegt, ob er dazu rappen soll. Leider hatte er sich aber beim Fußballspielen die Hand gebrochen. Nach der Lesung haben die Kinder tolle Fragen gestellt. Am Witzigsten fand ich, dass ein Junge wissen wollte, wie viel ich als Krokofilfrass gewogen habe. Das weiß ich zwar nicht mehr, aber jetzt, wo ich mit Armin jeden Tag Liegestütze mache, wiege ich nur noch 100 Kilo.
Dein Liegestützkrokofil
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Heute sind wir von Magdeburg nach Hannover gefahren. Dort sind wir im Neuen Rathaus vom Bürgermeister empfangen worden. Er sagte, dass man in Deutschland alles sein darf, faul oder fleißig, dumm oder gescheit, aber auf keinen Fall darf man arm sein. Deswegen ist Armin dafür, dass auch Kinder schon ein Einkommen bekommen und dass man jeden Tag eine neue Chance bekommt, und zwar sein ganzes Leben lang. Darüber hat Armin dann einen Vortrag gehalten.
Dein Rathauskrokofil
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Heute sind wir zu einer Lesereise nach Norddeutschland gestartet. An der Raststätte Nürnberg-Feucht musste Armin noch das Auto volltanken. Da standen zwei Jungen mit dicken Rucksäcken, die Armin fragte, wohin sie wollten. Und weil sie nach Berlin wollten, nahm Armin sie im Auto ein Stück mit. Sie hießen Richy und Marcel. Ich fand es lustig, welche verschiedenen Berufe sie erlernen wollten: Kindergärtner und Banker. Der Richy las während der Fahrt ein Märchenbuch für Erwachsene und Marcel hörte mit Kopfhörern Musik. Sie waren noch nie einem freundlichen Krokodil begegnet und wir haben uns gleich gut verstanden. Als wir an Pegnitz vorbei fuhren, waren sie ganz begeistert, als ich ihnen erzählte, dass Pegnitz am 9. Oktober die erste Krokofilstadt Deutschlands wird. Ich habe jedenfalls zwei neue Freunde gefunden. Sie wollen sich bei mir melden, dann machen wir auch in ihrem Ort einige Lesungen.
Dein Reisekrokofil
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Gestern Nacht hat Armin sein Auto unter einem wunderschönen Baum geparkt. Als ich am nächsten Morgen zum Auto kam, war es von oben bis unten beschissen. Armin hatte einen Schlafbaum von Vögeln ausgesucht. Vogelscheiße bringt Glück, hat dann der Pfarrer im Autoradio bei der Morgenandacht gesagt. Wenn das so ist, will ich, dass Armin jetzt immer unter einem Schlafbaum parkt.
Dein Schlafbaumkrokofil
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Heute haben wir die Texte und Bilder nach Verona geschickt. Verona ist eine Stadt in Italien, wo es eine ganz tolle Druckerei gibt. Die Drucker werden die Bücher jetzt in vier Farben drucken, binden und zusammennähen. Sie machen das natürlich nicht mit der Hand, sondern es gibt dafür Maschinen. Wir haben uns die Druckerei im Frühjahr angeschaut. Genähte Bücher halten auf jeden Fall viel länger als geklebte und man kann auch besser in ihnen herumblättern. Da viele tausend Bücher gedruckt werden, dauert das trotz Einsatz von Maschinen noch eine ganze Weile bis sie bei uns ankommen. Erst danach können wir sie verschicken. Wenn alles gut verläuft sind die Bücher in vier bis sechs Wochen fertig.
Dein Druckereikrokofil
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Endlich ist Szabi wieder weggeflogen. Zwei Wochen hockte er mit Armin nur vor dem Computer und Armin war überhaupt nicht ansprechbar. Aber jetzt sind die Texte und die Bilder zu zwei wunderschönen Büchern zusammengewachsen. Ich kann mich gar nicht satt sehen und die Bücher habe ich schon mindestens sieben Mal gelesen. Dabei sind mir oft die Tränen gekommen, an den gleichen Stellen, an denen Armin auch immer weint. Ich finde das sehr komisch, dass Armin über etwas weint, was er selbst geschrieben hat. Weil ich ihn deswegen geneckt habe, meint er nun, ich würde nur Krokofilstränen vergießen, um ihm zu zeigen, dass ich auch gerührt bin. Aber das stimmt nicht. Ich weine nur, wenn ich wirklich von etwas ergriffen und gerührt bin. Manchmal weine ich natürlich auch vor Wut. Und eine Träne habe ich heute beim Abschied von Szabi vergossen.
Dein Tränenkrokofil
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Gestern hat ein Nachbar von uns mich als Ausländer beschimpft, bloß weil ich nicht so aussehe wie er. Darüber bin ich nur froh, denn so wie er möchte ich wirklich nicht aussehen. Er sieht aus wie eine nicht durchgebackene Semmel. Ich habe ihm gesagt, dass ich kein Ausländer bin, sondern ein Traumländer. Da hat er blöd geguckt und nichts kapiert. Selbst schuld! Er liest nie ein Buch und sitzt den ganzen Tag nur vor der Glotze. Dabei ist es doch sonnenklar. Traumländer sind diejenigen, die ihre Träume wahr machen. Welchen Traum hast du eigentlich? Bist du auch ein Traumländer?
Dein Traumländerkrokofil
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Heute gab es so viele Sternschnuppen, dass mir nicht genügend Wünsche einfielen. Es war ein richtiger Sternschnuppenregen. Was ich mir gewünscht habe, willst du wissen? Tut mir leid, das ist geheim, denn wenn ich es dir sagen würde, gingen meine Wünsche nicht in Erfüllung. Inzwischen weiß ich aber, dass die Wünsche am sichersten dann in Erfüllung gehen, wenn ich selbst etwas dafür tue.
Dein Sternschnuppenkrokofil
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Heute ist Szabi mit dem Flugzeug in München gelandet. Wir haben an der Sperre auf ihn gewartet. Er kam als Letzter aus dem Flugzeug gewankt und war so grün wie ich im Gesicht. Szabi fliegt nämlich nicht gerne und hat beim Fliegen Angst wie Graf Eckzahn vor Knoblauchzöpfen. Der Szabi kommt dort her, wo Graf Eckzahn sein Unwesen treibt. Wie, du hast noch nicht von Graf Eckzahn gehört? Ach ja, ich vergaß, dass du ja noch nicht mein neues Buch gelesen hast. Szabi ist übrigens wegen der neuen Bücher gekommen. Er wird die Bücher in den nächsten zwei Wochen layouten, das heißt, er wird den Text um die Bilder so herum fließen lassen, dass es sehr schöne Bücher werden. Szabi hat übrigens zwei große Eckzähne für mich mitgebracht. Die trage ich jetzt Tag und Nacht.
Dein Eckzahnkrokofil
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Heute war ich mit Armin an einem Moorsee. Er ist so klein, dass er nicht See, sondern Weiher heißt. Es gab wunderschöne Seerosen, die wie verzauberte Prinzessinnen aussahen. Ich bin mit Armin zweimal durch den ganzen Weiher geschwommen und habe eine Seerose geküsst. Aber es war kein verwunschenes Krokodilmädchen. Als wir auf der Wiese lagen, dachte ich, es gäbe ein Erdbeben. Neben mir war ein dicker Mann von seiner Campingliege aufgesprungen und unter mir bebte die Erde. Armin hat mir dann erklärt, dass das im Moor ganz normal sei. Dann habe ich mit Armin das Spiel gespielt, wer bringt die Erde mehr zum Beben. Bei Armin hat die Erde noch ein bißchen mehr gebebt als bei mir und er hat einen mächtigen Sonnenbrand bekommen. Jetzt ist er ganz rot und ich bin noch immer ganz grün und rieche ein bißchen nach Moor.
Dein Moorkrokofil
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Heute war endlich auch für die Kinder in Bayern der letzte Schultag. Sie hatten in dieser Woche sowieso schon immer nach der dritten Stunde hitzefrei und keine Lust mehr auf die Schule. Es gibt so herrliche Badeseen, dass es schade um jeden Tag ist, den man nicht draußen verbringt. Ich bin auch langsam urlaubsreif, denn im letzten Schuljahr habe ich fast 150 Lesungen mitgemacht. Jetzt habe ich nur noch Lust auf Schwimmen und Biergarten. Da bekomme ich nämlich immer grünes Eis.
Dein Urlaubskrokofil
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Heute sind wir zum Biber-Bernd an den Staffelsee gefahren. Biber-Bernd wirst du im zweiten Buch kennen lernen, das ja bald erscheint. Biber-Bernd war leider nicht da, aber wir haben seinen riesigen Bau gesehen. Armin hat mich über den See gerudert zu einer Insel, auf der Auerochsen leben. Aber die waren heute auch nicht da. Wir haben uns ans Ufer gelegt und Armin hat mir das neue Buch vorgelesen. Eine Ente hat sich zu meinen Füßen gesetzt und wollte auch zuhören. Ich glaube, das Buch hat ihr sehr gut gefallen, denn sie saß ganz still dabei, bis ein Störenfried kam, ein Enterich, den sie aber weggelockt hat. Dann kam sie allein zurück und hat sich wieder zu uns gesetzt. Ich glaube, sie wird meine Geschichte den anderen Enten am See weitererzählen. Später sind wir dann bis zur Spitze der Insel gegangen und haben erlebt, warum die Gegend um den Staffelsee das blaue Land heißt. Wenn die Sonne untergegangen ist, nimmt alles eine blaue Farbe an: Die Berge, die Wälder, die Wiesen, alles, auch ich.
Dein blaues Krokofil
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Gestern bin ich mit Armin im ICE nach Hamburg gefahren. Dort haben wir die Eltern von Armin getroffen und dann eine Ausstellung aufgebaut. Das waren ganz viele Foto- und Texttafeln über Rumänien. Die Zugfahrt war vielleicht schnell. In Nullkommanix sind wir quer durch Deutschland gedüst. Ich habe die Zeit sehr genossen im Großraumwagen. Wir kamen ins Gespräch mit einer Frau, die mit uns am Tisch saß. Sie kannte mein Buch, denn zwei ihrer Enkelkinder gehen auf die Gebeleschule, wo wir ja sehr viele Lesungen hatten. Als wir in Hamburg waren, sind wir zu den Landungsbrücken gegangen und haben große Schiffe gesehen. Da waren echte Luxusdampfer dabei. Mir wäre es aber zu langweilig, faul auf dem Deck herumzuliegen. Für mich ist Luxus, zu Fuß unterwegs zu sein und dabei Neues, Uberraschendes kennen zu lernen. Ich brauche keinen Besitz. Wenn ich unterwegs bin, habe ich alles im Uberfluss.
Dein Luxuskrokofil
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Heute habe ich einen Schatz gefunden. Ich meine, ich habe bemerkt, was ich mittlerweile für einen Schatz angesammelt habe. Ich habe in diesem Jahr schon so viele Bücher gelesen und in jedem Buch habe ich neue Wörter gefunden. Nun habe ich mir ein neues Spiel ausgedacht. Armin und ich versuchen um die Wette möglichst viele Wörter zu finden, die etwas beschreiben. Was kann man zum Beispiel alles sagen für Gehen oder wie kann ein Mensch oder ein Tier gucken. Das macht so viel Spaß, dass sich Armin losreißen muss, weil er jaöö auch mal arbeiten muss. Ich habe bereits einen so großen Wortschatz, dass ich nachts neue Wörter träume.
Dein Wortschatzkrokofil
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Heute traf ich im Voralpenland einen Ritter. Er saß auf einem klapprigen alten Gaul und hielt eine hölzerne Lanze in der Hand. Er bat mich, stehenzubleiben und erzählte mir, er sei der Ritter von der traurigen Gestalt. Dann erzählte er mir noch von einer Prinzessin, die er vor den weißen Rittern beschützen müsste. Aber als er auf den Hügel ritt, um gegen die weißen Ritter in die Schlacht zu ziehen, standen da nur weiße Windräder mit zwei Flügeln. Er kämpfte gegen sie mit seiner Lanze, aber die Windräder drehten sich ruhig weiter. Komischer Vogel, dachte ich mir, aber manchmal spiele ich ja auch irgendetwas und die Leute denken dann, ich würde träumen. Wenn ich Armins Schuhe zerbeiße, stelle ich mir auch immer vor, es wären böse Kritiker, vor denen ich Armin schützen muss.
Dein Ritterkrokofil
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Der heutige Tag begann wie der gestrige Tag aufgehört hatte. Es regnete in Strömen. Erst gegen Mittag hörte der Regen auf, gerade rechtzeitig für ein Hochzeitspaar, das aus der Kirche heraus kam. Ich sah der Hochzeitsgesellschaft zu und sah die Kinder, die in Lederhosen und rotweiß karierten Hemden vor der Kirche auf den Treppen Fußball spielten. Sie hatten aber keine Fähnchen mehr ins Gesicht gemalt. Als der Fotograf kam, stellten sich alle auf den Treppen auf wie eine Fußballmannschaft. Ob der Bräutigam Fußballer ist? Oder vielleicht die Braut? Wenn ich einmal heiraten sollte, dann heirate ich in einer Vollmondnacht. Ich liebe den Vollmond, denn wenn er strahlt, dann erscheint alles in einem anderen Licht und ich fühle mich ganz verzaubert.
Dein Vollmondkrokofil
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Heute hatte ich einen merkwürdigen Traum. Ein Wolkenschiff hielt vor meinem offenen Schlafzimmerfenster und der Kapitän lud mich ein, mit ihm und seiner Mannschaft zum Mond zu fahren. Ich war noch nie auf dem Mond und stieg ein. Der Mond war nur als schmale Sichel zu sehen, ein blankes Türkenschwert auf einem schwarzen Seidenkissen. Aber das Schiff fuhr zu langsam. Als wir auf halber Strecke waren, ging die Sonne auf und lachte uns aus. Da stürzte das Schiff in die Tiefe und plumpste ins Meer. Von dem Plumps wachte ich auf und bemerkte, dass ich aus dem Bett gefallen war.
Dein Plumpskrokofil
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Heute begann eine neue Woche und ich fühlte mich sehr wohl in meiner Haut. Die Sonne wechselte sich mit dem Regen ab und es war schön, in der Sonne und dann auch wieder im Regen spazieren zu gehen. Wenn ich auf die letzten Tage und Wochen zurückblicke sehe ich viele Einträge an dich, liebes Tagebuch, und ich erinnere mich an die vielen schönen Momente auf meinen Reisen und bei den Lesungen. Es sind die vielen Kinder, die begeistert meine Bücher lesen und ihre Fragen und ihre Neugierde, die mich so glücklich machen und in mir die Lebensgeister wecken. Manchmal sind die Tage so ausgefüllt und bewegt, dass ich am Abend nicht sofort einschlafen kann. Dann wälze ich mich lange im Bett herum und wenn ich dann nach einiger Zeit immer noch nicht eingeschlafen bin, nehme ich mir ein Buch, lese in ihm oder schreibe in mein Tagebuch. So wie jetzt.
Dein Tagebuchkrokofil
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Heute waren Armin und ich im Starnberger See schwimmen. Wir waren an der Taucherbucht und haben abends in der Dämmerung auf Glühwürmchen gewartet. Als der Mond als schmale Sichel am Himmel leuchtete, kamen sie endlich aus ihren Verstecken und flogen alle in die gleiche Richtung als würden sie zu einem Glühwürmchentreffen fliegen. Als wir gerade wieder gehen wollten, fuhr ein Ausflugsdampfer über den See mit Festbeleuchtung und kubanischer Musik. Die ging uns in die Beine und wir haben gleich angefangen zu tanzen. Ein alter Schauspieler kam mit seinem dicken Hund vorbei und meinte, die Glühwürmchen wären in Wirklichkeit Leuchtkäfer und sähen aus wie Hutnadelknöpfchen. Ich bin schließlich zu dem Ausflugsdampfer hingeschwommen und habe die Musikkapelle unterstützt. Ich habe alle Instrumente ausprobiert. Jetzt ist mir das Liebste der große Kontrabass, da ich dahinter verschwinde und ich die Leute nicht gleich in die Flucht schlage. Die Musiker haben mir am Ende als Dank einen Mojito zum Trinken gegeben. Der ist mir aber nicht bekommen und ich bin in Schlangenlinien zurück ans Ufer geschwommen. Armin hat mich dann durch den Glühwürmchenwald zum Auto getragen und ganz sanft nach Hause gefahren.
Dein Leuchtkrokofil
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In der Zeitung steht heute, dass gestern ein unbekanntes Krokodil im Tierpark Hellabrunn ein richtiges Tohuwabohu angerichtet hat und dass danach kein Besucher mehr in den Zoo kam. Jetzt soll neben dem Verbotsschild für Hunde ein Verbotsschild für Krokodile aufgestellt werden. Da wird ein Krokodil aufgemalt und darunter steht: Ich darf hier nicht rein. Wie blöd ist das, wenn man ausgeschlossen wird.
Dein Trauerkloßkrokofil
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Heute habe ich Geburtstag gefeiert, denn ich bin heute ein Jahr alt geworden. Ich habe zwar schon früher in Armins Kopf herumgespukt, aber so richtig gibt es mich erst, seitdem Armin und Sigrid vor einem Jahr meine Geschichte angefangen haben aufzuschreiben. Ich hatte mir zum Geburtstag gewünscht, in den Münchner Tierpark Hellabrunn zu gehen. Ich wollte einmal andere Gesichter sehen. Zuerst sind Armin und ich zu den Pinguinen gegangen. Die sahen in ihrem Frack aus wie Orchestermusiker. Dann sah ich den Affen zu, sie blödelten herum und lausten sich gegenseitig. Dann sah ich die Flamingos stehen. Sie standen bewegungslos auf einem Bein. Ich bin zu ihnen hinüber gelaufen und habe sie richtig auf Trab gebracht, so dass sie kreischend aufgeflogen sind. Zwei Wärter kamen angestürzt, da habe ich mich gleich aus dem Staub gemacht. Ich habe mich bei den schlecht gelaunten Krokodilen versteckt. Armin sagte: Lass uns lieber gehen, die Wärter verstehen keinen Spaß. Als wir den Zoo durch das Drehkreuz verlassen hatten, bin ich zu den Leuten gegangen, die am Eingang in einer langen Schlange standen. Ich habe vor ihnen Liegestütze gemacht und sie machten gleich begeistert mit. Als ich ihnen erzählte, dass ich Geburtstag habe, sind sie mit mir in den Wald spielen gegangen. Wir haben uns gejagt, sind auf Bäume geklettert und zum Schluss bin ich in der Isar nach Hause geschwommen. Was für ein schöner Geburtstag.
Dein Geburtstagskrokofil
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Heute hat es ganz schön gerumpelt. Mittags war es noch so heiß wie gestern, doch am Nachmittag zogen dunkle Wolken auf. Es hat wie aus Kannen geregnet, so dass die Kinder auf der Straße gekreischt haben und Schutz gesucht haben. Und ringsherum hat der Donner gegrollt. Ich bin gleich rausgerannt und habe mich in den Regen gestellt. Der war ganz warm. Ich liebe Sommerregen, besonders, wenn hinterher die Sonne wieder scheint und ein Regenbogen zu sehen ist. So wie heute eben.
Dein Regenbogenkrokofil
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Heute war der heißeste Tag des Jahres und gestern der längste. Wir waren heute Fußball spielen. Als wir auf den Bolzplatz kamen, hat mich Paulo so merkwürdig angegrinst. Ich habe an mir herunter gesehen, aber da war nichts, worüber man lachen muss. Als er seine lange Trainingshose auszog, war mir alles klar. Weil es bei der Fußballeuropameisterschaft doch keine krokofilgrüne Mannschaft gibt, hatte sich Paulo heute extra für mich eine krokofilgrüne Hose angezogen. Wir haben dann gemeinsam in einer Mannschaft gegen Wolf und seine Freunde gespielt. Leider haben wir heute verloren. Aber das lag an der Hitze. Ich glaube, Wolf mag keine Opern. Denn immer, wenn ihm jemand nicht schnell genug ist, schreit er: Quatsch doch keine Opern! Fußball und Opern sind eben ganz verschiedene Dinge. Wie sagte ein Fußballspieler: Fußball ist wie Schach, aber ohne Würfel.
Dein Krokofil
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War das heute ein Freudenfest! Ich habe heute alleine vor dem Fernseher gehockt und habe mir das Fußballspiel Deutschland gegen Portugal angeschaut. Die Deutschen haben gewonnen, obwohl Armin sie nicht angefeuert hat. Er hat einen Vortrag vor echten Rittern gehalten, die nicht Fußball sehen wollten. Als er aus der Ritterburg herauskam, wusste er gleich, dass die deutsche Mannschaft gewonnen hat. Auf den Straßen liefen noch mitten in der Nacht Leute herum. Sie fuhren mit ihren Autos und ihren Fahrrädern und schwenkten ihre Fähnchen, schrieen, jubelten, tanzten und zogen Arm in Arm singend durch die Straßen. Als Armin an einer portugiesischen Kneipe vorbei kam, waren die Leute, die darin saßen, viel stiller. Auch Paulo, der in Portugal geboren und ein guter Freund von Armin ist, war sehr enttäuscht von der portugiesischen Mannschaft, die in der Vorrunde doch richtigen Zauberfußball gezeigt hatte. Am Sonntag wird wieder alles anders sein. Dann spielen Armin und Paulo wieder in einer Mannschaft. Verlierer ist auch Sigrid. Sie hatte nämlich gewettet, dass die Portugiesen Europameister werden. Ich bin nach wie vor für die grüne Mannschaft. Damit meine ich aber nicht den vierten Mann, der die Trainer auf die Tribünenbank verbannt.
Dein Meisterkrokofil
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Ich komme gerade von der Fan-Meile in Wien. Hierhin sind wir gestern Abend noch mit dem Zug gefahren, um wieder einen Zukunftsforscher zu treffen. Als wir ihn in der Universität trafen, habe ich ihn gleich gefragt, wer wohl Fußball-Europameister wird. Aber der Forscher konnte mir keine wissenschaftliche Antwort darauf geben. Es gibt einfach zu viele Spieler auf dem Feld, und auch zu viele Mannschaften. Es lässt sich also in dieser Sache gar nichts berechnen. Es bleibt bis ganz zum Schluss ein Rätsel. Am Vormittag waren wir übrigens noch am Schloss der schönen Brunnen, wo ein Kapitel meines neuen Buches spielt. Mir gefiel eine steinerne Gestalt, die auf einem Sockel im Park stand. Es war ein junger Mann, der auf dem Hinterkopf eine Maske trug. Die Maske hat etwas mit meinem Buch zu tun. Aber mehr verrate ich heute nicht.
Dein Maskenkrokofil
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Heute war ich im Schwabenland. Zuerst habe ich die sieben Schwaben aus dem Märchen gesucht, aber die waren heute nicht da. Unterhalb der großen Kirche, die in der Stadt Weingarten Basilika heißt, war die Stadtbücherei, in der Armin heute vor den beiden dritten Klassen der Grundschule gelesen hat. Einige Kinder hatten schwarz-rot-goldene Streifen im Gesicht. Die haben sich seit gestern Abend nicht gewaschen, als die deutsche Fußballnationalmannschaft gegen das Team aus Osterreich gespielt hat. Als Armin fragte, was die Farben schwarz, rot, gold eigentlich bedeuten, hat ein Junge geantwortet: Das bedeutet verbrannte Pizza mit Salami und Käse. Und bei der Frage, wie viele Farben zum Drucken eines Buches mit bunten Bildern verwendet werden, wusste auch einer, dass es vier Farben sind und dass meine grüne Farbe durch blau und gelb entsteht. Armin hatte noch ein Buch im Auto, in das er vor langer Zeit einmal den falschen Namen geschrieben hatte. In dem Buch stand: Für Julian. In der dritten Klasse in Weingarten gab es einen Julian. Und der hat freiweillig dreißig Liegestütze gemacht. Da musste er natürlich das Buch geschenkt bekommen. Weiter ging es nach Aichstetten, wo wir in einer weiteren Stadtbücherei zu Gast waren. Als wir in den Lesesaal kamen, entdeckte ich eine goldene Krone auf dem Lesepult. Die hatte die Leiterin der Stadtbücherei dort hingelegt und fragte bei der Begrüßung die Kinder, wem wohl diese Krone gehört. Einige Kinder kannten zu meiner Freude mein Buch und antworteten: Die Krone gehört der Prinzessin im Land der Sonne. Und Manuel, Andreas, Maximilian, Laura und Lisa haben heute Armin geholfen, das Buch vorzulesen. Nach der Lesung hat Armin mit den Kindern noch auf der Wiese neben dem Friedhof Fußball gespielt. Das Spiel ging unentschieden aus. Armin spielte eine Halbzeit bei der einen Mannschaft und in der anderen Halbzeit bei der anderen Mannschaft mit. Ich war stolz darauf, dass Armin zwei Tore geschossen hat. Kein Wunder, er sieht ja auch aus wie Van Nistelroy von der holländischen Nationalmannschaft, und er übt jeden Sonntag für solche Antritte.
Dein Schwabenkrokofil
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Als wir heute von München nach Berlin fuhren, sah ich kurz hinter München zwischen den Fahrbahnen einen winkenden Bär stehen. In Berlin haben wir einen Zukunftsforscher getroffen. Ein Zukunftsforscher will wissenschaftlich erforschen wie unsere Welt in 20 oder 30 Jahren aussieht und er denkt darüber nach wie viele Kinder es dann geben wird. Wenn er es rausbekommen hat, überlege ich, wie viele Kinder dann mein Buch noch lesen werden. Wir werden noch eine Menge Bücher drucken lassen müssen. Als wir an Pegnitz vorbeifuhren, habe ich mich gefragt, wann die blaue Autobahntafel an der Ausfahrt krokofilgrün gestrichen wird. Pegnitz ist doch seit kurzem erste Krokofilstadt Deutschlands. Armin hat mir erklärt, dass die Stadt Pegnitz an den Autobahnschildern nichts machen darf. Darüber entscheiden Leute in Berlin. Als wir in Berlin ankamen, habe ich gleich die Leute auf der Straße gefragt, aber die wussten gar nichts davon. Du musst nicht Leute auf der Straße fragen, sagte Armin, das entscheiden die Männer und Frauen im Bundestag. Aber als ich dort war, haben die so aneinander vorbeigeredet, dass ich gar nicht zu Wort kam. Gleich neben dem Reichstagsgebäude, wo die Leute so heftig gestritten haben, steht ein großes weißes Haus, das wie eine Waschmaschine aussieht. Da wäscht die Bundeskanzlerin allen den Kopf, die da hineingehen. Darauf hatte ich heute gar keine Lust. Als wir dann wieder aus Berlin herausfuhren, habe ich dort, wo drei Linden stehen, wieder einen Bären gesehen. Als er mir zuwinkte, ging ich zu ihm hin. Er erzählte mir, dass er das Maskottchen von Berlin ist und ich erzählte ihm, dass ich das Maskottchen von Pegnitz bin.
Dein Krokofilmaskottchen
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Heute war Fußballtag. Zuerst habe ich Armin zugeschaut, wie er mit seinen Freunden Fußball gespielt hat. Danach hat er mit mir eine Runde gekickt. Ich habe meistens Kopfball auf das Tor gespielt. Da hatte Armin ganz schön zu tun, die Bälle zu halten. Am Abend war dann Fußball vor dem Fernseher angesagt. Dabei hat Armin die Spieler lautstark angefeuert und wenn einer mal nicht so gespielt hat wie Armin sich das vorgestellt hat, schlug er sich verzweifelt an die Stirn und schrie ihn an. Er hoffte, dass er dann besser spielt. Die nächsten drei Wochen spielen sechzehn Mannschaften um den Europameistertitel, alle in unterschiedlichen Farben. Italien spielt mit blauen Trikots, Holland spielt in Orange, Portugal in Rot, Deutschland hat weiße T-Shirts und schwarze Hosen. Aber wer spielt eigentlich in Grün? Bin ich der Einzige? Ich bin auf jeden Fall dafür, dass die Mannschaft in Grün das Endspiel gewinnt.
Dein Fußballkrokofil
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Wie schon gestern versprochen, kommt hier die Auflösung zu der Frage, warum schwarz-rot-gold die Farben der deutschen Fahne sind. Ich habe mich umgehört und viele Leute gefragt. Die meisten wussten keine Antwort. Und wer eine Antwort wusste, erzählte mir etwas von Dingen, die ich nicht verstand. Am Besten gefiel mir die Antwort von Sigrid. Sie sagte: Was ist denn in Deutschland besonders schön? Schwarz steht für den Schwarzwald, Rot steht für Rotenburg und Gold steht natürlich für die Goldbergvariationen von Johann Sebastian Bach. Die liebt sie nämlich. Ich glaube, ich werde sie mir jetzt auch mal anhören.
Dein Goldbergkrokofil
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Noch viermal schlafen, dann beginnt die Fußballeuropameisterschaft. Und schon fahren die Ersten beflaggt mit der deutschen Fahne durch die Straßen. Ich frage mich, wenn es schon eine Europameisterschaft ist, warum dann niemand mit dem Sternenbanner der Europäischen Union herumfährt? Weißt Du, liebes Tagebuch, wieviel Sterne das Sternenbanner hat? Nein? Ich verrate es Dir. Es sind 12 Sterne. Und weißt Du, wieviele Mitgliedsstaaten die Europäische Union hat? Was, das weißt Du auch nicht. Okay, ich sage es Dir. Es sind 27 Länder. Und noch eine Frage habe ich. Weißt Du wieviele Sterne auf der Flagge der USA sind? Okay, ich sehe, Du weißt auch das nicht. Es sind 50 Sterne für fünfzig Bundesstaaten. So, jetzt hast Du eine Menge gelernt und wer das liest kann mit anderen Kindern Wetten abschließen. Armin wettet für sein Leben gerne und gewinnt auch meistens. Ich habe mich jetzt schon vorsorglich informiert, was eigentlich die Farben schwarz, rot und gold bedeuten. Weiß das jemand? Die Auflösung gibt es morgen. Armin bleibt mir während der Fußball-EM treu. Er fährt weiterhin mit dem Krokofilaufkleber auf der Heckscheibe herum.
Dein Sternenkrokofil
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Heute rief mich Martina Hofmann aus Pegnitz an. Der erste Schritt zur Krokofilstadt ist getan. Ich werde das Maskottchen der Stadtbibliothek. Ich bin sehr stolz darauf und werde nun meinen Zweitwohnsitz in Pegnitz anmelden. Ich ziehe in die Stadtbibliothek ein und später, wenn ich vielleicht Ehrenbürger der Stadt werde, könnte ich auch ins Rathaus einziehen. Aber die Stadtbibliothek ist mir lieber. Da gibt es viele Bücher, viele Kinder, die lesen, und man hat auch einen schönen Blick über die Stadt.
Dein Maskottchenkrokofil
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Heute war ein richtig langer Tag. Die Sonne wollte gar nicht untergehen. Kurz nach 20 Uhr, wenn alle Kinder ins Bett gehen müssen, war es dafür noch viel zu hell. Ich war heute das erste Mal in diesem Jahr schwimmen. Und dann habe ich auf einem tiefgeneigten Baumstamm über dem Wasser in der Sonne gelegen. Graugänse mit ihren Jungen sind unter mir langgeschwommen. Ich habe sie gezählt. Es waren sieben mal sieben. Als es endlich dunkel wurde, sah ich eine Wolke und weil überhaupt kein Wind wehte, stand sie wie ein Turm zwischen den Bergen. Plötzlich blitzte es und es blitzte immer wieder. Aber es folgte kein Donner. Es war ein fernes Wetterleuchten hinter den Bergen. Und die Wolke wurde zum Leuchtturm.
Dein Leuchtkrokofil
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Ich bin entsetzt. Es gibt keine Bücher mehr. Alle Bücher von Krokofil 1 - Im Land der Sonne sind jetzt bei Kindern, die sie lesen. Kein Buch ist mehr im Verlag. Kein Buch ist mehr im Krokofilmobil. Und auch in den Buchhandlungen sind alle Bücher verkauft. Jetzt bleibt nur eines: Wir müssen so schnell wie möglich Krokofil im Land der Sonne neu drucken lassen. Bis die Druckerei sie fertig hat, müssen alle Geduld haben. Bis Band 1 und Band 2 fertig gedruckt sind, dauert es wohl noch einige Wochen. Ich hätte nie gedacht, dass die Bücher so schnell weg gehen. Die Bücher haben Flügel bekommen.
Dein bücherloses Krokofil
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Heute waren wir in einer Grundschule in Potsdam und Armin hätte fast einen Drehwurm bekommen. Denn er stand in der Mitte der Turnhalle und die Kinder saßen im Kreis um ihn herum auf Turnmatten und Holzbänken. Armin las laut und deutlich und damit die Kinder ihn alle auch einmal von vorne sehen konnten, drehte er sich immer um seine eigene Achse. Als er immer schneller wurde wie ein Kreisel, sah ich, dass er seine Augen verdrehte und beinahe die Balance verlor. Doch zum Glück kam er wieder zum Stehen und brachte das erste Kapitel zu Ende. Aber er hat sich wieder einmal versprochen und weil die Kinder es gemerkt haben, musste er zehn Liegestütze machen. Danach hielt es einige nicht mehr auf ihren Matten und sie machten auch Liegestütze. Es war ein herrliches Bild, als 140 Kinder nebeneinander und übereinander, auf und unter den Bänken und von den Bänken herunter Liegestütze machten. Nach der Lesung kam Tilmann auf Armin zu und wollte gerne Armin interviewen. Leider hatte er aber seine Schreibsachen in der Klasse gelassen und so unterhielt er sich mit Armin darüber wie man ein richtig gutes Interview macht. Die Fragen, die du stellen willst, solltest du dir schon vorher gut überlegen, sagte Armin. Und hilfreich wäre auch ein Aufnahmegerät, damit du nicht etwas anderes schreibst, als ich gesagt habe. Viele Kinder standen noch eine ganze Weile um Armin herum und löcherten ihn mit Fragen. Und ein Mädchen kam noch einmal zurück in die Halle und schenkte Armin einen Stein. Der sah ein bißchen so aus wie der Stein, den ich vor einigen Tagen im Steinbruch gefunden habe, nur nicht so grün. Den Stein trage ich nun als Talisman um den Hals.
Dein Steinkrokofil
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Heute war der Tag der Arbeit. Und ich habe nichts anderes getan als mich auf die faule Haut zu legen. Ich habe mir ein ruhiges Plätzchen im Rapsfeld gesucht. Armin hat gesagt: Da kannst du richtig auftanken! Danach hatte ich so viel Bio-Power, dass ich in einem abgesoffenen Granitsteinbruch gleich schwimmen war und danach Eichen geschcttelt habe, aber kein Maikäfer ist herunter gekommen. Es gibt wohl keine Maikäfer mehr. Der Ginster blühte gelb und der süße Duft der Kirschblüten stieg mir in die Nase. Dann habe ich noch grüne Steine gefunden, habe in einer Linde gesessen und habe einem Angler beim Fischen zugesehen. Ein großer Fisch hat ihm den Wurm von der Angel gemaust, so sagen die Sachsen, wenn jemand etwas stiehlt. Der Angler hatte noch einen Hund bei sich. Wenn er bis tief in der Nacht am Ufer sitzt, ist der Hund seine Wärmflasche.
Dein Rapskrokofil
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Heute waren wir zum Lesewecker in der Stadtbücherei in Gräfelfing. Aufgeweckt sind die Kinder in Gräfelfing. Das bekamen wir schon vor der Lesung zu spüren. Sigrid fragte sie, ob sie Lieder kennen und da haben sie gleich eins nach dem anderen gesungen. Zuerst: Wir sind anders als ihr, dann sang Ida allein: Hier steht die Zeit noch still. Dann sangen wieder alle zusammen: Wer hat die Kokosnuss geklaut? Danach: Alle meine Entchen und Hänschen klein. Sie hätten sicherlich noch weiter gesungen, aber Armin wollte nun lesen. Er begrüßte sie dieses Mal mit Hallo und fragte, in welchen Sprachen sie noch Hallo sagen könnten. Hola, Moin, Hello, Gruez di, Servus, Ciao, sagten sie. Nach dem ersten Kapitel war Zeit für Fragen. Die Kinder wollten wissen, wie lange es dauert, ein Buch zu schreiben. Das kommt natürlich darauf an, wie dick das Buch ist, und worüber der Autor schreibt. Hast Du das Buch mit der Hand geschrieben? Warum hast Du ausgerechnet diese Geschichte geschrieben?, wollten die Kinder wissen. Armin schreibt immer gleich in den Computer, damit keine Ideen verloren gehen und er hasst Zettelchaos. Nach den Fragen musste Armin noch das zweite Kapitel lesen, weil die Kinder keine Ruhe gaben. Sie wollten am Liebsten das ganze Buch vorgelesen bekommen, aber leider war die Zeit schon um und die Mütter kamen, um die Kinder abzuholen. Wie immer signierte Armin die Bücher und auch Julia, Maria, Benedict und Benjamin bekamen ein Autogramm in ihr Buch. Als wir dann nach Hause fuhren wurden wir von einem weiß-blauen Auto des Bayrischen Rundfunks verfolgt. Sie wollten wohl ein Interview von mir, aber bis das nächste Buch herauskommt, sage ich nichts mehr. Sie können ja alles im Tagebuch nachlesen.
Dein Krokofil
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Oh war das peinlich heute in Magdeburg. Wir hatten keine Bücher mehr. Armin hatte noch nicht einmal mehr eines zum Vorlesen. Denn das letzte Buch hatten wir in Bad Neustadt gelassen. Zum Glück hatte der Jonas sein Buch dabei, das seine Mutter in einer Buchhandlung gekauft hatte. Er hatte schon die Hälfte gelesen. Die Schulklassen in St. Mechthild in Magdeburg haben die Namen von Waldtieren. So gibt es zum Beispiel Bären, Wölfe, Hasen, Eichhörnchen oder Biber. Die Kinder haben erzählt, was in ihrem Kopf vorgeht, wenn sie lesen oder eine Geschichte vorgelesen bekommen. Jette mag sich gar nicht mehr einen Film anschauen über ein Buch, das sie schon gelesen hat. Der Film stört ihre Phantasie und verjagt die Bilder in ihrem Kopf. Ihren Freundinnen Lena und Luzie geht es genauso. Nachdem alle Schüler zehn Liegestütze gemacht haben, hat Katharina von den Bibern mit ihren Freundinnen am Klavier gesungen. Danach sind wir schnell mit dem Auto zurück nach München gefahren und haben dort ein dickes Paket mit Büchern geschnürt, die wir den Kindern nach Magdeburg geschickt haben. Das hatten wir ihnen versprochen.
Dein Krokofil
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Heute waren wir in Hohenroth, einer Stadt in Bayern, in der die Menschen gar nicht bayrisch sprechen. Dafür sprechen die Kinder dort ganz andere Sprachen. Sie sprechen zum Beispiel Hochdeutsch, Russisch, Aserbaidschanisch, Polnisch, Lateinisch, Spanisch und einige lernen die Sprache der Musik. Sie lernen nämlich verschiedene Musikinstrumente. Und nach der heutigen Lesung verstehen sie auch die Krokofilsprache. Nach den beiden Lesungen haben so viele Kinder ein Buch gekauft, dass am Ende Leo leer ausging. Er bekommt aber das Buch nachgeschickt und darf sich auf eine kleine überraschung freuen. Als wir schon gerade losfahren wollten, kamen die Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 2b ins Lehrerzimmer und schenkten uns Bilder, die sie von mir gemacht haben. Auf einem Bild sehe ich aus wie ein Alien, auf einem anderen wie ein Roboter und auf mehreren schwimme ich im Wasserkanal des Palastes mit einer Beule auf dem Kopf. Ich habe mir gleich an den Kopf gefühlt, ob ich da eine Beule habe. Aber die war wohl von dem Hochzeitsstrauß der Prinzessin. Das müssen harte Rosen gewesen sein.
Dein Beulenkrokofil
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Heute waren wir in einer kleinen Stadt am Rhein. Der Rhein ist der größte Fluss Deutschlands. Auf ihm fahren dicke Lastkäne und bei einem, der ganz tief im Wasser lag, habe ich mich gefragt, ob er vielleicht Bücher geladen hat. Denn Bücher sind sehr schwer. Das ist gut zu sehen, wenn das Krokofilmobil voll beladen mit Büchern über die Autobahn schleicht. Aber nach der Lesung in Neuwied haben so viele Kinder mein Buch gekauft, dass das Auto wieder richtig schnell sausen konnte. Das war auch gut, denn wir mussten bis nach Unterfranken fahren. Die Kinder in Neuwied werde ich in guter Erinnerung behalten. Sie waren sehr aufmerksam und haben richtig gut mitgemacht. Sie haben viele Fragen gestellt und wussten auch wie ein Buch entsteht. Und sie sind wirklich sportlich. Vor allen Dingen Byran, der mit Armin zusammen Liegestütze gemacht hat. Wie Armin sie machte, war ihm viel zu einfach. Er drehte sich um und machte sie mit dem Rücken zur Erde. Das soll ihm erst einmal einer nachmachen!
Dein Rheinkrokofil
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Dass das Krokofilbuch auch noch etwas für die Fünftklässler ist, haben wir heute in der Städtischen Realschule in Kaarst gemerkt. Zuerst haben wir das Buch den Erst- und Zweitklässlern der Gemeinschaftsgrundschule Stakerseite vorgelesen. Danach den Dritt- und Viertklässlern. Zur Lesung im Bebop, zu der auch Frau Götz von der Zeitung kam, wurde Armin in elf verschiedenen Sprachen begrüßt und sie ließen ihn erst gehen, nachdem er ihnen allen ein Autogramm gegeben hatte. Kurz vor Mittag waren dann noch die Fünftklässler an der Reihe. Sie wollten unbedingt Armins Limousine sehen, die sie sich ganz riesig und lang vorgestellt hatten. Aber unserem Auto sieht man nicht an, wie berühmt ich bin, denn wir fahren incognito, sonst würden wir überall aufgehalten und kämen überall zu spät zu den Lesungen.
Dein Geheimkrokofil
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Gestern und heute waren wir im Landkreis Cham. Und wie sagte noch der große Dichter: Armin kam nach Cham, sah und siegte. Er begeisterte die Kinder mit meiner Geschichte und ihm gelang es in Arnschwang sogar, eine Schülerin dazu zu bringen, auf dem Klavier zu spielen. Miriam spielte so gut, dass Armin ihr ein Buch schenkte. Mir gefiel, dass ein Mädchen von ihrer Geschichte erzählte, die sie selbst geschrieben hatte. Die Geschichte hieß: Das Schokoladenmädchen. Und in Falkenstein erinnerte mich die Burg an den Turm des Kalifen, in dem ich eingesperrt war. Nachzulesen im siebten Kapitel meines Buches. Die Lesungen in Falkenstein, Cham, Eschlkam, Furth, Chamerau und Arnschwang haben mir so gut gefallen, dass ich gerne wiederkomme und mit Frau Espach vom Kulturamt der Stadt Cham an ihren Brücken mitbauen will. Bücher bauen Brücken. Das habe ich gemerkt, als mir in Falkenstein ein Mädchen bis zum Auto nachlief und von ihrem gesparten Geld ein Buch kaufte.
Dein Brückenbaukrokofil
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Heute waren wir in einer Schule in einem Stadtteil von Rosenheim. Armin ließ die Kinder seinen Nachnamen raten. Er sagte ihnen, dass sein Name so ähnlich klingt wie der Name ihrer Stadt, die Pang heißt. Sie müssten nur das a durch ein o ersetzen und ein s ans Ende des Ortnamens hängen, dann wüssten sie seinen Namen. Das hat jeder sofort begriffen und so begrüßten sie ihn mit einem lauten Guten Morgen Herr Pongs. Armin und ich ahnten an diesem Tag nicht, dass es in Pang viele junge Schriftsteller gibt. Denn viele Kinder aus Pang haben schon eigene Geschichten verfasst. Ein Mädchen hat beispielsweise eine Geschichte über eine Prinzessin geschrieben, eine andere hat schon zehn Seiten über einen Feenwald erzählt. Und Tobias hat seine Geschichte sogar schon in einer Zeitung veröffentlicht. Sie heißt: Der falsche Weihnachtsmann. Aber nicht nur Geschichten erzählen und schreiben können die Kinder. Auch im Lesen sind sie sehr gut. Und im Fragenstellen. Sind Sie reich?, wollte jemand von Armin wissen. Ja, reich an Ideen, hat er geantwortet. Wieviele Sprachen sprechen Sie?, fragte ein anderer. Siebeneinhalb Sprachen, war Armins Antwort. Denn Armin spricht neben der Zeichensprache und der Sprache der Gefühle auch ein bißchen die Sprache der Musik, und dann natürlich noch Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch und ein bißchen Bayrisch, also siebeneinhalb Sprachen. Später fragte noch jemand, in welchen Farben ein Buch gedruckt wird. Armin erklärte, dass ein normales Lesebuch in nur einer Farbe gedruckt wird, nämlich in schwarz. Für das Krokofilbuch wurden aber wegen der Bilder vier Farben gebraucht, und zwar die Farben schwarz, blau, rot und gelb. Alle anderen Farben werden aus diesen vier Farben gemischt. Bei manchen Büchern kommt noch eine fünfte Farbe hinzu, eine Sonderfarbe, zum Beispiel gold oder silber. Als wir auf die Farbe grün zu sprechen kamen, wollte jemand wissen, welches Auto Krokofil fährt. Armin fragte, welches Auto denn zu ihm passe. Da meinte der Junge, dass Krokofil sicherlich einen Audi R8 fährt. Ein anderer sagte, dass Krokofil sicherlich einen grünen Jaguar fahre und Severin war sich sicher, dass es nur ein Amphibienfahrzeug sein könnte, denn nur so würde Krokofil übers Meer kommen. Recht hat er.
Dein Amphibienkrokofil
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Du hast Dich sicherlich schon gewundert, wo ich stecke. Nun ich war die letzten Tage in Italien. Zuerst sind wir nach Bologna gefahren und waren vier Tage auf der Kinderbuchmesse. Schon wieder eine Messe mit vielen Ständen und einer Menge Leuten, die immerzu über Bücher sprachen, über das Schreiben von Büchern, das Illustrieren von Büchern und auch das Drucken von Büchern. Am Freitag waren wir dann in einer Druckerei in Verona und am Samstag am Gardasee. Hoch über dem Gardasee, in einem kleinen Bergdorf, mit Blick auf den See und die Berge, haben wir an meinem neuen Buch gearbeitet und sind sehr weit vorangekommen. Ich hoffe, Du hast Dir nicht allzu große Sorgen um mich gemacht und verspreche Dir, mich jetzt wieder öfter bei Dir zu melden.
Dein Phantomkrokofil
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Heute waren wir auf der Leipziger Buchmesse. Wir haben uns die neuesten Kinderbücher angeschaut und viele Leute kennen gelernt. Wir haben auch den Kinderbuchautor Paul Maar kennen gelernt, der uns erzählte, dass er drei Kinder hat und wie er seine Bücher schreibt. Er ist nicht mehr der Jüngste, aber er ist in seinem Herzen und in seinem Kopf jung geblieben und so kann er Dinge schreiben, für die er bei Erwachsenen nur Kopfschütteln erntet, bei Kindern aber Begeisterung auslöst. Dann haben wir noch einige Journalisten getroffen, die ganz begeistert von mir waren und versprochen haben, über mich in Zeitschriften zu schreiben. Und viele Lesungen haben wir auch besucht. Die waren leider alle ohne Liegestütze, aber mit Versprechern. Vor lauter Menschen und Büchern habe ich einmal Armin aus den Augen verloren. Das war ein Riesenschreck und mir kamen gleich die Tränen. Wie sollte ich ihn zwischen all den Menschen wiederfinden. Aber zum Glück hat er mich ausrufen lassen und so haben wir uns am Eingang wiedergefunden.
Dein Buchmessenkrokofil
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In Pegnitz bin ich immer wieder gerne. Heute waren wir schon zum dritten Mal dort und es war wieder ein großes Erlebnis. Martina Hoffmann, die uns eingeladen hatte und uns mit ihren lieben Kolleginnen herzlich begrüßte, hatte sich etwas ganz Besonderes ausgedacht. Für die, die zum zweiten oder sogar zum dritten Mal zu einer Krokofillesung kamen, gab es ein Krokofil zum Aufbügeln. Und für alle Kinder gab es eine Krokofilbowle. Das war ein ganz besonderes Getränk: aus Waldmeistersirup, Pfefferminztee und Apfelschorle. Armin las heute zum ersten Mal aus dem Karussell der Farben vor, also ganz neue Geschichten von mir, und die kamen so gut an, dass die Kinder immerzu Weiterlesen und Zugabe riefen, wenn Armin ein Kapitel zu Ende gelesen hatte und in die Runde schaute. Er musste sogar noch seinen Computer mit einer weiteren Geschichte aus dem Auto holen, da er gedacht hatte, dass die Kinder mit den zwei Geschichten, die er ausgedruckt hatte, zufrieden wären. Aber die Geschichten waren so spannend und aufregend, dass die Kinder mit offenen Augen und Mündern vor ihm saßen und einfach nicht gehen wollten, bevor sie das dritte Kapitel gehört hatten. Armin hat sich heute nicht verlesen, aber dreimal verhaspelt. Die Kinder haben dafür von ihm dreißig Liegestütze verlangt. Die hat er zähneknirschend gemacht. Am Ende erzählte mir Frau Hoffmann, dass der Bürgermeister noch nach einem neuen Werbeslogan für die Stadt sucht. Ich denke, Kulturstadt Pegnitz wäre ein bißchen einfallslos, so bezeichnen sich schon viele andere Städte. Eine zündende Idee und ganz neu wäre Krokofilstadt Pegnitz. Das würde gut passen, bei so vielen Krokofilfans.
Dein Krokofilratgeber
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Heute waren wir in mehr Ländern! Am Morgen hatten wir in der Stadt Saalfeld eine Lesung. Saalfeld liegt in dem Land Thüringen, und dort ist es sehr schön. Es gibt da eine Feengrotte und Räucherkäse und es gibt da auch ein wunderschönes Gymnasium, in dem wir aufgetreten sind. Zwei Schülerinnen aus der Grundschule Saalfeld haben Sigrid noch vor der Lesung gefragt: Seid Ihr richtige Stars? Kommt Ihr im Fernsehen? Können wir Autogramme bekommen? Und die Fragen nach der Lesung waren toll, die Kinder wollten alles wissen, zum Beispiel welches Armins Lieblingsbuch ist, welche Lieblingsschriftsteller er hat, welches Buch zu schreiben ihm am meisten Spaß gemacht hat. Das war natürlich mein Buch, Krokofil. Armin hätte noch stundenlang antworten können, aber wir mussten weiter, in die Grundschule Schwarza. Die Kinder konnten auch dort in mehreren Sprachen Guten Morgen sagen, und das zweite Kapitel lasen Dustin, Hannah und Emanuel vor. Sie haben sehr gut gelesen, und als Armin seine Liegestütze gemacht hat, weil er sich verlesen hatte und wieder einmal Krokodil statt Krokofil gesagt hatte, da hat Rene die zehn Liegestützen mitgemacht. Er konnte das sehr gut! Als Dank und zur Belohnung für unseren Besuch haben wir von Frau Eichhorn thüringische Pralinien bekommen, die wir auf unserer Weiterreise in ein anderes Land gegessen haben: zurück nach Bayern. In Neuburg an der Donau hatte die Volkhochschule mit der Stadtbücherei eine Lesung vorbereitet. Die Kinder haben nach der Lesung so schöne Bilder gemalt, dass diese in der Stadtbücherei ausgestellt werden. Und bei den Fragen gab es viel zu lachen. Als Armin fragte, ob die Kinder wissen, was ein Autor ist, sagte ein Junge: Ein Autor hat vier Reifen. Ich muss mal gucken wo die bei Armin versteckt sind, vier Reifen habe ich jedenfalls noch nicht an ihm entdeckt. Jetzt gehe ich ins Bett und träume vom Thüringer Wald und vom Bayrischen Wald und von der langen Fahrt auf der Autobahn. Ich muss mal zählen, wie viele Länder ich jetzt schon kenne.
Dein Mehrländerkrokofil
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Mensch, war das glatt heute auf den Straßen. Es war Blitzeis, als Sigrid, Armin und ich heute mit dem Krokofilmobil nach Taufkirchen gefahren sind. Während Armin las und Sigrid Klavier spielte, bin ich zu Pappelino auf die Litfasssäule in der Aula geklettert. Pappelino ist das Maskottchen der Schule und von der Litfasssäule, wo er immer sitzt, hatte ich eine gute Aussicht auf alles. Heute hat Armin den ersten und den zweiten Klassen der Schule meine Geschichte vorgelesen. Und Sigrid hat heute mehr Lieder als sonst gespielt. Den Kindern gefiel ihr Klavierspiel so gut, dass sie immerfort Zugabe riefen. Am Ende kamen ganz viele Kinder auf die Bühne, stellten sich um den Flügel und sangen mit Sigrid das Lied Bruder Jakob auf Deutsch und auf Französisch und dann noch viele andere Lieder. Danach haben sie auf dem Flügel ihre eigenen Geschichten erzählt, ganz unten auf den Tasten brummte ein Bär herum, oben hüpfte ein Vogel und in der Mitte huschte eine Maus. Pagah, die schon gestern mit Begeisterung das Märchen gehört hatte, zeigte uns dann noch, was sie gestern zu Hause gemacht hatte. Sie hat eine eigene Geschichte geschrieben und zwei Bilder gemalt, und auch ... war fleißig und hat auch eine eigene Geschichte mit in die Schule gebracht. Für die Geschichten haben die beiden das Buch für einen Sonderpreis bekommen. Das hatte Armin ihnen gestern versprochen.
Dein Litfasskrokofil
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Die Sonne schien und wir wurden ganz herzlich von Frau Pauker, der Schulleiterin der Grundschule Taufkirchen, begrüßt. In der Eingangshalle hingen viele große Bilder, von Kindern gemalt, und auf denen stand in ihrer Muttersprache Guten Morgen. Bevor Armin den Kindern der dritten und vierten Klasse heute aus meinem Märchen vorlas, hat er einzelne Kinder aufgefordert, zu ihm nach vorne zu kommen und die anderen Kinder in ihrer Muttersprache zu begrüßen. Sie sprachen zum Beispiel Chinesisch, Japanisch, Arabisch, Türkisch, Griechisch, Italienisch, Russisch, Polnisch, Tschechisch, Serbisch, Tamilisch und Vietnamesisch. Das war manchmal gar nicht einfach nachzusprechen und die Kinder mussten lachen. Die Kinder haben heute wieder festgestellt, was in ihrem Kopf passiert, wenn sie lesen oder vorgelesen bekommen. Ein Mädchen erzählte, dass ihr immer eigene Geschichten einfallen und sie Lust bekommt, selbst zu schreiben. Als dann ein Junge fragte, warum ich eigentlich nicht die Prinzessin geheiratet hätte, wurde ich ganz klein und habe mich hinter dem Bühnenvorhang versteckt. Ich kam erst wieder hervor, als ein Junge 50 Liegestütze machte und damit ein Buch gewonnen hat. Ich schaffe nur 49, aber ich übe weiter. Ich freue mich schon auf die Kinder der ersten und zweiten Klassen, die werden wir morgen kennen lernen. Sicherlich sehen wir dann auch wieder Frau Pauker und die Frau mit dem roten Filzhut, und auch den Konrektor und die anderen Lehrerinnen, die alle so lieb und offen waren. Ein ganz aufgeschlossenes Kollegium hat da Frau Pauker, die uns übrigens erzählte, dass sie ganz lange gesucht hat, bis sie einen Mann gefunden hat, dessen Familienname zu ihrem Beruf passt. So und ich fahre jetzt erst einmal für meine Herzdame einen Blumenstrauß kaufen, schließlich ist heute Valentinstag.
Dein Valentinskrokofil
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Heute waren wir in Traunstein und haben zwei Lesungen an der Ludwig Thoma Schule gehabt. Die Sonne schien so stark in den Theaterraum der Schule hinein, dass ich den Eindruck hatte, in einem anderen Land der Sonne gelandet zu sein. Die Kinder hörten sehr gut zu und stellten sehr interessante Fragen. Sie wollten wissen, wie alt Armin ist und wie viel er so verdient. Sie wollten wahrscheinlich wissen, ob es sich auch lohnt, Schriftsteller zu werden. Außergewöhnlich war aber vor allen Dingen wie viele Fragen die Kinder stellten. Sie erzählten auch von ihren Geschichten, die sie selbst schreiben, ich hatte den Eindruck, dass es sehr viele Geschichtenerzähler in Traunstein gibt. Vielleicht wird eine Geschichte einmal so berühmt wie die Lausbubengeschichten von Ludwig Thoma, nach dem ja schließlich die Schule benannt ist. Am Ende haben Constanze, Sophia und Maxi das zweite Kapitel gelesen und wir sind in die Aula gegangen und haben aus Solidarität zu den Vorlesern, die sich beim Vorlesen wie Armin auch jeweils einmal versprachen, noch alle zehn Liegestützen gemacht. Das sollte jetzt für die nächsten Wochen und Tage halten.
Dein Krokofil
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Heute steckte mir noch die lange Autofahrt von Mönchengladbach nach München in den Knochen. Wir sind erst spät nachts angekommen. Unterwegs wurde Armin so müde, dass er ganz sanft am Steuer einschlief. Ich sprang auf seinen Schoß und lenkte die letzte Stunde das Auto. Das war kein Problem, denn Auto ist die Abkürzung für Automobil, und das bedeutet, es fährt von selbst. Jetzt liege ich auf dem Teppich und warte darauf, dass ich ankomme. Sigrid meint immer, dass ich nicht dazu geschaffen bin, mit 160 km/h durch Deutschland zu rasen. Recht hat sie. So richtig angekommen bin ich wohl erst in ein oder zwei Tagen, aber dann geht es ja auch schon wieder weiter.
Dein müdes Asphaltkrokofil
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Ich liebe Museen, weil es da immer so viel Neues zu entdecken gibt. Deshalb sind wir heute in das Kunstmuseum nach Mönchengladbach gegangen, das gerade wiedereröffnet wurde. In der Morgensonne sind wir den Abteiberg hochgestiegen, oben stand links eine schöne alte Kirche und rechts das moderne Museum. Schon im Park standen Skulpturen herum, und im Museum gab es ganz tolle Kunstwerke zu sehen, Bilder und auch Apparate, die sich bewegten. Am besten gefiel mir ein großes Architekturmodell vom Abteiberg mit dem Museum. Armin meinte: Das sieht ja aus wie Fabrikhallen mit einem Glockenturm. Aber da ich ja viel kleiner bin als Armin, entgegnete ich: Komm doch mal runter von da oben und sieh es dir an, wie ich es sehe! Da kniete sich Armin vor das Modell und fand es gut. Als wir dann den Abteiberg wieder über Terrassen hinunterstiegen, meinte Armin: Am Düsseldorf gibt es die Rheinterrassen, und in Mönchengladbach gibt es die Reisterrassen. Darüber denke ich immer wieder nach - sehen sie nur so aus wie Reisterrassen, oder wollen die Museumsleute hier tatsächlich Reis anpflanzen?
Dein Museumskrokofil
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Als ich heute aufwachte und aus dem Fenster schaute, schien mir die Sonne warm ins Gesicht. Weißer Rauch stieg aus den Schornsteinen gerade in den blauen Himmel auf. Und als ich die Augen schloss, sah ich ganz viele Farben, sie drehten sich wie ein Karussell. Die Autodächer waren weiß bereift und als ich später spazieren ging, sah ich in den kleinen Gärten schon Schneeglöckchen, Märzenbecher, Winterlinge und sogar Krokusse. Viele Kroküsse.
Dein Krokofil
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Heute sind ganz viele Kinder mit ihren Eltern in die Faschingsferien gefahren. Ich bin nicht in den Schnee gefahren, denn für mich ist das Warten in den langen Schlangen nichts, zuerst auf den Autobahnen und dann auch noch am Lift. Aber ganz ehrlich: Ich habe etwas gegen diesen grässlichen, kalten, nassen Schnee, der mich immer so bibbern lässt. Da gehe ich lieber ins Schwimmbad und rutsche die Riesenrutsche hinunter und finde es wundervoll, wenn die Kinder alle vor Vergnügen quietschen, wenn ich zwischen ihnen ins Wasser plumpse.
Dein Plumpskrokofil
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Heute war ich mit Armin in der Clara Grunwald Schule in Unterschleißheim. Ich war überrascht, wie gut vorbereitet die Kinder auf die Lesung waren. Sie wussten was ein Schriftsteller ist und wie ein Buch entsteht. Sie kannten den vollen Namen von Armin und auch die Namen von anderen Autoren. Sie kannten den Unterschied zwischen einem Manuskript und einem gedruckten Text, sie kannten den Unterschied zwischen einer Fadenheftung und einer Klebebindung und wussten auch, was in einer Druckerei geschieht. Das wussten sie alles deshalb, weil sie das alles im Unterricht von Frau Bieser gelernt haben. Heute hatten sie einen Autor zum Anfassen und Zuhören und Armin versprach den Kindern, bald wiederzukommen. Wenn wir so freundlich willkommen werden, bleibt uns auch nichts anderes übrig.
Dein Krokofil
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Heute ist Armin von seiner Kubareise wieder zurückgekommen. Er war ganz braungebrannt, er hat wohl zu lange in der Sonne gelegen. Und abgenommen hat er auch, vielleicht nicht ganz so viel, aber ich habe das sofort gesehen, in seinem Gesicht und auch an seinem Bauch. Am Abend hat er mir ganz lange und ausgiebig von seiner Reise erzählt, dass Kuba ein schönes Land ist, mit viel Sonne und Meer und dass es auf Kuba auch ganz viele Krokodile gibt. Es gibt dort sehr schöne Musik und die Menschen singen und tanzen den ganzen Tag. Das tun sie, weil sie sonst nichts anderes tun können, sie können nicht frei reden und frei reisen, das erlaubt ihnen ihre Regierung nicht, sie begründet das damit, dass es Stau am Himmel gäbe, wenn alle Menschen reisen würden. Armin ist an zwei Schulen in Trinidad und Havanna gewesen und hat aus dem Krokofilbuch gelesen. Natürlich auf Spanisch, denn die Kinder auf Kuba verstehen nur Spanisch. Und dann ist er noch zwei Musikern begegnet, die hat er an der Uferpromenade in Havanna kennengelernt. Sie heißen Lazaro und Maikel und haben ihm ein selbst komponiertes Lied geschenkt, es heißt: A la orilla del mar, am Ufer des Meeres, und handelt von der Sehnsucht nach Liebe und Glück.
Dein Krokofil
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Ich bin dann mal weg ... und in drei Wochen komme ich wieder. Während Armin nach Kuba fliegt und sich dort unter den Palmen am Meer erholt und auch mit dem Fahrrad über die Insel fährt, bleibe ich hier und halte meinen Winterschlaf, wie alle anständigen Krokodile. Und beim nächsten Vollmond werde ich mich wieder bei dir melden, wenn nicht davor irgendetwas Außergewöhnliches passiert.
Dein Krokoschlaffil
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Heute war der letzte Tag des Jahres 2007. Es war ein unglaublich schönes Jahr. Es ist so viel passiert, dass ich keine Zeit gefunden habe, alles aufzuschreiben, aber das, was ich aufgeschrieben habe, erzählt ein bisschen davon, was alles geschah. Es begann damit, dass ich in Armins Kopf geboren wurde. Und da blieb ich so lange, bis er Sigrid von mir erzählte und er mich aus seinem Kopf herausließ. Das ist jetzt genau ein halbes Jahr her. In diesem halben Jahr wurde das erste Buch geschrieben, gedruckt, veröffentlicht und mehr als sechzig Mal von Armin vorgelesen. Wie viele Kinder es gelesen haben und wie viele Kinder Bilder gemalt haben, kann ich nicht genau sagen. Ich weiß nur, dass mehrere große Stapel Bilder darauf warten, von Uli und Barbara eingescannt zu werden. Ob die das alles im Laufe der nächsten zwei bis drei Wochen schaffen? Ob im nächsten halben Jahr wieder so viel passiert? Ich bin auf jeden Fall ganz optimistisch.
Dein Krokofil
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Ich bin heute ganz versilbert nach Hause gekommen. Ich war spazieren im Englischen Garten. Alles war silbrig von Eiskristallen. Die Bäume, die Wege, die vereisten Steine im Wasser und der Boden des Tennisplatzes, und die Wege waren von einem trockenen silbrigen Staub bedeckt, so dass alle Leute silbrige Schuhe bekamen. Nur die Graugänse auf den Wiesen waren nicht silbrig, sie waren grau und braun und standen in der kräftigen intensiven Wintersonne. Als ich nach Hause kam, hat Armin stundenlang den Silberstaub von mir abgebürstet. Jetzt liegt der Silberstaub fingerdick auf allen Möbeln und ich habe mich leise unters Bett verdrückt, weil Armin mit dem Staubsauger durch die ganze Wohnung tobt.
Dein Silber-Krokofil
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Heute war ich im Aqua-Zoo in Düsseldorf. Dort gab es Pinguine, die tauchten pfeilschnell durch das Wasser, Seepferdchen, Haie und alles, was so im Meer herumfleucht und kreucht. Nur eine Krake habe ich nicht gesehen. Dafür zwei schlecht gelaunte Krokodile. Die haben vielleicht Augen gemacht als sie mich auf der anderen Seite des Gitters entdeckten. Ganz anders als die Frau am Eingang. Für die bin ich doch glatt als Kind durchgegangen. Armin hatte mir eine Mütze aufgesetzt, weil es so kalt war, und einen dicken Schal um den Hals gewickelt.
Dein Aqua-Krokofil
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Heute habe ich mich gefragt, was Weihnachten eigentlich bedeutet. Armin hat mir erzählt, dass sich die Menschen an diesem Tag an die Geburt Jesu erinnern, er ist an diesem Tag Mensch geworden. Ich kann mich gar nicht mehr an den Tag erinnern, an dem ich geboren wurde und ein Krokodil wurde. Aber ich kann mich noch sehr gut an den Tag erinnern, als die Prinzessin mir den Namen Krokofil gab.
Dein Weihnachtskrokofil
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Als ich heute spät erwachte, stand die Sonne wie ein silbriger Mond am Himmel. Ich konnte ohne Sonnenbrille in sie hineinsehen, ohne zu blinzeln. Die Bäume waren weiß überzuckert, und später glitzerten sie. Da schien die Sonne wieder richtig hell, so wie sie immer scheint, und ich konnte auch nicht mehr in sie hineinsehen.
Dein Krokofil
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Heute haben wir den ganzen Tag Bücher eingepackt, meistens eins oder zwei in einem Päckchen, manchmal drei oder vier und einmal sogar fünfzig in einem großen Paket. Alle sollen noch vor Weihnachten bei den Kindern ankommen. Am frühen Abend haben wir die Pakete zur Post gebracht und einige sogar persönlich abgegeben. Ich bin stolz, was ich heute alles geschafft habe und falle jetzt ins Bett und werde schlafen wie ein Murmeltier.
Dein Workofil
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Heute sind wir mit Armins Auto nach München gefahren. Im Auto roch es ganz stark nach Seife. Armin hatte eine große Flasche Waschlotion gekauft, und die war komplett ausgelaufen. Ich dachte, ich sitze in einer Waschmaschine, und als Armin auch noch von seinen gesellschaftspolitischen Visionen erzählte, kam ich mir vor wie in einer Gehirnwäsche.
Dein Krokofil
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Heute war die letzte Lesung in diesem Jahr, sie fand im Cusanus Gymnasium in Erkelenz statt. Dort ist eine Freundin von Armin Deutschlehrerin. Sie heißt Alexandra und meinte später im Lehrerzimmer: Lesungen mit Liegestützen hat den gleichen Effekt wie die Ohrfeigen bei jüdischen Hochzeiten: man vergisst sie nicht. Die Kinder der fünften Klassen werden die Lesung bestimmt nicht vergessen, denn Armin schloss mit ihnen eine Wette ab. Wer mehr Liegestütze machen würde als er, dem versprach er ein Buch. Das schaffte zwar keiner, aber Sven schaffte doch immerhin 37 und Jasmin 30 Liegestütze. Dafür bekamen beide ein Buch geschenkt, denn die anderen Kinder hatten wesentlich früher aufgegeben. Einer behauptete am Ende sogar, er könne 100 machen. Liegestütze, fragte Armin. Nein, Kniebeugen. Alle lachten.
Dein Krokofil
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Heute waren wir in der Nähe von Bonn, genauer gesagt in Berkum. Hier haben wir drei Lesungen gehabt. Zur ersten Lesung kamen alle zweiten Klassen. Franziska malte mich als Superkrokofil, Tim malte mich als Riesenkrokofil, Stephan malte mich in der dunkelsten Ecke des Palastes, Rene malte mich, wie ich im Springbrunnen liege, Maike malte mich mit dem Brautstrauß auf dem Kopf, Lukas malte mich vor einem See aus Tränen, und Verena malte mich als Krokovielfrass. Jens malte die Leibgarde des Königs, und Annelie malte die Szene, als der Prinz um die Hand der Prinzessin anhielt. Annelies brauchte zwei Blätter für ihr Bild und Fabian erzählte mir, dass er Jungschriftsteller ist. Er will mir auch etwas von sich zuschicken. Dann kam die zweite Lesung. Da Sigrid nicht mitgereist war, spielte Alishan, ein Schüler der fünften Klasse, auf dem Klavier: er spielte das Stück California. Das passte gut, denn Kalifornien ist schließlich auch ein Land der Sonne. Die Bilder, die die Kinder danach malten, waren auch sehr schön. Besonders gut gefiel mir das Bild von Sabrina, die die Prinzessin und den Prinzen auf einem Hügel vor einer großen Sonne malte. Und Sabine malte die Zukunft, sie malte wie ich Krokofine heirate. Die dritte Lesung fand dann noch am Nachmittag statt. Ich habe mich sehr wohl gefühlt in Berkum und werde bestimmt wiederkommen.
Dein Krokofil
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Heute war eine Lesung in Düsseldorf. Ich fuhr mit Armin, Adellys und Adrian dorthin. Die Lesung fand im Rahmen einer Weihnachtsfeier statt, die von einem lateinamerikanischen Verein organisiert war. Es wurde viel gesungen und getanzt und weil es einfach zu laut war, zogen wir uns zum Lesen in den Keller zurück. Die Kinder haben auf Kissen gesessen, es war richtig gemütlich. Und als Armin die Bücher signierte, habe ich noch Arepas und Tamales gegessen, Maisteig mit Hühnerfleisch und Gemüse, eingerollt in Bananenblätter. Das hat sehr gut geschmeckt.
Dein Krokofil
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Heute ist ein Päckchen mit dreizehn Kurzgeschichten aus Waldstetten bei mir angekommen: Dreizehn sehr liebevoll geschriebene Geschichten mit Zeichnungen, schön gebunden. Geschrieben und illustriert wurden sie von Moritz und Sina, Benedikt und Jana, Louisa, Felix und Marie, Nathalie, Annika, Jasmin, Sophia, Sonja, Celine, Leslie, Stefan, Kevin, Isabel und Senay. Die Geschichten haben tolle Titel: Krokofil als Nikolaus, Krokofils Holzlöffel, Krokofil kommt in die Schule, Krokofil fährt in den Skiurlaub, Krokofil geht zelten, Krokofils Geburtstagstorte, Krokofils Babysitterin, Krokofil macht Ballett, Doppelter Schreck - Krokofil ist weg, Krokofil und die Feuerwehr, Krokofil im Land der Pyramiden und zweimal Krokofil geht zum Zahnarzt. Ich habe mich gleich festgelesen und habe gestaunt, wie gut sie mich doch alle kennen. Ich habe mich selbst besser kennengelernt durch die Geschichten. Und Angst vor dem Zahnarzt habe ich tatsächlich auch. Ein Glück, dass meine Zähne wie Milchzähne sind. Immer wenn ein Zahn ausfällt, wächst ein Neuer nach.
Dein Krokozahnfil
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Heute haben wir die frühere Grundschullehrerin von Armin getroffen. Sie heißt Frau Pungs, nicht Pongs wie Armin mit Nachnamen heißt. Sie kam mit ihrer dritten Klasse zur Lesung. Darunter war auch ein Mädchen aus Spanien. Sie hieß Laura und wusste natürlich, was Bocadillos sind, und sie liebt Churros. Sie kann sogar Flamenco tanzen, aber auf der Bühne vor so vielen Kindern zu tanzen, das hat sie sich nicht getraut. Schade! Später sind wir noch nach Pongs gefahren, das ist ein Stadtteil von Mönchengladbach. Es gibt dort eine Pongserstraße, einen Pongser Kamp und eine Pongser Heide. Es gibt sogar ein Haus Pongs und selbst auf einem Bus habe ich den Namen Pongs stehen sehen.
Dein Krokofil
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Heute habe ich mit Armin lange wach gelegen, wir haben uns Geschichten erzählt und dabei aus dem Dachfenster in den klaren Winterhimmel geschaut. Armin hat mir das Sternbild des Orion gezeigt und der helle Stern über ihm war der Merkur. Ein Sternbild sah aus wie ein großes Krokodil, ein anderes wie ein kleines Krokodil. Und plötzlich sah ich ganz viele Sternschnuppen, und ich habe mir etwas gewünscht. Vielleicht kannst du dir ja denken was.
Dein Krokowünschfil
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Heute haben uns noch zwei erste Klassen der Gebeleschule zugehört. Als die Kinder ihre Bilder malten, ging Sigrid durch die Reihen und schaute ihnen zu. Da sagte ein Mädchen zu Sigrid: Das schenke ich dir und gab ihr eine Muschel in die Hand. Sigrid konnte es gar nicht fassen und hat sich so sehr gefreut, dass sie den ganzen Tag immer wieder davon gesprochen hat. Jetzt liegt die Muschel auf ihrem Tisch. Sie ist weiß und rötlich und sieht aus wie die Muschel, die der Vogel im Schnabel hatte, als ich ihn das erste Mal gesehen habe. Du weißt schon, als ich so dick und faul in dem Brunnen lag. Ich wüsste gerne, an welchem Meer das Mädchen diese Muschel gefunden hat.
Dein Krokofil
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Heute waren wir noch einmal in der Gebeleschule, in den vierten Klassen. Als Armin das erste Kapitel gelesen hatte, kamen viele Fragen von den Kindern. Constantin fragte, wie viele Bücher Armin schon geschrieben hat, Maximilian interessierte, ob Armin seine Bücher immer mit der Hand schreibt und wie lange es dauert, bis ein Buch fertig ist. Ein anderer wollte wissen, aus welchem Material das Buch ist. Armin hat ihnen erzählt, dass das Buch zusammengenäht ist. Das hält viel besser, als wenn man es nur klebt. Danach haben wir über das Lesen gesprochen. Armin hat die Kinder gefragt, welche Stellen sie am meisten berührt und welche Bilder sie beim Lesen gesehen haben. Lotte hat erzählt, dass sie sich beim Lesen immer Farben vorstellt. Welche Farben hast du heute gesehen, fragte Armin. Lotte antwortete: Die Farben grün und gelb. Da hat Armin das Buch hochgehalten und ihr gezeigt, dass die Seiten im Buch auch gelb und grün sind. Einige Kinder waren sich einig, dass sie immer lieber zuerst ein Buch lesen, bevor sie den Film dazu sehen. Die eigenen Bilder im Kopf wären immer schöner als im Film. Und Julia aus der Klasse 4b sagte mir: Ich liebe den Geruch von neuen Büchern.
Dein Krokofil
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Heute waren wir zum zweiten Mal in der Gebeleschule, dieses Mal in allen dritten Klassen. Armin sagte, dass es eine Sprache gibt, die jedes Kind auf der Welt versteht. Die Kinder sollten erraten, welche Sprache das sein könnte. Ein Kind meinte Englisch, ein anderes Chinesisch, wieder ein anderes Kind meinte, Spanisch wäre die Sprache, die jedes Kind versteht. Und ein Kind dachte, Deutsch würde überall in der Welt verstanden. Armin antwortete, dass nur zwei unter einhundert Kindern Deutsch verstünden. Die Kinder staunten und haben weiter geraten. Dann sagte ein Junge: Bayrisch? Aber das verstehen ja noch nicht einmal alle Kinder in Deutschland, sagte Armin. Ein Mädchen meinte schließlich Zeichensprache versteht doch jeder. Und ein anderes Mädchen meinte Malerei sei auch eine Sprache, die jeder versteht. Ich habs, sagte dann ein Mädchen. Es ist die Sprache der Gefühle. Damit waren wir der Lösung schon ganz nah gekommen. Was Armin meinte, war die Sprache der Musik, die Sprache, die sowohl Bilder erzeugt als auch Gefühle.
Dein Krokofil
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Ach war das heute schön in den zweiten Klassen der Gebeleschule in München. Ich bin da heute mit Sigrid und Armin gewesen. Armin und die Kinder haben sich in drei Sprachen einen Guten Morgen gewünscht, dann hat Sigrid den Kindern in ihrer Sprache von Spanien erzählt, in der Sprache der Musik - sie spielte ein Stück von Isaac Albeniz auf dem Klavier. Die meisten Kinder spielen selbst ein Instrument, haben sie mir erzählt, und Frau Binsteiner musiziert mit ihnen jeden Tag. Wenn ich in die Klasse 2d ginge, ich würde sofort Flöte, Schlagzeug oder Geige spielen lernen, so wie Timur, der auf seiner Violine spielte, als ich noch kurz in die Klasse kam. Heute fand die Lesung wieder mit Liegestützen statt. Armin hat sich sogar zweimal verlesen und musste deshalb zwanzig Liegestütze machen. Die Kinder haben dabei mitgemacht oder mitgezählt. Daniel aus der Klasse 2c war sehr kritisch und hat Armin und den anderen gezeigt, wie man richtige Liegestütze macht, das hat er beim Fußballtraining gelernt. Beni hat fünf Jahre in Spanien gelebt und eine leckere große Paella gemalt. Paula war schon oft in Spanien und sie hat die Szene mit den Tänzerinnen am meisten berührt. Deshalb hat sie ein Bild von einer Flamencotänzerin gemalt. Zusammen mit Laura hat sie uns dann gezeigt, wie Flamenco getanzt wird. Am Montag kommen wir wieder, dann besuchen wir die dritten Klassen.
Dein Krokofil
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Heute war Nikolaus und damit auch der Namenstag von Niko, den ich heute in der Mozartschule in Schwäbisch-Gmünd traf. Dem habe ich auch gleich ein Buch von mir geschenkt. Die Lesung fand in einer Turnhalle statt, und Armin hat den Kindern erzählt, dass Lesen ähnlich ist wie Turnen. Nur dass man beim Lesen nicht am Reck oder Barren, sondern im Kopf turnt. Wenn ihr lest, sagte Armin zu den Kindern, dann öffnet sich eine neue Welt, viele schöne Bilder, Gedanken und Ideen purzeln durch euren Kopf. Und wenn ihr auch schreiben könnt, kommen euch eigene Ideen, die könnt ihr dann aufschreiben und anderen vorlesen. Das macht ganz schön viel Spaß! Deshalb bringt der Nikolaus am Liebsten Bücher. In meinem Schuh steckte jedenfalls ein Buch. Das werde ich jetzt lesen, und ich werde sicherlich in eine andere Welt abtauchen und neue Freunde und andere Länder kennen lernen.
Dein Krokolesefil
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Heute war ich in der Grund- und Hauptschule Hambrücken. Die Kinder hatten uns schon vor Wochen viele interessante Bilder geschickt. Hier trafen wir auch Hans Joachim. Armin schreibt ihm und telefoniert mit ihm schon seit mehr als zehn Jahren, die beiden hatten sich aber bis zum heutigen Tag noch nie gesehen. Hans Joachim ist Journalist und Fotograf und hat ganz viele Fotos von der Lesung gemacht. Nun werde ich morgen in der Zeitung stehen, das hat er auf jeden Fall gesagt. Später waren wir noch in einer Grundschule in Karlsruhe. Nach der Lesung hat die Lehrerin mit den Kindern meine Geschichte noch einmal nacherzählt und auf einer Landkarte gezeigt, wo Spanien und wo Afrika ist. Ich habe gestaunt, wie genau die Kinder sich an alles erinnert haben. Ein Mädchen hat sich sogar an die Farben der Blumen erinnert, die die Kinder auf den Wiesen gepflückt hatten, und ein anderes Mädchen malte die herzförmige Frucht mit der schuppigen Schale, die nach Vanille und Zimt schmeckt. Hier riecht es gerade auch nach Zimt. Es gibt wohl wieder Milchreis. Das ist eine Spezialität von Armin. Ich liebe Milchreis, mit viel Zimt und Zucker. Aber ich werde aufpassen und nicht zu viel davon essen.
Dein Zimtkrokofil
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Heute rief ein Freund von Armin an. Mehr als eine Stunde hat er mit ihm telefoniert. Als Armin dann endlich auflegte, erzählte er mir, dass sein Freund John heißt, Musiker ist und Lieder schreibt. Er lebt am Meer in Brighton, das ist ein Seebad in England. Er hat auch schon Armin ein Lied gewidmet, und jetzt will er ein Lied über mich schreiben. Ich bin ganz sprachlos. Ein Lied über mich. Wow, ist das schön!
Dein Krokofil
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Heute war ein dickes Paket in meinem Briefkasten, ein Paket aus Brasilien. Das Paket war mit ganz vielen Briefmarken beklebt, Briefmarken, die ich noch nie gesehen habe. Die Bilder waren von Schülern der Waldorfschule in Sao Paulo. Ich habe zwar keine Ahnung wie die vom Malwettbewerb erfahren haben, ich weiß nur von einem Herrn Müller, der mir in einer Email schrieb, dass er Bilder schickt. Dass gleich eine ganze Schule so viele und so schöne Bilder malt, hat mich sehr sehr gefreut. Ich hoffe, auch einmal nach Brasilien zu reisen. Und wenn ich dort bin, werde ich auch die Kinder in Sao Paulo besuchen. Ich hoffe, dass das klappt.
Dein Krokofil
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Heute begann der Unterricht an der Grundschule Berg am Laim mit dem Schulradio. Das Schulradio gibt es an jedem Freitagmorgen und wird von Schülern selbst produziert. Es ist interessant und lustig und es gibt immer etwas zu raten und zu gewinnen. Danach kamen die Schüler der vierten Klassen in den Musikraum, wo auch ein Klavier stand. Sigrid hat den Kindern ein spanisches Musikstück vorgespielt und bekam dafür einen ganz großen Applaus, so dass sie rot wurde. Hinterher kamen zwei Jungen zu ihr und sagten: Das Stück ist so schön, das möchten wir auch spielen können. Es ist von Isaac Albeniz und ist eines von sechs Stücken, die von Spanien erzählen. Das zweite Kapitel des Märchens wurde übrigens von einer Sprecherin des Schülerradios vorgelesen.
Dein Krokofil
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Heute war ich noch an zwei anderen Schulen in Bayreuth: an der Graserschule und im Richard Wagner Gymnasium. Die Zeitung war auch da. Eine Journalistin hat einen Artikel geschrieben und eine andere hat Fotos gemacht. Herr Lang und Frau Schmack, zwei Lehrer vom Richard Wagner Gymnasium, haben auch viele schöne Fotos von der Lesung gemacht und daraus einen Schulblog gebastelt. Die Fotoinstallation ist jetzt auf der Schulhomepage zu sehen: http://neues-am-rwg-07.blogspot.com
Dein Krokofotofil
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Heute war ich an der Herzoghöhe in Bayreuth. Das ist eine Grundschule, in die auch schon die Kinder von Mavie gegangen sind. Mavie ist eine Freundin von Armin und war mit ihren Kindern auch schon bei der Lesung in Pegnitz. Sie war so begeistert von der Lesung, dass sie gleich ganz vielen Lehrern in Bayreuth davon erzählt hat. Die wollten dann die Lesung auch an ihrer Schule haben.
Dein Krokofil
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Heute habe ich ein sehr schönes Bild von Bibiana bekomm